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	<title>Syrien Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Ruhe vor dem Sturm oder händlerische Vernunft?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2013 08:11:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obgleich uns die Wirtschaftsmedien derzeit vermitteln wollen, den Aktienmärkten stünden große Ereignisse bevor, hat sich die Haltung der Investoren in eine bemerkenswerte Richtung entwickelt. Denn mehr und mehr scheint sich die Einstellung durchzusetzen, wenn schon all die Gerüchte um Syrien, die Spekulationen um ein möglicherweise bevorstehendes Tapering der US-Notenbank in den vergangenen beiden Wochen eher [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Obgleich uns die Wirtschaftsmedien derzeit vermitteln wollen, den Aktienmärkten stünden große Ereignisse bevor, hat sich die Haltung der Investoren in eine bemerkenswerte Richtung entwickelt. Denn mehr und mehr scheint sich die Einstellung durchzusetzen, <span id="more-6465"></span>wenn schon all die Gerüchte um Syrien, die Spekulationen um ein möglicherweise bevorstehendes Tapering der US-Notenbank in den vergangenen beiden Wochen eher überschaubere Kursausschläge beschert haben, dann dürfte die DAX-Volatilität bei Eintreten weithin erwarteter Fakten kaum steigen. Denn eine Handelsbandbreite bei den deutschen Standardwerten von etwas mehr als 3 Prozent während der vergangenen fünf Handelstage spricht dafür, dass der Positionierungsappetit oder mögliche Schieflagen nicht allzu groß sein dürften. Wenn überhaupt, scheint man gut auf <i>negative </i>Überraschungen vorbereitet zu sein.</p>
<p>Aber nicht nur im Aktienmarkt scheint der Begriff „unverändert“ immer mehr Freunde zu finden, wenn es darum geht, die zukünftige Entwicklung der Kurse einzuschätzen. Ähnliches scheint auch für den Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar zu gelten, der sich trotz aller so genannten Event-Risiken seit Wochen in einer auffallend engen Bandbreite bewegt. Im August betrug diese durchschnittlich nur 60 gegenüber normalerweise etwas mehr als 90 Pips und das, obwohl die Währungen der Emerging Markets während der gleichen Zeit teils massive Kursverluste hinnehmen mussten.</p>
<p>Handelt es sich also nur um eine Ruhe vor dem Sturm? Vielleicht vermitteln uns DAX und Euro aber auch nur, dass es den Händlern offenbar relativ egal ist, ob nun das Tapering der US-Notenbank im September oder Dezember beginnt. Oder dass EZB-Präsident Mario Draghi durch die jüngste positive ökonomische Entwicklung in der Eurozone bezüglich seiner Absicht, die Leitzinsen für lange Zeit niedrig zu halten, (angeblich) in Bedrängnis geraten könnte. Vielleicht macht sich tatsächlich unter den Händlern eine gewisse Vernunft breit, dass man die leichte konjunkturelle Erholung der Eurozone – wie derzeit vielerorts getan – nicht einfach extrapolieren sollte.</p>
<p>Unterdessen habe ich versucht, aus den jüngsten Sentiment-Daten, die die Börse Frankfurt erhoben hat, weiterführende <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+verlaengerte+sommerpause+56303">(hier)</a></span> Schlüsse ziehen zu können, während mein Mitstreiter Gianni Hirschmüller die Analysedetails <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+verlaengerte+sommerpause+56303#reiter=detailanalyse">(hier)</a></span> unter die Lupe genommen hat.</p>
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		<title>Ein ungeliebtes Commitment</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2013 08:30:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man zurzeit die Stimmen der Kommentatoren einsammelt, bekommt man sehr leicht den Eindruck, die Finanzmärkte würden in erster Linie durch die Entwicklungen in Syrien bestimmt werden. Und weil leicht verfügbar, greift man sich als analytische Blaupause für eine etwaige Intervention der USA im Mittleren Osten die damalige Entwicklung der Ereignisse im Irak-Krieg. Da muss [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-ungeliebtes-commitment/">Ein ungeliebtes Commitment</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man zurzeit die Stimmen der Kommentatoren einsammelt, bekommt man sehr leicht den Eindruck, die Finanzmärkte würden in erster Linie durch die Entwicklungen in Syrien bestimmt werden. Und weil leicht verfügbar, greift man sich als analytische Blaupause für eine etwaige Intervention der USA im Mittleren Osten<span id="more-6439"></span> die damalige Entwicklung der Ereignisse im Irak-Krieg. Da muss man nicht viel nachdenken und kommt ganz leicht zu (vor)schnellen Schlüssen. Vorsichtshalber fügt man von Analystenseite noch hinzu, dieses Mal sei die Situation noch vielschichtiger und viel vertrackter als damals. Das vermittelt Kompetenz.</p>
