<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Transparenz Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/transparenz/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/transparenz/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Tue, 12 May 2015 16:37:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1</generator>
	<item>
		<title>Macht Transparenz glücklich?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/macht-transparenz-gluecklich/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/macht-transparenz-gluecklich/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2015 16:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Hedonomics]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialer Vergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Zufriedenheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=7840</guid>

					<description><![CDATA[<p>Angestellter: “Kann ich eine Gehaltserhöhung bekommen?” – “Nein”, antwortet der Chef. – “Na gut, aber könnten Sie dann wenigstens die Gehälter meiner Kollegen senken?” Gäbe es auf der Welt tatsächlich nur rationale Vertreter der ökonomischen Theorie, würde wohl niemand über diesen Wortwechsel lachen können, vermutlich würde er gar nicht erst  stattfinden. Dass die meisten von uns [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/macht-transparenz-gluecklich/">Macht Transparenz glücklich?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angestellter: “Kann ich eine Gehaltserhöhung bekommen?” – “Nein”, antwortet der Chef. – “Na gut, aber könnten Sie dann wenigstens die Gehälter meiner Kollegen senken?”</p>
<p>Gäbe es auf der Welt tatsächlich nur rationale Vertreter der ökonomischen Theorie, würde wohl niemand über diesen Wortwechsel lachen können, vermutlich würde er gar nicht erst  stattfinden. Dass die meisten von uns die Geschichte trotzdem amüsant finden, liegt daran, dass der Angestellte mit seiner zweiten Forderung ja gar nichts an seiner tatsächlichen Lage ändert – bis auf seinen Status, der sich dadurch verbessert, dass er den der anderen absenken möchte. Und das scheint ihm Trost genug zu sein, wenn er denn selbst schon nicht mehr Geld kriegen soll.</p>
<p>So hatten verhaltensorientierte Wissenschaftler bereits vor einiger Zeit herausgefunden, dass das Maß eines Nutzens – in diesem Fall Zufriedenheit – nicht von einer absoluten Größe (etwa dem Gesamtvermögen eines Menschen) abhängt. Vielmehr ist es der Vergleich mit einem Referenzpunkt, der uns entweder glücklich oder unzufrieden macht. Wenn wir uns oberhalb dieses Bezugspunktes befinden (verglichen zum Beispiel mit unserem letzten oder dem Gehalt eines Kollegen), ist unsere Welt in Ordnung. Und sie gerät ins Wanken, wenn wir uns hingegen unterhalb dieses Bezugspunkts eingruppieren müssen.</p>
<p>Eine Studie zeigt indes, dass diese Erkenntnis leicht korrigiert werden muss. In einem Experiment haben vier Wirtschaftswissenschaftler* Mitarbeitern der Universität von Kalifornien die Möglichkeit gegeben, sich auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite einen generellen Überblick über die Einkommen von Angestellten des öffentlichen Dienstes, einschließlich der Bediensteten der Universität, zu verschaffen. Mehr als die Hälfte der Befragten rief diese Seite auf, wobei die meisten von ihnen nur eines interessierte: Was verdienen die Kollegen aus meiner Abteilung, weniger oder mehr als ich? Anschließend mussten die Probanden sowohl den Grad ihrer Zufriedenheit am Arbeitsplatz als auch die Intensität, mit der sie sich einen neuen Job wünschten, beschreiben. Natürlich zeigten sich diejenigen, deren Gehalt unter dem Durchschnittseinkommen der Abteilung lag, besonders unzufrieden. Auch der Drang, sich einen anderen Arbeitsplatz zu suchen, war bei ihnen stärker ausgeprägt. Kein Wunder, dass in dieser Gruppe eine höhere Wahrscheinlichkeit bestand, sich von der Uni ungerecht behandelt zu fühlen. Erstaunlicherweise traf der Umkehrschluss aber nicht zu. So zeigte sich, dass diejenigen, deren Gehälter über dem Durchschnitt lagen, keineswegs zufriedener als alle anderen waren. Auch um ihre Loyalität zum Arbeitgeber war es nicht besser bestellt.</p>
<p>Wer also die Offenlegung von Gehältern in Unternehmen fordert, so die Autoren der Studie, sollte sich darüber im Klaren sein, dass eine derartige Transparenz insgesamt zu weniger Zufriedenheit unter den Angestellten führt. So gesehen, könnte der  Chef aus dem Einleitungsbeispiel auf die zweite Frage seines Angestellten durchaus zustimmend reagieren. Aber nur, wenn er sicherstellen kann, dass niemand das neue (im Zweifel unveränderte) Gehalt der Kollegen erfahren wird.</p>
