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	<title>IWF-Wachstumsprognose Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Extremrisiko Präsidentschaftswahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2020 04:53:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[BofA Fondsmanager-Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[IWF-Wachstumsprognose]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es hatte sich gestern bereits angedeutet, dass die Euro-Händler die Risikofreude der Aktienmarktteilnehmer nicht mittragen würden. Umso deutlicher war die Reaktion der Gemeinschaftswährung, als die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks gestern leicht nachgaben. Hauptgrund: Die angebliche Angst vor weiter steigenden, nicht kontrollierbaren Covid-19-Infektionszahlen in Europa. Von breit angelegter Risikoaversion konnte man dennoch nicht sprechen, wenn...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>745)             </strong>Es hatte sich gestern bereits angedeutet, dass die Euro-Händler die Risikofreude der Aktienmarktteilnehmer nicht mittragen würden. Umso deutlicher war die Reaktion der Gemeinschaftswährung, als die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks gestern leicht nachgaben. Hauptgrund: Die angebliche Angst vor weiter steigenden, nicht kontrollierbaren Covid-19-Infektionszahlen in Europa.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12597" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/14102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/14102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/14102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von breit angelegter Risikoaversion konnte man dennoch nicht sprechen, wenn man bedenkt, dass etwa die Aktien der Eurozone, gemessen am EURO STOXX 50, gestern gerade einmal um einen Prozentpunkt nachgaben. Im Vergleich zu den Kursgewinnen der davorliegenden sieben Handelstage – jeder einzelne endete mit einem Plus – konnte man den Rücksetzer jedoch nicht einmal als eine angemessene technische Reaktion einstufen. Indes: Der Euro reagierte für seine Verhältnisse überproportional deutlich mit einem Tagesminus von rund 0,7 Prozent und machte damit den Kursanstieg der vorangegangenen vier Handelstage fast komplett zunichte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Verbesserte IWF-Prognosen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Haben die Devisenhändler womöglich überreagiert? Zumindest wenn man bedenkt, dass der IWF gestern seine globale Wachstumsprognose gegenüber Juni für das laufende Jahr um 0,8 Prozent auf eine Kontraktion von immer noch 4,4 Prozent angehoben hatte. Überhaupt in diesem Zusammenhang von einer Wachstumsprognose zu sprechen hat schon etwas von einem Euphemismus. Für die Eurozone wurde übrigens die reale Schrumpfung von -10,2 Prozent auf -8,3 Prozent für das laufende Jahr zurückgenommen. Indes: Bezüglich China sprechen wir tatsächlich von einer Wachstumsprognose. Und die hob der IWF für dieses Jahr auf 1,9 Prozent (Juni +1,0 Prozent) an.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In den USA wurde gestern immerhin die Entwicklung der Konsumentenpreise für den Monat September publiziert. Dabei gab es wenig Überraschendes zu vermelden, da der Konsumentenpreisindex gegenüber dem Vorjahr mit +1,4 Prozent und in der Kernrate mit einem Plus von 1,7 Prozent so ausgefallen war wie von den Ökonomen im Mittel erwartet. Aus dem Rahmen fielen allerdings wie bereits im August die Preise für gebrauchte Kraftfahrzeuge, die mit einem abermals hohen Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vormonat so stark wie zuletzt im Jahr 1969 ausgefallen waren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fondsmanager haben Angst vor Anfechtung der US-Wahlen </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Interessantes brachte auch die jüngste Fondsmanagerumfrage der Bank of America zutage. Danach glauben nämlich 61 Prozent der Befragten, dass das Ergebnis der US-Wahlen am 3. November angefochten werden wird. Dies ist insofern interessant, als sich bereits zum Ende der Befragung am 8. Oktober in den Umfragen ein deutlicher Vorsprung von Joe Biden gegenüber dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump abzeich<span style="color: #000000;">nete<a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong>1</strong>]</a>.</span> Ein Vorsprung, der zumindest zum Wochenbeginn als beruhigend und als einer der Hauptgründe für den starken Anstieg der Aktienkurse in den USA genannt wurde. Aber bei den Extremrisiken rangieren die US-Wahlen an zweiter Stelle nach der Angst vor einer zweiten Covid-19-Welle.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mit dem gestrigen Unterschreiten von 1,1745/50 hat der Euro nunmehr seine stabile Position verloren, bleibt aber in einem trendlosen Zustand. Das sich öffnende Schwächepotenzial ist außerdem mit <strong>1,1660/65</strong> zunächst recht überschaubar und kann mit Überschreiten von <strong>1,1830</strong> ausgeräumt werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> </span>Landesweit prognostizierte das Institut für politische Nachrichten RealClear Politics seinerzeit einen Vorsprung von 9 Prozent für Biden.</span></p>
