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	<title>durchschnittliches Inflationsziel Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Fri, 19 Mar 2021 05:51:07 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Der Tag danach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2021 05:49:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktienmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[durchschnittliches Inflationsziel]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Sitzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt nicht wenige Kommentatoren, die Fed-Chef Jerome Powell immer wieder nachsagen, er sei kein guter Kommunikator. Er habe außerdem kein Gefühl für Märkte, bemängeln andere. Nimmt man indes die am Mittwoch beendete Notenbanksitzung als Maßstab, kann man durchaus behaupten, dass sich Powell gut geschlagen hat. Zumindest auf den ersten Blick. Denn der Fed-Chef machte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es gibt nicht wenige Kommentatoren, die Fed-Chef Jerome Powell immer wieder nachsagen, er sei kein guter Kommunikator. Er habe außerdem kein Gefühl für Märkte, bemängeln andere. Nimmt man indes die am Mittwoch beendete Notenbanksitzung als Maßstab, kann man durchaus behaupten, dass sich Powell gut geschlagen hat. Zumindest auf den ersten Blick. Denn der Fed-Chef machte deutlich, dass es keine geldpolitische Straffung geben werde, bevor nicht die Ziele hinsichtlich Beschäftigung und Inflation erreicht seien. Dafür genügten nicht Prognosen, sondern es bedürfe harter Fakten, sprich Daten. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13239" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/19032021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/19032021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/19032021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Überschießen der Inflation erwünscht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es wurde auch deutlich, dass es der Fed nicht genügt, das Inflationsziel (Kerninflation von 2 Prozent) zu erreichen. Vielmehr wird ein Überschießen der Inflation nicht nur in Kauf genommen, sondern ist sogar gewünscht. Das ist nichts Neues, auch wenn Kommentatoren gestern mancherorts einen anderen Eindruck erweckt haben. Denn man muss nur einige Monate zurückgehen, als die US-Notenbank in einem Statement (vgl. meinen Kommentar aus dem August 2020 <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/08/30/inflationsziel-mit-unschaerfe/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>) deutlich machte, dass die Einschätzung der langfristigen Inflationserwartungen nicht mehr an einem einzelnen Wert festgemacht werde, sondern sich an einem <em>Durchschnittswert</em> von 2 Prozent bemisst. Ein Wert, dessen Berechnung in irgendeiner Weise auf Inflationsraten der Vergangenheit beruht<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong>1</strong>]</a>. Die Berechnung des Durchschnittswerts bleibt unscharf, weil das FOMC bislang nicht publiziert hat, wie dieser genau ermittelt wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Prognosen ohne Wert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es geht noch einen Schritt weiter, denn ohne einen für die Fed zufriedenstellenden Arbeitsmarkt („maximum employment“) soll es genauso wenig eine geldpolitische Straffung geben. Wobei auch dieses Ziel in vorgenanntem Statement vage umrissen ist und auch nicht von einer bestimmten Arbeitslosenquote abhängt. So gesehen spielen die vorgestern formulierten Vorhersagen zu Wachstum und Inflation, aber auch die Zinsprognosen, die sogenannten Dot-Plots der FOMC-Mitglieder, tatsächlich keine Rolle.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Freifahrtschein für Bond-Händler</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich war mit der Fed-Sitzung einmal mehr klar geworden, dass die Notenbank an ihrer taubenhaften Haltung festhalten wird. Kein Wunder, dass die Aktienmärkte auch hierzulande applaudierten. Und da Jerome Powell auch hinsichtlich der Entwicklung der US-Anleiherenditen derzeit kein Problem zu haben scheint, war dies für die Bond-Händler geradezu eine Einladung, auf eine noch steilere Renditekurve zu setzen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen markierte gestern mit 1,754 Prozent ein neues Jahreshoch. </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich hat es den Anschein, als ob die Akteure immer stärker auf die 2-Prozent-Marke schielten, die nach Analysen einiger Investmentbanken doch erst am Jahresende erreicht werden soll. Nun scheint es aber nur noch eine Frage von Wochen zu sein, bis diese Erwartung eingetreten ist.