<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Neuwahlen Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/neuwahlen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/neuwahlen/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 Oct 2019 05:40:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.3</generator>
	<item>
		<title>Erstaunlich gelassen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/erstaunlich-gelassen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/erstaunlich-gelassen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2019 05:34:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[Neuwahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11230</guid>

					<description><![CDATA[<p>Unter „normalen“ Umständen würde man heute über ganz andere Themen sprechen. Da gibt es zum Beispiel eine EZB-Ratssitzung. Aber da es sich um die letzte Zusammenkunft unter der Ägide von EZB-Präsident Mario Draghi handelt, werden weithin keine neuen geldpolitischen Beschlüsse erwartet. Aber auch über die für heute anstehenden ersten Schätzungen zu den Einkaufsmanagerindices (Markit) des Monats Oktober dies- und jenseits des Atlantiks war gestern von Kommentatoren und Analysten auffallend wenig zu hören. Grund: Das Brexit-Thema beherrscht weiterhin die Schlagzeilen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/erstaunlich-gelassen/">Erstaunlich gelassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1130)</strong>             Unter „normalen“ Umständen würde man heute über ganz andere Themen sprechen. Da gibt es zum Beispiel eine EZB-Ratssitzung. Aber da es sich um die letzte Zusammenkunft unter der Ägide von EZB-Präsident Mario Draghi handelt, werden weithin keine neuen geldpolitischen Beschlüsse erwartet. Aber auch über die für heute anstehenden ersten Schätzungen zu den Einkaufsmanagerindices (Markit) des Monats Oktober dies- und jenseits des Atlantiks war gestern von Kommentatoren und Analysten auffallend wenig zu hören. Grund: Das Brexit-Thema beherrscht weiterhin die Schlagzeilen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So auch gestern, als deutlich wurde, dass der britische Premierminister Boris Johnson zwar noch <em>vor</em> den beiden Dienstag-Abstimmungen zum Brexit mit Neuwahlen gedroht hatte. Und zwar für den Fall, dass sein Austritts-Abkommen und der enge Zeitplan von drei Tagen vom Unterhaus nicht genehmigt würde. Nach den Abstimmungen, von denen Johnson die zweite verloren hatte, hörte man aber vom Premier jedoch zunächst erstaunlich wenig zum Thema Neuwahlen. Aber nun möchte er laut Medienberichten von gestern Nacht dieses Thema wohl doch angehen. Möglicherweise heute noch.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hürden für vorgezogene UK-Neuwahlen </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Abgesehen davon, dass die oppositionelle Labour-Partei wahrscheinlich keinen allzu großen Appetit auf Neuwahlen hat und ein Urnengang auch für die konservativen Torys nicht risikolos ist, gibt es ein Problem: Vorgezogene Neuwahlen sind bekanntlich nicht ganz leicht auszulösen. Nach gegenwärtigem Recht müssten zwei Drittel der Abgeordneten im Unterhaus für einen derartigen Schritt stimmen. Oder Boris Johnson müsste ein Misstrauensvotum verlieren. Ein Antrag, der immerhin auch von seiner eigenen Partei eingebracht werden könnte. Aber selbst, wenn Johnson das Misstrauensvotum verlieren sollte, benötigten die Parteichefs mehr Zeit, als mit dem Brexit-Austrittsdatum vom 31. Oktober derzeit zur Verfügung stünde. Nicht zuletzt auch, weil das dem Misstrauensvotum zugrundeliegende Gesetz – der <em>Fixed Term Parliaments Act</em> aus dem Jahre 2011 – noch nicht in der Praxis erprobt wurde: Danach hätten die Parteivorsitzenden alleine 14 Tage Zeit, eine neue Regierung zu bilden, mit dem Ziel, ein Vertrauensvotum mit einfacher Mehrheit zu gewinnen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine Menge Selbstvertrauen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen wird innerhalb der EU diskutiert, ob man Premierminister Boris Johnson die von ihm beantragte, aber nicht wirklich gewollte