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	<title>Deviseninterventionen Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Euro voll im Trend?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2020 05:52:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Deviseninterventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Runde Zahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist es gestern mit dem Euro doch noch viel schneller nach oben gegangen, als dies viele Marktteilnehmer gedacht haben mögen. War der erste Run auf die Marke von 1,20 noch tags zuvor eindrucksvoll abgewehrt worden, wurde dieses Niveau nun erwartungsgemäß (vgl. meinen gestrigen Kommentar) mit Bravour überwunden. Gleichzeitig erreichte der Euro im Verhältnis zum US-Dollar den höchsten Stand seit ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/euro-voll-im-trend/">Euro voll im Trend?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,2070)</strong>             Nun ist es gestern mit dem Euro doch noch viel schneller nach oben gegangen, als dies viele Marktteilnehmer gedacht haben mögen. War der erste Run auf die Marke von 1,20 noch tags zuvor eindrucksvoll abgewehrt worden, wurde dieses Niveau nun erwartungsgemäß (vgl. meinen gestrigen Kommentar) mit Bravour überwunden. Gleichzeitig erreichte der Euro im Verhältnis zum US-Dollar den höchsten Stand seit Ende April 2018. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12802" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/02122020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/02122020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/02122020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Runde Kursniveaus – ein Fall für Zentralbanken</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies alles sollte (vor allen Dingen nach meinen gestrigen Einlassungen zu runden Kursniveaus) nicht überraschen. Denn dass der Devisenhandel wegen der Kursspitze von vor genau drei Monaten auf gleichem Niveau nun ein sogenanntes „Doppeltop“ etablieren würde, ist in der Geschichte der Devisenmärkte recht selten vorgekommen. Tatsächlich haben Devisenkurse ohne Mithilfe der Zentralbanken in der Vergangenheit an solch ausgeprägten Niveaus nie aus eigener Kraft große Wendepunkte einrichten können.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und selbst die Zentralbanken machten unrühmliche Erfahrungen, was es bedeutet, bestimmte Kursniveaus zu verteidigen. Man muss nur an die Schweizerische Nationalbank denken, der es immerhin gelang, den Euro gegenüber dem Franken drei Jahre lang durch Interventionen über der Marke von 1,20 CHF (welche Duplizität der Zahlen!) zu halten, um dann im Januar 2015 mitansehen zu müssen, wie der Franken gegenüber der Gemeinschaftswährung innerhalb eines einzigen Tages vorübergehend um rund 40 Prozent aufwertete!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Serie von Fehlentwicklungen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun bleibt nicht nur technisch orientierten Analysten gar nichts anderes übrig, als spätestens jetzt einen zumindest kurzfristigen Aufwärtstrend für den Euro zu konstatieren. Wieder einmal. Denn wir haben in diesem Jahr schon einige Male erleben müssen, wie sich der Euro anschickte, eine signifikante Aufwärtsbewegung nach einer anhaltenden Konsolidierung loszutreten, um anschließend einige Tage später in den früheren Seitwärtsmodus zurückzufallen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im Gegensatz zu Anfang September, als der Euro zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren 1,20 USD erreichte, sind Stimmen, die nach Interventionen der EZB rufen, dieses Mal kaum zu vernehmen. Schlichtweg, weil zurzeit die Entwicklung eines starken Euros bzw. schwachen Dollars den Akteuren besser in den Kram zu passen scheint. Die Mehrheit der Analysten geht ohnehin von weiterer Dollarschwäche aus. Aber selbst ökonomische Daten scheinen derzeit kaum zu interessieren, wenn man etwa bedenkt, dass nun (nach den gestern publizierten Daten für Deutschland) auch die Konsumentenpreise in der Eurozone nach vorläufigen Berechnungen im November gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent, wie auch bereits im Oktober, gefallen sind.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie dem auch sei: Der Euro bleibt jedenfalls in starker Verfassung (Potenzial <strong>1,2180</strong>), solange er sich nun oberhalb von <strong>1,1870/75</strong> bewegt. Unterhalb dieses Niveaus würden sich die Vorzeichen recht schnell ändern, zumal ein späteres Unterlaufen von <strong>1,1800</strong> deutlichere Schwäche nach sich ziehen würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Grünes Licht für Euro-Käufe?