<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Mario Draghi Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/mario-draghi/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/mario-draghi/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Thu, 04 Feb 2021 05:51:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.1</generator>
	<item>
		<title>Die Rückkehr des Euro-Retters</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/die-rueckkehr-des-euro-retters/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/die-rueckkehr-des-euro-retters/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2021 05:51:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktienmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Draghi]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=13050</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nun soll er es tatsächlich in Italien richten. Die Rede ist vom früheren EZB-Chef Chef Mario Draghi, der gestern vom italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattaralla das Mandat zur Bildung eines Expertenkabinetts erteilt bekam. Nun soll Draghi, mit dem jeder den Satz „Whatever it takes“ aus dem Jahr 2012 zur Rettung der Eurozone verbindet, ein Kabinett bilden, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/die-rueckkehr-des-euro-retters/">Die Rückkehr des Euro-Retters</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun soll er es tatsächlich in Italien richten. Die Rede ist vom früheren EZB-Chef Chef Mario Draghi, der gestern vom italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattaralla das Mandat zur Bildung eines Expertenkabinetts erteilt bekam. Nun soll Draghi, mit dem jeder den Satz „Whatever it takes“ aus dem Jahr 2012 zur Rettung der Eurozone verbindet, ein Kabinett bilden, das auch eine Mehrheit im Parlament bekommt. Auch wenn Draghi noch nicht im Amt ist, sorgte sein ihm vorauseilender Ruf als Retter des Euro für ausgesprochen positive Reaktionen am italienischen Aktienmarkt, insbesondere bei den Bankwerten. Aber auch italienische Staatsanleihen waren gefragt. Mancherorts rechnet man damit, dass die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen auf ein neues historisches Tief sinken werden, sobald ein Expertenkabinett unter Führung Draghis das Vertrauen des Parlaments erhält. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13051" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/04022021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/04022021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/04022021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hoffnung auf die Achse Draghi-Lagarde-Yellen-Powell</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch andernorts zogen die Aktienkurse an, da man Mario Draghi nicht nur zutraut, Italien ökonomisch auf Kurs und durch die Pandemie zu bringen. Vielmehr kann man sich gut vorstellen, dass auch die derzeitige EZB-Präsidentin Christine Lagarde nicht auf den Rat Mario Draghis verzichten dürfte, wenn es um die Geldpolitik im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie geht. Psychologisch noch wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass eine EZB unter dem indirekten Einfluss Draghis eine ähnliche Politik wie die US-Finanzministerin Janet Yellen und letztlich auch die von Fed-Präsident Jerome Powell verfolgen wird. Im Prinzip knüpfen viele Börsianer die Hoffnung daran, dass sowohl der geld- als auch der fiskalpolitische Stimulus dies- und jenseits des Atlantiks niemals enden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Heimische Investoren positiv gestimmt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat die gestrige Sentiment-Erhebung der Börse Frankfurt gezeigt, dass auch die heimischen Investoren ihre Meinung zum Aktienmarkt von zurückhaltend auf mehrheitlich bullish gedreht haben. Allerdings ist dieser Optimismus, den ich <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/1cc26832-1d21-4c99-b467-24804a2ecb40" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span> kommentiert habe, nicht auf das Mandat Mario Draghis zurückzuführen, sondern schon ein paar Tage zuvor entstanden. Vielerorts wurde nämlich der Rücksetzer des DAX seit vergangenem Mittwoch in einer Größenordnung von zwischenzeitlich bis zu 3,5 Prozent zu einem Einstieg in den hiesigen Aktienmarkt genutzt. Kein Wunder, dass die Stimmung der Investoren gut ist – besser war sie zuletzt lediglich im November 2018.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro hält sich erstaunlich gut</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was den Euro angeht, hätte es zumindest fundamental genügend Gründe gegeben, die Gemeinschaftswährung nachhaltiger unter Druck zu setzen. Sei es, dass in einer ersten Schätzung die Inflation im Euroraum im Januar gegenüber dem Vorjahr mit einem Plus von 0,9 Prozent (Kernrate +1,4 Prozent) deutlich stärker als von den Ökonomen im Mittel erwartet ausgefallen ist. Auf der anderen Seite hätte der Dollar auch von den wesentlich besser als erwartet publizierten neu geschaffenen Stellen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP profitieren können. Genauso vom besser als prognostiziert ausgefallenen ISM-Einkaufsmanager-Index der Dienstleister. