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	<title>Sell-in-May-Regel Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Am Wachstumsgipfel?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2021 05:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Sell-in-May-Regel]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerpaket]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist es mit dem Euro gestern tatsächlich noch ein Stückchen nach oben gegangen, so dass mit 1,2115 der höchste Kurs seit zwei Monaten gegenüber dem US-Dollar markiert wurde. Und dennoch konnte man den Eindruck bekommen, dass der Gemeinschaftswährung – sofern man sie als Ausdruck für Risikofreude bzw. Risikoaversion an den Aktienmärkten betrachtet – so [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist es mit dem Euro gestern tatsächlich noch ein Stückchen nach oben gegangen, so dass mit 1,2115 der höchste Kurs seit zwei Monaten gegenüber dem US-Dollar markiert wurde. Und dennoch konnte man den Eindruck bekommen, dass der Gemeinschaftswährung – sofern man sie als Ausdruck für Risikofreude bzw. Risikoaversion an den Aktienmärkten betrachtet – so langsam die Luft auszugehen scheint. Genauso wie den Aktienmärkten, wo man sich zumindest in den USA mancherorts hinsichtlich des Wirtschaftswachstums bereits am Gipfel wähnt. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13371" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/27042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/27042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/27042021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eindrucksvolle Statistik?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das jedenfalls stellen einige Kommentatoren fest, die, so hat es den Anschein, damit implizit eine Aktien-Korrektur herbeireden wollen. Und dafür muss man nur den Statistiken folgen, die derzeit gerne von Investmentbanken hervorgekramt werden. So wurden etwa die Analysten von Goldman Sachs (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.zerohedge.com/markets/good-it-gets-goldman-last-big-bank-turn-bearish-sees-market-dropping-coming-months" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span> und <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://heisenbergreport.com/2021/04/26/beyond-peak-growth/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>) zitiert, denen zufolge ein ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe während der vergangenen 40 Jahre oberhalb der Marke von 60 (auf einer Skala von 0 bis100) für den S&amp;P 500 Aktienindex selten etwas Gutes bedeutete. Denn dessen Performance wies jedes Mal im Monat nach der Erhebung ein Minus auf – im Median -1 Prozent. Ein Jahr nach der Erhebung gab es immerhin wieder einen Kursgewinn für den Index – aber im Mittel war dies lediglich ein Plus von unterdurchschnittlichen 3 Prozent.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Sell in May?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich lag der letzte ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe für den Monat März mit einem Plus von 64,7 so hoch wie zuletzt im Jahr 1983. Aber abgesehen davon, dass der Index bereits im Monat zuvor über besagter 60iger Schwelle gelegen war, hat der Börsenmonat April als Folgemonat für den außergewöhnlichen ISM-Wert im März bislang so gut performt, dass sich die Marktteilnehmer beeilen müssen, um den bisherigen Gewinn des Aktienindex von rund 5 Prozent (per gestern Nachmittag) noch auszuradieren. Oder sollte man mit Aktienverkäufen tatsächlich noch bis zum 3. Mai abwarten, wo ich doch bereits hier und da das alle Jahre wiederkehrende Lied der Börsianer „Sell in May and go away“ vernehme? Wie wenig ich von dieser Regel halte, können Sie übrigens zum Beispiel <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2014/05/28/sell-in-may-bei-dax-10-000/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong> nachlesen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Das Zünglein an der Waage</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es gäbe natürlich auch andere Gründe, nicht weiter auf steigende Aktienmärkte zu setzen, wenn man sich etwa die Steuerpläne von US-Staatspräsident Joe Biden zu Gemüte führt. Eine Übersicht über die geplanten Grausamkeiten fand sich gestern übrigens <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.financemagnates.com/thought-leadership/understanding-bidens-tax-plans/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong> – in ihrer Gesamtheit können einen diese Vorhaben schon das Fürchten lehren. Aber bange machen lassen sich die US-Börsianer