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	<title>Aktienmärkte Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Sun, 31 Jan 2021 14:59:27 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Aufstand der Aktien-Underdogs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2021 10:52:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktienmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Hedonomics]]></category>
		<category><![CDATA[Fairness]]></category>
		<category><![CDATA[GameStop]]></category>
		<category><![CDATA[Ultimatum-Spiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>War das, was wir in der vergangenen Woche an den Aktienmärkten erlebt haben, nicht wirklich verrückt? Wobei „verrückt“ sicherlich eine Untertreibung ist. Man könnte auch andere Adjektive, wenn nicht sogar Superlative für den Kampf der Anleger-Communities gegen die Hedgefonds im Internet finden, wobei die Protagonisten fast schon liebevoll von Kommentatoren als „Reddit crowd“ bezeichnet werden. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">War das, was wir in der vergangenen Woche an den Aktienmärkten erlebt haben, nicht wirklich verrückt? Wobei „verrückt“ sicherlich eine Untertreibung ist. Man könnte auch andere Adjektive, wenn nicht sogar Superlative für den Kampf der Anleger-Communities gegen die Hedgefonds im Internet finden, wobei die Protagonisten fast schon liebevoll von Kommentatoren als „Reddit crowd“ bezeichnet werden. Dass dabei als Abfallprodukt etwa der US-Aktienindex S&amp;P 500 den größten Wochenverlust seit Oktober vergangenen Jahres produziert hat, scheint dabei eine unbedeutende Nebensache zu sein – das hätte auch ohne den Aufstand der Privatanleger geschehen können. Wo doch so viele Kommentatoren ohnehin über die Blase am US-Aktienmarkt geschrieben haben. Fast schon uninteressant zeigte sich indes das Handelsgeschehen um den Euro, der durch eine Dollar-Erholung zeitweise unter Druck gesetzt wurde. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13025" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/31012021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/31012021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/31012021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Vergleiche mit 1789</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück zum „Aufstand der Flashmob-Trader von Reddit gegen die Wall Street“, wie etwa die online-Ausgabe des Manager Magazins<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong><span style="color: #000000;">1</span></strong>]</a> vor einigen Tagen titelte. Ein Aufstand, der vielerorts Sympathien geweckt hat, weil es um den Kampf der vielen Davids gegen Goliath, um den Aufstand der Underdogs gegen das Establishment ging. Wobei ein Kommentator sogar davon sprach, dass nun der Populismus in den Aktienmärkten Einzug gehalten hätte. Manche verglichen dieses Ereignis sogar mit dem Beginn der Französischen Revolution. Eine Revolution, die paradoxerweise ausgerechnet vom derzeit reichsten Mann der Welt, Elon Musk, vor allem durch entsprechende Tweets unterstützt wird. Das ist genauso verrückt, als wenn beim Aufstand 1789 König Ludwig XVI. die Revoltierenden auf der Straße beim Sturm auf die Bastille angefeuert hätte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wut, Moral und Gier</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun scheint es nicht ganz klar zu sein, was die Reddit-Massen tatsächlich antreibt, was ihr Motiv ist. Ist es Klassenkampf, der Wunsch nach mehr Moral in den Märkten, oder doch nur die Gier, schnell reich zu werden. Ich neige dazu, dass das Verhalten der Robinhood-Gemeinde durchaus mit dem der Brexit-Befürworter verglichen werden kann, die sich beim Brexit-Referendum im Jahr 2016 für einen Austritt Großbritanniens aus der EU ausgesprochen hatten. Mit ihrem Votum für den Brexit haben ebenso empörte Bürger ihrer Wut Luft machen wollen: Einmal die Rolle des Richters einnehmen und Ungerechtigkeiten bestrafen dürfen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ähnlich verhält es sich doch mit den Reddit-Tradern. Ökonomische Konsequenzen – seien sie nun gut oder schlecht – spielen dabei offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Und auch ich habe mich während der vergangenen Tage immer wieder gefragt, ob man tatsächlich als Kleinanleger mit Hilfe von Schwarmintelligenz durch die Käufe von GameStop-Aktien &amp; Co. im großen Stile Geld verdienen kann. Oder ist alles nur ein Schneeballsystem, bei dem die Ersten gewinnen und das Gros am Ende verliert?