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2020 14:37:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Deviseninterventionen]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun hat der Euro die Handelswoche mit einem winzigen Plus fast unverändert abgeschlossen. Und dies trotz der Aufregung wegen der Frage, ob die EZB dem Aufwärtstrend des Euro Einhalt gebieten würde oder nicht. Zumindest hat die EZB-Ratssitzung am vergangenen Donnerstag gezeigt, dass man sich über den Einfluss des relativ hohen Euro-Wechselkurses zum US-Dollar durchaus Gedanken macht, was dessen Auswirkungen wie zum Beispiel die einer importierten Deflation angeht. Tatsächlich aber überwog der Eindruck, dass sich Christine Lagarde derzeit nicht...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/gruenes-licht-fuer-euro-kaeufe/">Grünes Licht für Euro-Käufe?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1845)</strong>             Nun hat der Euro die Handelswoche mit einem winzigen Plus fast unverändert abgeschlossen. Und dies trotz der Aufregung wegen der Frage, ob die EZB dem Aufwärtstrend des Euro Einhalt gebieten würde oder nicht. Zumindest hat die EZB-Ratssitzung am vergangenen Donnerstag gezeigt, dass man sich über den Einfluss des relativ hohen Euro-Wechselkurses zum US-Dollar durchaus Gedanken macht, was dessen Auswirkungen wie zum Beispiel die einer importierten Deflation angeht.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12481" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/14092020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/14092020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/14092020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich aber überwog der Eindruck, dass sich Christine Lagarde derzeit nicht besonders um den starken Euro schert. Zumindest erklärte die EZB-Chefin nach der Ratssitzung, es gebe keinen Grund für eine Überreaktion auf den Euro-Anstieg. Woraus einige Kommentatoren sogleich schlossen, dass nun der Markt grünes Licht erhalten habe, den Euro weiter nach oben treiben zu können, ohne den Eingriff der Zentralbank befürchten zu müssen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kaum direkte Interventionsmöglichkeiten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun kann man realistischerweise behaupten, dass die Interventionsmöglichkeiten der EZB ohnehin nicht allzu groß sein dürften – es sei denn, man würde eine noch lockerere Geldpolitik verfolgen, als dies ohnehin schon der Fall ist. Mit Verbalinterventionen allein hätte man die Gemeinschaftswährung sowieso nicht in den Griff bekommen. Allein schon der Gewöhnungseffekt an solche verbalen Eingriffe lässt die Wirkung derselben recht schnell verpuffen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es gab aber auch Marktteilnehmer, die hinter dem Statement von Christine Lagarde eine psychologische Komponente witterten. Denn die Verlautbarungen der EZB-Chefin ließen sich auch so interpretieren, als ob sie die Worte ihres Chefvolkswirts relativieren wollte. Denn Philip Lane hatte erst einige Tage zuvor betont, für die EZB sei die Entwicklung der Währung ein wichtiges Thema. Eine Aussage, die durch die EZB-Sitzung ihre Bedeutung sicherlich nicht verloren hat. Aber es gab eben trotzdem Akteure, die ein weiteres Statement von Philip Lane einen Tag nach der Ratssitzung fast als ein Nachtreten auffassten. So hatte Lane wiederholt deutlich gemacht, es gebe keinen Platz für Nachlässigkeit bei der Inflation.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Konsumentenpreise steigen deutlich</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Da hat Lane sicherlich recht, aber man sollte nicht vergessen, dass die Inflation – gemessen am Inflationsziel der EZB – nicht erst seit August viel zu niedrig ist. Auch ist nicht davon auszugehen, dass die EZB primär und allein aufgrund des Wechselkurses ihren geldpolitischen Kurs lockern wird. Unterdessen gab es am Freitag aus den USA die Entwicklung der Konsumentenpreise zu vermelden. Die stiegen nämlich gegenüber dem Vormonat um 0,4 bzw. gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent und damit wesentlich stärker als von den Ökonomen erwartet. Gleiches gilt für die Kernrate, die mit 0,4 Prozent (ggü. Vormonat) bzw. 1,7 Prozent (ggü. Vorjahr) ausgewiesen wurde. Allerdings sollte man diesen deutlichen Veränderungen nicht zu viel Gewicht beimessen, sind sie doch letztlich ganz stark durch die Corona-Krise beeinflusst. Ganz besonders fällt nämlich der starke Anstieg für Gebrauchtwagen (+5,4 Prozent gegenüber Vormonat!) ins Gewicht – es handelt sich um den größten monatlichen Anstieg seit März 1969.