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	<title>Charts Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Ein sonderbarer Vorweihnachtstag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2015 15:42:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war der Montag nach dem dritten Adventssonntag, und ich schlenderte durch die Frankfurter Innenstadt, ein wenig in vorweihnachtlicher Stimmung. Da traf ich völlig überraschend seit langer Zeit wieder einmal meinen guten Bekannten K., der nun schon seit einigen Jahren selbstständig mit Chartanalysen zu den Finanzmärkten sein täglich Brot verdient. Wer schon etwas häufiger meinen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war der Montag nach dem dritten Adventssonntag, und ich schlenderte durch die Frankfurter Innenstadt, ein wenig in vorweihnachtlicher Stimmung. Da traf ich völlig überraschend seit langer Zeit wieder einmal meinen guten Bekannten K., der nun schon seit einigen Jahren selbstständig mit Chartanalysen zu den Finanzmärkten sein täglich Brot verdient. Wer schon etwas häufiger meinen Blog besucht hat, dem dürfte nicht entgangen sein, dass ich für Chartmuster, Elliott-Wellen und Ähnliches nicht allzu viel übrig habe. Aber K. Ist schon ein Meister seines Faches und hat mich in der Vergangenheit immer wieder durch treffsichere Analysen verblüfft. Ihm gehe es gut, antwortete K. wie gewohnt auf mein Nachfragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Du bist ja richtig gut im Geschäft, denn ich sehe deinen Namen auch auf mancher namhaften Plattform“ lobte ich K., der sich geschmeichelt zu fühlen schien. Aber er machte gleichzeitig ein Gesicht, als ob er sich selbst nicht über den Weg trauen würde. Nein, richtig reich würde er mit solchen Analysen nicht, räumte K. dann auch ein. „Aber die zahlen doch ein Honorar?“, fuhr ich fort. K. schwieg. Dann sagte er: „Nein, ich bekomme kein Geld für meine Arbeit, aber dafür habe ich mit der Plattform, für die nicht nur ich schreibe, eine große Reichweite und mache so auf mich aufmerksam.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wollen wir hoffen, dass wenigstens das große Publikum, für das K. seine Analysen schreibt, ihm bei Gelegenheit den einen oder anderen Euro zuschiebt… Nein, jetzt bin ich wieder zynisch.</p>
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<p><strong>Ein alter neuer Trend</strong></p>
<p>Ich kam nach Hause, setzte mich an den PC, und las auf Streeteye.com einen Artikel über all die Videoblogger, die in den USA teilweise über einen sehr hohen Bekanntheitsgrad verfügen, zum Teil auf 100.000 und mehr Abonnenten als sogenannte Follower verweisen können und dennoch nicht genügend Geld verdienen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Nur wenige von ihnen scheinen ein ansprechendes Einkommen zu erreichen und müssen dafür ihre Seele an YouTube verkaufen. Viele der berühmten Stars in der Szene der sozialen Medien, vor allem im mittleren Segment, verdienen offenbar so wenig Geld, dass sie neben ihrem virtuellen auch noch einen realen Job brauchen. Ich stelle mir das nicht gerade angenehm vor, wenn einem die eigenen Fans beim Kellnern begegnen<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>.</p>
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<p>Es verdienen wohl wieder einmal vor allem diejenigen, die bei dieser Goldgräberstimmung die Spaten und Schaufeln verkaufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn meine jüngsten Erlebnisse repräsentativ für einen neuen Trend sein sollen, dann muss man sich wirklich Sorgen machen, ob die quantitativen Lockerungsmaßnahmen und negativen Einlagenzinsen der Europäischen Zentralbank tatsächlich zu mehr Inflation und Wachstum führen. Denn in einer Welt, in der für Leistung immer seltener angemessen gezahlt