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Setzt man noch das jüngste Verkaufssignal der technisch orientierten Analysten für den Euro gegenüber dem US-Dollar als weiteres Argument obendrauf, muss man sich fast schon wundern, wie schleppend sich die Gemeinschaftswährung in Richtung Süden entwickelt. Noch haben also die Euro Bullen nicht die Reißleine gezogen. Dies wird vermutlich frühestens dann geschehen, wenn an der Unterseite <strong>1,1985/90</strong> (leicht modifiziert) nicht mehr gehalten werden kann. Bis dahin bleibt der mittelfristige Aufwärtstrend auf jeden Fall erhalten, wobei der korrektive Abwärtspfad des Euro (samt seines technisch ungünstigen Umfelds) nunmehr bereits nach Überschreiten von <strong>1,2145</strong> beendet wäre.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/die-rueckkehr-des-euro-retters/">Die Rückkehr des Euro-Retters</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/die-rueckkehr-des-euro-retters/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Matrizen, Mutmaßungen und Mythen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/matrizen-mutmassungen-und-mythen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/matrizen-mutmassungen-und-mythen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Sep 2017 15:53:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Draghi]]></category>
		<category><![CDATA[Szenariodenken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=9640</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es hat mich doch erstaunt, welche Art von Research ich während der vergangenen Tage von verschiedenen Analysten auf den Tisch bekommen habe. Fangen wir mit dem Naheliegenden an. Nachdem der DAX in der vergangenen Woche wie vielerorts angekündigt oder befürchtet seine 200-Tage-Linie von oben nach unten (nach gängiger Lesart gleichbedeutend mit einem Verkaufssignal, vgl. auch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/matrizen-mutmassungen-und-mythen/">Matrizen, Mutmaßungen und Mythen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9636 alignleft" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/09/Senti_06092017-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Es hat mich doch erstaunt, welche Art von Research ich während der vergangenen Tage von verschiedenen Analysten auf den Tisch bekommen habe. Fangen wir mit dem Naheliegenden an. Nachdem der DAX in der vergangenen Woche wie vielerorts angekündigt oder befürchtet seine 200-Tage-Linie von oben nach unten (nach gängiger Lesart gleichbedeutend mit einem Verkaufssignal, vgl. auch meinen Kommentar zu diesem Mythos: <a href="https://www.joachim-goldberg.com/2017/08/30/wiederbelebter-mythos/" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #000000;"><strong>HIER</strong></span></a>) und nur 48 Stunden später wieder von unten nach oben durchstoßen hatte (Kaufsignal, Basis Schlusskurs, tatsächliche Exekution meist schlechter), ergab sich erwartungsgemäß ein Verlustsignal. Aber heute Morgen muss ich erneut diesen fürchterlichen Unsinn lesen, wonach es für den DAX möglicherweise wieder zappenduster aussähe, wenn die 200-Tage-Linie (heute bei 12.045 DAX Zählern) ihre Unterstützung versagen und überdies die runde 12.000er Marke kurz danach zur Disposition stünde. Ob es wohl dieses Mal klappt?</p>
<p>Zum zweiten bekomme ich Überlegungen präsentiert, was wohl dem Euro nach der morgigen Sitzung der Europäischen Zentralbank alles passieren könnte. Folgende Szenarien befinden sich derzeit vielerorts im Angebot. Wird EZB-Präsident Mario Draghi</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>a)     &#8230;wohl eine Ankündigung oder nur versteckte Andeutung machen, ob – sofern die ökonomischen Voraussetzungen gegeben sind – bei der darauffolgenden Zusammenkunft des EZB-Rats am 26. Oktober über einen sanften Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm entschieden wird?</p>
<p>oder</p>
<p>b)     werden bereits Morgen Nägel mit Köpfen gemacht und direkt eine geldpolitische Wende eingeläutet (unwahrscheinlich)?</p>
<p>oder sagt …</p>
<p>c)     &#8230;Draghi gar nichts zu diesem Thema?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und dann lese ich sinngemäß:</p>
<p>Wenn a) geschieht, dann könnte der Euro steigen</p>
<p>wenn b) eintritt, dann könnte der Euro ganz besonders stark steigen und</p>
<p>Wenn c) geschieht, könnte die Gemeinschaftswährung – weil dann alle enttäuscht sind – ganz deutlich fallen.</p>
<p>Das ganze natürlich unter der Voraussetzung, dass auf dieser Welt sonst nichts Dramatisches (Stichwort: Nordkorea, USA) passiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht ist es Ihnen genauso ergangen wie mir. Was im Idealfall wie eine simple Entscheidungsmatrix aussieht, ist an viele andere Bedingungen geknüpft. Bedingungen, durch die sich die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser einfach aussehenden Szenarien mit jedem hinzukommenden Element weiter verringert. Denn es muss in einem solchen Szenario nur eine Voraussetzung nicht eintreffen, Mario Draghi sich (und das ist nicht unwahrscheinlich) nicht ganz klar ausdrücken oder eine Entscheidung unter weiteren Bedingungen ankündigen, und das ganze analytische Kartenhaus bricht zusammen. Was mag erst geschehen, wenn der Markt bereits vor der Zentralbanksitzung positioniert ist? Angesichts der Informationsvielfalt an den Finanzmärkten lieben wir scheinbar simple Szenarien – was allerdings mit dem Nachteil verbunden ist, dass wir angesichts der tatsächlichen Komplexität dessen, was geschehen könnte, nur einen ganz winzigen Ausschnitt sehen können.</p>
