<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>entgangene Gewinne/Verluste Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/entgangene-gewinneverluste/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/entgangene-gewinneverluste/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Nov 2017 14:43:28 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>
	<item>
		<title>Für einen kleinen Rabatt</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/fuer-einen-kleinen-rabatt/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/fuer-einen-kleinen-rabatt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Nov 2017 14:43:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[entgangene Gewinne/Verluste]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=9717</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit dem 29. August hat der DAX in der Spitze rund 14 Prozent an Wert gewonnen. Und dies ohne wesentliche Gegenbewegung. Wer etwa auf einen überschaubaren Rücksetzer von „nur“ 2 Prozent seither hofft, ist bislang enttäuscht worden. Natürlich ist es verständlich, wenn Anleger nicht am historisch höchsten Kurs beim DAX einsteigen möchten, ein Umstand, der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/fuer-einen-kleinen-rabatt/">Für einen kleinen Rabatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 29. August hat der DAX in der Spitze rund 14 Prozent an Wert gewonnen. Und dies ohne wesentliche Gegenbewegung. Wer etwa auf einen überschaubaren Rücksetzer von „nur“ 2 Prozent seither hofft, ist bislang enttäuscht worden. Natürlich ist es verständlich, wenn Anleger nicht am historisch höchsten Kurs beim DAX einsteigen möchten, ein Umstand, der seit Anfang Oktober an immerhin zwölf Handelstagen gegeben war. Andererseits muss man sich natürlich fragen, ob es sinnvoll ist, einen Markt derart davonlaufen zu lassen, nur um mit einem kleinen „Rabatt“ nicht zu Höchstpreisen einsteigen zu müssen. Anders ausgedrückt: Für einen etwaigen begrenzten relativen Gewinn haben viele Akteure das Risiko in Kauf genommen, dass ihnen der Aktienmarkt nunmehr unkontrolliert davongelaufen ist. Ein relativer Verlust, den niemand gerne realisieren möchte. Was dies für den DAX bedeutet, können Sie meinem heutigen Kommentar zur jüngsten Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt <span style="color: #ff0000;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-An-Gewinnmitnahmen-ist-noch-niemand-gestorben-2317258" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #ff0000;">HIER</span></strong></a></span> schriftlich oder <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2Bv1KDPKhk8&amp;feature=em-uploademail" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #00ff00;">DORT</span></strong></a> via Skype entnehmen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/fuer-einen-kleinen-rabatt/">Für einen kleinen Rabatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/fuer-einen-kleinen-rabatt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das ist der Gipfel</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/das-ist-der-gipfel/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/das-ist-der-gipfel/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2017 15:31:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[3:1 Regel]]></category>
		<category><![CDATA[Allzeithoch]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschieberitits]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[entgangene Gewinne/Verluste]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungsaversion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=9506</guid>

					<description><![CDATA[<p>Immer wenn ein Markt neue Allzeithochs markiert, richten Kommentatoren die Frage an Experten und Analysten: „Was raten Sie dem Anleger? Kann man jetzt noch einsteigen?“ Im Prinzip befinden sich derzeit viele Investoren (nicht nur) beim DAX in einer ähnlichen Situation, weil sie den Aufwärtstrend, der sich nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten im November [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/das-ist-der-gipfel/">Das ist der Gipfel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9504 alignleft" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/05/Senti_100517-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Immer wenn ein Markt neue Allzeithochs markiert, richten Kommentatoren die Frage an Experten und Analysten: „Was raten Sie dem Anleger? Kann man jetzt noch einsteigen?“ Im Prinzip befinden sich derzeit viele Investoren (nicht nur) beim DAX in einer ähnlichen Situation, weil sie den Aufwärtstrend, der sich nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten im November vergangenen Jahres etabliert hatte, möglicherweise schlichtweg komplett verpasst haben. Eigentlich wäre man gerne in irgendeiner Form bei diesem starken Trend dabei gewesen dessen Plus etwa beim DAX – selbst wenn man erst an der Spitze des ersten mehrtägigen Impulses nach dem US-Wahltag bei rund 10.800 DAX-Zählern eingestiegen wäre – bis zum Montag dieser Woche rund 18 Prozent betragen hätte. Ein Konjunktiv, der letztlich nichts anderes als einen entgangenen Gewinn in gleicher Höhe bedeutet.</p>
