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	<title>Psychofallen Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Gefragtes Gold</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2016 15:11:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
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		<category><![CDATA[Goldbergs Thema des Monats]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe mich oft gefragt, ob die deutschen Sparer das Geld von ihren Konten abziehen würden, wenn ihnen ihre Bank tatsächlich Negativzinsen belasten würde. Ich vermute, dass die meisten nach alternativen Sparformen suchen und das abgezogene Geld nicht, wie von der Europäischen Zentralbank erhofft, verbrauchen werden. Wenn es um alternative Formen des Sparens geht, könnte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich oft gefragt, ob die deutschen Sparer das Geld von ihren Konten abziehen würden, wenn ihnen ihre Bank tatsächlich Negativzinsen belasten würde. Ich vermute, dass die meisten nach alternativen Sparformen suchen und das abgezogene Geld nicht, wie von der Europäischen Zentralbank erhofft, verbrauchen werden.</p>
<p>Wenn es um alternative Formen des Sparens geht, könnte man durchaus davon ausgehen, dass manch einer versuchen würde, sein Konto einfach abzuräumen und stattdessen Bargeld zu horten. Dies dürfte sich jedoch zunehmend schwierig gestalten, wenn wie vielerorts heiß diskutiert – selbst die Deutsche Bundesbank zeigte sich für derlei Ideen unlängst offen – demnächst die 500-Euro-Scheine tatsächlich aus dem Verkehr gezogen werden sollte.</p>
<p>Kein Wunder, wenn das zuletzt vielerorts geschmähte Gold wieder auf der Einkaufsliste privater Anleger steht. Auch ich habe den Eindruck, dass das gelbe Metall auf dem Weg zu einem Come-back ist. Gerade die Aussicht auf noch tiefere Negativzinsen dürfte manchen Anleger dazu bewegen, zumindest einen Teil seines Vermögens vor einer schleichenden Erosion retten zu wollen. Damit sind momentan selbst Sachwerte, die keine Zinsen abwerfen, gefragt. Und mit einem Male ist auch Gold wieder en vogue.</p>
<p>Für ein neues (oder bestehendes) Goldinvestment sind jedoch zwei wichtige Psycho-Fallen zu beachten. Deswegen befasst sich das Thema des Monats April, das ich wie immer für die WGZ Bank <a href="https://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><strong>HIER</strong></span></a> erstellt habe, nicht nur mit einem möglichen Comeback des Edelmetalls.</p>
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		<title>Sell Limbic</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 13:09:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich gestern Morgen noch leicht verschlafen die Radio-Nachrichten hörte, wurde ich plötzlich hellwach. Denn ich erfuhr, dass die Hamburger Sparkasse offenbar psychologische Profile ihrer  Kunden erstellt und diese in verschiedene „Charakterklassen“ einstuft, in der Hoffnung, dadurch effektiver Versicherungen oder Wertpapiere  verkaufen zu können. Dabei soll das Institut seine Kunden in sieben Typen einteilen, die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich gestern Morgen noch leicht verschlafen die Radio-Nachrichten hörte, wurde ich plötzlich hellwach. Denn ich erfuhr, dass die Hamburger Sparkasse offenbar psychologische Profile ihrer  Kunden erstellt und diese in verschiedene „Charakterklassen“ einstuft, in der Hoffnung, dadurch effektiver Versicherungen oder Wertpapiere  verkaufen zu können. Dabei soll das Institut <span id="more-570"></span>seine Kunden in sieben Typen einteilen, die teils so griffige Namen wie &#8222;Hedonisten&#8220; oder &#8222;Abenteurer&#8220; tragen, damit die Berater gezielter auf ihre Kunden zugehen können. Grundlage dieser Analysen mit dem Namen „Sensus“ ist dem Vernehmen nach ein Ansatz namens „Limbic“, den Psychologen entwickelt haben – Recherchen des NDR zufolge geht dieses Konzept auf die Unternehmensberatung „Gruppe Nymphenburg“ zurück, deren Chef Hans-Georg Häusel* ist.</p>
<p>Kein Wunder, dass derartige Kundenprofile die Hamburger Verbraucherzentrale auf den Plan ruft,  die sich, nicht ohne eine gewisse Neigung zur Theatralik, heftig über diese Form der Kundenbeeinflussung echauffiert. Und das nicht nur, weil offenbar das Unterbewusstsein der Kunden angesprochen werden soll, sondern weil diese, so die Recherche, nicht über die Einordnung in bestimmte Profile informiert wurden. Übrigens: Das betroffene Kreditinstitut reagierte umgehend und will künftig keine Psychoprofile mehr erstellen.</p>
<p>Die Einteilung von Menschen in verschiedene Typen mittels Methoden der Hirnforschung ist nichts Neues. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass diese Charakterisierungen durchaus auch konstruktiv und zum Wohl des Verbrauchers genutzt werden können. Zumindest war dies auch in der Behavioral-Economics-Forschung ursprünglich so beabsichtigt gewesen. Etwa, wenn es um eine realistische Einschätzung der Risikobereitschaft von Anlegern geht, die oft selbst nicht genau vorhersagen können, wie sie in bedrohlichen Situationen reagieren würden oder denen meist gar nicht bewusst ist, wie stark ihr eigenes Bedürfnis nach Sicherheit oder Kontrolle in Wahrheit ist. Denn Selbstbild und tatsächliches Verhalten stimmen beileibe nicht immer überein. Man denke nur an die  häufig auftretende Überschätzung eigener Fähigkeiten (Overconfidence), wie sie besonders oft nach einer kleinen Erfolgsserie am Aktienmarkt zu beobachten ist. Darüber hinaus dürfte eine Typisierung auch hilfreich sein, etwa um das Bewusstsein der Anleger zu schärfen, für welche psychologische Fallen sie selbst besonders empfänglich sind.</p>
<p>Im Grunde handelt es sich hierbei also um eine gute Idee. Solange sie der (Selbst)-Erkenntnis dient. Und nicht dem Marketing.</p>
<p>*Hans-Georg Häusel ist u. a. Verfasser des Bestsellers <em>Think Limbic!</em></p>
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