<p>Relativ einfach ist indes die Umfrage der Börse Frankfurt, die diese allwöchentlich mit ihren Investoren veranstaltet. Das Ergebnis und meinen Kommentar dazu finden Sie A) schriftlich <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Doppelte-Bestrafung-2300705" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #ff0000;">HIER</span></strong></a> oder B) als Video-Interview <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LGKVvyzFUpE" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #00ff00;">DORT</span></strong></a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/matrizen-mutmassungen-und-mythen/">Matrizen, Mutmaßungen und Mythen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/matrizen-mutmassungen-und-mythen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hoffnung auf Wiederholung</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-wiederholung/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-wiederholung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Aug 2017 14:02:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Draghi]]></category>
		<category><![CDATA[Zyklen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=9621</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es gibt nicht wenige Ökonomen, die dem Treffen von Finanzministern, führenden Notenbankern sowie wichtigen Persönlichkeiten aus Forschung und Wissenschaft in Jackson Hole gerade in diesem Jahr besondere Bedeutung zumessen. Denn zum ersten Mal seit 2014 tritt EZB-Präsident Mario Draghi wieder als Sprecher bei diesem Symposium auf. Das letzte Mal, als Mario Draghi vor diesem Kreis [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-wiederholung/">Hoffnung auf Wiederholung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt nicht wenige Ökonomen, die dem Treffen von Finanzministern, führenden Notenbankern sowie wichtigen Persönlichkeiten aus Forschung und Wissenschaft in Jackson Hole gerade in diesem Jahr besondere Bedeutung zumessen. Denn zum ersten Mal seit 2014 tritt EZB-Präsident Mario Draghi wieder als Sprecher bei diesem Symposium auf. Das letzte Mal, als Mario Draghi vor diesem Kreis eine Rede hielt, vor drei Jahren, dürfte vielen Akteuren an den Finanzmärkten noch in guter Erinnerung sein, hatte er doch seinerzeit den Beginn der quantitativen Lockerungsmaßnahmen (QE) erstmals angedeutet. Obwohl bereits aus so genannten Kreisen der EZB kolportiert wird, dass der EZB-Präsident dieses Mal nicht die Bühne in den Rocky Mountains dazu nutzen würde, einen Ausstieg aus der selbigen Politik vorzubereiten, glauben doch nicht wenige Ökonomen an zyklische Gesetzmäßigkeiten, weil es so schön passt, also an eine Wiederholung der Geschichte und daran, dass Draghi am selben Ort das Ende eines Programms einläuten werde, an dem er einst dessen Beginn ankündigte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Widerspruch? – Eine Frage der Position</strong></p>
<p>Es sind übrigens häufig die gleichen Experten, die davor warnen, dass die Aufwärtsbewegung des Euro der EZB ein Dorn im Auge sei und dass die Zentralbank deswegen bei einem weiteren Anstieg der Gemeinschaftswährung zunächst nur verbal, womöglich aber sogar auch tatsächlich intervenieren werde. Damit wird Mario Draghi zu einem Balanceakt und letztlich zu einer taubenhaften Einstellung gezwungen, denn nur ein falsches Wort in Richtung einer möglichen Diskussion über eine geldpolitische Kursänderung könnte dem Euro Flügel verleihen und demzufolge angeblich innerhalb der Zentralbank zu schlaflosen Nächten führen. Also doch keine QExit-Ankündigung? Wer wird gewinnen? Der Glaube an die schöne Harmonie einer Wiederholung oder die Vernunft?</p>
<p>Am Ende ist jedoch alles eine Frage der Positionierung. Diejenigen, die im Euro long sind, hoffen auf einen Hinweis Draghis, diejenigen, die die Gemeinschaftswährung zuletzt ge-shortet haben, hoffen inständig, der EZB-Präsident möge doch ein Wörtchen des verbalen Einhalts – und sei es nur, dass die EZB den Wechselkurs genauestens beobachte – von sich geben. Unlängst habe ich sogar eine Interpretationsanleitung entdeckt, mit der ein Ökonom Hilfe dabei anbot, wie man entsprechende Worte Draghis auszulegen habe.</p>
<p>Zu denen, die einen festen Euro naturgemäß nicht mögen, gehören Investoren, die die Börse Frankfurt allwöchentlich befragt. Wie jene die Situation am Aktienmarkt beurteilen, erfahren Sie von mir <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Die-Ruhe-vor-Jackson-Hole-2299254" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #ff0000;">HIER</span></strong></a> in Schriftform und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3bWRl1YrVRA&amp;feature=em-uploademail" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #00ff00;">DORT</span></strong></a> als Video-Interview.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-wiederholung/">Hoffnung auf Wiederholung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-wiederholung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