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aber Wohlbefinden kostet Geld</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Doch darum scheint es nicht zu gehen. Denn eine Labor-Studie hat bereits vor vielen Jahren Aufsehen erregt, weil zwei Drittel der Teilnehmer willens waren, Geld dafür auszugeben, damit Menschen Geld verlieren<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong><span style="color: #000000;">2</span></strong>]</a></span><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"></a><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">. So zeigt sich in Ultimatum-Spielen (vgl. <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="http://www.joachim-goldberg.com/2011/03/30/veto/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong>) immer wieder ein ganz starker Wunsch nach Fairness. Auch bei meinen Vorträgen zur Behavioral Finance spiele ich mit den Zuhörern fast immer ein Ultimatum-Spiel. Unter anderem, um zu zeigen, dass die Menschen nicht – wie in der Theorie des homo oeconomicus – reine Nutzenmaximierer sind.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In der Spielsituation wird simuliert, dass ein Teilnehmer 10.000 EUR bekommen soll.  Aber nur unter der Bedingung, dass er diesen Betrag mit einem anderen Spieler teilt, wobei er bestimmen darf, wie viel er selbst und wie viel der Andere bekommt. Stimmt dieser der Aufteilung zu, bekommen beide ihr Geld. Lehnt der Mitspieler die vorgeschlagene Verteilung jedoch ab, ist die ganze Summe futsch, und beide gehen beide leer aus.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Niemand will sich benachteiligt fühlen. Warum soll ich von den 10.000 Euro nicht wenigstens die Hälfte bekommen? Es gibt nicht wenige, die beispielsweise bereit wären, lieber auf vergleichsweise mickrig wirkende 2000 Euro bei solch einem Spiel zu verzichten, damit der andere nicht einfach 8000 Euro bekommt. Obgleich doch andererseits 2.000 EUR deutlich mehr als 1 Cent sind, die man im schlimmsten Falle (etwa vom homo oeconomicus) zugeteilt bekäme. Mit anderen Worten: Man ist bereit, auf ökonomische Gewinnmaximierung verzichten, wenn man andere im Gegenzug für ihre Unfairness bestrafen kann. Gut möglich, dass es auch vielen Kleinanlegern egal ist, Geld zu verlieren, wenn dieser Verlust zu mehr Fairness führt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hätte ich fast den Dollar vergessen, über den ich an dieser Stelle normalerweise schreibe. Aber dieser verharrt gerade, genau wie der Euro, in seiner korrektiven Entwicklung. Für die Gemeinschaftswährung wäre die analoge korrektive Entwicklung im Aufwärtstrend ohnehin erst nach Überschreiten von <strong>1,2235</strong> beendet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong>]</span></a> <a href="https://www.manager-magazin.de/finanzen/boerse/der-aufstand-der-flashmob-trader-gegen-die-wall-street-a-e147f200-b7e6-492b-8e44-0cb1bf76f718" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #000000;">https://www.manager-magazin.de/finanzen/boerse/der-aufstand-der-flashmob-trader-gegen-die-wall-street-a-e147f200-b7e6-492b-8e44-0cb1bf76f718</span></strong></a></span></p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">[<strong><span style="color: #000000;">2</span></strong>]</span></a><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"> Daniel John Zizzo and Andrew J. Oswald (2001): <em>Are People Willing to Pay to Reduce Others‘ Incomes?</em>, Warwick University</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Es wird schwieriger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Nov 2019 05:51:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Aktienmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bofa Merrill Lynch Fondsmanager Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Fed-Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gering dürfte die Zahl derer gewesen sein, die sich von der gestrigen Rede Jerome Powells vor dem Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses tatsächlich etwas Neues, Wegweisendes in Sachen Geldpolitik erwartet hatten. Wie schon häufiger in der jüngeren Vergangenheit vermied es Powell, durch unbedachte Wortwahl irgendwelches Porzellan zu zerschlagen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1000)</strong>             Gering dürfte die Zahl derer gewesen sein, die sich von der gestrigen Rede Jerome Powells vor dem Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses tatsächlich etwas Neues, Wegweisendes in Sachen Geldpolitik erwartet hatten. Wie schon häufiger in der jüngeren Vergangenheit vermied es Powell, durch unbedachte Wortwahl irgendwelches Porzellan zu zerschlagen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11313" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/14112019-1.