<p>Einige Beobachter werden auch nach dem Motto: „Was damals geschah“ nicht müde, Charts früherer Krisen hervorzukramen und aus der Entwicklung verschiedener Märkte in den Wochen vor und nach großen militärischen Interventionen, sei es im Kosovo, Libyen oder Afghanistan gewesen, Prognosen für die Zeit „nach Syrien“ zu erstellen. Das hinterlässt bei manchem Privatanleger und Investor den Eindruck, alles sei unter Kontrolle, als bräuchte man dafür nur die Historie der Finanzmärkte etwas zu durchleuchten. Aber, wie etwa Gideon Rachman in der heutigen Ausgabe der Financial Times schreibt, mag es zwar naheliegend sein, die damalige US-Intervention im Irak als Vergleich zur syrischen Krise heranzuziehen, doch dies führe in die Irre.</p>
<p>Natürlich möchten nicht nur politische Entscheider aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Vor allem sind Beobachter und Kommentatoren, aber auch viele Bürger der westlichen Welt heute wesentlich misstrauischer, wenn es etwa um Geheimdienstinformationen wie seinerzeit die des CIA und des britischen MI6 geht. Während es George W. Bush und der damalige britische Premier Tony Blair regelrecht darauf angelegt hatten, über derartige Informationen eine Rechtfertigung für einen Krieg mit dem Irak zu bekommen, kann ich mir gut vorstellen, wie der heutige US-Präsident im Innersten seines Herzens hoffen mag, von den Geheimdiensten keine eindeutigen Informationen über die Verantwortlichen des Giftgaseinsatzes in Syrien zu bekommen. Weil Klarheit vermutlich für massive kognitive Dissonanz bei Barack Obama sorgen würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Ausweg Demokratie </b></p>
<p>Denn die von Obama gezogene rote Linie stellt unbestritten ein riesengroßes Commitment, eine so starke Verpflichtung dar, dass ihr Überschreiten eine Intervention in Syrien unumgänglich erscheinen lässt, will der US-Präsident nicht seine Glaubwürdigkeit verlieren. Es sei denn, die Informationen darüber, wer die rote Linie tatsächlich überschritten hat, sind zwei- oder mehrdeutig und damit selektiv interpretierbar. Womit etwaige Dissonanzen beim Entscheider vermindert werden könnten.</p>
<p>Auch die Tatsache, dass der heutige britische Premier David Cameron angesichts der Widerstände in seiner eigenen Regierungskoalition nicht so vorpreschen kann wie er dies anfänglich hatte durchblicken lassen, zeigt: Es gibt für Barack Obama durchaus noch Möglichkeiten, sich über den Weg demokratischer Prozesse in den Staaten der Verbündeten von der roten Linie ohne Gesichtsverlust zu entfernen. Vor allem, wenn er eigentlich nicht in einen syrischen Bürgerkrieg verwickelt werden möchte.</p>
<p>Je länger sich jedoch der Entscheidungsprozess über eine geeignete Antwort zu den schrecklichen Vorgängen in Syrien hinzieht, desto weniger dürfte dies wegen der damit einsetzenden Adaption einen nachhaltigen Einfluss auf die Finanzmärkte haben. Die jüngste Stimmungserhebung der Börse Frankfurt verdeutlicht sogar, dass die schwelende Krise im Mittleren Osten womöglich gar nicht der tatsächliche Beweggrund für die jüngsten Kursentwicklungen gewesen ist. Einen entsprechenden Kommentar meines Mitstreiters Gianni Hirschmüller finden Sie (<span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+syrien+konflikt+loest+fed+debatte+ab+55982">hier</a></span>), während ich mich (<span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+syrien+konflikt+loest+fed+debatte+ab+55982#reiter=detailanalyse">hier</a></span>) um die Detailanalyse gekümmert habe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-ungeliebtes-commitment/">Ein ungeliebtes Commitment</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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