<p>Für Börsenprofis, die sich etwa an einer Benchmark messen müssen, ist dieser entgangene Gewinn gleichbedeutend mit einem relativen Verlust. Eine Benchmark, die für den Privatanleger normalerweise nicht besteht, es sei denn, er befindet sich im persönlichen Wettstreit mit seinem Nachbarn, der möglicherweise an der Börse besser abgeschnitten hat als er selbst. Daher nehmen viele der Möchtegern-Bullen selbst große entgangene Gewinne überhaupt erst dann wahr, wenn neue Allzeithochs markiert werden. Verluste, die aus entgangenen Gewinnen entstehen, wiegen daher längst nicht so schwer wie reale, sofort spürbare Verluste, die sich etwa aus einem „echten“ (Aktien)-engagement ergeben. Mit Folgen für das Management jener Verluste.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Einstiegsdisziplin</strong></p>
<p>Nehmen wir einmal an, jemand hat sich in einem Markt engagiert und setzt sich eine Verlustbegrenzung in Form eines Stopp-Loss von beispielsweise x Prozent, gemessen am Einstandspreis, in der Hoffnung, gemäß einer weit verbreiteten Faustregel etwa das Dreifache seines eventuellen Verlusts zu verdienen<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>.</p>
<p>Konsequenterweise müsste man eine solche Faustregel auch für entgangene Gewinne anwenden. Denn viele Akteure hätten sich während der vergangenen Monate gerne im steigenden Aktienmarkt engagiert, aber natürlich nicht zu Höchstpreisen. Die typische Verhaltensweise: Man wartet auf eine Korrektur von ein paar Prozent, um etwas günstiger einsteigen zu können. Dieses „etwas günstiger“ bedeutet gegenüber dem jeweiligen Verlaufshochs des Marktes für den Börsianer einen relativen Gewinn. Sofern die gewünschte Marktkorrektur überhaupt zustande kommt.</p>
<p>Jemand, der seit Beginn der Aufwärtsbewegung im November 2016 etwa auf eine 3-prozentige Korrektur des DAX wartete, um einen erträglichen Markteinstieg zu erreichen, bekam seither immerhin drei Rücksetzer des Börsenbarometers in dieser Größenordnung präsentiert. Wer sich jedoch vorgenommen hatte, auf eine Korrektur von 4 Prozent zu setzen, wartet bis heute auf diese hypothetische Kaufgelegenheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Begrenzte Gewinne vs. Ungezügelte Verluste</strong></p>
<p>Stattdessen ist der DAX 18 Prozent davongelaufen. Einem möglichen relativen Gewinn (entgangener Verlust) von 4 Prozent steht nun ein relativer Verlust (entgangener Gewinn) von 18 Prozent gegenüber. Anders ausgedrückt: Man hat gegenüber einem begrenzten Gewinn Verluste laufen lassen.</p>
<p>Dies sollte für alle Anhänger von Stopp-Loss Strategien zur Konsequenz haben, dass man eigentlich für einen möglichen relativen Gewinn, hier in Form einer 4-pro­zen­­ti­­gen Korrektur den Markt nur einen Bruchteil davon nach oben davonlaufen lassen darf. Will sagen: Dem Warten auf eine Korrektur, nur um sich besser fühlen zu können, steht das erhebliche Risiko gegenüber, dass einem der Markt schlichtweg davonläuft. Ganz abgesehen davon, dass die gewünschte Korrektur, sofern sie sich  tatsächlich ereignen sollte, möglicherweise nicht vertrauenserweckend aussieht oder zum falschen Zeitpunkt eintritt wie beispielsweise vor dem ersten Wahlgang bei den  französischen Präsidentschaftswahlen, als der DAX immerhin um 3,5 Prozent gefallen war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Entscheidungs-Aversion</strong></p>
<p>Letztlich wird erkennbar, dass das Warten auf Korrekturen nichts anderes darstellt als eine verkappte Aversion dagegen, eine Entscheidung treffen zu müssen. Man möchte sich nicht jetzt, sondern lieber später (Aufschieberitis) oder möglicherweise gar nicht positionieren. Verständlich, dass für diese Marktteilnehmer ein Kauf am Allzeithoch mit einem besonders schwindelerregenden Blick vom DAX-Gipfel nach unten in die Tiefe einhergeht.</p>
<p>Ob von den hiesigen Börsianern viele den Einstieg gewagt haben, werde ich für Sie an Hand der heutigen Stimmungserhebung, die ich für die Börse Frankfurt <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Zu-schnell-zu-hoch-2273278" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span> erstellt habe, erläutern. Für diejenigen, die nicht gerne lesen, sei dieses Web-Video (<span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://www.youtube.com/watch?v=-ozVquGz7Ds&amp;feature=youtu.be" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span>) empfohlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Bei einem Stopp-Loss im DAX von beispielsweise 500 Punkten würde ein derartiges Kursziel nach dieser Faustregel (3:1 Regel) bei 1500 Zählern liegen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/das-ist-der-gipfel/">Das ist der Gipfel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/das-ist-der-gipfel/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bitcoins reloaded</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/bitcoins-reloaded/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/bitcoins-reloaded/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2015 08:53:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Besitztumseffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[entgangene Gewinne/Verluste]]></category>
