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	<title>Hebel Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Wenn alle Regeln versagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2020 05:50:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Hebel]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstumsprognosen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In vielerlei Hinsicht hat die abgelaufene Handelswoche in den Finanzmärkten Dinge hervorgebracht, die es bislang noch nicht gegeben hat. Dabei möchte ich an dieser Stelle gar nicht aufzählen, wie hoch die Kursverluste an den Aktienmärkten zum Wochenschluss waren oder wie hoch der hiesige Volatilitätsindex, der VDAX New, am vergangenen Montag in der Spitze notierte – der Index war weiter nach oben geklettert, als wir dies während der Finanzkrise 2008 erlebten, und markierte mithin ein neues Allzeithoch. Und ein Blick in die USA zeigt, dass die Investoren zum ersten Mal nach 1929 seit Donnerstag vor einer Woche an drei Tagen hintereinander Kursausschläge in einer Größenordnung von mehr als 9 Prozent – zweimal nach unten und einmal als Erholungsbewegung – verbuchen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0740)</strong>             In vielerlei Hinsicht hat die abgelaufene Handelswoche in den Finanzmärkten Dinge hervorgebracht, die es bislang noch nicht gegeben hat. Dabei möchte ich an dieser Stelle gar nicht aufzählen, wie hoch die Kursverluste an den Aktienmärkten zum Wochenschluss waren oder wie hoch der hiesige Volatilitätsindex, der VDAX New, am vergangenen Montag in der Spitze notierte – der Index war weiter nach oben geklettert, als wir dies während der Finanzkrise 2008 erlebten, und markierte mithin ein neues Allzeithoch. Und ein Blick in die USA zeigt, dass die Investoren zum ersten Mal nach 1929 seit Donnerstag vor einer Woche an drei Tagen hintereinander Kursausschläge in einer Größenordnung von mehr als 9 Prozent – zweimal nach unten und einmal als Erholungsbewegung – verbuchen mussten.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11771" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/23032020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/23032020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/23032020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kein sicherer Hafen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings wurde auch etwas anderes während der vergangenen Woche offenkundig: Anscheinend gab es keine Anlageklassen, die angesichts der Aktienkursverluste zu einer Beruhigung der geschundenen Nerven beitragen konnten. Der einst als sicherer Hafen betrachtete Markt für US-Staatsanleihen schwankte wild hin und her und schwächte sich zeitweise parallel zu den Aktienkursen ab. Seit die Rendite der zehnjährigen Treasuries am 9. März ein Rekordtief von rund 0,32 Prozent erlebten, gab es keinen Tag mehr, an dem die Handels-Range weniger als 24 Basispunkte betragen hatte. Und am vergangenen Freitag war sie mit knapp 44 Basispunkten sogar am stärksten. Selbst Gold erwies sich in der Krise nicht als werterhaltend und machte innerhalb von zwei Wochen gegenüber dem US-Dollar den kompletten Kursgewinn seit Jahresbeginn zunichte. Kurzum: Vermögensverwalter haben offenbar alles verkauft, was sie auf die Schnelle loswerden konnten. Weil es den Anschein hatte, dass alle althergebrachten Regeln versagen würden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Die vermeintlichen Retter</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch etwas anderes ist – ähnlich wie während der Finanzkrise im Jahr 2008 – noch einmal deutlich geworden. Vielerorts wurden große Investments, teilweise mit kräftigem Hebel, unter der Prämisse getätigt, dass nichts Schlimmes passieren würde. Denn die Marktentwicklung der Vergangenheit hat Investoren und Anlegern bis Mitte Februar suggeriert, dass Aktien alternativlos seien. Und das, obwohl die Corona-Pandemie zu diesem Zeitpunkt erkennbar in vollem Gange war. Denn im Zweifel gab es ja immer noch – für den Fall, dass tatsächlich etwas Schlimmes passieren würde – die Notenbanken, die einem aus dem Schlamassel retten würden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ist das Schlimmste ausgestanden?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich bin in der vergangenen Woche häufig gefragt worden, ob nun das Schlimmste vorbei sei. Was den Auslöser des ganzen Dramas an den Finanzmärkten angeht, die Corona-Pandemie, muss man diese Frage mit einem klaren Nein beantworten. Denn angesichts teils exponentiell steigender Infektions- und Sterbezahlen ist eine Gewöhnung an die schlechten Nachrichten noch nicht möglich gewesen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was die aus der Pandemie resultierenden Folgen für die globale Ökonomie angeht, kann man nur ganz wild spekulieren. Und ich finde es immer wieder faszinierend, dass Strategen großer Investmentbanken, wie etwa Goldman Sachs am Freitag, anscheinend in der Lage sind, für das Bruttoinlandsprodukt der USA im zweiten Quartal eine Schrumpfung von annualisiert 24 Prozent zu prognostizieren. Das liest sich wie eine genaue Prognose und soll wohl Expertise vermitteln. Dem Vernehmen nach sehen die Experten der Bank of America und von J.P. Morgan nur eine Kontraktion von 12 bzw. 14 Prozent für das zweite Quartal.