in Wahrheit doch gar nicht. Denn man weiß, dass es sich nur um Pläne handelt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und dann gibt es ja auch noch den von mir schon häufiger (etwa <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/01/10/gegenwind-fuer-dollar-baeren/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>, Abschnitt <em>US-Fiskalpaket kein Selbstläufer</em>) erwähnten Senator der US-Demokraten, Joe Manchin, der am Wochenende in einem TV-Interview deutlich machte, dass er – bei Manchin handelt es sich wohl um den konservativstes Demokraten im Senat – eher den weniger umfangreichen Infrastrukturplan der oppositionellen Republikaner als den seiner eigenen Partei unterstützen werde. Bekanntlich sind die Demokraten angesichts ihrer hauchdünnen Mehrheit im US-Senat auf die Stimme Joe Manchins angewiesen. Somit wird auf der steuerlichen Seite in den USA höchstwahrscheinlich vieles nicht so heiß gegessen werden, wie es derzeit gekocht wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn der Euro gestern eine Verschnaufpause eingelegt hat, bleibt er in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend mit Potenzial bis <strong>1,2130 </strong>(modifiziert) bzw. <strong>1,2195</strong> und in einem positiven Umfeld, solange nun <strong>1,1955/60</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Trumpsche Rachegelüste gegenüber China</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 15:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[PELTROs]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<category><![CDATA[Sell-in-May-Regel]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun hat also der Euro doch noch vor dem Maifeiertag reagiert und einen deutlichen Sprung nach oben produziert. So stark, dass sogar der kurzfristige Abwärtstrend beendet wurde. Auf den ersten Blick passt diese Entwicklung, die vor allen Dingen am letzten Handelstag im April fast wie eine kleine Short-Squeeze aussah, nicht so recht ins Bild. Natürlich...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0970)</strong>             Nun hat also der Euro doch noch vor dem Maifeiertag reagiert und einen deutlichen Sprung nach oben produziert. So stark, dass sogar der kurzfristige Abwärtstrend beendet wurde. Auf den ersten Blick passt diese Entwicklung, die vor allen Dingen am letzten Handelstag im April fast wie eine kleine Short-Squeeze aussah, nicht so recht ins Bild.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11951" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/04052020-2.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/04052020-2.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/04052020-2-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Christine Lagarde mit ruhiger Hand</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich kann man Christine Lagarde bescheinigen, sie habe als Präsidentin in der ersten rein virtuellen Ratssitzung in der Geschichte der EZB Ruhe ausgestrahlt. Zumal der EZB-Rat darauf verzichtete, das 750 Mrd. EUR schwere Anleihekaufprogramm PEPP auszuweiten. Vorerst zumindest. Aber es wurden neue günstige, langfristige Kredite namens PELTROs<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></strong></span> sowie niedrigere Zinsen für das bereits bestehende langfristige Kreditprogramm TLTRO III angekündigt – 25 Basispunkte unter dem durchschnittlichen Hauptrefinanzierungssatz (zurzeit -0,25 Prozent).</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zwar ist die EZB im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen geblieben, aber die „kleine Zinssenkung durch die Hintertür“, wie Ökonomen die jüngsten Maßnahmen bezeichnet haben, spiegelte sich gar nicht im Kurs des Euro wider.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aktienmärkte: Am Ende doch noch einen Dämpfer </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch aus Dollar-Sicht fällt es schwer zu erklären, dass dessen größter Tagesverlust sich ausgerechnet an dem Handelstag ereignete, an dem an den Aktienmärkten wieder eine deutliche Risikoaversion zu beobachten war. Gut möglich also, dass die Daumenregel der Akteure, wonach der Dollar im Zuge von Risikoaversion gefragt bzw. bei Risikofreude vorzugsweise verkauft wird, zurzeit ihre Gültigkeit verloren hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich mussten die Aktienmärkte, vornehmlich diejenigen in den USA, trotz des höchsten Monatsgewinns im April seit 1987 (gemessen am S&amp;P 500) ab der Wochenmitte doch noch einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Sofort meldeten sich die Anhänger der anderen, berühmten