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	<title>Humphrey Hawkins Testimony Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Von Rekord zu Rekord</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 04:49:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Humphrey Hawkins Testimony]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun gab es gestern aus den USA einen weiteren Baustein in Sachen Inflation zu verarbeiten. Die Rede ist vom Produzentenpreisindex, der im Juni mit einem Plus von 1,0 Prozent (Kernrate ebenfalls +1,0 Prozent) gegenüber dem Vormonat deutlich über der Median-Schätzung der Ökonomen lag. Langsam frage ich mich, was wohl passiert wäre, wenn eine solche Zahl [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun gab es gestern aus den USA einen weiteren Baustein in Sachen Inflation zu verarbeiten. Die Rede ist vom Produzentenpreisindex, der im Juni mit einem Plus von 1,0 Prozent (Kernrate ebenfalls +1,0 Prozent) gegenüber dem Vormonat deutlich über der Median-Schätzung der Ökonomen lag. Langsam frage ich mich, was wohl passiert wäre, wenn eine solche Zahl einmal hinter den Erwartungen der Experten zurückbliebe, denn die Marktreaktion auf die Zahlen fiel spärlich aus. Immerhin gibt es nun genug zu schreiben und zu lamentieren, denn es ist nicht nur von Rekordhochs und Serien ununterbrochener Preissteigerungen die Rede. Analysten und Kommentatoren haben also auch im Juli genügend Material, das ansonsten drohende Sommerloch bei den Finanzmedien zu erfüllen. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13688" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/15072021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/15072021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/15072021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die große Frage, die die Akteure natürlich bewegt, ist, wann der Zeitpunkt gekommen sein wird, dass die US-Notenbank auf die bislang steigenden Inflationsraten reagiert. Zumal nicht davon auszugehen ist, dass es beim für die Fed maßgeblichen Inflationsmaß, dem Index für die Privaten Konsumausgaben (PCE), einen anderen Trend als den vorliegenden geben wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Powell bleibt gelassen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>I</strong>mmerhin hätte Fed-Chef Jerome Powell gestern Gelegenheit gehabt, zu diesen Entwicklungen Stellung zu beziehen. Denn wieder einmal war das sogenannte Humphrey Hawkins Testimony, die halbjährliche Anhörung vor Ausschüssen des Kongresses, angesagt. Aber in der vorgefertigten Stellungnahme blieb Powell wohl ganz bewusst in Sachen „forward guidance“ vage und betonte stattdessen, dass die US-Ökonomie von einem wesentlich weiteren Fortschritt noch weit entfernt sei. Auch äußerte der Fed-Chef vor dem Bankenausschuss des Repräsentantenhauses, dass der Arbeitsmarkt lange brauchen werde, um sein früheres Niveau [vor der Pandemie] zu erreichen. Mit anderen Worten: Man muss sich als Finanzmarktteilnehmer derzeit offenbar keine Sorgen machen, dass die Diskussion über ein mögliches Zurückfahren der Wertpapierkäufe (Tapering) Fahrt aufnehmen könnte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Heimische Börsianer zunehmend skeptisch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Geduld ist also weiterhin angesagt. Und natürlich wiederhole ich mich, wenn ich darauf hinweise, dass man frühestens im Herbst, vermutlich sogar erst zum Jahresende sagen kann, ob die derzeit vergleichsweise hohen Inflationsraten vorübergehender Natur sein werden. Tatsächlich bleibt der US-Notenbank nichts anderes übrig, als Ruhe zu bewahren. Dies scheinen auch die Teilnehmer an den Aktienmärkten zu sehen, wo es gestern in den USA teilweise, aber auch beim hiesigen DAX, zu neuen marginal höheren Allzeithochs gekommen ist. Dass die institutionellen Investoren hierzulande dem Anstieg des Börsenbarometers nicht viel Momentum zubilligen möchten, zeigt sich in der gestrigen Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt, die ich <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/5a27b160-b965-4f05-95a7-98a30452ab09" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span> kommentiert habe. Denn der Pessimismus ist zumindest in diesem Panel wieder zurückgekehrt, vermutlich aber nur, um im Falle eines größeren Rücksetzers wieder auf der Seite der Nachfrager zu stehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der US-Dollar ist allerdings gestern nicht erst aufgrund der letztlich taubenhaften Bemerkungen von Jerome Powell gefallen, sondern stand bereits seit dem Vormittag zunehmend unter Druck. Im gleichen Zuge hat der Euro sein wichtiges und weithin im Markt bekanntes Niveau von <strong>1,1770</strong> bislang halten und sich sogar etwas erholen können. Um allerdings den allergrößten Druck von der Gemeinschaftswährung zu nehmen, müsste immer noch <strong>1,1895/00</strong> überwunden werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Wehe, wenn Powell enttäuscht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2019 04:53:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Humphrey Hawkins Testimony]]></category>
