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	<title>US-Bonds Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Kontrollverlust der Zentralbanken?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 06:49:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Aktienanleger, aber auch Investoren in anderen Anlageklassen, haben während der vergangenen Tage einen großen Teil ihrer Zeit damit verbracht, sich über die globalen Anleihemärkte einen besseren Überblick zu verschaffen. Der Auslöser dafür liegt in Japan, wo sich nicht nur die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen innerhalb kürzester Zeit, gemessen an ihrem diesjährigen Tiefpunkt, verdreifacht haben. Auch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Aktienanleger, aber auch Investoren in anderen Anlageklassen, haben während der vergangenen Tage einen großen Teil ihrer Zeit damit verbracht, sich über die globalen Anleihemärkte einen besseren Überblick zu verschaffen. Der Auslöser dafür liegt in Japan, wo sich nicht nur die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen <span id="more-6186"></span>innerhalb kürzester Zeit, gemessen an ihrem diesjährigen Tiefpunkt, verdreifacht haben. Auch die Korrektur des dortigen Aktienmarktes scheint kaum zu bremsen zu sein. In den USA und Deutschland kommen diese erdbebenartigen Wellen indes zumindest bislang nur in stark abgemilderter Form an. Natürlich könnte man einwenden, dass man im Land der aufgehenden Sonne jetzt mit aller Gewalt Inflation herbeiführen wolle, weswegen sich Investoren folgerichtig von japanischen Staatsanleihen getrennt hätten. Aber es wird auch deutlich, dass die Gelddruckaktionen der Zentralbank, deren verbale und (unbestätigten Meldungen zufolge) auch reale Interventionen am Bondmarkt sowie der Aufruf der Regierung an japanische Pensionskassen, Aktien zu kaufen, ins Leere laufen. Kein Wunder also, wenn die Anleger zumindest intuitiv ähnliches auch für die USA befürchten: Die US-Notenbank könne womöglich nicht mehr Herr der Lage sein. Selbst wenn die Renditen der dortigen Staatsanleihen längst nicht so stark angezogen haben wie in Japan, haben sie immerhin ein 13-Monats-Hoch erreicht – allerdings mit einer anderen Begründung: Die Angst vor dem so genannten Tapering, dem Auslaufen der Anleihekaufprogramme der Fed.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Psychologie der erfüllten Prognosen</b></p>
<p>Und so kommt dem morgigen US-Arbeitsmarktbericht eine seltsam anmutende Bedeutung zu. Sollte der Stellenzuwachs deutlich niedriger als erwartet ausfallen, würde dies nach der derzeitigen, möglicherweise kurzschlussartigen, Lesart bedeuten, die Fed würde sich mit einem Tapering zurückhalten. Mehr noch, könnte sie die monatlichen Anleihekäufe womöglich sogar noch erhöhen, ohne aber tatsächlich etwas konjunkturell bewegen zu können. Am Ende würde es den USA am Anleihemarkt genauso ergehen wie Japan: Die Renditen würden weiter steigen. Sollte der Arbeitsmarktbericht dagegen besser als erwartet ausfallen, würde dies den Tapering-Befürchtungen der Anleger weiteren Nährboden geben – die Anleihemärkte würden dann genauso unter Druck geraten. Offenbar – und das ist schon reichlich verrückt – hängt das Schicksal der Anleihe- und Aktienmärkte davon ab, wie gut die Volkswirte dieser Welt mit ihren Prognosen liegen: Je größer nämlich die Abweichungen der realen, möglicherweise auch noch stark revisionsbedürftigen Nonfarm-Payrolls-Daten, desto stärker möglicherweise der Schuss vor den Bug.</p>
<p>Wie gut die Daxianer auf den morgigen Tag vorbereitet sein mögen und was sie im schlimmsten Fall erwarten, hat mein Mitstreiter Gianni Hirschmüller in seinem jüngsten <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+aktien+baeren+faenden+an+bond+crash+gefallen+52068">Sentiment-Bericht</a> </span>für die Börse Frankfurt ausgeführt – ich selbst habe mich dieses Mal um die <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+aktien+baeren+faenden+an+bond+crash+gefallen+52068#reiter=detailanalyse">Analysedetails</a></span> gekümmert.</p>