Börsenregel: „Sell in May and go away“ und verwiesen sogleich auf den Beginn des Wonnemonats im Vorjahr, als sich die Aktienkurse ebenfalls am Monatsanfang in Richtung Süden entwickelten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Niemand hat die Absicht …,</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich bin mir nicht sicher, ob Donald Trump diese Börsenregel kennt, sonst hätte er in der vergangenen Woche nicht bei mehreren Gelegenheiten durchblicken lassen, er werde möglicherweise in Form von neuen Strafzöllen eine Art Vergeltung an China üben. Denn der US-Präsident weist nach wie vor China die Verantwortung am Ausbruch der Corona-Krise zu. Ins gleiche Horn stieß auch der ökonomische Chefberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, in einem CNBC Interview am Freitag. Man braucht sich gar nicht auszumalen, was es für den ohnehin fragilen Zustand der Weltwirtschaft bedeuten würde, wenn zusätzlich zur COVID-19-Krise inmitten einer globalen Depression auch noch das Gespenst eines wiederauflebenden Handelskonflikts zwischen den USA und China umgehen würde.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… die USA absichtlich für zahlungsunfähig zu erklären</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gar nicht beruhigend war in diesem Zusammenhang ein weiteres Statement Kudlows, wonach es die US-Administration keinesfalls in Betracht ziehe, die von China gehaltenen US-Staatsschulden nicht bedienen zu wollen. Dies ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Denn es ist erst wenige Wochen her, dass der US-Senator Lindsey Graham die Idee ins Spiel brachte, die USA könnten womöglich absichtlich eine Staatspleite erklären, um China zu schaden. Natürlich ist ein solcher Schritt unvorstellbar und würde keineswegs China allein, sondern auch alle anderen Gläubiger und somit Halter von US-Staatsanleihen treffen. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn Kudlow betonte, dass der Präsident nichts tun werde, um den Status des Dollar als Reservewährung zu gefährden, wurde einmal mehr deutlich, dass es innerhalb der Trump-Administration (wieder einmal) durchaus Gedankenspiele gegeben haben könnte, missliebige Staaten von den US-Märkten abzuschneiden. Dies alles in Betracht gezogen, sollte es nicht wundern, wenn der Dollar während der vergangenen Tage unter Druck geraten ist. Damit bleibt der Euro bis auf weiteres in stabilem Terrain – zumindest, solange er sich oberhalb von <strong>1,0835</strong> bewegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a></strong></span> Pandemic Emergency Longer-Term Refinancing Operations</span></p>
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		<title>Wettlauf gegen den Kalender</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2015 15:28:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[self-fulfilling destruction]]></category>
		<category><![CDATA[self-fulfilling prophecy]]></category>
		<category><![CDATA[Sell-in-May-Regel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie auch während der vergangenen Jahre ist jetzt, am Ende des Monats April, wieder die beliebte Börsenregel „Sell in May and go away“ erneut in aller Munde. Immerhin hat eine Studie der TU Darmstadt, die heute im Handelsblatt vorgestellt wurde, gezeigt, dass sich diese Regel während der vergangenen 25 Jahre in 70 Prozent der untersuchten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie auch während der vergangenen Jahre ist jetzt, am Ende des Monats April, wieder die beliebte Börsenregel „Sell in May and go away“ erneut in aller Munde. Immerhin hat eine Studie der TU Darmstadt, die heute im Handelsblatt vorgestellt wurde, gezeigt, dass sich diese Regel während der vergangenen 25 Jahre in 70 Prozent der untersuchten Zeiträume bewahrheitet hat – natürlich unter der Prämisse, dass man die im Mai verkauften Aktien im September wieder zurückgekauft hat, wie es diese Börsenweisheit verlangt. Schade eigentlich, dass die Regel ausgerechnet seit dem Jahr 2000 nur noch in sechs der 15 Börsenjahre funktioniert hat. Ist hier im Laufe der Zeit aus einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung eine sich selbst erfüllende Zerstörung („self fulfilling destruction“) geworden, weil sich zu viele Akteure auf deren Profitabilität verlassen hatten?</p>
