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	<title>Head &amp; Shoulders Formation Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Träge Reaktion auf US-Inflationsdaten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jul 2021 05:03:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[BofA]]></category>
		<category><![CDATA[Head & Shoulders Formation]]></category>
		<category><![CDATA[US-Inflation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist der US-Konsumentenpreis-Index im Juni zum siebten Mal hintereinander gestiegen, wenn man jeweils die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr in Betracht zieht. Ja, mit einem Zuwachs von 5,4 Prozent stand bei der Jahresinflation eine Zahl vor dem Komma, die zumindest bei Kommentatoren für eine gewisse Aufregung sorgte. Zumal es sich dabei um den größten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist der US-Konsumentenpreis-Index im Juni zum siebten Mal hintereinander gestiegen, wenn man jeweils die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr in Betracht zieht. Ja, mit einem Zuwachs von 5,4 Prozent stand bei der Jahresinflation eine Zahl vor dem Komma, die zumindest bei Kommentatoren für eine gewisse Aufregung sorgte. Zumal es sich dabei um den größten Zuwachs seit August 2008 handelt. In der Kernrate sprechen wir übrigens von einem Plus von 4,5 Prozent im Jahresvergleich – zuletzt war diese nur noch im Jahr 1991 höher. Im Monatsvergleich weist der Konsumentenpreis- Index ein Plus von 0,9 Prozent (Kernrate ebenfalls +0,9 Prozent) aus, praktisch doppelt so viel, wie der Markt im Mittel erwartet hatte. Was Kommentatoren in Aufruhr versetzte, ließ die Finanzmärkte zunächst im Wesentlichen kalt. Lediglich der Dollar machte gegenüber dem Euro einen deutlicheren Sprung. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13676" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/14072021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/14072021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/14072021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Rekordserie setzt sich fort</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Diese erstaunlich träge Reaktion – an den US-Aktienmärkten gab es sogar teilweise neue Rekordhochs –, die auch die Rendite der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit per Saldo zunächst<span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong>1</strong>]</a> </span>fast unverändert beließ, lässt sich vielleicht durch die Ergebnisse der gestern ebenfalls publizierten Fondsmanager-Umfrage der Bank of America (BofA) erklären. Denn nur noch netto 22 Prozent der Befragten gehen in der vom 2. bis 8. Juli durchgeführten Erhebung davon aus, dass die Inflation in den kommenden zwölf Monaten zunehmen       wird. Im Monatsvergleich handelt es sich um einen enormen Rückgang von 42 Prozentpunkten, und eine große Mehrheit, nämlich 70 Prozent der internationalen Umfrageteilnehmer, schließt sich der Ansicht der US-Notenbank an, dass es sich beim derzeitigen Anstieg der Inflation um ein vorübergehendes („transitory“) Phänomen handelt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Boom könnte bald vorbei sein</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch gehen die Fondsmanager davon aus, dass der gegenwärtige Boom womöglich seinen Höhepunkt überschritten hat. Zumal netto nur noch 47 Prozent der Befragten damit rechnen, dass sich die globale konjunkturelle Situation verbessern wird – im März hatten sich davon noch netto (!) 91 Prozent überzeugt gezeigt. Aber auch die Erwartungen an eine steilere Zinsstrukturkurve haben sich nach Angaben des BofA-Chefstrategen Michael Hartnett „drastisch“ verringert. Im Februar glaubten daran noch netto 70 Prozent der befragten Investoren, in der Juli Umfrage sind es nurmehr etwas über 30 Prozent. Kurzum: Immer weniger glauben an das Reflations-Narrativ.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro bleibt unter Druck</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nach dem vergleichsweise ruhigen Vortag hat der Euro infolge der neuerlichen Dollarstärke gestern seinen Abwärtstrend mit einem Tagesverlust von rd. 0,8 Prozent wieder etwas betont. Gleichzeitig hat sich die Gemeinschaftswährung ihrem wichtigen Niveau von <strong>1,1770</strong> genähert, das mancherorts als Auslöser für größere Abwärtsbewegungen gesehen wird. Dieses Niveau ist allerdings derart in aller Munde, dass es an dieser Stelle möglicherweise zu einer Fehlentwicklung kommt. Technische Analysten sehen nämlich unterhalb davon eine große Head &amp; Shoulders Formation komplettiert – mit bearishen Konsequenzen. Was ich jedoch von solchen Formationen halte können Sie <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2014/09/16/ungebrochener-mythos/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong> nachlesen. Auf jeden Fall müsste auf der anderen Seite immer noch <strong>1,1895</strong> überwunden werden, um den Druck auf die Gemeinschaftswährung zu mildern.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a> Erst am Abend kam es möglicherweise aufgrund einer nicht ganz optimal verlaufenden Versteigerung 30-jähriger Staatsanleihen durch das Schatzamt zu steigenden Renditen, etwa bei den Papieren mit zehnjähriger Laufzeit in einer Größenordnung von zeitweise 5 Basispunkten</span></p>
