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	<title>Powell-Put Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Nov 2020 08:40:06 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Warten auf die hoffnungsvolle Morgenröte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2020 06:02:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Powell-Put]]></category>
		<category><![CDATA[Runde Zahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der gestrige Handelstag gehörte wohl eher zu den ruhigen Tagen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass der Dow-Jones-Index vorgestern zum ersten Mal in seiner Geschichte die 30.000er-Linie übersprang. Ein Innehalten also? Nein, ich habe runden Zahlen noch nie eine große Bedeutung beigemessen, abgesehen von ihrer Signalwirkung für die Medien. Aber wenn es bis Montag keine wesentlichen Kursrückgänge an den globalen Aktienmärkten gibt, hat der diesjährige November mit einem Plus von rund 13 Prozent das Zeug dazu, der beste Monat seit über 20 Jahren zu werden ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1925)</strong>             Der gestrige Handelstag gehörte wohl eher zu den ruhigen Tagen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass der Dow-Jones-Index vorgestern zum ersten Mal in seiner Geschichte die 30.000er-Linie übersprang. Ein Innehalten also? Nein, ich habe runden Zahlen noch nie eine große Bedeutung beigemessen, abgesehen von ihrer Signalwirkung für die Medien. Aber wenn es bis Montag keine wesentlichen Kursrückgänge an den globalen Aktienmärkten gibt, hat der diesjährige November mit einem Plus von rund 13 Prozent das Zeug dazu, der beste Monat seit über 20 Jahren zu werden. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12792" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/26112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/26112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/26112020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gegenwart pfui, Zukunft hui</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich hat es aber den Anschein, als ob viele Börsianer auf den vergleichsweise hohen Kursniveaus (vor allen Dingen in den USA) nicht mehr so recht zugreifen, sprich: kaufen wollen. Wartet man womöglich gemeinschaftlich ab, bis neue Investoren vorbeikommen und die Aktienmärkte noch weiter nach oben treiben? Fast hat es den Anschein. Aber die großen Rücksetzer sind eben auch ausgeblieben, um auf günstigerem Niveau einzusteigen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die gestrige Stimmungserhebung der Börse Frankfurt (vgl. meinen Kommentar dazu <a href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/7221e8ff-402d-42f0-adf2-0b946d1a97ea" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><span style="color: #000000;">HIER</span></strong></a>) zeigt, dass zuletzt vor allen Dingen viele Privatanleger die Hoffnung auf einen Rücksetzer beim hiesigen DAX mittlerweile aufgegeben haben. Denn immer wieder war während der vergangenen Tage zu vernehmen, dass die ungünstige Entwicklung an der Covid-19-Front, insbesondere in den USA, eigentlich zu Bedenken Anlass geben müsste – aber eben nur in der Gegenwart. Nächstes Jahr, so die Überzeugung, wird alles besser, so die gängige Lesart.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der doppelte Put</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber nicht nur weil die Börsianer vornehmlich die Zukunft handeln, ist Risikofreude angesagt. Denn die vergangenen drei Wochen haben vielerorts zu einem wichtigen Umdenken geführt. Zum einen, weil die neuen Impfstoffe zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie tatsächlich zur Hoffnung auf eine bessere Zukunft berechtigen. Und zum anderen, weil – und das ist für die Akteure noch wichtiger – mit der Ankündigung, die frühere Fed-Präsidentin Janet Yellen solle im kommenden Jahr das Finanzministerium übernehmen, quasi eine zweite Versicherung gegen ökonomische Enttäuschungen abgeschlossen wurde. Neben dem geldpolitischen Powell-Put gibt es in der Wahrnehmung der Akteure nun auch noch einen fiskalpolitischen Yellen-Put. Eine Option, die allerdings nur dann besonders kraftvoll ausfällt, wenn die Demokraten im Senat nach den Stichwahlen in Georgia die Oberhand gewinnen sollten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wichtige Wirtschaftsdaten ohne Folgen </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So gesehen waren die gestern zuhauf publizierten, in normalen Zeiten durchaus wichtigen ökonomischen Daten aus den USA weitgehend uninteressant, weil sie die Vergangenheit betrafen und letztlich ohnehin – natürlich mit Abweichungen von den Prognosen der Ökonomen – etwas bestätigt haben, was für die Akteure an den Finanzmärkten längst klar war: Heute sieht es mies aus, aber morgen wird es rosig. Dies gilt besonders für die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die mit einem Zuwachs von 778 Tsd. Anträgen in der zum 20. November endenden Woche höher ausgefallen waren, als von den Auguren im Mittel erwartet worden war. Aber auch die persönlichen Einkommen sind im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent deutlich gefallen, was angesichts sinkender staatlicher Hilfen für von der Pandemie betroffenen Arbeitskräfte nicht verwundern sollte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin: Die Entwicklung bei den Aufträgen langlebiger Wirtschaftsgüter überraschte auf der positiven Seite, blieb aber ohne größeren Einfluss auf das Kursgeschehen. Genauso wie die erste Revision des annualisierten Bruttoinlandsprodukts, die für das dritte Quartal mit einem Plus von 33,1 Prozent fast punktgenau die Medianerwartung der Ökonomen traf.