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	<title>Langfristige Kapitalströme Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Fri, 05 Jun 2020 04:46:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ein aufgePEPPtes Programm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2020 04:44:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Langfristige Kapitalströme]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun konnte der Euro gestern sogar den achten Handelstag hintereinander einen Tagesgewinn gegenüber dem Dollar verbuchen. Und dabei werden Erinnerungen wach, nämlich an eine ähnlich lange Phase täglicher Kursgewinne im Februar dieses Jahres – sie dauerte insgesamt zwölf Handelstage und wurde nur von einem einzigen Minus-Tag (Tag 9) unterbrochen. Natürlich waren die Voraussetzungen vor etwas mehr als einem Vierteljahr ganz anders, aber interessanterweise startete der Euro-Aufwärtstrend damals am 19. Februar, genau an dem Tag, an dem die wichtigsten Aktienindices...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1350)</strong>             Nun konnte der Euro gestern sogar den achten Handelstag hintereinander einen Tagesgewinn gegenüber dem Dollar verbuchen. Und dabei werden Erinnerungen wach, nämlich an eine ähnlich lange Phase täglicher Kursgewinne im Februar dieses Jahres – sie dauerte insgesamt zwölf Handelstage und wurde nur von einem einzigen Minus-Tag (Tag 9) unterbrochen. Natürlich waren die Voraussetzungen vor etwas mehr als einem Vierteljahr ganz anders, aber interessanterweise startete der Euro-Aufwärtstrend damals am 19. Februar, genau an dem Tag, an dem die wichtigsten Aktienindices in den USA und hierzulande ihr bisheriges Allzeithoch markierten.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12091" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/05062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/05062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/05062020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun sollten solche statistischen Ähnlichkeiten nicht dazu verführen, auf Wiederholungen in der Zukunft oder gar auf Kausalitäten bzw. Korrelationen zu schließen. Das einzige, was tatsächlich als bemerkenswert gelten darf, ist, dass sich kurzfristige Trends in den vergangenen Monaten anscheinend in ihrer Struktur dergestalt verändert haben, dass sie kaum noch von Korrekturen gekennzeichnet sind. Und von diesen neuartigen Bewegungen haben wir in diesem Jahr neben der jetzigen bereits drei an der Zahl gehabt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Indiz für langfristige Kapitalflüsse</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein Trend ohne Korrekturen mag ein Indiz dafür sein, dass der Kurs des Euro während der vergangenen Tage durch längerfristige Kapitalströme getrieben wurde – gemäß dem Motto: „Raus aus dem Dollar, rein in die Eurozone“. Neben der Idee, dass Fondsmanager in den vergangenen beiden Wochen ihre Untergewichtung in Aktien der Eurozone zulasten ihrer Übergewichtung in US-Aktien korrigiert haben könnten<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>, gibt es natürlich noch andere Gründe, dem Greenback längerfristig den Rücken zu kehren. Etwa wenn China im Rahmen des Konflikts mit den USA eine leichte Umschichtung seiner Dollar-lastigen Währungsreserven in andere Valuten vorgenommen haben sollte. Per Ende April haben diese Währungsreserven immerhin umgerechnet 3,092 Billionen USD betragen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>PEPP treibt Euro</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Den Hauptgrund für die gestrige Eurostärke (zeitweise bis 1,1360) dürfte allerdings das Ergebnis der EZB-Sitzung dargestellt haben. Wie ich gestern (HIER) anmerkte, ist dies durchaus nicht selbstverständlich, denn geldpolitische Lockerungen würden unter normalen Umständen zu einer fallenden Währung führen. So haben die Ratsmitglieder gestern mit breitem Konsens – also nicht einstimmig – beschlossen, das wegen der Corona-Krise aufgelegte PEPP-Programm (Pandemic Emergency Purchase Programme) um 600 Mrd. auf 1,35 Billionen Euro aufzustocken und dieses Programm mindestens bis Juni 2021 laufen zu lassen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Ausweitung des PEPP-Programms mag die Erwartungen der Marktteilnehmer (im Durchschnitt ging man wohl von einer