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	<title>Nowcast Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Mon, 18 Nov 2019 05:35:42 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ein Freitag für Ökonomen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2019 05:35:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[GDPNow]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war eine Angelegenheit von etwas mehr als 24 Stunden, und der Euro hatte gegenüber dem US-Dollar am vergangenen Freitag nicht nur den kompletten Wochenverlust aufgeholt, sondern unter dem Strich sogar ein Plus von 30 Stellen gemacht. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Handelsbandbreite mit 70 Stellen für die gesamte Woche zu den drei niedrigsten des ganzen Jahres in vergleichbaren Zeiträumen zählt, relativiert sich diese unter einem Brennglas dramatisch aussehende Bewegung der Gemeinschaftswährung. Übrig bleibt das Resultat: Der Euro hat es nicht geschafft, einen kurzfristigen Abwärtstrend loszutreten. Obwohl dies eigentlich unter anderen Umständen ganz einfach gewesen wäre...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-freitag-fuer-oekonomen/">Ein Freitag für Ökonomen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1060)</strong>             Es war eine Angelegenheit von etwas mehr als 24 Stunden, und der Euro hatte gegenüber dem US-Dollar am vergangenen Freitag nicht nur den kompletten Wochenverlust aufgeholt, sondern unter dem Strich sogar ein Plus von 30 Stellen gemacht. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Handelsbandbreite mit 70 Stellen für die gesamte Woche zu den drei niedrigsten des ganzen Jahres in vergleichbaren Zeiträumen zählt, relativiert sich diese unter einem Brennglas dramatisch aussehende Bewegung der Gemeinschaftswährung. Übrig bleibt das Resultat: Der Euro hat es nicht geschafft, einen kurzfristigen Abwärtstrend loszutreten. Obwohl dies eigentlich unter anderen Umständen ganz einfach gewesen wäre.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11322" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/18112019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/18112019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/18112019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Daten enttäuschen mehrheitlich</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Jetzt braucht man natürlich nur bei den Ökonomen nachzufragen, warum der Dollar am vergangenen Freitag noch unter Druck geriet. Und man bekommt eine schlüssige Antwort: unerfreuliche US-Daten. Tatsächlich enttäuschte die Kernrate bei den Einzelhandelsumsätzen nur ein wenig, Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung für Oktober blieben schon etwas deutlicher hinter den Erwartungen der Analysten zurück, ähnlich wie der NY Empire State-Produktionsindex. Und nimmt man alle Daten der vergangenen Woche zusammen, verdüstert sich die Datengrundlage für die Wachstumsschätzung der Fed von Atlanta (GDPNow) für das vierte Quartal. Das viel beachtete Modell warf nämlich nur noch ein Wachstumsplus von 0,3 Prozent (annualisiert und saisonbereinigt) für das vierte Quartal aus. Die Schätzung der Fed von New York (Nowcast) tendierte übrigens in die gleiche Richtung, so dass sich deren Wachstumsprognose von 0,7 auf 0,4 Prozent für denselben Zeitraum abschwächte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro-Erholung nur relativ deutlich</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich befinden sich die Prognosemodellrechnungen der beiden regionalen Ableger der US-Notenbank für das vierte Quartal noch in einem frühen Stadium. Und so wundert es auch nicht, dass die Fed Funds Futures die implizite Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinssenkung der Fed im Dezember (vgl. GDPNow) zum Wochenschluss mit weniger als einem Prozent berechneten (Vorwoche 4,4 %). Auch die US-Aktienmärkte ließen sich bestenfalls vorübergehend etwas beirren, schlossen aber – gemessen am S&amp;P 500 Index – die Woche mit einem neuen Rekordhoch. Nicht zuletzt, weil der Optimismus, dass es im US-chinesischen Handelskonflikt zumindest ein Teilabkommen geben könnte, ungebrochen ist. Dafür genügen momentan allein verbale Versicherungen aus Reihen der US-Administration, dass der Deal angeblich nahezu in trockenen Tüchern sei.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei den Devisen hat es am vergangenen Freitag erwartungsgemäß eine kräftige Euro-Erholung gegeben. Aber eben nur in relativer Proportion. Absolut betrachtet handelt es sich um eine unterdurchschnittliche Korrektur. Auch hat sich die Situation für die Gemeinschaftswährung gegenüber den vergangenen Tagen kaum verbessert: Während an der Unterseite das Niveau von <strong>1,0990</strong> nach wie vor die Entstehung eines kurzfristigen Abwärtstrends verhindert, muss der Euro auf der anderen Seite für eine kurzfristige Stabilisierung seiner latenten Schwäche <strong>1,1105/10</strong> überschreiten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
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		<title>Dehnbares Datum für den Brexit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2019 05:57:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[Flextension]]></category>
		<category><![CDATA[GDPNow]]></category>
