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	<title>Flash Crash Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Stopp-Loss-Aversion reloaded</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2015 12:02:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Blitzkorrektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verluste sind nicht angenehm, vor allem nicht wenn man sich mit ihnen bereits vor einer Entscheidung auseinandersetzen soll. Denn die meisten von uns gehen prinzipiell davon aus, dass ihre Entscheidungen profitabel verlaufen. Und wenn doch Verluste eintreten, gleichen sich diese ohnehin wieder aus, sind viele Anleger überzeugt. Man müsse nur genug Zeit und Geduld mitbringen, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Verluste sind nicht angenehm, vor allem nicht wenn man sich mit ihnen bereits vor einer Entscheidung auseinandersetzen soll. Denn die meisten von uns gehen prinzipiell davon aus, dass ihre Entscheidungen profitabel verlaufen. Und wenn doch Verluste eintreten, gleichen sich diese ohnehin wieder aus, sind viele Anleger überzeugt. Man müsse nur genug Zeit und Geduld mitbringen, um in 80 Prozent der Fälle seinen Einstandspreis wiederzusehen.<br />
Davon gehen selbst die meisten Profis an der Börse aus. Und weil man in 20 Prozent der verbleibenden Fälle – dieser Anteil mag durchaus auch noch niedriger ausfallen – mit einem oft recht hohen Verlust konfrontiert wird, sind für mich Stopp-Loss-Marken unerlässlich. Dies habe ich immer wieder in diversen Blogs erläutert. Doch ein Leser wies mich bereits vor Jahren darauf hin, dass man mit einem Stopp-Loss am berüchtigten Tag des „Flash Crash“ an Wall Street, am 6. Mai 2010, alt ausgesehen hätte. Wir erinnern uns: Der US-Aktienmarkt hatte innerhalb einer Nacht nicht nur 10 Prozent seines Wertes verloren, sondern sich anschließend so schnell erholt, dass man, wenn man ohne Stopp-Loss gearbeitet hätte, ein paar Tage später sogar reicher als vor dem besagten Flash Crash gewesen wäre. Soll man also doch keine Verlustbegrenzungen setzen?</p>
<p>Diese Frage habe ich nunmehr in meinem jüngsten Thema des Monats November <strong><u><a href="https://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html">HIER</a></u></strong> für die WGZ Bank zu beantworten versucht.</p>
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		<title>Wann kommt der erste Flash Bounce?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2013 07:30:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer sich in Aktien tummelt befindet sich offensichtlich im falschen Markt. Zumindest aus Sicht dessen, der bei Sotheby‘s New York Gerhard Richters Gemälde „Domplatz, Mailand“ für umgerechnet knapp 29 Millionen Euro verkaufen konnte. Aber auch vor den Preisen anderer Bilder scheinen Investoren kein Halten zu kennen, denn das teuerste Bild auf dieser Versteigerung ging letztlich für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich in Aktien tummelt befindet sich offensichtlich im falschen Markt. Zumindest aus Sicht dessen, der bei Sotheby‘s New York Gerhard Richters Gemälde „Domplatz, Mailand“ für umgerechnet knapp 29 Millionen Euro verkaufen konnte. Aber auch vor den Preisen anderer Bilder scheinen Investoren kein Halten zu kennen, denn das teuerste Bild auf dieser Versteigerung ging letztlich für 43,8 Millionen US-Dollar über den Tisch. Obwohl damit gleich mehrere Auktions-Rekorde fielen, blieben 64 Werke liegen, aber dennoch kennt das Interesse für Sachwertanlagen offenbar keine Grenzen – hohe Renditen locken, sofern man sich für die richtigen Gemälde entschieden hat. Was aber richtig ist, entscheidet sich möglicherweise erst Jahre oder Jahrzehnte später. Und all das, was in der Zwischenzeit keine Abnehmer gefunden hat, interessiert auch nicht die Medien.</p>