wird, kann weder mehr ausgegeben (Inflation) und schon gar nichts Werthaltiges (nachhaltiges Wachstum) geschaffen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Glück gibt es ja noch die Börsianer, die jetzt zum Jahresende noch einmal an richtig gute Zeiten glauben – meinen Kommentar zur heutigen Stimmungserhebung der Börse Frankfurt können Sie <span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Markstimmung-Warten-auf-die-naechste-Bescherung-154469" target="_blank">HIER</a></strong></span> nachlesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich möchte den sonderbaren Vorweihnachtstag indes zum Anlass nehmen, mich bei all denjenigen zu bedanken, die meine Arbeit auch in diesem Jahr angemessen honoriert haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Dunn, Gabi: Get rich or die vlogging: The sad economics of internet fame <a href="http://fusion.net/story/244545/famous-and-broke-on-youtube-instagram-social-media/">http://fusion.net/story/244545/famous-and-broke-on-youtube-instagram-social-media/</a>, gelesen am 14. Dezember 2015</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Unsterbliche Technische Analyse (II)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2015 12:21:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Charts]]></category>
		<category><![CDATA[Commitment]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<category><![CDATA[selektive Weitergabe von Informationen]]></category>
		<category><![CDATA[Technische Analyse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unlängst habe ich mich über die Chartanalyse ausgelassen, ohne jedoch auf den wichtigsten Grund einzugehen, warum ich mich bereits vor vielen Jahren von dieser Art, Finanzmärkte analysieren oder sogar prognostizieren zu wollen, abgewandt habe. Dabei ging es mir nicht nur darum, dass Charts in dem Moment, wo alle auf sie schauen, zu einer so genannten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unlängst habe ich mich über die Chartanalyse ausgelassen, ohne jedoch auf den wichtigsten Grund einzugehen, warum ich mich bereits vor vielen Jahren von dieser Art, Finanzmärkte analysieren oder sogar prognostizieren zu wollen, abgewandt habe. Dabei ging es mir nicht nur darum, dass Charts in dem Moment, wo alle auf sie schauen, zu einer so genannten self-fulfilling destruction (<a href="https://www.joachim-goldberg.com/unsterbliche-technische-analyse/"><strong>HIER</strong></a>) führen. Noch schwerer wog für mich, dass auch Chartisten einer selektiven Wahrnehmung unterliegen.</p>
<p>Natürlich könnte man jetzt einwenden, dass viele technische Analysten kein besonders hohes Commitment eingehen, also keine so intensive Bindung an ihre Aussagen haben, weil sie in der Regel nicht ihr eigenes Geld auf ihre Vorhersagen einsetzen. Und das ist auch gut so, denn nur ohne eigenes finanzielles Engagement können sie die Märkte halbwegs unbefangen analysieren. Vor allem aber geraten sie nicht in Not, Verluste rechtfertigen zu müssen.</p>
<p>Commitment entsteht jedoch nicht nur durch materielle, sondern auch durch „psychische“ Kosten. Ein Gesichtsverlust, den man vor aller Augen wegen einer krassen Fehlprognose erleidet, kann genauso schmerzen wie finanzielle Einbußen. Man denke nur an einen Analysten, der in einer bekannten Tageszeitung oder einem Fachjournal im März dieses Jahres, als der DAX noch, grob gesagt, bei 12.000 Zählern stand, eine Mega-Hausse für die folgenden 12 Monate prognostiziert hatte. Wie würde er wohl reagieren, wenn er bereits Anfang Juli feststellen muss, dass das Börsenbarometer mehr als die Hälfte seines Jahresgewinns wieder abgegeben hat und nun auch noch ein bearishes Chartsignal selbst für Laien erkennbar ist? Was macht ein kurzfristig orientierter Händler, der nach einem zehnprozentigen Kursrückgang am Jahrestief ein solches Verkaufssignal erhält? Sie werden es geahnt haben: möglichst nicht verkaufen.</p>