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		<title>Die ewige Jagd nach der nächsten Blase</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 12:24:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
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		<category><![CDATA[Verfügbarkeitsheuristik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Suche nach Blasen, genauer gesagt Spekulationsblasen, scheint derzeit ein verbreitetes Hobby von Kommentatoren und Händlern zu sein. Und so wundert es auch nicht, dass ausgerechnet die Bondmärkte in den USA, aber auch hierzulande, eine analytische Blasenspiegelung über sich ergehen lassen müssen. Wobei einige Experten neuerdings die jüngste Entwicklung an den Anleihemärkten mit der der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Suche nach Blasen, genauer gesagt Spekulationsblasen, scheint derzeit ein verbreitetes Hobby von Kommentatoren und Händlern zu sein. Und so wundert es auch nicht, dass ausgerechnet die Bondmärkte in den USA, aber auch hierzulande, eine analytische Blasenspiegelung über sich ergehen lassen müssen. <span id="more-374"></span>Wobei einige Experten neuerdings die jüngste Entwicklung an den Anleihemärkten mit der der Dotcom-Blase vergleichen, die nach der Jahrtausendwende geplatzt war. Und wie mit erhobenem Zeigefinger werden als drastische Warnung die Kosten des damaligen Kurssturzes an der Börse mit rund 6.000 Mrd. Dollar angeführt – nachzulesen in der heutigen Ausgabe der FTD.</p>
<p>Zum „Beweis“ des Gleichlaufs der Bondmärkte von heute mit der Aktienmarktentwicklung von damals wird Zahlenmaterial bemüht, das Bloomberg und das Investment Company Institute in Washington zusammengetragen haben. Dabei wird festgestellt, dass die Anleger derzeit (das heißt in den 24 Monaten bis Ende Juni 2010) fast genauso viel Geld in Anleihefonds steckten wie in den Jahren 1999 und 2000 in US-Aktienfonds geflossen waren – 480,2 Mrd. gegenüber damals 496,6 Mrd. US-Dollar.</p>
<p>Der Vergleich erweckt für mich den Anschein, als ob man mit aller Gewalt einen Bezug zu zwei Ereignissen herstellen möchte, den es so nicht gibt. Der aber trotzdem so eindrucksvoll erscheint, dass man leicht zum Opfer des Verfügbarkeitsirrtums werden kann. Aber es soll ja auch Analysten geben, die in den vergangenen Monaten Charts der heutigen Aktienkursentwicklung mit solchen aus der Zeit der großen Depression übereinanderlegten, um aus dem Kursverlauf von damals auf die Preisentwicklung der kommenden Monate zu schließen – weil sich die Marktgeschichte angeblich wiederholt.</p>
<p>Auch im heutigen Falle setzen die Kommentatoren offensichtlich auf die Ähnlichkeit zweier Zahlen (480,2 und 496,6 Mrd.). Obgleich das Volumen aller offenen US-Anleihen im Jahr 2009 gut 35.000 Mrd. US-Dollar, etwa das Doppelte wie zu Beginn der Dekade*, betrug. Und immerhin fast das Dreifache der US-Aktienmarktkapitalisierung zum Höhepunkt der Dotcom-Ära.</p>
<p>Trotz all dieser Ungereimtheiten muss man jetzt nicht zwingend auf das Gegenteil schließen und so tun, als ob der US-Bond Markt ein Hort risikofreier Erträge wäre. Aber wenn schon eine Blase analysiert werden soll, dann bitte mit angemessenen Instrumenten. Wann jene jedoch am Ende zum Platzen kommt, das wissen vermutlich nur die Götter.</p>
<p><strong>* </strong>vgl. <em>Bondmarkets 2010, </em>TheCityUK, <a href="http://www.thecityuk.com/media/156879/bond%20markets%202010.pdf">http://www.thecityuk.com/media/156879/bond%20markets%202010.pdf </a>June 2010</p>
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