Verlängerung des Brexit-Prozesses über den 31. Oktober hinaus gewähren soll. Bis gestern waren sich Kommentatoren und Akteure an den Finanzmärkten darüber weitgehend einig, dass die Chancen für eine Verlängerung recht gut stünden. Allerdings ist hierfür ein einstimmiger Beschluss der 27 verbliebenen EU-Mitglieder notwendig. Indes: Gestern signalisierte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron, dass Frankreich eine Verlängerung möglicherweise blockieren würde. Sicherlich geht es dabei nicht um eine Verlegung des Austrittsdatums um 10 bis 14 Tage. Was aber, wenn Macron doch noch ein – von vielen EU-Vertretern für unwahrscheinlich gehaltenes – Veto gegen eine weitergehende Verlängerung, etwa bis zum 31. Januar 2020, einlegen würde?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumindest scheinen derzeit die Finanzmarktakteure das Risiko eines No-deal-Brexit weitgehend auszublenden. So handeln die Aktien der Eurozone – gemessen am Euro Stoxx 50 und dem hiesigen DAX – in der Nähe ihrer Jahreshochs. Auch das Sentiment hierzulande bleibt auffallend optimistisch, sofern man etwa der gestrigen Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt Glauben schenken möchte. Aber auch an den Devisenmärkten ist gestern kaum Risikoaversion festzustellen gewesen, wenn man etwa die Entwicklung der typischen Fluchtwährungen Schweizerfranken und Yen betrachtet. Der Euro produzierte gestern eine kaum erwähnenswerte Handelsspanne von nicht einmal 40 Stellen. Und so fällt es schwer, noch von einem Aufwärtsimpuls der Gemeinschaftswährung zu sprechen, deren Potenzial zwar pro forma bis <strong>1,1220/25</strong> reicht. Ein Impuls, der aber auf der anderen Seite mit Unterschreiten von <strong>1,1095/00</strong> bereits Makulatur wäre.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/erstaunlich-gelassen/">Erstaunlich gelassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/erstaunlich-gelassen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Falke hält die Zügel</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ein-falke-haelt-die-zuegel/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ein-falke-haelt-die-zuegel/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2019 04:52:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Deviseninterventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Neuwahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=10950</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die vergangene Handelswoche hatte es durchaus in sich. Aber blickt man zurück, welchen Effekt die Eskalation im US-chinesischen Handelskrieg auf Finanzmärkte hatte, dann zeigt sich, dass von den Verlusten an den Aktienmärkten dies- jenseits des Atlantiks mancherorts ein Großteil wettgemacht wurde. Die US-Anleiherenditen konnten die Hälfte ihres Wochenverlusts wieder aufholen, und der Euro...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-falke-haelt-die-zuegel/">Ein Falke hält die Zügel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1210)</strong>             Die vergangene Handelswoche hatte es durchaus in sich. Aber blickt man zurück, welchen Effekt die Eskalation im US-chinesischen Handelskrieg auf Finanzmärkte hatte, dann zeigt sich, dass von den Verlusten an den Aktienmärkten dies- jenseits des Atlantiks mancherorts ein Großteil wettgemacht wurde. Die US-Anleiherenditen konnten die Hälfte ihres Wochenverlusts wieder aufholen, und der Euro zeigte lediglich zu Wochenanfang eine deutliche Reaktion gegenüber dem Dollar nach oben, wirkt seither aber wie festgenagelt.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-10951" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/12082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/12082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/12082019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neuwahlen drohen in Italien </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies ist insbesondere aus europäischer Sicht bemerkenswert, da in Italien wieder einmal Neuwahlen drohen. Die Lega Nord unter Leitung von Matteo Salvini drängt nämlich auf ein rasches Ende der Koalition mit der Fünf-Sterne-Partei und kündigte einen Misstrauensantrag gegen den parteilosen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte an. Salvini hat bereits deutlich gemacht: Die einzige Option für ihn sind Neuwahlen. Und glaubt man derzeitigen Umfragen, kann die Lega Nord mit 34-39 Prozent der Stimmen rechnen und wäre dann die stärkste Partei.  </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun sind häufige Neuwahlen in Italien nichts Außergewöhnliches. Aber der Renditevorsprung zehnjähriger italienischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen mit ähnlicher Laufzeit hatte von der Eröffnung am Freitag bis zum Schlusskurs mehr als 20 Basispunkte angezogen. Trotz dieser Nervosität der Anleihehändler – es handelte sich immerhin um den stärksten Wochenanstieg des Spreads seit Juni 2018 – zeigte sich der Euro praktisch unbewegt. Und das, obwohl vorgezogene Neuwahlen – Medienberichten zufolge strebt Matteo Salvini für diese den 13. Oktober an – mitten in die Verhandlungen mit der EU über den italienischen Haushalt für das Jahr 2020 fallen würden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Interventionsgeschichten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein anderes Thema, das die Kommentatoren in der vergangenen Woche neben der Eskalation im Handelskrieg bewegte, war die mögliche Ausweitung dieses Konflikts auf einen Währungskrieg. Immer wieder tauchten Gerüchte auf, US-Präsident Donald Trump könne das Finanzministerium anweisen, den Dollar mit Hilfe von Währungsinterventionen zu schwächen. In diesem Zusammenhang soll der Handelsberater des Weißen Hauses, Peter Navarro, Medienberichten zufolge eine wichtige Rolle bei der Eskalation des Handelskrieges mit China gespielt haben. Dem Vernehmen nach hatte er sich mit seinen Argumenten für eine rasche Erhöhung der Strafzölle bei Donald Trump gegenüber den als gemäßigter geltenden Steven Mnuchin (Finanzminister) und Larry Kudlow (ökonomischer Chefberater der Regierung) durchsetzen können. Auch die offizielle Bezeichnung von China als Währungsmanipulator soll auf sein Drängen hin betrieben worden sein. Was nun den Dollar angeht, soll sich Navarro bereits Ende Juli bei einer Präsentation gegenüber Donald Trump für Dollarverkäufe ausgesprochen haben, wurde aber angeblich von diesem sofort abgewürgt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Da nun Navarro während der vergangenen Tage offenbar seine Position bei Trump erheblich stärken konnte, stellt sich natürlich die Frage, ob sich Navarro nicht auch mit seinen Interventionsideen am Ende durchsetzen kann. Wohl gemerkt: Donald Trump hatte sich zuletzt zwar gegen Interventionen zulasten des Greenback ausgesprochen, macht aber immer wieder deutlich, dass er den Dollar für viel zu fest halte. Da Trump nun nicht gerade als ausgesprochen berechenbar gilt und ein schwächerer Dollar dem Vernehmen nach auch einigen wichtigen demokratischen Senatoren in den Kram passen würde, sollte man einen solchen Schritt nicht ausschließen. Auch wenn die Wirksamkeit von Interventionen umstritten und die praktische Vorgehensweise diesbezüglich unklar ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro verharrte auch am Freitag in seiner Seitwärtsentwicklung mit Grenzen zwischen <strong>1,1100/05 </strong>und <strong>1,1365/70</strong>, wobei die Chance für einen Test des oberen Niveaus geringfügig höher als ein Rückfall zur Unterseite des Feldes scheint.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-falke-haelt-die-zuegel/">Ein Falke hält die Zügel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ein-falke-haelt-die-zuegel/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die große Flucht</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/die-grosse-flucht/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/die-grosse-flucht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2017 14:29:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bofa Merrill Lynch Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[FTSE 100]]></category>