		<category><![CDATA[Türkische Zentralbank]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute kommt es nun zur Anhörung von US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. Einige Marktteilnehmer befürchten, dass von diesem Ereignis ein Signal ausgehen könnte, durch das eine Zinssenkung von 25 Basispunkten bei der kommenden Fed-Sitzung Ende Juli infrage gestellt sein könnte. Und weil dieser Schritt praktisch zu 100 Prozent eingepreist ist, wäre ein anderslautender Hinweis Powells für viele Akteure gleichbedeutend mit einer bösen Überraschung. Man braucht dabei keine große Vorstellungskraft...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1205)</strong>             Heute kommt es nun zur Anhörung von US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. Einige Marktteilnehmer befürchten, dass von diesem Ereignis ein Signal ausgehen könnte, durch das eine Zinssenkung von 25 Basispunkten bei der kommenden Fed-Sitzung Ende Juli infrage gestellt sein könnte. Und weil dieser Schritt praktisch zu 100 Prozent eingepreist ist, wäre ein anderslautender Hinweis Powells für viele Akteure gleichbedeutend mit einer bösen Überraschung. Man braucht dabei keine große Vorstellungskraft zu besitzen, um sich auszumalen, wie in diesem Falle etwaige Tweets des US-Präsidenten aussehen würden. Ein Kommentar wie „not good“ würde fast schon beschönigend klingen. Und deswegen hat der ökonomische Chefberater Donald Trumps, Larry Kudlow, gestern in einem Fernsehinterview noch einmal klargemacht, worauf die Fed zu achten habe: auf Inflationsindikatoren und nicht auf Signale aus dem Arbeitsmarkt. Mit anderen Worten: Die Fed muss die Zinsen senken. Nein, niemand habe die Absicht, Powell aus dem Amt zu jagen, beteuerte Kudlow.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10807" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/10072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber genau das scheinen Kommentatoren für möglich zu halten. So vergleicht etwa der von mir geschätzte John Authers (Bloomberg) das Verhältnis Donald Trumps zu Jerome Powell mit der Beziehung zwischen dem britischen König Heinrich II. und Thomas Becket, dem Erzbischof von Canterbury. Beide waren ursprünglich gute Freunde, aber als Becket, vormals Lordkanzler, sich in seiner späteren Position als Erzbischof weigerte, den Vorstellungen des Königs zu entsprechen, wurde er 1170 in seiner Kathedrale in Canterbury von Rittern Heinrichs II. ermordet. Heinrich II. zog sich deswegen den Zorn des damaligen Papstes Alexander III. zu und musste sich als Buße für seine Missetat von Mönchen öffentlich auspeitschen lassen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wer würde Trump zu Rechenschaft ziehen?</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenn man diese Begebenheit aus dem englischen Mittelalter auf Trump und Jerome Powell überträgt, ergeben sich insofern gewisse Parallelen, als Jerome Powell ursprünglich einmal von Trump selbst ausersehen wurde, dann allerdings nicht in dessen Sinne „lieferte“. Jetzt wird Powell sicherlich nicht um sein Leben, aber möglicherweise um seinen Job bangen müssen, obwohl eine Entlassung des Fed-Präsidenten rechtlich umstritten wäre. Natürlich gibt es auch heute keinen mächtigen Papst mehr, der Trump im Falle eines Falles zur Rechenschaft ziehen könnte. John Authers hat in seinem Beitrag die US-Anleihemärkte als Strafinstanz für Trump an Stelle des Papstes ausersehen. Denn diese würden wohl mit massiven Anleiheverkäufen reagieren. Strafe muss sein. Dabei bin ich mir nicht einmal sicher, ob die Reaktion an den Bondmärkten im Falle einer Entlassung Powells, mit der ja gleichzeitig auch die Unabhängigkeit der Fed infrage gestellt würde, am Ende wirklich so drastisch ausfallen würde. Natürlich kann man die Situation um die Türkische Zentralbank, deren Chef am vergangenen Samstag auf Geheiß von Staatspräsident Erdogan seines Postens enthoben wurde, nicht mit der der US-Notenbank vergleichen. Dort zumindest ist anschließend weder die Rendite zehnjähriger türkischer Staatsanleihen explodiert, noch ist die türkische Lira ins Bodenlose gefallen. Mit anderen Worten: Eine drastische Strafe der Finanzmärkte ist bislang ausgeblieben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch gestern hat sich der Euro weiter nach unten gequält und noch nicht einmal seinen ersten Potenzialpunkt bei <strong>1,1170/75</strong> (darunter <strong>1,1110</strong>) getestet. Und so hat sich auch der Stabilisierungspunkt der Gemeinschaftswährung nur minimal nach unten, nämlich auf <strong>1,1325/30</strong> abgeschwächt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Delikate Anhörung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jul 2019 04:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Humphrey Hawkins Testimony]]></category>