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine hemmungslosen Eurokäufe</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Kursentwicklung des Euro in der vergangenen Woche zeigt jedenfalls, dass wahrscheinlich überwiegend kurzfristig orientierte Marktkräfte am Werk waren. Dafür sprechen auch die CFTC-Meldungen zu den spekulativen Euro-Long-Positionen an der Chicagoer Futures-Börse, die sich per 8. September auf sehr hohem Niveau (198 Tsd. Kontrakte) hielten und sich demzufolge nicht verändert hatten. Damit wird deutlich: Das angebliche grüne Licht, das Christine Lagarde am Donnerstag gegeben haben soll, hat nicht zu hemmungslosen Eurokäufen mittelfristig orientierter Akteure geführt. Wahrscheinlich auch, weil besagte Positionen bereits bestehen. Außerdem reichte der kurzzeitige Anstieg der Gemeinschaftswährung auf <strong>1,1915</strong> (Auslöser für das Ende der derzeitigen Korrekturphase im Aufwärtstrend) auch nicht für eine Verbesserung der Ausgangsposition für den Euro aus. Dieser bleibt sogar anfällig für erneute Korrekturen in Richtung <strong>1,1690/95</strong>, insbesondere, wenn <strong>1,1790/95</strong> nicht gehalten werden kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Powell sagt Nein zu Negativzinsen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2020 04:48:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Deviseninterventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es sind nach wie vor nicht die Wirtschaftsdaten, die die Devisen- und Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks bewegen. Und obwohl die von Fed-Chef Jerome Powell gestern mit Spannung erwartete vorgefertigte Rede, die er auf Einladung des Peterson Institute for International Economics im Rahmen eines Online-Seminars hielt, eigentlich überhaupt keine großen Überraschungen beinhaltete, gab es im Anschluss dennoch Anzeichen für eine gestiegene Risikoaversion an den Finanzmärkten zu beobachten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/powell-sagt-nein-zu-negativzinsen/">Powell sagt Nein zu Negativzinsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0805)</strong>            Es sind nach wie vor nicht die Wirtschaftsdaten, die die Devisen- und Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks bewegen. Und obwohl die von Fed-Chef Jerome Powell gestern mit Spannung erwartete vorgefertigte Rede, die er auf Einladung des Peterson Institute for International Economics im Rahmen eines Online-Seminars hielt, eigentlich überhaupt keine großen Überraschungen beinhaltete, gab es im Anschluss dennoch Anzeichen für eine gestiegene Risikoaversion an den Finanzmärkten zu beobachten.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11997" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/14052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/14052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/14052020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Weitere fiskalische Unterstützung nötig</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings kann man sich schwer vorstellen, dass Powells Ausführungen zum schlechten Zustand der US-Wirtschaft großes Erstaunen bei seinen Zuhörern ausgelöst haben dürften. Auch bei der sich anschließenden Frage-und-Antwort-Runde, die online ablief, machte der Fed-Chef noch einmal seinen Standpunkt und den seiner Kollegen vom Offenmarktausschuss deutlich: Negative Leitzinsen werden zurzeit nicht als attraktives geldpolitisches Werkzeug eingestuft. Vielmehr führte Powell gestern aus, dass die Notenbank über effektive Werkzeuge zur Bewältigung der Krise verfügen würde. Aber er machte auch deutlich, dass er mit der Zeit noch mehr fiskalische Unterstützung für notwendig halte. Kurzum, der Kongress müsse wahrscheinlich noch mehr Geld ausgeben; selbst wenn dabei die Staatsverschuldung bzw. das -defizit noch einmal erhöht werden müssten.