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	<title>UMSCA Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Weihnachten kann kommen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2019 05:53:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
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		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich verlief die vergangene Woche für US-Präsident Donald Trump ausgesprochen erfolgreich. Aber nicht nur für ihn, sondern auch für Boris Johnson, der mit seiner Konservativen Partei in Großbritannien einen Erdrutschsieg errang. Johnson kann sich nun auf 365 Abgeordnete seiner Partei im Unterhaus stützen, 39 Mandate mehr, als für die absolute Mehrheit nötig . Entsprechend deutlich war die Reaktion des britischen Pfundes, das gegenüber dem Euro in der vergangenen Woche zeitweise um 2,8 Prozent zulegen konnte. Davon blieb allerdings nur ein magerer Wochengewinn von rund 0,9 Prozent übrig. Trotz des Jubels...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1135)</strong>             Eigentlich verlief die vergangene Woche für US-Präsident Donald Trump ausgesprochen erfolgreich. Aber nicht nur für ihn, sondern auch für Boris Johnson, der mit seiner Konservativen Partei in Großbritannien einen Erdrutschsieg errang. Johnson kann sich nun auf 365 Abgeordnete seiner Partei im Unterhaus stützen, 39 Mandate mehr, als für die absolute Mehrheit nötig. Entsprechend deutlich war die Reaktion des britischen Pfundes, das gegenüber dem Euro in der vergangenen Woche zeitweise um 2,8 Prozent zulegen konnte.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11425" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/16122019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/16122019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/16122019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Unterschätzte Brexit-Risiken</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von diesen 2,8 Prozent blieb allerdings nur ein magerer Wochengewinn von rund 0,9 Prozent übrig. Trotz des Jubels beim Wahlgewinner und der Erleichterung der EU-Vertragspartner im Brexit-Prozess. Dieser würde nun ganz schnell vonstattengehen, so die Analyse vieler Beobachter. Denn die unsicheren Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament seien ab sofort nicht mehr gegeben. Boris Johnson kann durchregieren und dabei weitgehend frei in Sachen Brexit entscheiden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das sieht auf den ersten Blick so aus, als ob es die EU nur noch mit einem einzigen Verhandlungspartner zu tun hätte. Richtig. Aber es handelt sich auch um einen Verhandlungspartner, der nun zwar einen schnelleren Brexit-Prozess garantieren mag. Allein ist ein großes Risiko damit immer noch nicht vom Tisch. Und zwar das, wovor die Finanzmarktteilnehmer immer schon am meisten Angst hatten: einem Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Handelsabkommen. Tatsächlich hat sich dieses Risiko sogar vergrößert, weil Boris Johnson nur noch durch seine eigene Partei und nicht durch eine starke Opposition im britischen Unterhaus kontrolliert werden kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erfolge für den „Herr der Zölle“?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück in die USA. Dort hatte US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche gleich Grund, zwei Abkommen zu feiern. Zum einen den Durchbruch beim überarbeiteten Freihandelsabkommen UMSCA für die USA, Mexiko und Kanada zu Wochenanfang. Ein Pakt, der auf dem ehemaligen NAFTA-Abkommen basiert und für die Finanzmärkte keine echte Neuigkeit dargestellt haben dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der zweite Grund war die Einigung der USA und Chinas auf ein Teilabkommen im Handelsstreit. Dieser sogenannte „Phase-eins-Deal“ soll dem Vernehmen nach im Januar unterzeichnet werden. Dabei werden, wie Trump in einer Serie von Tweets am Freitag verkündete, die für ursprünglich gestern angekündigten Handelszölle auf Importe im Volumen von rund 160 Milliarden USD fallen gelassen. Darüber hinaus werden (laut Trump und einer entsprechenden Pressemitteilung des USTR <a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>) die im September eingeführten Strafzölle auf ein Handelsvolumen von rund 120 Milliarden USD von 15 auf 7,5 Prozent gesenkt. Die Strafzölle auf China-Importe in Höhe von 250 Milliarden USD in Höhe von 25 Prozent, die zu Beginn des Handelskonflikts im März 2018 