		<category><![CDATA[Regret]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialer Vergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Tulpenhausse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=7608</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gerade einmal zwei Wochen ist es her, dass Bitcoins (BTC) zumindest unter seinen Fans für Aufsehen sorgten, weil sie innerhalb von sechs Wochen einen Kurssturz von 50 Prozent erlebten und mit 170 USD pro Coin den tiefsten Stand gegenüber dem Dezember 2013 markierten, als diese virtuelle Währung bei einem Preis von 1.200 USD kurzzeitig sogar [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/bitcoins-reloaded/">Bitcoins reloaded</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade einmal zwei Wochen ist es her, dass Bitcoins (BTC) zumindest unter seinen Fans für Aufsehen sorgten, weil sie innerhalb von sechs Wochen einen Kurssturz von 50 Prozent erlebten und mit 170 USD pro Coin den tiefsten Stand gegenüber dem Dezember 2013 markierten, als diese virtuelle Währung bei einem Preis von 1.200 USD kurzzeitig sogar mehr wert war als eine Unze Gold.</p>
<p>Und als der Kurs kurz darauf wieder nach oben schnellte und die 220 USD überschritt, musste ich nicht lange warten, bis mich mein ehemaliger Kompagnon Herman darauf ansprach, aber nicht, weil die 220er Marke einen wichtigen Chartpunkt dargestellt hätte. Vielmehr handelte es sich um den Preis, bei dem auch ich im Spätherbst 2013 nahe dran war, an der sich damals mit überwältigender Kraft aufbauenden Hausse teilzunehmen. Aber dann war mir der Markt davongelaufen.</p>
<p>Nun geriet ich erneut ins Grübeln, weil dieser Referenzpunkt sich fest in meinem Kopf verankert hatte. Denn ich musste mir ja selbst eingestehen, damals eine vermeintliche Kaufgelegenheit verpasst zu haben (vgl. <strong><a href="https://www.joachim-goldberg.com/verpasste-gelegenheit/">HIER</a></strong> und <strong><a href="https://www.joachim-goldberg.com/muenzen-manie/">HIER</a></strong>), während mein Kompagnon schon Kursziele von bis zu 10.000 USD pro Bitcoin ausrief – allerdings ohne ein einziges virtuelles Geldstück gekauft zu haben. Ich habe die Tage von damals nicht vergessen, an denen ich angesichts meines Pre-Commitments (eigentlich wollte ich ursprünglich kaufen) während der massiven Hausse verschiedene Stadien des Bedauerns und der Reue (Regret) durchlebte.</p>
<p>Umso mehr erfüllte es mich mit Genugtuung, als sich im Laufe des vergangenen Jahres mein Verdacht, es müsse sich bei der Entwicklung der Bitcoin-Mania um eine Abwandlung der Tulpenhausse aus dem 17. Jahrhundert handeln, bestätigte. Der Kurssturz der virtuellen Währung sollte heftiger ausfallen als die jüngste Abwertung des russischen Rubels. Und als der Wert eines Bitcoins unlängst wieder unter meinen virtuellen Einstandspreis von 220 USD fiel, sagte ich mir: „Zum Glück war ich nicht dabei!“ Mir war diese schmerzhafte Episode eines großen Gewinns, gefolgt von einem genauso großen Verlust, erspart geblieben. Denn auch ich hätte etwas, das ich bereits gewonnen hatte, nicht mehr gerne hergegeben, weil Verluste schwerer als Gewinne in gleicher Höhe wiegen. Mit anderen Worten: Ich fühlte mich plötzlich wegen dieser vermeintlich verpassten Gelegenheit sogar richtig gut<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Referenzpunkte als Anker</strong></p>
<p>Fast ein wenig triumphierend rief ich Herman an: „Hast Du Bitcoins gesehen? Zum Glück habe ich da nicht mitgemacht. Und Du hast mich damals deswegen ausgelacht!“ – „Dann kannst Du ja jetzt genau bei dem Niveau von 220 $ einsteigen, das Du damals verpasst hast!“, erwiderte die Stimme am anderen Ende des Telefons.</p>
<p>Ich dachte nicht im Traum daran.</p>
<p>Gestern – Bitcoins wechselten wahrscheinlich aufgrund der quantitativen Lockerungsmaßnahmen der EZB und der Wahlen in Griechenland mit einem Male für mehr als 300 USD den Besitzer – bekam ich wieder einen Anruf. „Ich habe gekauft“, teilte mir Herman trocken mit, und auch ohne dass er mir sagte, was er erworben hatte, wusste ich sofort, wovon er sprach. „Viel?“, fragte ich daher nur und konnte nicht verhindern, dass meine Stimme leicht verunsichert klang. Denn sofort beschlich mich die böse Ahnung, Herman könnte jetzt mit „meinem(!)“ einstigen selbst gewählten Referenzpunkt sogar Gewinne machen. Ich fühlte mich, als ob jemand die Zahlen von meinem Lottoschein heimlich abgeschrieben und damit einen Hauptgewinn gemacht hätte, während ich selbst es versäumt hatte, den Schein am Lottoschalter abzugeben.</p>
<p>Glücklicherweise hat Herman nur einen einzigen Bitcoin gekauft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Genau genommen hatte ich einen entgangenen Gewinn (wirkt ähnlich wie ein Verlust) in meiner Vorstellung wieder durch einen entgangenen Verlust (wirkt ähnlich wie ein Gewinn) wettgemacht</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/bitcoins-reloaded/">Bitcoins reloaded</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/bitcoins-reloaded/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