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kaum sichtbare Kapitalströme beim Schweizer Franken </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumindest zeitgleich mit Powells Absage an negative Leitzinsen konnten sich die typischen Fluchtwährungen Dollar und vor allem der Yen befestigen. Beim Schweizer Franken sind indes derartige Bewegungen kaum sichtbar, da die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Euro gegenüber dem Franken bei einer gedachten Linie von 1,05 CHF durch Interventionen stützen dürfte. Für diese Sichtweise spricht zumindest teilweise der Anstieg der bei der SNB unterhaltenen Sichteinlagen der Geschäftsbanken. Diese sind allein in den vier Wochen bis zum 8. Mai um 35 Mrd. CHF gestiegen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Risikoaversion nochmals gestiegen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass die Risikoaversion bei mittelfristig orientierten Aktienmarktteilnehmern ebenfalls noch einmal leicht gestiegen ist, zeigt übrigens die gestrige Stimmungserhebung der Börse Frankfurt. Denn der dabei ermittelte Sentiment-Index ist noch einmal um 5 Punkte auf einen Stand von -23 gefallen. Wie ich das kommentiert habe, können Sie übrigens <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/c6a345fc-a98b-4d54-a0dc-d2320e298913" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong> nachlesen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Durch die gestern wieder aufgeflammte leichte Dollarstärke hat es der Euro abermals verpasst, sein stabilisierendes Niveau an der Oberseite in Angriff zu nehmen. Dieser Kursbereich liegt immer noch bei <strong>1,0915/20</strong>. Durch den gestrigen Rückgang hat sich die Position der Gemeinschaftswährung sogar leicht verschlechtert, da die Unterseite im Vergleich zu den Vortagen nicht mehr so gut durch etwaige kurzfristige Nachfrage geschützt ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/powell-sagt-nein-zu-negativzinsen/">Powell sagt Nein zu Negativzinsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Ein Falke hält die Zügel</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ein-falke-haelt-die-zuegel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2019 04:52:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Deviseninterventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Neuwahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die vergangene Handelswoche hatte es durchaus in sich. Aber blickt man zurück, welchen Effekt die Eskalation im US-chinesischen Handelskrieg auf Finanzmärkte hatte, dann zeigt sich, dass von den Verlusten an den Aktienmärkten dies- jenseits des Atlantiks mancherorts ein Großteil wettgemacht wurde. Die US-Anleiherenditen konnten die Hälfte ihres Wochenverlusts wieder aufholen, und der Euro...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-falke-haelt-die-zuegel/">Ein Falke hält die Zügel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1210)</strong>             Die vergangene Handelswoche hatte es durchaus in sich. Aber blickt man zurück, welchen Effekt die Eskalation im US-chinesischen Handelskrieg auf Finanzmärkte hatte, dann zeigt sich, dass von den Verlusten an den Aktienmärkten dies- jenseits des Atlantiks mancherorts ein Großteil wettgemacht wurde. Die US-Anleiherenditen konnten die Hälfte ihres Wochenverlusts wieder aufholen, und der Euro zeigte lediglich zu Wochenanfang eine deutliche Reaktion gegenüber dem Dollar nach oben, wirkt seither aber wie festgenagelt.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10951" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/12082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/12082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/12082019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neuwahlen drohen in Italien </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies ist insbesondere aus europäischer Sicht bemerkenswert, da in Italien wieder einmal Neuwahlen drohen. Die Lega Nord unter Leitung von Matteo Salvini drängt nämlich auf ein rasches Ende der Koalition mit der Fünf-Sterne-Partei und kündigte einen Misstrauensantrag gegen den parteilosen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte an. Salvini hat bereits deutlich gemacht: Die einzige Option für ihn sind Neuwahlen. Und glaubt man derzeitigen Umfragen, kann die Lega Nord mit 34-39 Prozent der Stimmen rechnen und wäre dann die stärkste Partei.  </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun sind häufige Neuwahlen in Italien nichts Außergewöhnliches. Aber der Renditevorsprung zehnjähriger italienischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen mit ähnlicher Laufzeit hatte von der Eröffnung am Freitag bis zum Schlusskurs mehr als 20 Basispunkte angezogen. Trotz dieser Nervosität der Anleihehändler – es handelte sich immerhin um den stärksten Wochenanstieg des Spreads seit Juni 2018 – zeigte sich der Euro praktisch unbewegt. Und das, obwohl vorgezogene Neuwahlen – Medienberichten zufolge strebt Matteo Salvini für diese den 13. Oktober an – mitten in die Verhandlungen mit der EU über den italienischen Haushalt für das Jahr 2020 fallen würden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Interventionsgeschichten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein anderes Thema, das die Kommentatoren in der vergangenen Woche neben der Eskalation im Handelskrieg bewegte, war die mögliche Ausweitung dieses Konflikts auf einen Währungskrieg. Immer wieder tauchten Gerüchte auf, US-Präsident Donald Trump könne das Finanzministerium anweisen, den Dollar mit Hilfe von Währungsinterventionen zu schwächen. In diesem Zusammenhang soll der Handelsberater des Weißen Hauses, Peter Navarro, Medienberichten zufolge eine wichtige Rolle bei der Eskalation des Handelskrieges mit China gespielt haben. Dem Vernehmen nach hatte er sich mit seinen Argumenten für eine rasche Erhöhung der Strafzölle bei Donald Trump gegenüber den als gemäßigter geltenden Steven Mnuchin (Finanzminister) und Larry Kudlow (ökonomischer Chefberater der Regierung) durchsetzen können. Auch die offizielle Bezeichnung von China als Währungsmanipulator soll auf sein Drängen hin betrieben worden sein. Was nun den Dollar angeht, soll sich Navarro bereits Ende Juli bei einer Präsentation gegenüber Donald Trump für Dollarverkäufe ausgesprochen haben, wurde aber angeblich von diesem sofort abgewürgt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Da nun Navarro während der vergangenen Tage offenbar seine Position bei Trump erheblich stärken konnte, stellt sich natürlich die Frage, ob sich Navarro nicht auch mit seinen Interventionsideen am Ende durchsetzen kann. Wohl gemerkt: Donald Trump hatte sich zuletzt zwar gegen Interventionen zulasten des Greenback ausgesprochen, macht aber immer wieder deutlich, dass er den Dollar für viel zu fest halte. Da Trump nun nicht gerade als ausgesprochen berechenbar gilt und ein schwächerer Dollar dem Vernehmen nach auch einigen wichtigen demokratischen Senatoren in den Kram passen würde, sollte man einen solchen Schritt nicht ausschließen. Auch wenn die Wirksamkeit von Interventionen umstritten und die praktische Vorgehensweise diesbezüglich unklar ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro verharrte auch am Freitag in seiner Seitwärtsentwicklung mit Grenzen zwischen <strong>1,1100/05 </strong>und <strong>1,1365/70</strong>, wobei die Chance für einen Test des oberen Niveaus geringfügig höher als ein Rückfall zur Unterseite des Feldes scheint.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>US-Wachstumsüberraschung lässt Dollar kalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jul 2019 04:52:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[BIP]]></category>
		<category><![CDATA[Deviseninterventionen]]></category>
		<category><![CDATA[PCE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aber es gab am Vorabend des vergangenen Freitags noch eine interessante Entwicklung hinsichtlich etwaiger US-Interventionen, um den Dollar zu schwächen. Medienberichten zufolge schließt danach der ökonomische Chefberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, derartige Markteingriffe aus und machte deutlich, dass sich auch US-Präsident Donald Trump interssanterweise keineswegs einen schwächeren Dollar wünscht. Offensichtlich gab es ein Treffen des Kabinetts, bei dem sich</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1125)</strong>             Eigentlich hätte man davon ausgehen können, dass die Finanzmärkte die Bekanntgabe der Schnellschätzung der US-Wachstumsdaten mit Spannung erwarten würden. Doch da ja im Vorhinein bereits festzustehen scheint, dass sich die US-Notenbank bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche wohl nicht davon abbringen lassen wird, den Leitzins um 25 Basispunkte zu senken, konnte es fast egal sein, wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal dieses Jahres ausfallen würde. Und dieses lag mit +2,1 Prozent (annualisiert) deutlich unter dem Wert des Vorquartals, für das noch ein (revidiertes) BIP von +3,1 Prozent notiert wurde. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass das Wachstumsplus für das 2. Quartal über dem Wert lag, der von den Ökonomen im Mittel (+1,8 Prozent) berechnet worden war.