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wann wird es für die Aktienmärkte zu viel?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und wir erinnern uns: 43 Prozent der internationalen Fondsmanager, die von der Bank of America unlängst befragt wurden, gehen für den Fall eines Überschreitens dieses Niveaus von einer 10-prozentigen Korrektur am US-Aktienmarkt aus. Ob die Börsianer so lange warten wollen, um sich gegen dieses Ungemach abzusichern? Vermutlich wird man mancherorts der Masse der Investoren zuvorkommen wollen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass der Dollar gestern in einer ersten Reaktion auf die Fed-Sitzung doch deutlich unter Druck geriet, verdankt sich wahrscheinlich der Befürchtung vieler Akteure, dass die Fed die Inflation laufen lassen wird. Im Laufe des Tages wurde jedoch deutlich, dass steigende US-Anleiherenditen zeitweise wieder zu Dollar-Nachfrage geführt haben dürften. Der Euro hat diese Entwicklung spiegelbildlich mitgemacht und blieb interessanterweise nun schon zum vierten Mal erneut an seinem Zwei-Wochen-Hoch von <strong>1,1990</strong> hängen. Per Saldo verharrt die Gemeinschaftswährung in ihrem kurzfristigen Abwärtstrend, der sich im Korrekturmodus befindet, solange nunmehr <strong>1,1870/75</strong> nicht unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a> <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.federalreserve.gov/newsevents/pressreleases/monetary20200827a.htm" target="_blank" rel="noopener">https://www.federalreserve.gov/newsevents/pressreleases/monetary20200827a.htm</a></span></span></p>
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		<title>Eine neue Strategie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2020 04:48:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Asymmetrische Geldpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[durchschnittliches Inflationsziel]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun war die Rede von Fed-Chef Jerome Powell zur Eröffnung des virtuellen Jackson-Hole-Symposiums nicht nur mit Spannung erwartet, sondern auch mit hohen Erwartungen der Finanzmarktakteure verbunden gewesen. Und tatsächlich kündigte Jerome Powell einen veränderten Umgang der Notenbank mit dem Begriff des Inflationsziels an. Mit dieser Neuausrichtung der Geldpolitik gilt zwar weiterhin das Inflationsziel von 2 Prozent, allerdings nicht mehr als Zielwert, der mit allen Mitteln erreicht werden soll, sondern als Durchschnittswert über einen längeren Zeitraum...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/eine-neue-strategie/">Eine neue Strategie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1850)</strong>             Nun war die Rede von Fed-Chef Jerome Powell zur Eröffnung des virtuellen Jackson-Hole-Symposiums nicht nur mit Spannung erwartet, sondern auch mit hohen Erwartungen der Finanzmarktakteure verbunden gewesen. Und tatsächlich kündigte Jerome Powell einen veränderten Umgang der Notenbank mit dem Begriff des Inflationsziels an. Mit dieser Neuausrichtung der Geldpolitik gilt zwar weiterhin das Inflationsziel von 2 Prozent, allerdings nicht mehr als Zielwert, der mit allen Mitteln erreicht werden soll, sondern als Durchschnittswert über einen längeren Zeitraum.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12422" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/28082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/28082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/28082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der Realität gebeugt</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich hat sich der Offenmarktausschuss (FOMC) der Realität gebeugt, zumal das Inflationsziel von 2 Prozent in den vergangenen Jahren offenkundig über längere Zeiträume verfehlt wurde. Ein Kommentator stellte fest, dass der Index der Privaten Konsumausgaben (PCE), das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, in der Kernrate während der vergangenen 20 Jahre im Schnitt lediglich 1,72 Prozent betragen und nicht einmal ein Drittel der Zeit über dem besagten Ziel von 2 Prozent gelegen habe.