<p>Wenig Interesse scheint es bei den Investoren derzeit auch für deutsche Aktien zu geben, wobei von Privatanlegern immer wieder die schlechten Erfahrungen der vergangenen Jahre als Hinderungsgrund für größere Engagements hierzulande ins Feld geführt werden. Derzeit sind Crash-Storys und Horrorszenarien aufgrund der DAX-Performance zwar in den Hintergrund getreten, aber die Anleger interessieren sich für jene viel mehr, als für positive Nachrichten. Erst neulich sagte mir wieder ein Bekannter, er habe ganz einfach davor Angst, der Aktienmarkt könne womöglich im Zuge eines Flash-Crashs innerhalb weniger Minuten sofort mehrere Prozent an Wert verlieren. Immerhin: Für einen Flash-Crash muss es genügend Long-Positionen geben, die man aus dem Markt herausschießen kann und die sind derzeit nicht in großem Umfang zu sehen. Vielmehr wird die Hausse von (langfristigem) ausländischem Kapital getragen. Darauf deuten auch die gestern veröffentlichten US-TIC-Daten für den März hin, wonach die monatlichen US-Käufe ausländischer Dividendenpapiere ein neues monatliches Allzeithoch erreichten.</p>
<p>Leider sorgt die grundsätzliche Asymmetrie zwischen Long- und Shortpositionen dafür, dass der Aktienmarkt nicht plötzlich einmal um 5 Prozentpunkte in einer Viertelstunde nach oben schießen kann, etwa weil so viele gegen den Trend halten. Schade, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht einmal zu einer richtigen Explosion zum Positiven, einem <i>Flash Bounce</i> kommen kann. Nein, auf dieser Seite des Aktienmarktes gab es bislang auch keine <i>fat fingers</i> die mal die Aktienkurse so richtig springen ließen und so bleiben uns halt nur die altbekannte Short Squeeze.</p>
<p>Ob uns eine solche Squeeze ins Haus steht? Zumindest möchte niemand über steigende Kurse am Aktienmarkt sprechen und freuen tut sich auch kaum jemand, wenn der DAX neue historische Höchststände markiert. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich, im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo ich gern und viel Taxi gefahren bin, angesichts meines kurzen Weges zum Arbeitsplatz zu häufig zu Fuß oder mit dem Fahrrad fortbewege, um Börsengeflüster überhaupt wahrnehmen zu können. Immerhin gibt es mit der Sentiment-Erhebung der Börse Frankfurt noch ein zuverlässiges Tool, wenigstens die Stimmung der institutionellen Anleger zu erfassen – mein Mitstreiter Gianni Hirschmüller hat dazu <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+baeren+droht+genickstarre+51078">einen Kommentar (hier)</a> verfasst, während  ich mich dieses Mal um die <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+baeren+droht+genickstarre+51078#reiter=detailanalyse">Analysedetails</a> (hier) gekümmert habe.</p>
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		<title>Stopp-Loss-Aversion II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2011 08:54:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Flash Crash]]></category>
		<category><![CDATA[Intraday-Stopp]]></category>
		<category><![CDATA[Stopp-Loss]]></category>
		<category><![CDATA[Verlustaversion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verluste sind nicht angenehm, vor allem nicht wenn man sich mit ihnen bereits vor einer Entscheidung auseinandersetzen soll. Denn die meisten von uns gehen prinzipiell davon aus, dass ihre Entscheidungen profitabel verlaufen. Und wenn doch Verluste eintreten, gleichen sich diese ohnehin wieder aus, sind viele Anleger überzeugt. Man müsse nur genug Zeit und Geduld mitbringen, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/stopp-loss-aversion-ii/">Stopp-Loss-Aversion II</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span>Verluste sind nicht angenehm, vor allem nicht wenn man sich mit ihnen bereits vor einer Entscheidung auseinandersetzen soll. Denn die meisten von uns gehen prinzipiell davon aus,<span id="more-1709"></span> dass ihre Entscheidungen profitabel verlaufen. Und wenn doch Verluste eintreten, gleichen sich diese ohnehin wieder aus, sind viele Anleger überzeugt. Man müsse nur genug Zeit und Geduld mitbringen, um in 80 Prozent der Fälle seinen Einstandspreis wiederzusehen.<br />