Ausweitung des Programms von 500 Mrd. Euro aus) leicht übertroffen haben, stieß aber dennoch nicht überall auf Gegenliebe. So gab es Kommentatoren, die die Erhöhung des Anleihekaufprogramms zum jetzigen Zeitpunkt für falsch halten. Aber was wäre wohl passiert, wenn die EZB gezögert und somit die Markterwartung enttäuscht hätte? Vielleicht hätten die hiesigen Aktienmärkte einen vorübergehenden Rücksetzer hinnehmen müssen, genauso wie der Euro. Dieser verbleibt nun in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend, dessen gestern avisiertes Potenzial mit 1,1335 bereits überschritten wurde, während seine untere Begrenzung in der steilen Version nun auf <strong>1,1170</strong> angehoben werden kann.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Vgl. etwa die BofA Umfrage unter internationalen Fondsmanagern per 14. Mai mit einer starken Untergewichtung der Manager in Aktien der Eurozone.</span></p>
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		<title>Kurzer Blick in Pandoras Büchse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2019 17:26:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Langfristige Kapitalströme]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade einmal ein Minus von 0,8 Prozent. Das ist das, was der breitgestreute S&#038;P 500-Index am vergangenen Freitag erstaunlicherweise gerade mal an Wert verloren hat. Denn die dafür verantwortliche Meldung hatte es in sich. So erwägt die Trump-Administration Medienberichten zufolge offenbar die Begrenzung US-amerikanischer Kapitalströme in Richtung China. Und nach Angaben von Beteiligten, die mit der Angelegenheit betraut sind, wird anscheinend derzeit eine Möglichkeit durchgespielt, Aktien chinesischer Unternehmen nicht mehr an den US-Börsen handeln zu lassen. Oder aber auch die Engagements amerikanischer Pensionskassen in China zu begrenzen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0940)</strong>             Gerade einmal ein Minus von 0,8 Prozent. Das ist das, was der breitgestreute S&amp;P 500-Index am vergangenen Freitag erstaunlicherweise gerade mal an Wert verloren hat. Denn die dafür verantwortliche Meldung hatte es in sich. So erwägt die Trump-Administration Medienberichten zufolge offenbar die Begrenzung US-amerikanischer Kapitalströme in Richtung China. Und nach Angaben von Beteiligten, die mit der Angelegenheit betraut sind, wird anscheinend derzeit eine Möglichkeit durchgespielt, Aktien chinesischer Unternehmen nicht mehr an den US-Börsen handeln zu lassen. Oder aber auch die Engagements amerikanischer Pensionskassen in China zu begrenzen. <img decoding="async" class="alignright wp-image-11136" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/30092019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/30092019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/30092019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine neue Eskalationsstufe</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Egal nun, ob derartige Schritte berechtigt sind oder nicht und ob sie überhaupt jemals in die Realität umgesetzt werden: Die Teilnehmer an den Finanzmärkten durften einen kurzen Blick in Pandoras Büchse werfen. Diese Büchse, in der alle Ingredienzen enthalten sind, die die Eskalation des US-chinesischen Handelskrieges auf ein neues Niveau hieven könnten, wird von nun an nicht mehr zu verschließen sein. Auch wenn die Sprecherin des US-Finanzministeriums Monica Crowley in der Nacht zum Sonntag (MESZ) beteuerte, dass die Administration <em>derzeit</em> nicht in Betracht ziehe, chinesische Aktiengesellschaften von den US Aktienmärkten auszuschließen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es scheint so, als ob die Börsianer den vollen Umfang dieser Maßnahmen noch nicht so richtig wahrgenommen oder verarbeitet haben. Oder haben sie einfach nur „rational“ Ruhe bewahrt? Natürlich: Die Aktienkurse chinesischer, in den USA gelisteter Unternehmen mussten noch am Freitag teils heftige Verluste hinnehmen. Aber der Rest?