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		<title>The Great Lockdown</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2020 04:54:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[BofA Fondsmanager-Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[IWF-Wachstumsprognose]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich konnte man erwarten, dass sie beängstigend schlecht ausfallen würde. Die Rede ist von der jüngsten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF), wonach die globale Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 3 Prozent schrumpfen wird. Das wäre eine größere Kontraktion als nach der Finanzkrise von 2007/08. Im Vergleich zur Januar- Prognose, bei der der IWF noch von einem Wachstum von 3,3 Prozent im Jahr 2020 ausging, bedeutet die...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0970)</strong>             Eigentlich konnte man erwarten, dass sie beängstigend schlecht ausfallen würde. Die Rede ist von der jüngsten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF), wonach die globale Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 3 Prozent schrumpfen wird. Das wäre eine größere Kontraktion als nach der Finanzkrise von 2007/08. Im Vergleich zur Januar- Prognose, bei der der IWF noch von einem Wachstum von 3,3 Prozent im Jahr 2020 ausging, bedeutet die jüngste Projektion eine Veränderung zum Schlechten von insgesamt 6,3 Prozentpunkten. Eine Rezession, der der IWF die Bezeichnung „The Great Lockdown“ verlieh, was so viel wie „die große Ausgangssperre“ bedeutet. Für Deutschland sieht die Prognose übrigens eine Schrumpfung von 7 Prozent in diesem Jahr vor.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11860" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/15042020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/15042020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/15042020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>V – wie Victory?</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im kommenden Jahr soll dann alles besser werden, denn das Basisszenario des Währungsfonds sieht für 2021 eine Wachstumserholung von 5,8 Prozent vor, was letztlich einer V-förmigen Erholung der Weltwirtschaft gleichkäme<span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></span>. Wobei die Chefvolkswirtin des IWF, Gita Gopinath, gleichzeitig davor warnte, das Eintreten eines solches Szenarios als garantiert anzusehen. Diese Ansicht vertraten übrigens auch die von der BofA jüngst befragten Fondsmanager, von denen sich nur 15 Prozent für eine V-förmige Erholung begeistern konnten. Das Gros (52 Prozent) geht dagegen eher von einem U-förmigen Wachstumsverlauf aus.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Extremer Pessimismus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber die in der Woche vom 1. bis 7. April befragten Fondsmanager bekundeten darüber hinaus einen extremen Pessimismus. Nicht nur weil die Kassenquoten einmal mehr, nun von 5,1 auf 5,9 Prozent, geradezu nach oben schossen, was dem höchsten Stand seit den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 entspricht. Ein Pessimismus, der vom niedrigsten Stand der Aktienallokation der Vermögensverwalter seit März 2009 sekundiert wird. Dabei ist es fast überflüssig zu erwähnen, dass 93 Prozent der Befragten in diesem Jahr eine weltweite Rezession erwarten. Auch sollte es nicht überraschen, dass das größte Extrem-Risiko in einer zweiten COVID-19-Welle – 57 Prozent der Befragten äußerten diese Sorge – gesehen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Bullishe Dollar-Positionen immer noch ziemlich beliebt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ahnen Sie bestimmt bereits, wie der berühmte BofA „Bull &amp; Bear“-Indikator auf einer Skala von 0–10 ausgefallen ist. Ja, bei Erhebungsende am 7. April herrschte ein extremer Pessimismus, der sich in einem Indikatorwert von 0,0 niederschlug. Wer jedoch aufgrund dieses extremen Wertes jetzt eine konträre Position in Gestalt eines bullishen Aktienengagements vornehmen möchte, sei vorsorglich gewarnt. Denn ein Teil einer potenziell darauf beruhenden Erholungsbewegung im US-Aktienmarkt liegt womöglich bereits hinter uns.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zu den beliebtesten Positionen im April, allerdings nur an dritter Stelle, gehörten übrigens Long-Engagements im US-Dollar. Sollten diese Dollar-Positionen tatsächlich noch existieren, dürften diese sich nunmehr unter Wasser befinden, wenngleich auch in nicht allzu großer Tiefe. Tatsächlich ist es sogar erstaunlich, dass der Greenback nicht schon viel niedriger notiert, wenn man die derzeit vorherrschende Risikofreude an den Aktienmärkten zugrunde legt. Ganz zu schweigen von den großen Stimulus-Programmen der US-Notenbank. Und so schleicht sich auch der Euro nur langsam nach oben, wobei der Gemeinschaftswährung allerdings das Momentum des übergeordneten kurzfristigen Abwärtstrends fast vollständig geraubt wurde. Ein Trend, der übrigens nach Überschreiten von <strong>1,1000/05</strong> (leicht modifiziert) beendet wäre. Unterhalb von <strong>1,0890/95</strong> würde indes das ursprüngliche Abwärtsmomentum wieder aufleben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a> V-förmig, weil die grafische Darstellung der Wachstumsentwicklung einem V ähneln würde. Analog dazu die U-förmige Wachstumsentwicklung, wo nach die Erholung nach einer Rezession erst mit erheblicher Verzögerung eintreten würde.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/the-great-lockdown/">The Great Lockdown</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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