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>FOMC-Protokoll der Optionen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bleibt noch, das gestern Abend publizierte Protokoll der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 4./5. November zu erwähnen, das allerdings keine wirklich marktbewegenden Erkenntnisse mit sich brachte. Zwar werden im Fed-Protokoll verschiedene Möglichkeiten zur Optimierung der Anleihekäufe (etwa zukünftige Volumina und die Zusammensetzung derselben) eingehend diskutiert, aber letztlich ist seit der Sitzung so viel geschehen, dass es den Akteuren nicht ganz leicht fallen dürfte, Schlüsse aus dem Protokoll in Kombination mit den Ereignissen der vergangenen drei Wochen zu ziehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Dollar blieb jedenfalls auch gestern leicht unter Druck, so dass der Euro marginal anziehen konnte. An dessen freundlicher Verfassung ändert sich nichts, solange nun <strong>1,1815/20</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wegen des US-Thanksgiving-Wochenendes erscheint der nächste Dollar-Kommentar erst am </strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dienstag, den </strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>1. Dezember.</strong></span></p>
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		<title>Ein Powell-Put für alle Fälle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2019 04:52:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Eurloand-Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[Fed-Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Powell-Put]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor allem den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks tat die „Versicherungszusage“ des Fed-Chefs, der sogenannte Powell Put, nach den starken Kursrückgängen der Vortage richtig gut. Aber auch die Renditen der US-Staatsanleihen konnten sich nach einer fünf Handelstage dauernden Abwärtsbewegung zumindest ein wenig erholen. Mancherorts fand man es offenbar schon großartig, dass Jerome Powell überhaupt die Tür für Leitzinssenkungen geöffnet hatte...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1260)</strong>             Es klang gestern nicht, als ob sich Jerome Powell mental bereits auf eine Serie von Zinssenkungen eingestellt hätte. Denn in seiner Rede während einer Konferenz, zu der die Fed von Chicago eingeladen hatte, machte der Fed-Chef deutlich, dass die Notenbank bereit sei, zu reagieren, sollte sich der Handelskrieg auf die Wirtschaft der USA auswirken. Man werde „angemessen“ handeln, um das Wachstum aufrechtzuerhalten und das Inflationsziel von 2 Prozent – also dem Mandat der Fed entsprechend – zu erreichen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn man gestern von Jerome Powell realistischerweise kaum ein deutlicheres Commitment hätte erwarten können, sind die Erwartungen der Finanzmarktteilnehmer hinsichtlich etwaiger Zinsschritte doch wesentlich weiter fortgeschritten: Die implizite Wahrscheinlichkeit für mindestens zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr lag gestern bei knapp 80 Prozent (vgl. CME FedWatch Tool). <img decoding="async" class="alignright wp-image-10656" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/06/05062019.jpg" alt="" width="150" height="469" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kein ganz großes Commitment</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks tat diese „Versicherungszusage“, der sogenannte Powell Put, nach den starken Kursrückgängen der Vortage richtig gut. Aber auch die Renditen der US-Staatsanleihen konnten sich nach einer fünf Handelstage dauernden Abwärtsbewegung zumindest ein wenig erholen. Mancherorts fand man es offenbar schon großartig, dass Jerome Powell überhaupt bildlich gesprochen die Tür für Leitzinssenkungen geöffnet hatte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und die Euro-Händler? Zumindest die Kursreaktion der Gemeinschaftswährung zeigte, dass man offenbar keinen Anlass für eine Zinssenkungs-Euphorie sah. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass möglicherweise die Sitzung der Europäischen Zentralbank am morgigen Donnerstag bereits ihre Schatten vorauswarf. Aber obwohl die erste Schätzung der Euroland-Inflation mit +1,2 Prozent (ggü. Vorjahr), auch in der Kernrate (+0,8 %), etwas hinter den Erwartungen der Ökonomen zurückblieb, ist schwer vorstellbar, dass die EZB geldpolitisch etwas an ihrer abwartenden Haltung ändern wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hoffnungsvolles Mexiko</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber noch einmal zurück nach Amerika, und zwar in Sachen drohender Strafzölle seitens der USA auf Mexiko-Importe. Diesbezüglich scheint es zwei unterschiedliche Sichtweisen zu geben. Die eine stammt von US-Präsident Donald Trump, der bei seinem Staatsbesuch in Großbritannien noch einmal klarmachte, dass die Strafzölle für Mexiko in der kommenden Woche in Kraft treten würden. Die andere betrifft die Seite Mexikos, dessen Außenminister Marcelo Ebrard gestern in Washington recht optimistisch klang: Sein Land werde der Trump-Administration nicht nur ein neues Angebot präsentieren. Für Ebrard stehen die Chancen 80 zu 20, dass es gelingen wird, mit den USA tatsächlich einen Deal abzuschließen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen konnte der Euro gestern gegenüber dem Dollar nicht wirklich zulegen, sondern blieb vielmehr bereits an einem kleineren Angebotsniveau hängen. Damit bewegt sich die Gemeinschaftswährung nach wie vor in ihrer Konsolidierung zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1320/25</strong>. Allerdings würde der Euro seine derzeitige Stabilität verlieren, falls <strong>1,1165</strong> unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-powell-put-fuer-alle-faelle/">Ein Powell-Put für alle Fälle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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