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich könnte man jetzt die Angelegenheit herunterspielen, als ob nur einige Falken in der Trump-Administration laut gedacht hätten, um den USA bei den für Oktober geplanten Verhandlungen mit China eine bessere Verhandlungsposition zu verschaffen. Aber China, das gerade erst als Zeichen des guten Willens US-Agrarprodukte wie Sojabohnen und Schweinefleisch in größerem Umfang gekauft haben soll, dürfte sich einmal mehr betrogen und zugleich auch bedroht fühlen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neue Anker</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber selbst, wenn all diese Pläne der US-Regierung nicht in die Tat umgesetzt würden, setzen sie dennoch einen neuen psychologischen Anker. Wobei derartige Anker im Handelsstreit mittlerweile eines gemeinsam haben. Denn gerade was die Ankündigungen von US-Strafzöllen auf China-Importe betrifft, wurden fast alle Drohungen früher oder später in die Praxis umgesetzt. Tatsächlich haben die USA bislang (Goldman Sachs zufolge) keinen der ursprünglich vorgeschlagenen wichtigen Importzölle jemals gesenkt, sondern bestenfalls verschoben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn das Weiße Haus – dem Vernehmen nach – etwaige Maßnahmen zur Begrenzung der Kapitalströme in Richtung China von den Handels-Verhandlungen isoliert betrachtet und mit der chinesischen Regierung darüber überhaupt noch nicht gesprochen haben mag, lässt sich das eine nicht vom anderen trennen. Und China wird zweifellos reagieren. Zwei der möglichen Optionen habe ich im Mai schon einmal <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/05/15/zwei-optionen-mit-wechselwirkung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> diskutiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Vergeltung ist nicht weit</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So geht immer wieder das Gerücht um, China würde möglicherweise seine massiven Bestände in US-Staatsanleihen als Druckmittel ins Spiel bringen. Obwohl eine solche Maßnahme nicht unumstritten ist. Zwar würde eine Reduzierung der Anleihebestände oder auch nur die ausbleibende Nachfrage nach US-Staatsanleihen in größerem Umfang den USA gerade zum jetzigen Zeitpunkt, wo die Fed über eine Ausweitung der Bilanzsumme nachdenken muss, nicht gerade gelegen kommen. Aber andererseits könnten die Anleihekurse durch etwaige Bondverkäufe Chinas zumindest vorübergehend sinken, mit ihnen zusammen aber auch der Wert des restlichen chinesischen Portfolios bei Anleiheverkäufen in größerem Stil. Ohne diesen Gedanken allzu weit zu spinnen, sind das keine guten Auspizien für den US-Dollar.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob sich China angesichts einer drohenden Eskalation im Handelskrieg wie bisher (soweit bekannt) mit Umschichtungen heraus aus dem Dollarraum zurückhalten wird? Ganz zu schweigen von der Signalwirkung für andere Nationen. Was machen denn Anleger und internationale Investoren, wenn sie befürchten müssen, dass ihre Dollar-Guthaben im Extremfall eingefroren werden? Eine Angst, die partiell schon einmal umging. Im Jahr 2002, als der frühere US Präsident George W. Bush in seiner berühmten Rede vom 29. Februar den Begriff der „Achse des Bösen“ prägte, in dessen Folge der Dollar zum Euro massiv abwertete.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück zur Gegenwart. Hier hat der Dollar zum Euro trotz überwiegend ermutigender ökonomischer Daten an Boden verloren. Einmal mehr hat sich auch gezeigt, dass die Gemeinschaftswährung trotz des kurzfristigen Abwärtstrends (<strong>1,1070/5</strong> bis <strong>1,0815/20</strong>) an der Unterseite nicht richtig vorankommt. Im Gegenteil: Im Zweifel ist die Oberseite wie bereits am Freitag leichter durchzuhandeln.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Auferstehung des Euro</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/auferstehung-des-euro/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jun 2019 05:43:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[CME FedWatch Tool]]></category>
		<category><![CDATA[Durchschnitts-Inflationsziel]]></category>