eingeführt wurden, werden beibehalten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Unklarer Beitrag Chinas</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während also klar ist, was die USA zu liefern haben, bleibt die USTR-Pressemeldung (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://ustr.gov/about-us/policy-offices/press-office/press-releases/2019/december/united-states-and-china-reach" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) hinsichtlich des chinesischen Beitrags relativ unscharf. So ist lediglich die Rede von „substanziellen zusätzlichen Käufen“ von US-Gütern und </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">-Dienstleistungen in den kommenden Jahren. Immerhin machte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer deutlich, es handele sich unter anderem um den Kauf von Agrargütern zwischen 40 und 50 Milliarden USD. Allerdings präzisierte der ökonomische Chefberater des US-Präsidenten, Larry Kudlow, dass sich diese Käufe nicht, wie ursprünglich von vielen Kommentatoren verstanden, auf ein jährliches Volumen, sondern über einen Zeitraum von zwei Jahren erstrecken werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: China hat sich bislang nicht zu diesen Zahlen konkret bekannt. Ein klares Commitment Chinas, so ein Medienbericht, hätte wohl zu deutlicheren Nachlässen bei den US-Handelszöllen geführt. Und so bleibt am Ende der Eindruck, dass das US-chinesische Teilabkommen in erster Linie für ein ruhiges Weihnachtsfest bei den Teilnehmern an den Finanzmärkten sorgen sollte. Auch wenn der Text des Abkommens bereits stehen sollte, ist noch nichts unterschrieben. Auch scheint zweifelhaft, ob die „Phase zwei“ der Verhandlungen – wie von Trump am Freitag angekündigt – sofort beginnen werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Überschaubare Kursgewinne</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und die Märkte? Die US-Aktienindices markierten neue Allzeithochs, aber der Wochengewinn hielt sich, gemessen am S&amp;P 500 Index, mit nicht einmal einem Prozent doch sehr in Grenzen. Auch der hiesige DAX markierte zwar ein neues Jahreshoch, aber der Wochengewinn von ebenfalls einem Prozent erscheint angesichts all der guten Botschaften doch sehr überschaubar. Noch nüchterner fiel die Bilanz des Euro gegenüber dem Dollar aus, der zwar den Freitag mit einem relativ deutlichen Anstieg bis zu seinem ersten stärkeren Abgabeniveau (1,1195/00) begann, aber den Tag am Ende sogar mit einem kleinen Verlust beenden musste. Damit ist eine weitere Chance, womöglich das Fundament für einen kurzfristigen Aufwärtstrend der Gemeinschaftswährung zu schaffen, vertan. Einziger Trost: Der Euro bleibt, solange er sich oberhalb von <strong>1,1065</strong> bewegt, stabil.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> USTR (Office of the United States Trade Representative), Amt des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten</span></p>
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		<title>Von Erfolg zu Erfolg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2019 06:11:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[UMSCA]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist man ein Pessimist, wenn man einem gestrigen Artikel des Wall Street Journal mit Skepsis begegnet? Demzufolge wären die Beteiligten im US-chinesischen Handelskonflikt gerade dabei, die Grundlage für eine Verschiebung der eigentlich für den 15. Dezember anberaumten US-Strafzölle auf chinesische Importe auszuarbeiten, hieß es. Doch war im selben Artikel zu lesen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/von-erfolg-zu-erfolg/">Von Erfolg zu Erfolg</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1090)</strong>             „Das ist eines der besten je für dieses Land abgeschlossenen Handelsabkommen“, sagte US-Präsident Donald Trump noch am Montag. Doch meinte er damit nicht einen Durchbruch bei den US-chinesischen Verhandlungen in Hinblick auf das „Phase eins“ genannte Teilabkommen. Vielmehr geht es um das überarbeitete Freihandelsabkommen UMSCA für die USA, Mexiko und Kanada, das allerdings noch vom US-Kongress ratifiziert werden muss. Ein Abkommen, bei dem es nur Sieger gibt: Donald Trump, den Entscheider, der alles durchgesetzt hat. Oder die Demokraten, die, so man ihren Äußerungen Glauben schenken will, den Vertrag noch einmal deutlich verbessert haben. Ein Pakt, der auf dem einstigen NAFTA-Abkommen basiert und der für mein Empfinden eigentlich schon längst bei vielen Akteuren mental als beschlossen abgehakt war. Ein Grund für die Finanzmärkte zu feiern?