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/14112019-1.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/14112019-1-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für den Fed-Präsidenten bleibt die US-Wirtschaft in guter Verfassung, und gäbe es da nicht das träge Wachstum im Ausland und die unklare Entwicklung im Handelskonflikt zwischen den USA und China, wäre die Welt der Notenbank wohl in Ordnung. Auch überraschte es gestern niemanden mehr, als Powell betonte, die Notenbank werde reagieren, falls es zu einer wesentlichen („material“) Veränderung des ökonomischen Ausblicks kommen sollte. Wobei eigentlich immer noch nicht klar ist, was unter „wesentlich“ genau zu verstehen ist.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nichts Neues von Powell</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nur so viel ist sicher: Die Fed wird, wie ich schon <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/11/01/asymmetrische-geldpolitik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> einmal schrieb, asymmetrisch reagieren. Und zwar schneller auf Ereignisse, die sich negativ auf den ökonomischen Ausblick auswirken könnten, als auf Positives. Insofern sollte es auch niemanden verwundern, dass die Finanzmarktakteure auf die Publizierung der US-Konsumentenpreise für Oktober kaum reagierten. Der Zuwachs beim Konsumentenpreisindex blieb in der Kernrate mit einem Plus von 2,3 Prozent (ggü. Vorjahr) geringfügig hinter der Medianerwartung der Ökonomen zurück und liegt damit sogar über dem von der Fed ausgerufenen Ziel von 2 Prozent. Indes: Die US-Notenbank bevorzugt ein anderes Inflationsmaß, den Index der privaten Konsumausgaben (PCE).</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während der Eurohandel gestern scheinbar fast zum Erliegen kam, galt das Hauptinteresse der Kommentatoren ohnehin der Entwicklung an den Aktienmärkten. Es könne schwierig werden, so der Tenor einiger Analysten. Und das klang ganz anders, als dies etwa die vorgestern veröffentlichte Umfrage von BofA Merrill Lynch noch durchblicken ließ. Danach haben die internationalen Fondsmanager Angst, einen bullishen Aktienmarkt zu verpassen. Aber das war vor einer Woche per 7. November, zu einem Zeitpunkt, als viele Akteure noch an einen schnellen Abschluss der „Phase eins“, einem Teilabschnitt im US-chinesischen Handelsstreit glaubten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Buy the rumour, sell the fact</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Seither hatte US-Präsident Donald Trump immer wieder durchblicken lassen, dass er sich für eine Zusage zu einem Deal mit China möglicherweise viel mehr Zeit einräume, als dies von den Finanzmarktakteuren derzeit erwartet wird. Jetzt ist es natürlich gut möglich, dass Trump mit dieser Andeutung, dass ein Deal zwar kurz vor dem Abschluss stehe, er aber noch nicht wisse, wann er diesem zustimme, eine gezielte Taktik verfolgt. Sollte er dieses Geplänkel allerdings zu sehr in die Länge ziehen, werden die Aktienbullen wahrscheinlich nervös werden und versuchen, ihre Gewinne festzuschreiben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ähnliches erwarte ich auch, wenn es tatsächlich zu einem kleinen „Deal“ zwischen den USA und China kommen sollte, verbunden mit einer Aufhebung der für den 15. Dezember geplanten Handelszölle. Dies ist alles schon längst eingepreist, so dass eine mögliche Verkündigung der „frohen Botschaft“ zu entsprechenden Positionsglattstellungen nach dem Motto „buy the rumour, sell the fact“ führen dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen haben sich Euro-Pessimisten auch gestern abgemüht, die Gemeinschaftswährung stärker unter Druck zu setzen. Aber das trendauslösende Niveau von <strong>1,0985/90</strong> an der Unterseite scheint potentiellen Verkäufern wie ein riesiger Felsbrocken im Wege zu stehen. Durch die nun bereits vier