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	<title>QEternity Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>QEternity mit Ende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2013 09:32:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade als sich die Akteure nach langer Zeit der Zweifel mental mehr und mehr auf steigende Aktienmärkte einzulassen scheinen, fährt ihnen die US-Notenbank in die Parade. Denn das, was derzeit unter dem Namen QE3 bekannt ist, die dritte quantitative Lockerungsrunde, ist nun offenbar doch kein QEternity, kein Programm mit offenem Ende. Das Protokoll des vergangenen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade als sich die Akteure nach langer Zeit der Zweifel mental mehr und mehr auf steigende Aktienmärkte einzulassen scheinen, fährt ihnen die US-Notenbank in die Parade. Denn das, was derzeit unter dem Namen QE3 bekannt ist, die dritte quantitative Lockerungsrunde, ist nun offenbar doch kein QEternity, kein Programm mit offenem Ende. Das Protokoll des vergangenen FOMC-Treffens vermittelt, dass sich Mitglieder des Offenmarktausschusses nun zunehmend Sorgen machen, ob Kosten und möglicher Erfolg dieses Programms im richtigen Verhältnis zueinanderstehen. Während im Dezember vergangenen Jahres noch eifrig darüber spekuliert wurde, wie stark die Arbeitslosenquote in den USA würde fallen müssen, damit die Notenbank überhaupt erst mal darüber nachdenken würde, ob sie die quantitativen Lockerungen zurückfahren solle, scheint sich nunmehr etwas geändert zu haben. Die Diskussion im Offenmarktausschuss dürfte jedoch nicht deswegen zu Stande gekommen sein, weil man plötzlich Angst davor bekommen hätte, die Bilanzsumme der Notenbank könnte zum Ende des Jahres 4 Billionen USD erreichen. Vielmehr fand in diesem Gremium etwas statt, das man von jeder Gruppe erwarten sollte, die eine große Verantwortung trägt: Das fortwährende Abwägen von Chancen und Risiken, vor allem, wenn es sich um eine Strategie handelt, die in diesem Maße und in dieser Form noch nie in der Praxis angewandt wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Vernachlässigter Sequester</b></p>
<p>Die Marktreaktion indes war deutlich, der S&amp;P 500  musste den größten Tagesverlust dieses Jahres hinnehmen. Dennoch bin ich über den Grund der heftigen Reaktion der Marktteilnehmer etwas erstaunt, zumal niemand sagen kann, ob und wie sich die durchaus sinnvolle Diskussion der vergangenen FOMC-Sitzung in der Praxis tatsächlich auswirken wird. Abgesehen davon, dass die Tauben im Offenmarktausschuss immer noch in der Mehrheit sind, müsste man zumindest in einer Hinsicht ins Grübeln kommen. Denn wenn man ein Programm beendet, weil es in Sachen Konjunktur ineffektiv war, dürfte dessen  Auslaufen zumindest diesbezüglich ebenso wenig Wirkung zeigen.</p>
<p>Vielmehr irritiert mich, dass die Akteure an den Finanzmärkten sich den Kopf über ein kürzer oder länger währendes QE3-Programm zerbrechen, statt sich mit den Dingen auseinander zusetzen, die bereits zum Ende der kommenden Woche drohen: den automatischen Ausgabenkürzungen in den USA, dem so genannten Sequester.</p>
<p>Was ansonsten vom deutschen Aktienmarkt zu erwarten ist, können Sie in unserem Kommentar zur jüngsten Sentimenterhebung der Börse Frankfurt nachlesen, den <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+aktienkauf+mit+widerwillen+47248">Gianni Hirschmüller hier</a> </span>verfasst hat. Ich selbst habe mich dieses Mal um <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+aktienkauf+mit+widerwillen+47248#reiter=detailanalyse">die Detailanalyse</a> </span>gekümmert. Darüber hinaus möchte ich noch auf einen Interview hinweisen, das die Zeitung <i>Die Welt</i> gestern publiziert hat – Sie können <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article113765767/Insider-misstrauen-Aktien-Rallye.html">es hier nachlesen</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/qeternity-mit-ende/">QEternity mit Ende</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Kurze Flitterwochen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Sep 2012 08:26:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So schnell kann also ein Honeymoon vorbei sein, wie man am Beispiel der konzertierten quantitativen Lockerungsmaßnahmen der großen Zentralbanken EZB, Fed und BoJ und der damit verbundenen, rasch verflogenen Euphorie der Investoren sehen kann. Denn unter den Akteuren an den Finanzmärkten hat sich das Sentiment wieder deutlich verschlechtert. Dies mag nicht nur