<img decoding="async" class="alignright wp-image-11407" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/11122019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/11122019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/11122019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neue Strafzölle verschoben?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Feiern haben zumindest einen Vorteil: Sie lenken von anderen Problemfeldern ab, die es allein in Sachen Handelskonflikte noch zu bewältigen gibt. Oder ist man ein Pessimist, wenn man dem gestrigen Artikel des <em>Wall Street Journal</em><a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><em><span style="color: #000000;">[1]</span></em></a> mit Skepsis begegnet? Demzufolge wären die Beteiligten im US-chinesischen Handelskonflikt gerade dabei, die Grundlage für eine Verschiebung der eigentlich für den 15. Dezember anberaumten US-Strafzölle auf chinesische Importe<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><span style="color: #000000;">[2]</span></a> auszuarbeiten, hieß es. Doch habe, so war im selben Artikel zu lesen, US-Präsident Donald Trump diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen. Zur Erinnerung: Trump verlangt ein Commitment Chinas – und dies scheint ziemlich unrealistisch –, Agrarprodukte in einem Volumen von angeblich jährlich 40 bis 50 Mrd. USD von den USA abzunehmen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gute Stimmung herrscht vor</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie dem auch sei: Obwohl eine Aussetzung der für den 15. Dezember vorgesehenen Strafzölle, also eine Verlängerung des Waffenstillstands, von den Finanzmarktakteuren eigentlich als das Mindeste, das im Handelsstreit auf der positiven Seite beschlossen werden könnte, angesehen wird, reagierten die zuvor schwachen Aktienmärkte dies- und jenseits Atlantiks mit einer deutlichen Erholungsbewegung.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin gelang es dem Euro, die Aufwärtstendenz vom Vortag fortzusetzen, was mancherorts von Händlern einem besser als erwartet ausgefallenen ZEW-Index (Dezember) zugeschrieben wurde. Allerdings deute ich die gute Stimmung unter den Teilnehmern eher als Spiegel der zuletzt bullishen Aktieninvestoren und weniger als ein ökonomisches Stimmungsbild. Der Anleger-Optimismus (vgl. Börse Frankfurt) war nämlich bereits in der vergangenen Woche relativ hoch. Ohnehin sprechen wir nach wie vor über recht überschaubare Euro-Bewegungen gegenüber dem Dollar, die sich überdies immer noch in der Range vom vergangenen Freitag abspielen. Die Aussichten für die Gemeinschaftswährung bleiben jedenfalls positiv, solange <strong>1,1030</strong> gehalten wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt; color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a style="color: #000000;" href="https://www.wsj.com/articles/u-s-and-chinese-trade-negotiators-planning-for-delay-of-december-tariff-11575984743?mod=searchresults&amp;page=1&amp;pos=2">https://www.wsj.com/articles/u-s-and-chinese-trade-negotiators-planning-for-delay-of-december-tariff-11575984743?mod=searchresults&amp;page=1&amp;pos=2</a></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt; color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Es handelt sich um neue Zölle in Höhe von 15 Prozent auf ein Importvolumen von etwa 160 Milliarden USD</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Noch schwächer als der Euro</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2019 05:05:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[CME FedWatch Tool]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[UMSCA]]></category>
		<category><![CDATA[US-Staatsanleihen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Blickt man dies- und jenseits des Atlantiks auf die Aktienmärkte zum vergangenen Wochenschluss, muten die Kursentwicklungen dramatisch an. Dabei haben ökonomische Daten höchstwahrscheinlich nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Vielmehr beschäftigen sich die Akteure an den Finanzmärkten mit dem weiter eskalierenden...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1185)</strong>             Blickt man dies- und jenseits des Atlantiks auf die Aktienmärkte zum vergangenen Wochenschluss, muten die Kursentwicklungen dramatisch an. Dabei haben ökonomische Daten höchstwahrscheinlich nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Vielmehr beschäftigen sich die Akteure an den Finanzmärkten mit dem weiter eskalierenden US-chinesischen Handelskrieg und der neuen Front, die US-Präsident Donald Trump gegenüber Mexiko am vergangenen Donnerstag eröffnet hat.