		<category><![CDATA[Neuwahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=9479</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die überraschende Ankündigung von Neuwahlen in Großbritannien am 8. Juni hatte gestern zu denkwürdigen Reaktionen im britischen Pfund geführt. Zum einen gab es eine für manchen Akteur sicherlich furchterregend anmutende Rallye in Kabelpfunden, bei der die britische Währung am gestrigen Tage in der Spitze um mehr als 3 Prozent gegenüber dem US-Dollar aufwertete. Dass die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/die-grosse-flucht/">Die große Flucht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9480 alignleft" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/04/Senti_190417-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Die überraschende Ankündigung von Neuwahlen in Großbritannien am 8. Juni hatte gestern zu denkwürdigen Reaktionen im britischen Pfund geführt. Zum einen gab es eine für manchen Akteur sicherlich furchterregend anmutende Rallye in Kabelpfunden, bei der die britische Währung am gestrigen Tage in der Spitze um mehr als 3 Prozent gegenüber dem US-Dollar aufwertete. Dass die Marktreaktion so heftig ausgefallen war, dürfte vor allen Dingen daran gelegen haben, dass eine große Mehrheit der Akteure zuvor in Pfund Sterling vermutlich short gewesen war.</p>
<p>Daraus allerdings zu schließen, dass sich die Neuwahlen positiv für das britische Pfund auswirken können, mag dennoch zu kurz gesprungen sein. Denn der dortige Aktienindex FTSE 100 hat sich am selben Tag um fast 2,5 Prozent in der Spitze abgeschwächt, was mich zu dem Schluss kommen lässt, dass die jüngste Pfund-Stärke auch auf Auflösung von Absicherungen internationaler Aktienengagements gegen einen Wechselkursverfall beruht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hastige Reaktionen</strong></p>
<p>Reaktionen gab es auch bei den Analysten einiger Bankhäuser, wobei eine davon recht deutlich ausfiel: Weil die Verhandlungsposition der Premierministerin Theresa May bei den Brexit-Verhandlungen mit der EU, gestützt durch eine schätzungsweise breitere Mehrheit bei den Unterhauswahlen, flexibler als zuvor sein dürfte, wurden sogleich alle bearishen Kursziele für die britische Währung zurückgenommen.</p>
<p>Ein für mich auf den ersten Blick sehr drastisch anmutender Stimmungswechsel. Denn man kann durchaus auch die Meinung eines anderen Bankhauses (vgl. Börsenzeitung von heute) vertreten, wonach es die EU-Verhandler hinsichtlich der eigenen Position kaum scheren dürfte, auf welche Mehrheiten sich die Gegenseite im britischen Parlament stützen kann.</p>
<p>Am Ende wird wie bei allen Verhandlungen die Psyche der Beteiligten eine große Rolle spielen. Entscheidend für das Verhalten der Marktteilnehmer ist am Ende ohnehin nur, inwieweit ihre Erwartungen – gemessen an Bezugspunkten und nicht an absoluten Zahlen – erfüllt oder enttäuscht wurden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Aktien der Eurozone sehr beliebt</strong></p>
<p>Kein Wunder, dass die gestern veröffentlichten Ergebnisse der BofA Merrill Lynch- Umfrage unter Fondsmanagern im April medial bislang wenig Beachtung fand. Zumindest musste ich ziemlich suchen, um der wichtigsten Ergebnisse habhaft zu werden.</p>
<p>Danach ist die Vorliebe für europäische Aktien unter den Vermögensverwaltern zuletzt noch einmal deutlich gestiegen. Denn frei nach dem Motto „Raus aus US-Aktien, rein in europäische Werte“ gaben per Saldo 48 Prozent der Fondsmanager an, in Aktien der Eurozone (Vormonat 27 Prozent) übergewichtet zu sein<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>. Im gleichen Zuge zeigt sich nämlich für US-Papiere eine Untergewichtung von netto 20 Prozent der Befragten (nach einer Übergewichtung von noch netto einem Prozent im März) – die fünftgrößte Rotation in Aktien der Eurozone seit 1999<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a>. Dazu passt auch, dass 83 Prozent der Investoren US-Aktien – das ist Umfragerekord – für überbewertet halten. Nicht ganz dazu passt allerdings, dass das größte Extremrisiko – allerdings wesentlich niedriger als noch vor zwei Monaten – immer noch in einem Zerfall der EU gesehen wird. Diese Zahlen sind normalerweise ein gefundenes Fressen für sogenannte Contrarians, die sich bei solchen Werten eigentlich von Aktien der Eurozone verabschieden und schleunigst US-Werte kaufen müssten.</p>