		<category><![CDATA[Fed-Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Langfristige Kapitalströme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht nur US-Präsident Donald Trump macht Druck auf die Fed, sondern auch die Finanzmärkte selbst. Aber nicht nur deswegen präsentierte sich der Dollar gestern in schwacher Verfassung. Umso wichtiger ist die heute und morgen stattfindende Zusammenkunft der Fed, die in Chicago zu einer Konferenz eingeladen hat. Dabei wird... </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1250)</strong>             Lag es an der abwartenden Haltung vieler Devisenhändler, dass sich der Euro bis zum gestrigen Abend noch wie gewohnt schleppend gegenüber dem Dollar bewegte? Immerhin gab es dann noch am Ende im New Yorker Handel den höchsten Tagesgewinn seit dem 25. Januar für den Euro zu verzeichnen. Der Kursanstieg zeigt: Offenbar hatten viele Akteure nicht mit einer derartigen Bewegung gerechnet, obwohl man angesichts der Entwicklungen am US-Anleihemarkt durchaus Volatilität im Devisenmarkt hätte erwarten können.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Denn die Erwartungen der Akteure an mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank scheinen sich nun von Tag zu Tag ein wenig mehr zu erhöhen. Dies vermitteln die Futures-Märkte bzw. das CME FedWatch Tool, das mittlerweile sogar für vier Zinssenkungen in diesem Jahr (à 25 Basispunkten) eine implizite Wahrscheinlichkeit von mehr als 12 Prozent ausweist. Rechnerisch am wahrscheinlichsten sind allerdings zwei Zinssenkungen in diesem Jahr. Mit anderen Worten: Nicht nur US-Präsident Donald Trump übt Druck auf die Fed aus, sondern die Finanzmärkte ebenfalls. Auch deswegen präsentierte sich der Dollar gestern in schwacher Verfassung.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10650" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/06/04062019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Umso wichtiger ist Konferenz, zu der die Fed in Chicago für heute und morgen eingeladen hat. Dabei soll nicht nur über die Geldpolitik, sondern auch über die Art und Weise, wie diese kommuniziert wird, gesprochen werden. Und natürlich dreht sich vieles um die beiden Ziele der Notenbank, für Wachstum und eine angemessene Inflation zu sorgen. Gerade diese blieb – gemessen am bevorzugten Maß der Notenbanker, dem Index der privaten Konsumausgaben (PCE) in der Kernrate – mit 1,6 Prozent im April hinter dem Ziel von 2 Prozent zurück.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neuer Ansatz?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und weil die US-Inflation permanent hinter den Prognosen zurückbleibt, ist es auch kein Wunder, dass die Inflationsstrategie der Fed möglicherweise neu formuliert werden könnte. Und zwar dergestalt, dass statt einer einfachen Inflationsobergrenze bei 2 Prozent in Zukunft eine <em>durchschnittliche</em> Inflation (über mehrere Monate) in gleicher Höhe angestrebt würde. Das allerdings hätte zur Folge, dass in Phasen steigender Inflation das ursprüngliche Inflationsziel von 2 Prozent überschritten werden müsste, um den naturgemäß hinterherhinkenden Durchschnittswert ebenfalls auf das gleiche Niveau zu hieven. Diese Neuinterpretation des Inflationsziels könnte letztlich als Signal für eine lockerere Geldpolitik stehen, weshalb jedweder Hinweis in diese Richtung von den Finanzmarktteilnehmern umgehend quittiert werden dürfte. Genauso wie etwaige Kommentare einzelner Mitglieder des Offenmarktausschusses inklusive von Fed-Chef Jerome Powell, dessen Rede heute ebenfalls mit Spannung erwartet wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Langfristige Kapitalströme zeigen Wirkung </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin gelang es dem Euro am gestrigen Handelstag, sich in der oberen Hälfte seiner Konsolidierung zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1320/25</strong> festzusetzen. Und die Chancen, die Obergrenze des Feldes zu durchbrechen, stehen nicht schlecht, wobei der Euro oberhalb von <strong>1,1165</strong> sogar gut gehalten bleibt. Es scheint sich – neben allen US-Zinssenkungs-Fantasien – auch unsere Vermutung zu bestätigen, dass langfristige Kapitalverschiebungen (vgl. <a href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/05/31/sinkflug-in-zeitlupe/"><strong><span style="color: #000000;">HIER</span></strong></a>) aus dem Dollar- in den Euroraum in der letzten Maiwoche ein stärkeres Abgleiten der Gemeinschaftswährung ein weiteres Mal verhindert haben. Denn die jüngsten Entwicklungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China und jüngst auch Mexiko haben das Vertrauen der Akteure in den Dollar nicht gerade erhöht.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/auferstehung-des-euro/">Auferstehung des Euro</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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