		<category><![CDATA[Unabhängigkeit US-Notenbank]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Interesse der Händler richtet sich auf Morgen, wenn der Chef der US-Notenbank Jerome Powell in seiner zweitägigen Anhörung vor Ausschüssen des Repräsentantenhauses und des Senats (Donnerstag) Rede und Antwort stehen muss. Und was die Fed angeht, wird das Ganze auch noch durch das Protokoll der vergangenen Sitzung des Offenmarktausschusses abgerundet, das ebenfalls am morgigen Mittwoch publiziert wird. Während besagtes Protokoll, die sogenannten „Minutes“, eine Sitzung widerspiegelt, die drei Wochen zuvor stattgefunden und somit von wichtigen Ereignissen überholt worden sein dürfte, ist die Anhörung Powells...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/delikate-anhoerung/">Delikate Anhörung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1215)</strong>             Ein weiterer recht langweiliger Tag für Euro-Händler liegt hinter uns. Dabei ist es nicht so, dass die Akteure an den Finanzmärkten keine wichtigen Neuigkeiten zu verarbeiten gehabt hätten. Aber offenbar richtet sich das Interesse der Händler vielmehr auf den kommenden Mittwoch, wenn der Chef der US-Notenbank Jerome Powell in seiner zweitägigen Anhörung vor Ausschüssen des Repräsentantenhauses und des Senats (Donnerstag) Rede und Antwort stehen muss. Und was die Fed angeht, wird das Ganze auch noch durch das Protokoll der vergangenen Sitzung des Offenmarktausschusses abgerundet, das ebenfalls am morgigen Mittwoch publiziert wird.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10803" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/09072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während besagtes Protokoll, die sogenannten „Minutes“, eine Sitzung widerspiegelt, die drei Wochen zuvor stattgefunden und somit von wichtigen Ereignissen überholt worden sein dürfte, ist die Anhörung Powells, das sogenannte Humphrey Hawkins Testimony, wesentlich bedeutender. Denn letztlich versprechen sich die Marktteilnehmer gerade angesichts des positiven US-Arbeitsmarktberichts vom vergangenen Freitag Hinweise darauf, ob es bei der kommenden Fed-Sitzung Ende des Monats tatsächlich zu einer präventiven Zinssenkung von 25 Basispunkten kommen wird. Die Futures-Märkte haben einen derartigen Schritt längst eingepreist und die völlig überzogenen Erwartungen mancher Akteure, die Fed könne womöglich sogar den Leitzins um 50 Basispunkte senken, sind zuletzt korrigiert worden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wer hilft eigentlich Powell?</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Noch interessanter allerdings könnte sein, wie Jerome Powells auf die erneut versuchte Einflussnahme von US-Präsident Donald Trump auf die Notenbankpolitik reagiert. Denn trotz der guten Zahlen zum Arbeitsmarkt am vergangenen Freitag zog Trump via Twitter erneut über die Fed her. Diese Angriffe häufen sich zunehmend, egal, was gerade makroökonomisch geschieht. Tatsächlich bleibt Powell bei der Anhörung am Mittwoch vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses gar nichts anderes übrig, als explizit die Unabhängigkeit der Fed zu verteidigen. Und es ist sicherlich kein Zufall, dass immer wieder Medienberichte die Runde machen, wonach Trump sogenannten Regierungsquellen zufolge den Notenbankchef lieber heute als morgen loswerden möchte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während sich die Medien diesseits des Atlantiks zu Recht über den vorzeitigen Rausschmiss des türkischen Notenbankpräsidenten durch Staatspräsident Erdogan aufregen und die Devisenmärkte die türkische Lira mit einem zeitweisen Wertverlust von 2,8 Prozent (gegenüber USD) aber nicht wirklich abstraften, hält sich das Bedürfnis der Kommentatoren, Jerome Powell gegen Trump den Rücken zu stärken, in Grenzen. Entweder hat man sich an die häufigen Tiraden Trumps bereits gewöhnt oder man hofft, es werde doch gar nicht so weit kommen. So sieht es fast aus, als ob viele mit Spannung dabei zuschauen würden, ob es Trump trotz anscheinend unklarer Rechtslage tatsächlich gelingen könnte, den Fed-Chef aus dem Sattel zu heben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So gesehen ist der Dollar eigentlich viel zu fest, vor allem wenn man bedenkt, dass das Thema Währungskrieg (massive Abwertung des Greenback) auch zum Repertoire der Administration Trump gehören könnte. Der Euro jedenfalls hat zwar weiterhin einen Abwärtsrisiko bis <strong>1,1170</strong> (modifiziert) bzw. <strong>1,1110</strong>, aber dieses Potenzial gewinnbringend zu handeln scheint angesichts des entfernten Stabilisierungspunkts bei <strong>1,1330/35</strong> nicht gerade attraktiv zu sein.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/delikate-anhoerung/">Delikate Anhörung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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