<p>Abgesehen davon, dass die Mai-Regel schon wesentlich länger als die vergangenen 25 Jahre aufgesagt wird, hat mir bis heute niemand mitgeteilt, ob man am besten am 2. (geht dieses Jahr nicht), am 3. (geht dieses Jahr auch nicht) am 4. oder am besten erst Mitte Mai verkauft. Falls Sie, liebe(r) Leser(in), das herausgefunden haben, dann geben Sie mir bitte zuerst (anderen Aktienliebhabern bitte erst hinterher) und diskret Bescheid, damit ich vor der Masse aktiv werden kann. Die heutige Sentiment-Erhebung der Börse Frankfurt, die ich <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+sell+in+may+no+way+82672" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><strong>HIER</strong></span></a> kommentiert habe, legt jedenfalls den Verdacht nahe, dass mancher Investor mir zuvorgekommen ist und das „Sell in May“ bereits auf den April vorverlegt hat. Im kommenden Jahr verkaufe ich im März.</p>
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		<title>Sell in May bei DAX 10.000?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/sell-in-may-bei-dax-10-000/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2014 16:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Hindsight Bias]]></category>
		<category><![CDATA[Runde Zahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Sell-in-May-Regel]]></category>
		<category><![CDATA[Stop-Loss-Käufe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch dieses Jahr scheint es nicht so richtig zu klappen mit der Börsenregel „Sell in May and go away“. Aber ich habe von solchen Weisheiten eh‘ nie viel gehalten. Immerhin bleiben denjenigen, die sich bislang zurückgehalten und sich ihre geplanten Mai-Verkäufe bis zum Monatsende aufgespart haben, noch zwei Tage übrig, möglicherweise an Himmelfahrt, am Allzeithoch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/sell-in-may-bei-dax-10-000/">Sell in May bei DAX 10.000?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch dieses Jahr scheint es nicht so richtig zu klappen mit der Börsenregel „Sell in May and go away“. Aber ich habe von solchen Weisheiten eh‘ nie viel gehalten. Immerhin bleiben denjenigen, die sich bislang zurückgehalten und sich ihre geplanten Mai-Verkäufe bis zum Monatsende aufgespart haben, noch zwei Tage übrig, möglicherweise an Himmelfahrt, am Allzeithoch und bei einem DAX-Stand von gleichzeitig 10.000 Zählern zu verkaufen. Das wäre doch genial, wenn das Börsenbarometer an dieser Stelle umkehren und danach für die nächsten Monate deutlich nach Süden ziehen würde.</p>
<p>Das wäre doch wie im Märchen!</p>
<p>Dann hätte die Mai-Regel immerhin doch noch gezogen!</p>
<p>Aber Schluss mit dem Quatsch! Wer nämlich in Sachen Mai-Verkauf ein ungünstiges Timing gehabt hat, der liegt jetzt schon einmal über fünf Prozent mit seiner Short-Position daneben und muss diesen Buchverlust erst einmal wieder wettmachen.</p>
<p>Ohnehin haben den Traum, in der Nähe eines Allzeithochs verkaufen, einige Akteure schon vor Tagen gehabt – und leider auf deutlich niedrigerem Niveau auch umgesetzt. Die geopolitische Lage und das europäische Wahltheater hätten es (aber nur bis zum vergangenen Wochenende) gerechtfertigt.</p>
<p>Und so habe ich die Befürchtung, dass sich nach einem Überschreiten dieses schönen runden 10.000er Niveaus die Jubelfeiern in Grenzen halten werden. Auch bezweifle ich, dass die einst zur Jahrtausendwende in Deutschland so oft beschworene und später (aufgrund der darauf folgenden massiven Baisse) schnell wieder eingemottete Idee der Börsenkultur deswegen wiederbelebt wird. Dazu bedarf es vor allen Dingen des berühmten Nachbarn, der vor Börsengewinnen kaum mehr laufen kann und zu dem andere dann neidvoll aufschauen müssen. Verbunden mit dem Drang, jetzt auch noch ganz schnell Aktien kaufen zu müssen.</p>
<p>Nein, von Sorglosigkeit oder gar Euphorie ist derzeit wenig zu spüren. Bevor das geschieht, müssen viele Marktteilnehmer für Ihre durchaus nachvollziehbare bisherige Zurückhaltung im Aktienmarkt in Form von Stop-Loss-Käufen bezahlen. Wahrscheinlich wird das sowieso erst jenseits der 10.000 geschehen. Wenn ich dann noch im Bankgewerbe beschäftigt wäre, würde mir mein Chef wahrscheinlich fast schon lustvoll eine Chart mit dem langfristigen Kursverlauf des DAX auf seinem Screen zeigen und mir schadenfroh mitteilen, selbst seine sechsjährige Tochter hätte diesen wunderbaren Aufwärtstrend gesehen. In der Behavioral Finance sprich man dann von einem Hindsight-Bias.</p>
<p>Dass es dann doch wieder nicht so einfach mit der Börseneinschätzung ist, zeigt indes die heutige Stimmungserhebung der Börse Frankfurt, die ich <strong><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+im+angesicht+der+10+000+68470">hier</a></strong> für Sie kommentiert habe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/sell-in-may-bei-dax-10-000/">Sell in May bei DAX 10.000?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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