an den Bildern [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>So schnell kann also ein Honeymoon vorbei sein, wie man am Beispiel der konzertierten quantitativen Lockerungsmaßnahmen der großen Zentralbanken EZB, Fed und BoJ und der damit verbundenen, rasch verflogenen Euphorie der Investoren sehen kann. Denn unter den Akteuren an den Finanzmärkten hat sich das Sentiment wieder deutlich verschlechtert. Dies mag nicht nur an den Bildern liegen, die wir aus Spanien und Griechenland derzeit in den Fernsehprogrammen geliefert bekommen. Bilder, die wir übrigens nicht zum ersten Mal sehen, die aber ihre Wirkung beim Betrachter keinesfalls verfehlen – sie sind aufgrund ihrer Dramatik leicht verfügbar und werden daher anderen Informationen gegenüber bevorzugt wahrgenommen. So kann man sich durchaus vorstellen, was im Kopf einer interviewten griechischen Polizeibeamtin vorgehen mag, die gegen ihre eigenen Landsleute – die sie übrigens im Recht sieht – vorzugehen verpflichtet ist. Dabei ist gar nicht einmal der Hungerlohn von weniger als 600€ pro Monat das entscheidende Moment, weswegen man sich leicht vorzustellen kann, dass Polizeibeamte eines Tages nur halbherzig gegen die Streiks des eigenen Volk vorgehen und sich am Ende womöglich auch noch auf deren Seite stellen könnten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>EZB-Vorlage bleibt politisch ungenutzt</strong></p>
<p>Mindestens so dramatisch sehe ich, dass die politischen Entscheider in der Eurozone die Vorlage, die die EZB mit der Ankündigung von unlimitierten Anleihekäufen im Rahmen ihres Mandates gegeben hat, abermals nicht nutzen. Nicht nur weil Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy von den immer (noch) niedrigen Zinsen zu profitieren scheinen möchte und sich daher Zeit lässt, die Hilfe des Rettungsschirms in Anspruch zu nehmen. Vielmehr wird auch bei den Kernländern der Eurozone versucht, hier und da nachzuverhandeln oder früher gemachte Versprechen infrage zu stellen. Und so bleibt nicht nur bei den internationalen Investoren der Eindruck, sobald die EZB der Politik auch nur ein bisschen Erleichterung verschafft, diese den ihr zu gespielten Ball nicht aufnehmen will, sondern den so geschaffenen Vorteil mit Nichtstun vertändelt, bis er ihnen von den Marktteilnehmern abgenommen wird. Was sich etwa im gestrigen Renditesprung für zehnjährige spanische Staatsanleihen über 6 Prozent niederschlägt. Wollen wir hoffen, dass das internationale Kapital, das während der vergangenen Wochen in deutsche und europäische Aktien geflossen ist, durch die jüngsten Ereignisse nicht schon wieder aufgeschreckt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Man spricht schon von QEternity</strong></p>
<p>Aber auch in den USA ist die jüngste Lockerungsansage der Fed nicht nur mit Wohlwollen aufgenommen worden. Vielmehr ist man sich in der Notenbank selbst über die Wirkung von QEternity, wie mancher Kommentator das neueste Programm liebevoll bezeichnet, alles andere als einig. Wenn dann auch noch der Chef der Chicago-Fed, Charles Evans, sich dafür ausspricht, die Fortdauer der Lockerungen an bestimmten ökonomischen Eckdaten festzumachen, hat man fast schon den Verdacht, jener wolle sich auf diese Weise eine möglicherweise unbewusst verloren gegangene psychische Kontrolle wieder zurückholen: Das Programm soll laufen, solange der mittelfristige Inflationsausblick unter 3 Prozent und die Arbeitslosenquote über 7 Prozent bleibt. Das Dumme daran ist nur, dass man derzeit überhaupt nicht sagen kann, ob die quantitativen Lockerungsprogramme sich überhaupt auf die Beschäftigung auswirken.</p>
<p>Zumindest bei den mittelfristigen Anlegern hierzulande hat sich die Stimmung unterdessen nachweislich noch einmal deutlich verschlechtert, wie die jüngste Sentimenterhebung der Börse Frankfurt zeigt. Welche Auswirkungen dies auf den DAX haben kann und ob die Aktien die gestrige Korrektur fortsetzen werden, kommentierte mein Kollege <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/dax+sentiment+optionsverfall+bewirkt+tiefen+pessimismus+41184" target="_blank">Gianni Hirschmüller an dieser Stelle</a> – meine Analyse zur <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/detailanalyse+mehr+pessimisten+auf+aehnlichem+niveau+41185" target="_blank">erweiterten DAX -Befragung finden Sie hier</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/kurze-flitterwochen/">Kurze Flitterwochen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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