</span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kritiker bemängelten zurecht, dass sich die Fed offensichtlich nicht festlegen wolle, wie nun der Begriff Durchschnittsinflation zu definieren sei. Denn die Länge eines zu berücksichtigenden [gleitenden] Durchschnitts hat natürlich Einfluss darauf, wie lange und wie stark die Inflationsrate die Marke von 2 Prozent überschreiten darf, bis auch der Durchschnittswert dieses Ziel erreicht hat. Kurzum: Neue und höhere Inflationsraten schlagen sich naturgemäß mit einer nicht unerheblichen Verzögerung in ihrem Durchschnittswert nieder.  </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Asymmetrische Reaktion auf Beschäftigung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun gab Powell auch bekannt, dass das Ziel einer „maximalen Beschäftigung“ in der Neuausrichtung der Geldpolitik ein stärkeres Gewicht bekommen werde. Dabei wird die Fed nicht – wie früher üblich – die Geldpolitik straffen, falls der Arbeitsmarkt heiß zu laufen droht, um möglichen Inflationsgefahren entgegenzuwirken. Vielmehr werde die Zentralbank ein Beschäftigungsniveau, das die maximalen Erwartungen übertrifft, laufen lassen – es sei denn, es ergeben sich tatsächlich Anzeichen für eine Inflation jenseits des angestrebten Ziels, so Powell sinngemäß. Natürlich werde man andererseits nicht zögern, [geldpolitisch] gegenzusteuern, sofern die Beschäftigung unter dem maximal angestrebten Niveau liegen sollte. Damit erhält die Entwicklung am Arbeitsmarkt in der Geldpolitik der Fed nicht nur ein erheblich größeres Gewicht als zuvor. Vielmehr dürfte diese neue Form der Betrachtung seitens der Fed zu einer verstärkt asymmetrischen und taubenhafteren Geldpolitik führen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Viel Volatilität ohne Effekt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Darauf hat der Devisenhandel recht deutlich reagiert. Denn zunächst schwächte sich der Dollar derart ab, dass sich der Euro zwar seinem Stabilitätspunkt bei <strong>1,1910/15</strong> gefährlich näherte. Aber er musste nach dem Motto: „Buy the rumour, sell the fact“ – viele Akteure hatten die Ankündigung einer Änderung der Fed-Politik erwartet – hernach einen massiven Dämpfer hinnehmen. Vielleicht auch, weil gerade hinsichtlich des durchschnittlichen Inflationsziels einiges nebulös geblieben ist. Am Ende des Tages gelang es der Gemeinschaftswährung jedenfalls nicht, ihren übergeordneten Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Stattdessen bleibt der Korrekturmodus erhalten, wobei der Auslöser für zusätzliche Abwärtskorrekturen bei <strong>1,1755</strong> gestern ebenfalls nur knapp verfehlt wurde. Nach dessen Unterschreiten wäre nämlich auch noch ein Test von <strong>1,1660/65</strong> nicht mehr auszuschließen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Was Powell noch zu sagen hätte</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/was-powell-noch-zu-sagen-haette/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2020 04:49:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[durchschnittliches Inflationsziel]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit ich mich vor einer Woche zu einem Kurzurlaub entschlossen hatte, hat sich zumindest in Sachen Euro-Wechselkurs zum US-Dollar so gut wie nichts getan. Zumal die Handelsbandbreite bereits an meinem zweiten Urlaubstag, dem 21. August, abgesteckt wurde: Sie betrug an diesem Tag etwas mehr als ein Prozent und wurde seither nicht mehr verlassen. Dies mag zum einen der Feriensaison geschuldet sein, aber dieses Argument hat für mich noch nie wirklich Gültigkeit besessen. Zumal die Reisetätigkeit (mich eingeschlossen) vor allem in diesem Jahr angesichts der Covid-19-Krise vielerorts deutlich eingeschränkt...