<p>Was die hiesigen Anleger derzeit im Sinn haben, können Sie der jüngsten Stimmungserhebung der Börse Frankfurt, die ich <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Es-braut-sich-etwas-zusammen-2267310" target="_blank"><strong>HIER</strong></a></span> kommentiert habe, entnehmen.</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Vgl. Reuters</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Vgl. <a href="http://www.zerohedge.com/news/2017-04-18/fund-managers-revolt-cut-allocation-record-overvalued-us-stocks-lowest-2008" target="_blank"><span style="color: #008000;">zerohedge.com vom 18.4.2017</span> </a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/die-grosse-flucht/">Die große Flucht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/die-grosse-flucht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Volksabstimmung und Neuwahlen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/zwischen-volksabstimmung-und-neuwahlen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/zwischen-volksabstimmung-und-neuwahlen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 12:25:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Dollar]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Neuwahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Referendum]]></category>
		<category><![CDATA[Sentimentanalyse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=2760</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Krise um die Regierung Georgios Papandreous scheint sich immer weiter zu zuspitzen. Während die einen sich immer noch Gedanken um eine Volksabstimmung machen, die möglicherweise am 5. Dezember stattfinden könnte, muss man sich ernsthaft die Frage stellen, ob es zu einem Referendum überhaupt noch kommen wird. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Ministerpräsident Papandreou Freitagnacht überhaupt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/zwischen-volksabstimmung-und-neuwahlen/">Zwischen Volksabstimmung und Neuwahlen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Krise um die Regierung Georgios Papandreous scheint sich immer weiter zu zuspitzen. Während die einen sich immer noch Gedanken um eine Volksabstimmung machen, die möglicherweise am 5. Dezember stattfinden könnte, muss man sich ernsthaft die Frage stellen, <span id="more-2760"></span>ob es zu einem Referendum überhaupt noch kommen wird. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Ministerpräsident Papandreou Freitagnacht überhaupt die Vertrauensfrage noch stellen, geschweige denn überstehen kann, ist in den vergangenen Stunden gesunken.</p>
<p>Zumindest scheinen sich die Finanzmärkte bereits in Richtung &#8222;Problemlösung&#8220; in Sachen Griechenland zu orientieren, wobei eine mögliche Koalitions- oder Übergangsregierung derzeit bessere Karten bei den Händlern zu haben scheint als Neuwahlen, die im Vergleich zu einem Referendum mindestens so viel Zeit benötigen würden. Immerhin: Seit der schwachen Marktöffnung hat der DAX vom Tagestief heute bereits um über 4 % zulegen können. Und was im weiteren Verlauf noch passieren dürfte, können Sie dem Interview entnehmen, das <a href="http://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/teleboerse/Teleboerse-von-11-45-Uhr-article2996021.html" target="_blank">Katja Dofel von n-tv heute (ab 11.47 Uhr) mit mir führte</a>.</p>
<p>In einem längeren Interview beim deutschen Anlegerfernsehen <a href="http://www.daf.fm/video/joachim-goldberg-dax-reaktion-bis-6150---dann-entscheidung-50149033-DE0008469008.html" target="_blank">(DAF), wo ich bei Andreas Scholz</a> zu Gast sein durfte, können Sie weitere Informationen zu abrufen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/zwischen-volksabstimmung-und-neuwahlen/">Zwischen Volksabstimmung und Neuwahlen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/zwischen-volksabstimmung-und-neuwahlen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