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10892" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/29072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der wichtigste Treiber für die jüngste Entwicklung – das lässt sich aus den einzelnen Komponenten des Wachstumsberichts herauslesen – waren die US-Verbraucher, deren Ausgaben um 4,3 Prozent gestiegen waren. Trotz aller Bedenken, dass sich das US-Wachstum verlangsamen könnte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Überzogene Fantasien fast ausgepreist</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Die Entwicklung der Kernrate des Index der Privaten Konsumausgaben (PCE) lag mit +1,8 Prozent (ggü. Vorquartal) unter der Medianprojektion der Ökonomen (+2,0 Prozent), so dass der Dollar nicht davon profitieren konnte. Immerhin scheint die (überzogene) Fantasie, dass die US-Notenbank den Leitzins am Mittwoch gar um 50 Basispunkte senken könnte, damit nichtig geworden zu sein. Das CME FedWatch-Tool berechnete dafür vorübergehend eine implizite Wahrscheinlichkeit von nur noch 15 Prozent.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin gibt es bereits eine Vorhersage der Fed von New York für das BIP des dritten Quartals. Deren Modell Nowcast geht nämlich von einem Wachstumsplus von 2,21 Prozent für diesen Zeitraum aus. Das von den Marktteilnehmern etwas stärker beachtete Vorhersagemodell der Fed von Atlanta wird mit einer ersten Schätzung für das dritte Quartal frühestens am 30. Juli aufwarten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollarverkäufen eine Absage erteilt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es gab am Vorabend des vergangenen Freitags noch eine interessante Entwicklung hinsichtlich etwaiger US-Interventionen (vgl. dazu etwa mein Beitrag vom 5.7.2019 <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/07/05/interventionsgerede/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span>), um den Dollar zu schwächen. Medienberichten zufolge schließt danach der ökonomische Chefberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, derartige Markteingriffe aus und machte deutlich, dass sich auch US-Präsident Donald Trump interssanterweise keineswegs einen schwächeren Dollar wünscht. Offensichtlich gab es ein Treffen des Kabinetts, bei dem sich Peter Navarro, Chef des nationalen Handelsrates, für einen schwächeren Dollar stark gemacht haben soll. Allerdings sollen sowohl Kudlow als auch Finanzminister Mnuchin massiv gegen diese Strategie opponiert haben, so dass US-Präsident Donald Trump dem Vernehmen nach der Präsentation Navarros vorzeitig ein Ende bereitet haben soll.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und nun liest sich Trumps Meinung zum Dollar ganz anders. Trump zufolge hat die USA einen sehr starken Dollar, und das sei eine „schöne Sache“. Zwar befürchte er, dass andere Staaten ihre eigenen Währungen nach unten „manipulieren“ könnten, aber er wolle nun einmal einen festen Dollar.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurzfristig haben diese von manchen Akteuren als Sinneswandel Trumps interpretierten Medienberichte dem Dollar noch nicht den Rücken gestärkt. Aber der Euro beschloss die Woche unweit seines Jahrestiefs (1,1100) und könnte dieses möglicherweise in dieser Woche – womöglich nur kurzzeitig – zur Einleitung eines kurzfristigen Abwärtstrends unterlaufen. Aufgrund der derzeitigen Konstellation der Nachfrageniveaus ist das Risiko einer Fehlentwicklung des Euro („false break“, mit anschließender Aufwärtsbewegung) nach einem möglichen Versagen von <strong>1,1100</strong> (mit Folgepotential bis <strong>1,1020/25</strong>) – jedoch relativ hoch. Eine Stabilisierung des Euro erwarten wir jedoch frühestens nach Überschreiten von <strong>1,1225. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Interventionsgerede</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jul 2019 04:56:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Deviseninterventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Währungskrieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während im US-chinesischen Handelskonflikt zumindest vordergründig Ruhe eingetreten ist, konzentriert sich Donald Trump seit Mittwoch wieder auf einen möglichen Währungskonflikt. Denn der US-Präsident bezichtigte China und Europa in einer seiner berüchtigten Tweets der Währungsmanipulation. Das ist nichts Neues und hat auch die Devisenhändler bislang