		<category><![CDATA[Nowcast]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Natürlich kann sich derzeit niemand vorstellen, dass Frankreich als einziges Land der EU die Verantwortung für einen sogenannten No-Deal-Brexit übernehmen möchte – vielerorts wird wie bereits im April noch mit einem Einlenken Macrons gerechnet. Aber zunächst einmal möchte die europäische Seite sowieso erst mal abwarten, ob Boris Johnson mit seinem Antrag auf Neuwahlen Erfolg haben wird. Erst dann soll möglicherweise über ein flexibles Austrittsdatum – eine sogenannte „Flextension“, wie sie dem Vernehmen nach...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/dehnbares-datum-fuer-den-brexit/">Dehnbares Datum für den Brexit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1080)</strong>             Eigentlich haben in der vergangenen Woche viele Akteure auf eine Lösung im Brexit-Drama gesetzt. Dies lässt zumindest ein Beitrag von Bloomberg vom vergangenen <span style="color: #000000;">Freitag<a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1"><strong>[1]</strong></a></span> durchblicken. Danach haben internationale Investoren in der Woche zum 23. Oktober rund 300 Millionen USD in Aktien der EU investiert. Ein Zufluss, der eine 16-wöchige Phase von Kapitalabflüssen beendet und das größte Plus seit Februar 2018 markiert. Gleichzeitig wurde auch meine entsprechende Vermutung bestätigt, die ich bei meiner Kommentierung zum DAX- Sentiment vom 23. Oktober <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/news/90f9b40f-8840-49f7-ba37-8129642103a2"><strong>HIER</strong></a></span> geäußert hatte. Ein Optimismus, der übrigens in erster Linie darauf basiert, dass das Vereinigte Königreich die EU nicht ohne Abkommen verlassen wird. Und so wundert es auch nicht, dass der hiesige DAX die vergangene Woche auf dem höchsten Niveau in diesem Jahr beschloss.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Spielverderber Frankreich?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ist dieser Brexit-Optimismus angebracht, wo es doch nun am heutigen Montag eine Abstimmung über Neuwahlen für den 12. Dezember im britischen Unterhaus geben soll? Es spricht nicht viel dafür, dass Premierminister Boris Johnson die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit im House of Commons erhalten wird. Unterdessen ist man sich innerhalb der EU weitgehend einig darüber, dass das Brexit-Austrittsdatum vom 31. Oktober verschoben wird. Uneinigkeit herrscht allerdings hinsichtlich der Dauer für die Verschiebung, wobei sich Staatspräsident Emmanuel Macron derzeit wahrscheinlich bestenfalls für eine kurze Verschiebung des Termins erwärmen dürfte. Frankreich ist auf jeden Fall der einzige Staat, der den 31. Januar 2020 nicht als neue Deadline akzeptieren möchte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>„Flextension“</strong> <strong>für Großbritannien?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich kann sich derzeit niemand vorstellen, dass Frankreich als einziges Land der EU die Verantwortung für einen sogenannten No-Deal-Brexit übernehmen möchte – vielerorts wird wie bereits im April noch mit einem Einlenken Macrons gerechnet. Aber zunächst einmal möchte die europäische Seite sowieso erst mal abwarten, ob Boris Johnson mit seinem Antrag auf Neuwahlen Erfolg haben wird. Erst dann soll möglicherweise über ein flexibles Austrittsdatum – eine sogenannte „Flextension“, wie sie dem Vernehmen nach ein EU-Diplomat bezeichnete – bis spätestens 31. Januar 2020 entschieden werden. Dies vor dem optimistischen Hintergrund, dass Boris Johnson seinen mit der EU vereinbarten Austritts-Deal noch vor diesem Datum durch die beiden Parlamentskammern durchbringen kann. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Realistisch betrachtet ist jedoch in der vergangenen Woche in Sachen Brexit weder etwas Signifikantes erreicht, noch ist ein etwaiger No-deal-Austritt tatsächlich vom Tisch. Dieses Risiko dürfte uns noch lange und über den 31. Januar kommenden Jahres hinaus begleiten. Ja, man kann mittlerweile Kommentatoren verstehen, die sich eher einen kurzfristig schmerzhaften Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Abkommen vorstellen können, um dieses jahrelange Theater zu Gunsten einer langfristigen besseren Planbarkeit zu beenden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neue Impulse durch wichtige Daten? </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Fast schon auffallend ruhig gestaltete sich das Geschehen in der vergangenen Woche bei den US-Treasuries, wo etwa die Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit in recht engen, seitwärts gerichteten Bahnen gehandelt wurden. Dies wird sich vermutlich in dieser Woche ändern, da neben der am Mittwoch endenden Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank auch noch wichtige Wirtschaftsdaten zur Veröffentlichung anstehen. Während von der Fed vielerorts eine weitere Zinssenkung von 25 Basispunkten erwartet wird, wird am gleichen Tag ein paar Stunden zuvor die erste Schätzung zum US-Bruttoinlandsprodukt des dritten Quartals publiziert. Dabei liegen die Prognosen der beiden bekannten Modelle der Fed von Atlanta (GDPNow) und der Fed von New York (Nowcast) mit einem BIP von 1,8 bzw. 1,9 Prozent (annualisiert) für das dritte Quartal recht nah beieinander. Darüber hinaus steht am kommenden Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für Oktober zur Veröffentlichung an. Dabei geht die Median-Schätzung der Ökonomen von einem Zuwachs von 90.000 Stellen im Nicht Agrarbereich aus.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat sich der Euro am Freitag weiter abgeschwächt und schloss nur unweit des Wochentiefs von 1,1070. Gleichzeitig musste die Gemeinschaftswährung stärkere bullishe Ambitionen begraben und befindet sich derzeit zwischen <strong>1,1050</strong> (gilt nur heute!) und <strong>1,1155/65</strong> gewissermaßen im Niemandsland. Etwas mehr Stabilität ist nur mit Überschreiten der Obergrenze dieses Bereichs zu erwarten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aus organisatorischen Gründen wird es am morgigen Dienstag lediglich ein kurzes Kurs-Update geben. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> </span><a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-10-25/brexit-relief-fuels-biggest-european-equity-inflows-in-20-months" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #000000;">https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-10-25/brexit-relief-fuels-biggest-european-equity-inflows-in-20-months</span></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/dehnbares-datum-fuer-den-brexit/">Dehnbares Datum für den Brexit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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