<p>Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie unangenehm es mir war, wenn mich in einer solchen Situation ein besonders sympathischer Kollege scheinheilig fragte, ob denn mein Kursziel noch gültig sei. Was tat ich in diesem Augenblick, um mich nicht so mies zu fühlen? Ich verharmloste die Situation, mimte den Optimisten. Statt die längst fällige Notbremse zu ziehen.</p>
<p>Und so ist es dem zuversichtlichen Analysten auch nicht zu verdenken, wenn er Zweifel an einem eindeutig negativen Chartmuster hegt. Tatsächlich ließe sich sogar nicht ganz unberechtigt einwenden, dass die Verkaufs-Formation eigentlich nicht lehrbuchmäßig verlaufen sei und doch irgendwie komisch ausgesehen hätte. Seltsam genug jedenfalls, um das Risiko eines Fehlsignals für beträchtlich zu halten. Langfristig sei doch sowieso noch nichts angebrannt, vergewissert man sich. Dann füge man noch ein paar andere technische Indikatoren (&#8222;der Markt ist doch <em>oversold</em>!“) hinzu, und schon ist die Dissonanz beseitigt. Wie heißt es stets so schön? Charttechnik sei keine exakte Wissenschaft, sondern eine Kunst. Und diese hat stets eine stark subjektive Seite. Kunst sorgt also dafür, dass auch Chartisten aufgrund ihres Commitments ihre Bilder selektiv wahrnehmen und das, was sie in ihnen erkennen, ebenso selektiv weitergeben.</p>
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		<title>Ungebrochener Mythos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2014 17:18:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[Charts]]></category>
		<category><![CDATA[Gewöhnung]]></category>
		<category><![CDATA[Gleitende Durchschnitte]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzpunkt(e)]]></category>
		<category><![CDATA[selektive Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[self-fulfilling destruction]]></category>
		<category><![CDATA[self-fulfilling prophecy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obgleich ich über dieses Thema schon einmal geschrieben habe, muss ich jetzt noch einmal darauf zurückkommen. Es geht um den Mythos 200-Tage-Linie, der sich nicht nur wegen der Erwähnung in den Finanzmedien immer noch hartnäckig am Leben hält und sich sogar großer Beliebtheit erfreut. Erschreckenderweise auch unter Anlageprofis und Finanzberatern. Ich selbst habe mich vor [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ungebrochener-mythos/">Ungebrochener Mythos</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Obgleich ich über dieses Thema schon einmal geschrieben habe, muss ich jetzt noch einmal darauf zurückkommen. Es geht um den Mythos 200-Tage-Linie, der sich nicht nur wegen der Erwähnung in den Finanzmedien immer noch hartnäckig am Leben hält und sich sogar großer Beliebtheit erfreut. Erschreckenderweise auch unter Anlageprofis und Finanzberatern.</p>
<p>Ich selbst habe mich vor sehr langer Zeit intensiv mit der technischen Analyse beschäftigt. Dabei verfolgte ich das Ziel, aus Formationen und Kursverläufen der Vergangenheit Rückschlüsse auf die Positionierungen der Marktteilnehmer und deren Einstandspreise ziehen zu können. Einstandspreise, die nichts anderes als Referenzpunkte aus der Behavioral Finance darstellen und deren Wahrnehmung darüber entscheidet, ob man ein Engagement als Gewinn oder Verlust wahrnimmt. Mit den entsprechenden Folgen. Dabei interessieren naturgemäß die Engagements der Gewinner weniger als die der Verlierer. Denn diese sind es, die oftmals über lange Zeit in den Finanzmärkten wie gefesselt verharren und erst dann im Stande sind, ihr Engagement klarzustellen, wenn sie entweder kapitulieren oder ihren wahrgenommenen Einstandspreis wieder erreichen. Die Betonung liegt auf wahrgenommen. Denn es handelt sich bei diesen Referenzpunkten oft nicht um die ursprünglichen Einstandspreise, die auf einer Chart als Umsatz in der Vergangenheit erkennbar wären. Vielmehr verändern sich diese Referenzpunkte durch Gewöhnungseffekte oft innerhalb kurzer Zeit und werden daher auf einer Chart gar nicht abgebildet.</p>