Handelstage andauernden Versuche der Akteure, den Euro per Saldo gerade einmal 20 Stellen (gemessen an den Tagestiefs) nach unten zu treiben, ist das entscheidende Euro-Angebot an besagter Stelle womöglich soweit aufgebraucht, dass es am Ende gar nicht mehr zu einem neuen kurzfristigen Abwärtstrend, sondern nur noch für eine Fehlentwicklung („false break) reichen könnte. Die latente Schwächephase des Euro ist auf der anderen Seite nach Überschreiten von <strong>1,1105/10</strong> beendet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Wie die US-Notenbankpolitik die Märkte lenkt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2013 08:37:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Aktienmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[Notenbankpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über den bisherigen Verlauf des Börsenjahres 2013 lässt sich zumindest zweierlei sagen. Zum einen hat sich der Aufwärtstrend des Vorjahres fortgesetzt und zum anderen ist deutlich geworden, wie wenig die Aktienkurse gerade während dieser Zeit den Fundamentaldaten gehorcht und wie selten sie auf politische Ereignisse reagiert haben.  Deswegen haben sich auch viele Expertenprognosen, vornehmlich die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Über den bisherigen Verlauf des Börsenjahres 2013 lässt sich zumindest zweierlei sagen. Zum einen hat sich der Aufwärtstrend des Vorjahres fortgesetzt und zum anderen ist deutlich geworden, wie wenig die Aktienkurse gerade während dieser Zeit den Fundamentaldaten gehorcht und wie selten sie auf politische Ereignisse reagiert haben. <span id="more-6684"></span> Deswegen haben sich auch viele Expertenprognosen, vornehmlich die der Skeptiker, nicht bewahrheitet. Aber auch viele professionelle Akteure hatten ihre liebe Not, die Märkte richtig zu „lesen“ und profitabel zu handeln. Die Hauptursache hierfür ist in der Politik der US-Notenbank zu sehen. Wie schon im Vorjahr hat sie Anleihekäufe vorgenommen, die mittlerweile den Charakter massiver Interventionen angenommen haben. Mit anderen Worten: Die durch diese Politik induzierten Kapitalströme haben – unabhängig von allen volkswirtschaftlichen Betrachtungen – letztlich die Aktienmärkte dies und jenseits des Atlantiks sehr stark und überwiegend zum Positiven beeinflusst.</p>
<p>Allerdings reagierten die Akteure an den Finanzmärkten extrem nervös, als US-Notenbankchef Ben Bernanke im Mai dieses Jahres zum ersten Mal Anstalten machte, die Anleiheprogramme peu à peu zurückfahren zu wollen – eine Strategie, die den Namen „Tapering“ erhielt. Nicht nur die Aktienmärkte mussten Abschläge hinnehmen, auch die Renditen langlaufender Staatsanleihen zogen so schnell und kräftig an, dass sich Ben Bernanke und seine Kollegen im Offenmarktausschuss dazu genötigt sahen, von ihrem ursprünglichen Vorhaben, die monatlichen Wertpapierkäufe in Höhe von 85 Milliarden US-Dollar langsam zurückzufahren, Abstand zu nehmen. Die Finanzmärkte beruhigten sich in der Folge wieder, Aktienmärkte in den USA und Deutschland erreichten neue historische Höchststände und auch die Renditen länger laufender Bonds gingen wieder zurück.</p>
<p>Damit wurde aber auch klar: Die Notenbank wird ihre quantitativen Lockerungsprogramme nur dann – und wenn, nur langsam – zurücknehmen, sofern die ökonomische Lage der USA nachhaltig stabil bleibt. Deswegen kommt es zunehmend zu paradoxen Situationen: Auf den ersten Blick negativ zu bewertende Wirtschaftsdaten werden für die Aktienmärkte positiv interpretiert. Denn eventuell könnten sie bedeuten, dass die US-Notenbank weiter Geld drucken würde, was wiederum den Börsenkursen zugutekäme. Andererseits könnten extrem positive Daten das Gegenteil bewirken.</p>
<p>Deswegen ist es umso wichtiger, die Politik der USA und die Statements des für die Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschusses angemessen und vor allem auch unter marktpsychologischen Gesichtspunkten zu interpretieren. So hat sich gerade in der jüngsten Vergangenheit gezeigt: Vorschnelle Reaktionen der Finanzmarktteilnehmer führen häufig in die Irre. Deswegen beschäftigt sich das neue Special von <a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/cognitrend-tv/marktsendungen/index.html">WGZ Cognitrend TV (hier)</a> vor allem damit, wie die geldpolitische Linie der Federal Reserve zu bewerten ist.</p>
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