<p>*Card, David; Mas, Alexandre; Moretti, Enrico; Saez, Emmanuel (2012): <em>Inequality at Work: The Effect of Peer Salaries on Job Satisfaction, </em>The American Economic Review, Volume 102, Number 6, October 2012, pp. 2981-3003(23)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/macht-transparenz-gluecklich/">Macht Transparenz glücklich?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/macht-transparenz-gluecklich/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ungewollte Transparenz</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ungewollte-transparenz/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ungewollte-transparenz/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 10:28:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Commitment]]></category>
		<category><![CDATA[Rating-Agenturen]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=3102</guid>

					<description><![CDATA[<p>Man konnte schon fast eine Wette darauf abschließen, wie die Politiker hierzulande auf die Herabstufung Frankreichs und anderer europäischer Staaten durch die Rating-Agentur Standard &#38; Poor&#8217;s reagieren würden. So äußerte etwa Finanzminister Schäuble am vergangenen Montag &#8222;dringenden Handlungsbedarf&#8220;, um den Einfluss der großen drei US-Rating-Agenturen einzudämmen. Laut ist der Ruf nach Transparenz und mehr Wettbewerb. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ungewollte-transparenz/">Ungewollte Transparenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man konnte schon fast eine Wette darauf abschließen, wie die Politiker hierzulande auf die Herabstufung Frankreichs und anderer europäischer Staaten durch die Rating-Agentur Standard &amp; Poor&#8217;s reagieren würden. So äußerte etwa Finanzminister Schäuble am vergangenen Montag &#8222;dringenden Handlungsbedarf&#8220;,<span id="more-3102"></span> um den Einfluss der großen drei US-Rating-Agenturen einzudämmen. Laut ist der Ruf nach Transparenz und mehr Wettbewerb. Ein probates Mittel hierfür wäre in den Augen vieler Kritiker des derzeitigen Systems die Gründung einer eigenen europäischen Rating-Agentur. Pläne hierfür gibt es schon seit längerem, aber ich habe den Eindruck, dass diese nicht mit der gebotenen Dringlichkeit in die Tat umgesetzt werden.</p>
<p>Abgesehen davon, dass Herabstufungen einzelner Länder durch die Rating-Agenturen wie im Falle Frankreichs und anderer Staaten sich schon Wochen zuvor meist bereits in den Anleiherenditen niedergeschlagen haben, oder wie im Falle der USA die Herabstufung derselben durch Standard &amp; Poor&#8217;s überhaupt keine Wirkung zeigten, wäre die Gründung einer Europäischen Agentur psychologisch betrachtet nicht ganz unproblematisch.</p>
<p>Ich kann mich daran erinnern, wie ich vor Jahren, als man den Rating-Agenturen im Zuge der Hypothekenkrise vorwarf, zu zögerlich gewesen zu sein, forderte, über eine drastische Korrektur des Geschäftsmodells &#8222;Rating-Agentur&#8220; nachzudenken. Weil von vielen Seiten (und dies nicht ganz zu Unrecht) eine zu starke Bindung an ihre Auftraggeber vorgeworfen wurde. Damals machte ich mich für eine Anonymisierung der Zahlungspflichtigen und deren Sammlung in einem Pool stark, damit das Commitment, das durch die Bezahlung einzelner konkreter Adressaten normalerweise entsteht, für die Agenturen gesenkt würde. Wobei man sich natürlich damals wie heute die Frage stellen muss, ob das Gewinnstreben und die Unabhängigkeit der Agenturen miteinander überhaupt vereinbar sind.</p>
<p>Natürlich kann man jetzt auf die Schnelle eine europäische Rating-Agentur gründen, womit das Commitment-Problem jedoch nicht aus der Welt geschafft wird. Denn auch ein staatlicher europäischer Auftraggeber möchte in Wahrheit nicht mehr Transparenz sondern ein Gegengewicht zu missliebigen Urteilen aus den USA. Darüber hinaus kann man sich jetzt schon vorstellen, wie viel die Marktteilnehmer auf das Urteil einer noch jungen, möglicherweise auch noch unerfahrenen europäischen Institution geben werden: Nicht mehr, als auf das Urteil US-amerikanischer Agenturen. Es sei denn sie werden dazu per Gesetz gezwungen.</p>
<p>Am Ende wird eines deutlich: Zu einer einflussreichen Rating-Agentur gehören wie bei der medialen Berichterstattung hierzulande etwa in der nimmer enden wollenden Causa des Bundespräsidenten Wulf immer zwei. Einer, der das Urteil oder die Information anbietet, und die vielen anderen, die beides mit großem Interesse hören wollen. Und sei es per Order de Mufti.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ungewollte-transparenz/">Ungewollte Transparenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ungewollte-transparenz/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