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/was-powell-noch-zu-sagen-haette/">Was Powell noch zu sagen hätte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1830)</strong>             Seit ich mich vor einer Woche zu einem Kurzurlaub entschlossen hatte, hat sich zumindest in Sachen Euro-Wechselkurs zum US-Dollar so gut wie nichts getan. Zumal die Handelsbandbreite bereits an meinem zweiten Urlaubstag, dem 21. August, abgesteckt wurde: Sie betrug an diesem Tag etwas mehr als ein Prozent und wurde seither nicht mehr verlassen. Dies mag zum einen der Feriensaison geschuldet sein, aber dieses Argument hat für mich noch nie wirklich Gültigkeit besessen. Zumal die Reisetätigkeit (mich eingeschlossen) vor allem in diesem Jahr angesichts der Covid-19-Krise vielerorts deutlich eingeschränkt gewesen sein dürfte.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12419" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/27082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/27082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/27082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Immer noch ausgeprägte Positionen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun kann man die Trägheit des Euro, besser gesagt diejenige des Greenback, auch auf die vermutlich immer noch ausgeprägte Positionierung der Akteure zurückführen. Denn es spricht einiges dafür, dass der Devisenhandel nach wie vor durch eine starke Euro-Long Positionierung beherrscht wird. Dafür sprechen – wie immer nicht repräsentativ – auch die CFTC-Meldungen zu den Euro-Positionsdaten an der Chicagoer Futures-Börse, die sich auch per Dienstag vergangener Woche so gut wie nicht verringert hatten und sich immer noch fast auf Rekordniveau befanden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ereignisrisiko Jackson Hole</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während in den USA der S&amp;P 500 und die Technologiebörse Nasdaq während der vergangenen Tage gleich mehrfach neue Allzeithochs markierten, schlug sich diese Risikofreude zuletzt allerdings nicht mehr in einem schwächeren Dollar nieder. Aber dies liegt vielleicht an dem heute beginnenden Treffen in Jackson Hole, wo sich in jedem Jahr Vertreter der globalen Zentralbanken versammeln. In diesem Jahr kommen sie allerdings nur virtuell zusammen. Aber was könnte Fed-Chef Jerome Powell, der heute eine Rede halten wird, noch von sich geben, wodurch der US-Dollar erneut markant unter Druck gesetzt werden könnte?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wenn Powell zu wenig sagt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich erhoffen sich die Finanzmarktakteure vom – wie es ein Kommentator ausdrückte – „größten Ereignisrisiko dieser Woche“ etwa Hinweise darauf, ob die Fed in Zukunft dazu übergehen könnte, statt eines definierten Inflationsziels von 2 Prozent eine <em>durchschnittliche </em>Zielmarke über einen längeren Zeitraum hinweg anzupeilen. Da sich die Inflationsrate in den vergangenen Jahren deutlich unter dem Inflationsziel von 2 Prozent bewegte, bedürfte es in diesem Falle einer wahrscheinlich über Jahre hinweg höheren Inflationsrate, um den besagten Durchschnittswert tatsächlich eines Tages zu erreichen. Dies wiederum würde eine fortgesetzt lockere Geldpolitik implizieren. Woraus man aber nicht zwangsläufig sogleich auf einen schwächeren Dollar schließen muss, da jene Ankündigung wahrscheinlich vielerorts bereits eingepreist sein dürfte. Das größte Risiko wird daher wohl vermutlich darin bestehen, dass Jerome Powell bei seiner heutigen Rede keine neuen Hinweise auf den möglichen Kurs der US-Notenbank geben wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Per Saldo hat sich seit einer Woche ohnehin nichts an der Situation des Euro geändert, der sich nach wie vor in einer Korrekturphase innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends befindet. Dabei besteht zwar das Risiko weiterer Abwärtskorrekturen in Richtung <strong>1,1755</strong> (darunter auch 100 Stellen tiefer!). Aber mit Überschreiten von <strong>1,1910/15</strong> dürfte sich die Situation für die Gemeinschaftswährung wieder stabilisieren.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/was-powell-noch-zu-sagen-haette/">Was Powell noch zu sagen hätte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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