Davon gehen selbst die meisten Profis an der Börse aus. Und weil man in 20 Prozent der verbleibenden Fälle – dieser Anteil mag durchaus auch noch niedriger ausfallen – mit einem oft recht hohen Verlust konfrontiert wird, sind für mich Stopp-Loss-Marken unerlässlich. Dies habe ich unlängst in einem <a href="http://www.blognition.de/markte/stopp-loss-aversion">Blog erläutert</a>. Doch ein Leser wies darauf hin, dass man mit einem Stopp-Loss am berüchtigten Tag des „Flash Crash“ an Wall Street, am 6. Mai 2010, alt ausgesehen hätte. Wir erinnern uns: Der US-Aktienmarkt hatte innerhalb einer Nacht nicht nur 10 Prozent seines Wertes verloren, sondern sich anschließend so schnell erholt, dass man, wenn man ohne Stopp-Loss gearbeitet hätte, ein paar Tage später sogar reicher als vor dem besagten Flash Crash gewesen wäre. Soll man also doch keine Verlustbegrenzungen setzen?</p>
<p>Tatsächlich hatte es ein derartiges Ereignis an der Börse zuvor noch nie gegeben. Viel häufiger ist hingegen in der Geschichte der Fall aufgetreten, dass Märkte in einer Abwärtsbewegung selbst nach Auslösen vieler Stopp-Loss-Marken noch tiefer gefallen sind. Man denke nur an die Zeiten der Dotcom-Blase oder an die Telekom-Aktie, wobei sich viele Anleger darüber ärgern dürften, nicht vor Jahren diszipliniert diesen Märkten den Rücken gekehrt zu haben. Weil man sich dachte: Das wird schon werden. Den weiteren Verlauf der Geschichte kennen Sie.</p>
<p>Allerdings habe ich in meiner Zeit als Devisenhändler Situationen erlebt, die durchaus mit oben genanntem „Flash Crash“ vergleichbar waren. So hatte ich etwa eine Dollar-Position übers Wochenende brav mit einem Stopp-Loss versehen. Wurde dann am darauf folgenden Montag im dünnen Markt in Neuseeland ausgestoppt – drei Prozent Verlust waren festgeschrieben. Es dauerte nur Stunden, meist nur bis zur Eröffnung des Handels in Europa, bis der Dollar wieder auf sein altes Kursniveau zurückgefunden hatte. Da saß ich nun, ausgestoppt, und der Dollar lachte mir entgegen, als ob nichts passiert wäre. Und ich musste auch noch weiterhandeln!</p>
<p>Ich habe aus dieser Geschichte eine Konsequenz gezogen und benutze seither keine Intraday-Stopps mehr. Stattdessen suche ich mir einen ganz bestimmten Zeitpunkt des Tages aus, an dem ich jeweils überprüfe, ob meine Position den von mir gesetzten Stopp-Loss verletzt hat. Wenn ja, wird das Engagement aufgelöst. Das gleiche gilt übrigens auch für Gewinnmitnahmen. Diese Methode hat den klaren Vorteil, dass man nicht durch eine Zufallsbewegung oder gar temporäre Manipulationen aus dem Markt geworfen wird. Leider ist damit auch ein Nachteil verbunden: Sie müssen im Ernstfall bis zu 24 Stunden (am Wochenende auch länger), also bis zum theoretischen nächsten Handelszeitpunkt ausharren, wenn die Kurse gegen Sie, aber auch wenn Sie zu ihren Gunsten laufen. Gewinne laufen zu lassen (verbunden mit der Angst, sie wieder hergeben zu müssen) fällt vielen nämlich noch schwerer, als Verluste zu begrenzen.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/stopp-loss-aversion-ii/">Stopp-Loss-Aversion II</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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