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		<title>DAX: Head &#038; Shoulders und andere Bedrohungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Oct 2014 14:20:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Chartanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlsignal]]></category>
		<category><![CDATA[Head & Shoulders Formation]]></category>
		<category><![CDATA[US-Dollar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun habe ich mich schon seit langer Zeit von der Chartanalyse verabschiedet, bin aber jetzt ein paarmal darauf angesprochen worden, wie ich auf der wöchentlichen Chart die große Head &#38; Shoulders Formation beim DAX einschätze. Mir ist aufgefallen, dass dieses Thema zuletzt nicht so häufig kommentiert wurde, möglicherweise, weil diese Formation die wichtigste und bekannteste [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun habe ich mich schon seit langer Zeit von der Chartanalyse verabschiedet, bin aber jetzt ein paarmal darauf angesprochen worden, wie ich auf der wöchentlichen Chart die große Head &amp; Shoulders Formation beim DAX einschätze. Mir ist aufgefallen, dass dieses Thema zuletzt nicht so häufig kommentiert wurde, möglicherweise, weil diese Formation die wichtigste und bekannteste aller Chartbilder darstellt: Head &amp; Shoulders am Ende eines Aufwärtstrends verheißt laut Lehrbuch nichts Gutes. Aber das wissen fast alle, die mit Finanzmärkten zu tun haben. Und ich kann mir gut vorstellen, dass viele Akteure im Vertrauen auf solche Formationen schon viel Geld verloren haben, weil es nicht wie erwartet nach Durchbruch der Nackenlinie (beim DAX liegt sie derzeit bei 8.895 Zählern!) zum großen Ausverkauf kam. Stattdessen gab es aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades (vgl. dazu auch <span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="https://www.joachim-goldberg.com/ungebrochener-mythos/">HIER</a></strong></span>) häufig Fehlsignale, so dass möglicherweise kaum jemand mehr auf dieses einst so bedeutungsvolle Muster blickt. Zumal die DAX-Formation auch nicht gerade besonders schön geschnitten ist, was manchen Chartisten zur Zurückhaltung mahnen dürfte.</p>
<p>Vielleicht bin ich gerade deswegen ins Grübeln gekommen. Aber die Situation ist geradezu klassisch. Als der DAX nämlich am 19. September sein letztes Zwischenhoch markierte, konnte man bei der Stimmung der mittelfristigen Anleger zwei Tage zuvor einen vergleichsweise hohen Optimismus feststellen. Ebenfalls am 19. September markierte der amerikanische S&amp;P 500 übrigens sein jüngstes Allzeithoch, weswegen der eine oder andere sich für den DAX Ähnliches versprochen haben mag. Wer jedoch im gleichen Zeitraum den Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar betrachtet, muss unweigerlich zum Schluss kommen, dass zumindest US-Anleger derzeit kein gesteigertes Interesse an europäischen, geschweige denn an deutschen Aktien zu haben scheinen. Und wenn Bundesbankpräsident Jens Weidmann in seinem gestrigen Interview im „Wall Street Journal“ erneut seine Bedenken gegenüber weitergehenden Maßnahmen der EZB zum Ausdruck bringt, wird deutlich, dass man dort mit einem schwachen Euro mehr als gut leben kann. Wenn dann auch noch gestern der US-Finanzminister Lew betonte, dass ein starker Dollar für die Vereinigten Staaten gut sei, wird für mich zweierlei deutlich.</p>
<p>Mit einem noch stärkeren US-Dollar erübrigt sich die Dringlichkeit einer schnellen Zinswende für die US-Notenbank. Wichtiger aber noch ist für mich die Tatsache, dass mit einem gewollten Einbahnstraßenkurs des Euro zum Dollar („never fight the central banks“) internationale Investoren bei einem solchen Wechselkursrisiko erst recht keinen Appetit haben dürften, sich im DAX zu engagieren. Wenn dann auch noch die jüngste Erhebung der Börse Frankfurt – meinen Kommentar dazu finden Sie <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+anleger+halten+trotz+kurseinbruchs+an+engagements+fest+74204" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><strong>HIER</strong></span></a> – einen fast unveränderten Optimismus mittelfristiger deutscher institutioneller und privater Investoren zeitigt, zeichnet sich definitiv ab, dass der DAX in den kommenden Wochen mit hoher Wahrscheinlichkeit unter massivem Druck stehen dürfte. Auch ohne Chartbild.</p>
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