nicht irritiert. Zumal es gerade einmal einen Monat her ist, dass der Bericht des Finanzministeriums genau das Gegenteil zu Trumps Verdächtigung festgestellt hatte. Aber Kommentatoren dachten zumindest ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1280)</strong>             US-Feiertage wie der gestrige Unabhängigkeitstag lassen die Finanzmärkte immer ein wenig durchatmen. Dennoch fragen sich viele Kommentatoren, wie es sein kann, dass einerseits der US-Aktienmarkt immer wieder mit neuen Allzeithochs aufwartet und die US-Notenbank, sofern man den Preisen der Geld- und Anleihemärkte Glauben schenken mag, die Zinsen angeblich deutlich senken wird. Denn letztlich ist es genau diese Hoffnung, die die Rallye an den Aktienmärkten vorantreibt. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Unsicherheiten, verbunden mit dem immer noch offenen Ausgang des US-chinesischen Handelskonflikts, und Ängste, dass das US-Wachstum an Momentum verlieren könnte. Mit anderen Worten: Während also die Aktienmärkte heiß zu laufen drohen – mancherorts glaubt man an den Beginn einer regelrechten Spekulationsblase –, ahnen die Akteure an den Anleihemärkten für die US-Ökonomie, aber auch für die hiesige Wirtschaft nichts Gutes. Auch wenn vor allem die US-Aktienmärkte boomen und die dortigen Futures-Märkte zwei bis drei Zinssenkungen für die USA in diesem Jahr mit einer impliziten Wahrscheinlichkeit von über 90 bzw. 60 Prozent einpreisen, kann man sich leicht vorstellen, was geschieht, wenn diese Hoffnungen nicht erfüllt werden. Man könnte sich also durchaus die Frage stellen ob nun die Aktienmärkte oder die Anleihemärkte übertreiben. Wahrscheinlich beide. Denn mit Recht bemerken einige Kommentatoren, dass die Zentralbanker rund um die Welt ohne guten Grund den Panikknopf drückten. Denn es gebe derzeit weder eine Finanzkrise, noch drohe ein Auseinanderbrechen des Euro, konnte man gestern etwa <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.forexlive.com/centralbank/!/is-the-risk-of-experimental-monetary-policy-worth-it-20190704">HIER</a></strong></span> lesen. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10793" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/05072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Vom Handels- zum Währungskrieg?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während im US-chinesischen Handelskonflikt zumindest vordergründig Ruhe eingetreten ist, konzentriert sich Donald Trump seit Mittwoch wieder auf einen möglichen Währungskonflikt. Denn der US-Präsident bezichtigte China und Europa in einer seiner berüchtigten Tweets der Währungsmanipulation. Das ist nichts Neues und hat auch die Devisenhändler bislang nicht irritiert. Zumal es gerade einmal einen Monat her ist, dass der Bericht des Finanzministeriums genau das Gegenteil zu Trumps Verdächtigung festgestellt hatte. Aber Kommentatoren dachten zumindest über Szenarien nach, wie Donald Trump seinem Wunsch nach einem schwächeren Dollar Nachdruck verleihen könnte. Die Rede ist von Währungsinterventionen, die das US-Finanzministerium zuletzt im Jahr 2011, allerdings in einer konzertierten G7-Aktion begleitet hatte. Damals geschah dies, um im Gefolge des schweren Erdbebens in Japan einen massiven Anstieg des Yen zu stoppen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Hätte eine Intervention der USA gegen den Dollar ohne die Hilfe anderer Zentralbanken – die USA könnten für ein Abwertungsvorhaben haben wohl kaum Freunde gewinnen – heutzutage überhaupt Erfolg? Abgesehen davon, dass derartige Dollar-Verkäufe der von Trump beklagten Währungsmanipulation seitens der EU und China gleichkäme – worum sich Trump wohl kaum scherte –, würden die Interventionen nicht ohne Nebenwirkungen verlaufen. Denn die ausländischen Investoren würden sich in diesem Falle von ihren auf US-Dollar lautenden Anlagen zumindest teilweise trennen.  </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gestern ist naturgemäß beim Euro alles ruhig geblieben, wobei an der Unterseite nach wie vor das wichtige Niveau von <strong>1,1265</strong> recht nah am derzeitigen Handelsgeschehen liegt. Ein Versagen dieses Nachfragebereichs würde immer noch die Unterseite für Kursrückgänge in Richtung <strong>1,1180</strong> oder gar <strong>1,1110</strong> öffnen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/interventionsgerede/">Interventionsgerede</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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