<p>Es sind aber gerade die Bilder der Chartanalyse, die der selektiven Wahrnehmung besonderen Vorschub leisten. Nicht umsonst behaupten viele Charttechniker, ihre Methode sei mehr Kunst denn Wissenschaft.</p>
<p>Zu einer „guten“ Chartanalyse gehört seit jeher auch die Anwendung von technischen Indikatoren, zu denen auch die so genannten gleitenden Durchschnitte zählen, so etwas wie eben die stark beachtete 200-Tage-Linie. Es handelt sich dabei um die Aneinanderreihung täglich ermittelter Durchschnittskurse, beispielsweise des DAX‘ (Schlusskurse) über die vergangenen 200 Tage. Bereits vor vielen Dekaden hat sich dabei folgende Börsenregel herausgebildet. In ihrer einfachsten Form besagt sie, dass ein Überschreiten dieser Linie durch den Aktienindex (das gilt auch für andere Märkte) von unten nach oben einen Kauf signalisiert, während ein Überqueren von oben nach unten ein Verkaufssignal bedeutet.</p>
<p>Auf einer Chart mag diese Regel gerade nach längeren Trends im Nachhinein profitabel aussehen. Vor allem wenn man für deren Betrachtung nur den Zeitraum von ein oder zwei Jahren wählt. Abgesehen davon, dass sich bei genauerem Nachrechnen oftmals herausstellt, dass diese Regel doch nicht so toll ist, wie sie auf einer Grafik aussehen mag, ist sie bei der Anwendung auf lange Zeitabschnitte, etwa mehrere Jahrzehnte, in den meisten Fällen nichts wert, weil sie einerseits zu träge ist und in ausgeprägten Seitwärtsphasen häufig kostspielige Fehlsignale auslöst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Seltsame Kräfte wirken an der 200-Tage-Linie</strong></p>
<p>Es gibt aber auch Analysten und Kommentatoren, die der 200-Tage-Linie seltsame Kraft bescheinigen. Danach sollen die Kurse häufig an diesem Durchschnitt der vergangenen 200 Tage abprallen und nicht selten das Ende wichtiger Korrekturbewegungen markieren. Abprallen können die Kurse allerdings nur, wenn an dieser Linie tatsächlich Angebot oder Nachfrage besteht. Es ist jedoch kaum anzunehmen, dass sich ausgerechnet an diesem Durchschnittswert der vergangenen 200 Tage alte Positionen schiefliegender Akteure befinden.</p>
<p>So bleibt nur die Annahme, dass Angebot oder Nachfrage kurz vor dieser Linie entstehen, weil so viele Akteure in diesem Bereich aktiv sind, der Boden also vorhanden ist für eine self-fulfilfing prophecy, eine Prophezeiung die sich erfüllt, weil viele danach handeln. Das mag eine gewisse Zeit lang tatsächlich auch gut gehen. Aber je mehr Chartjünger an einem bestimmten, weithin bekannten Preisniveau als Folge bestimmter Kauf- oder Verkaufssignale handeln, desto schneller und kräftiger reagieren die Kurse an dieser Stelle, so dass der kleine vermeintliche Vorteil gegenüber der Masse der Marktteilnehmer schnell dahinschmilzt. Außerdem freuen sich große und schwere Marktteilnehmer, wenn möglichst viele Marktteilnehmer einer Meinung sind. Gerade wenn viele glauben, man müsse zu einem bestimmten Punkt kaufen bzw. verkaufen, können die Schwergewichte in den Finanzmärkten ihre Position oft unbemerkt abstoßen oder umgekehrt diese aufbauen, indem sie <em>gegen</em> die vermeintlich klaren Kauf- oder Verkaufssignale handeln. Und so wird aus einer self-fulfilling prophecy allzu oft eine sich selbst erfüllende Zerstörung, eine self-fulfilling destruction.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ungebrochener-mythos/">Ungebrochener Mythos</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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