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>(Fast) nichts ist gut </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Egal, welche der drei Prognosen tatsächlich eintreffen wird – einen großen Unterschied macht das nicht. So oder so ist es nicht gut. Einzig der US-Dollar, den viele Investoren im Februar bereits für überbewertet gehalten hatten, erwies sich als sogenannter „sicherer Hafen“ und als gesuchte Fluchtwährung. Damit blieb der Euro auch zum Wochenschluss unter Druck und hat das Zeug, unterhalb von <strong>1,0540/45</strong> seinen Abwärtstrend in Richtung 1,0330 fortzusetzen. Das erste Niveau für eine Stabilisierung liegt auf der anderen Seite erst bei <strong>1,0965</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Relative Krisenbewältigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 13:45:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Reaktion der Finanzmärkte auf den gestrigen Lösungsbeitrag für die EU-Schuldenkrise ist zumindest anfangs fast schon ein bisschen euphorisch ausgefallen. Da muss der Referenzpunkt der Erwartungen schon sehr niedrig gelegen haben, wenn der DAX heute Früh mit einem weiteren Jubelsprung eröffnete. Gemessen an dem von Optimisten einmal erwarteten „großen Wurf“ beim Gipfel der EU-Staats- und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reaktion der Finanzmärkte auf den gestrigen Lösungsbeitrag für die EU-Schuldenkrise ist zumindest anfangs fast schon ein bisschen euphorisch ausgefallen. Da muss der Referenzpunkt der Erwartungen <span id="more-2723"></span>schon sehr niedrig gelegen haben, wenn der DAX heute Früh mit einem weiteren Jubelsprung eröffnete. Gemessen an dem von Optimisten einmal erwarteten „großen Wurf“ beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs, ist allerdings nicht allzu viel übrig geblieben. Und das, was beim gestrigen Treffen beschlossen wurde, mag vielleicht genügen um einen Brand, ausgehend von Griechenland, zu löschen. Nachhaltig ist diese Lösung jedoch nicht. Allein schon der Hebel für den EFSF, der dessen Volumen auf gut 1 Billion Euro aufblähen wird, ist zwar mit dem Faktor vier oder fünf schon recht hoch – doch die Erwartungen der Akteure für eine nachhaltige Beruhigung der Finanzmärkte liegen indes doppelt so hoch. Und so darf man auch für die gestrigen Beschlüsse, die überdies bezüglich des EFSF-Hebels noch zu konkretisieren sind, keine allzu langen Halbwertszeiten erwarten.</p>
<p><span style="font-size: small;">Immerhin konnte sich Angela Merkel zuvor im Bundestag eine Mehrheit von knapp 85 % der Abgeordneten sichern, von denen bestenfalls eine kleine Minderheit verstanden haben dürfte, wofür sie konkret gestimmt haben. Aber auch hier spielt der Referenzpunkt der Handlungsalternative (d. h. mit Nein zu stimmen oder sich zu enthalten) eine Rolle. Denn im Vergleich zu den <em>wahrgenommenen</em> unwägbaren, möglicherweise fürchterlichen Risiken und Konsequenzen, die eine Ablehnung der Aufblähung des EFSF-Schirms mit sich gebracht hätte, sieht eine irgendwie geartete &#8222;Rettung&#8220; schon richtig toll aus. Über diese und andere Themen, aber auch für die Folgen für die Märkte, habe ich übrigens in meinem heutigen Interview, das Andreas Scholz vom <a href="http://www.daf.fm/video/goldberg-nicht-zu-euphorisch-werden-50148850-DE0008469008.html" target="_blank">Deutschen Anlegerfernsehen (DAF)</a> mit mir führte, ausführlich gesprochen. </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Mein Kollege Gianni Hirschmüller sprach zudem im <a href="http://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/teleboerse/Teleboerse-von-11-15-Uhr-article2995906.html">n-tv Interview </a>mit Sabrina Marggraf über das Markt-Sentiment und die Gefahren einer Short-Squeeze.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Nein, es wird nicht getrickst!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 12:23:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nun hat der Bundestag also die Ausweitung des Euro-Rettungsfonds ESFS beschlossen, wobei die Stimmen der Regierungskoalition alleine schon für eine einfache Mehrheit ausgereicht haben. Trotz einiger Abweichler. Wenn man bedenkt, dass sich Finanzminister Wolfgang Schäuble vehement gegen den Vorwurf verwahrte, der erweiterte Rettungsfonds könne nach dem Bundestagsbeschluss womöglich hintenherum über Finanzhebel aufgestockt werden, muss man [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hat der Bundestag also die Ausweitung des Euro-Rettungsfonds ESFS beschlossen, wobei die Stimmen der Regierungskoalition alleine schon für eine einfache Mehrheit ausgereicht haben. Trotz einiger Abweichler. Wenn man bedenkt, dass sich Finanzminister Wolfgang Schäuble vehement gegen den Vorwurf verwahrte,<span id="more-2573"></span> der erweiterte Rettungsfonds könne nach dem Bundestagsbeschluss womöglich hintenherum über Finanzhebel aufgestockt werden, muss man sich allerdings schon ein bisschen wundern, dass die Aktienmärkte darauf so gut wie gar nicht reagiert haben. Denn ein Großteil der bisherigen DAX-Erholungsrallye wurde von den Akteuren mit einer Hoffnung auf eine massive Ausweitung des ESFS-Schirmes auf möglicherweise 2000 Milliarden Euro oder noch mehr verbunden. Oder rechnen die Akteure insgeheim, dass sich eine derartige Aufblähung des Schirms am Ende doch noch in irgendeiner Form durchsetzen lässt, zumal man den Eindruck bekommen muss, der Ursprung dieser Idee stamme aus den USA?</p>
<p>Was die Akteure am Aktienmarkt aber auch den Handel der wichtigsten Währungen zurzeit – mit einem Hinweis auf den Schweizer Franken – tatsächlich bewegt, erfahren Sie im heutigen Interview des <a href="http://www.daf.fm/video/das-kalte-wasser-ist-momentan-500-punkte-tief-50148094-DE0008469008.html" target="_blank">Deutschen Anlegerfernsehens (DAF)</a>, wo ich heute zu Gast bei Melanie Kösser sein durfte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/nein-es-wird-nicht-getrickst/">Nein, es wird nicht getrickst!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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