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10644" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/06/03062019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Trump möchte nun Mexiko mit Strafzöllen dazu zwingen, die Flüchtlingsströme in Richtung USA zu stoppen. 5 Prozent auf Mexiko-Importe soll der Strafzoll ab 10. Juni betragen und sich schrittweise bis auf 25 Prozent im Oktober erhöhen, sofern Mexiko nicht den Strom von Flüchtlingen an der Grenze zu den USA eindämmt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Abgesehen davon, dass noch unklar ist, wie derartige Schritte aussehen sollen, steht der jüngste Vorstoß Trumps dem neuen, noch nicht ratifizierten Freihandelsabkommen (UMSCA) zwischen den USA, Kanada und Mexiko diametral entgegen. Auch wenn der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer Medienberichten zufolge gegen solche Strafzölle sein soll wie auch US-Finanzminister Steven Mnuchin, fühlten sich einige Akteure darin bestätigt, dass sich der US Präsident offensichtlich nicht an bereits gemachte Zusagen gegenüber seinen Handelspartnern hält.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine gewisse Ungläubigkeit</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch eine gewisse Ungläubigkeit war bei manchem Kommentator zu beobachten. Trump würde womöglich nur bluffen, hieß es. Trump werde vermutlich einen Rückzieher machen müssen, äußerten andere Kommentatoren. Auch sei es vollkommen unklar, wie die Strafzölle so schnell umgesetzt werden könnten, war zu hören. Ganz zu schweigen von der Rechtmäßigkeit derartiger Maßnahmen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch im US-chinesischen Handelsstreit ist nicht mit einer durchgreifenden Entspannung zu rechnen. Denn China blieb in der vergangenen Woche nicht tatenlos und begann, eine schwarze Liste derjenigen Unternehmen aufzusetzen [„unreliable entities“], die den Interessen chinesischer Firmen schaden könnten – eine weitere Reaktion auf US-Maßnahmen gegen Huawei.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Mehr als eine US-Zinssenkung</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen sind die Renditen US-Staatsanleihen weiter gefallen. Und gleichzeitig hat sich auch die abschnittweise Inversion der Zinsstrukturkurve verstärkt. Der von vielen als Vorbote einer Rezession beachtete Spread von US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit gegenüber T-Bills mit dreimonatiger Fälligkeit hat sich zum Handelsschluss am Freitag auf -22 Basispunkte vergrößert. Diese Entwicklung geht Hand in Hand mit den Erwartungen der Investoren, die längst nicht mehr von nur einer US-Leitzinssenkung innerhalb dieses Jahres ausgehen. Auch das CME FedWatch Tool berechnete zuletzt die implizite Wahrscheinlichkeit von mindestens zwei Zinssenkungen bis Ende 2019 mit rund 74 Prozent, das ist doppelt so viel wie noch eine Woche zuvor. Mittlerweile ist die Wahrscheinlichkeit für vier (!) Zinssenkungen mit rund 10 Prozent sogar höher als diejenige für den Fall, dass die Fed alles so belässt, wie es ist (5 Prozent). Nicht zuletzt, weil der am Freitag für April publizierte und von der US-Notenbank vornehmlich beachtete Index der privaten Verbrauchsausgaben (PCE) in der Kernrate zwar der Median-Erwartung der Ökonomen entsprach. Aber das Plus von 1,6 Prozent (ggü. Vorjahr) liegt eben deutlich unter dem Zielwert der Fed von 2,0 Prozent.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen ist es dem Euro am Freitag nicht gelungen, die Untergrenze seiner Konsolidierungszone zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1320/25</strong> noch einmal in Angriff zu nehmen. Und obwohl die Gemeinschaftswährung gegenüber den typischen Flucht-Valuten Schweizerfranken und Yen am Freitag klar das Nachsehen hatte, zeigte sich der Dollar als noch schwächerer Kandidat. Die Folge: Der Euro konnte sich, gemessen am langsamen Sinkflug der Vortage, zum Wochenschluss mit einem Zuwachs von rund 70 Stellen recht eindrucksvoll erholen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/noch-schwaecher-als-der-euro/">Noch schwächer als der Euro</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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