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	<title>Europäische Schuldenkrise Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Groupthink für einen Augenblick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 07:16:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während der vergangenen Tage ist ein regelrechtes Durcheinander um die diversen Euro-Rettungsprogramme entstanden. Da wurde über erweiterte Rettungsschirme in verschiedenen nationalen Parlamenten abgestimmt – hierzulande mit dem Versprechen, etwa den EFSF-Garantiemechanismus nicht weiter aufzustocken. Trotzdem diskutierte man lautstark über eine möglichst effiziente Verwendung der entsprechenden Mittel. Von großen Hebeln ist die Rede, von Ausfallversicherungen und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Während der vergangenen Tage ist ein regelrechtes Durcheinander um die diversen Euro-Rettungsprogramme entstanden. Da wurde über erweiterte Rettungsschirme in verschiedenen nationalen Parlamenten abgestimmt – hierzulande mit dem Versprechen, etwa den EFSF-Garantiemechanismus nicht weiter aufzustocken.<span id="more-2642"></span> Trotzdem diskutierte man lautstark über eine möglichst effiziente Verwendung der entsprechenden Mittel. Von großen Hebeln ist die Rede, von Ausfallversicherungen und schön verpackten strukturierten Produkten. Dann stellt man fest, die derzeitige Notfalleinrichtung EFSF kann mangels Eigenkapital nicht zur Bank gemacht werden und dann nimmt man halt einfach den anderen, für 2013 geplanten Mechanismus namens ESM. So will es zumindest das Handelsblatt aus hochrangingen EU-Diplomatenkreisen erfahren haben. Schließlich stellt sich heraus, dass die Banken der Eurozone mit rund 200 Milliarden € kapitalisiert werden müssen. Wie wäre es da mit TARP?</p>
<p>Bei alledem bleibt ein Eindruck der Intransparenz, wobei sie Frage stellt, ob diese gewollt oder nur ein Zeichen geballter Inkompetenz ist. In beiden Fällen tun sich die Kommentatoren schwer, all diese gut gemeinten Pläne tatsächlich erklären zu können. Geschweige denn gemäß ihrer tatsächlichen Kosten abwägen zu können. Und wenn sich die Finanzminister der Eurozone treffen, denkt niemand an jene ungünstige Gruppendynamik namens &#8222;Groupthink&#8220; (<a href="http://www.blognition.de/markte/nur-eine-mehrheit" target="_blank">vgl. gestriger Beitrag</a>) mit dem Zwang zu konformem Denken. Darüber mag auch nicht der Wille zu einer gemeinsamen europäischen Wirtschaftsregierung hinwegtäuschen. Zwar ist die Zusammensetzung der EU-Finanzminister so bunt gemischt wie die Passagiere eines Flugzeugs, das sich gerade im Landeanflug befindet. Doch man stelle sich einmal die Situation vor, wenn der Pilot wegen schlechten Wetters kurz vor dem Aufsetzen das Gefährt noch einmal nach oben ziehen muss. Dann kann man plötzlich beobachten, wie aus einer ursprünglich bunt zusammengewürfelten Gruppe eine homogene Masse wird, die völlig gleichgerichtet denkt und handeln mag. Aus lauter Angst, womöglich einer Bruchlandung ausgesetzt zu sein.</p>
<p>Auch der Eurozone droht womöglich eine Bruchlandung: Mit anderen Worten: Die Politiker und Manager der Finanzkrise mögen demnächst in ähnlicher Weise ausgeliefert sein wie die Insassen des beschriebenen Flugzeugs. Und mit einem Male kommen sämtliche die Randbedingungen für das gefährliche Groupthink-Phänomen zusammen: Eine auf sich gestellte (abgeschottete) Gruppe neigt plötzlich zur Kohäsion, weil unter externem Stress und Zeitdruck eine gemeinsame Entscheidung gefragt ist. Ohne große Diskussion, Hauptsache man kommt irgendwie durch und übersteht den gemeinsamen Flug. Dann gibt es keinen mehr, der kritische Fragen stellt, Alternativen werden nicht mehr ausreichend berücksichtigt.</p>
<p>Und nachdem der Pilot die Maschine heil auf die Erde herunter gebracht hat, geht jeder wieder seines eigenen Weges. Guten Flug!</p>
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		<title>Jenseits von Gut und Böse: Die Luxemburger Lüge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2011 09:38:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Schuldenkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Claude Juncker]]></category>
		<category><![CDATA[Lüge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt hat mich der Satz von Jean-Claude Juncker „Es gibt kein Treffen in Luxemburg. Das sind Gerüchte ohne Substanz.“ doch noch ins Grübeln gebracht. Nicht nur, weil am vergangenen Freitag dann trotzdem die wichtigsten Finanzminister zusammengekommen sind. Sondern weil sich die Blogosphäre zutiefst darüber empört zeigt, dass der Chef der Euro-Gruppe oder zumindest sein Sprecher [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/jenseits-von-gut-und-bose-die-luxemburger-luge-3/">Jenseits von Gut und Böse: Die Luxemburger Lüge</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt hat mich der Satz von Jean-Claude Juncker „Es gibt kein Treffen in Luxemburg. Das sind Gerüchte ohne Substanz.“ doch noch ins Grübeln gebracht. Nicht nur, weil am vergangenen Freitag dann trotzdem die wichtigsten Finanzminister zusammengekommen sind. Sondern weil sich die Blogosphäre zutiefst darüber empört zeigt, <span id="more-1511"></span>dass der Chef der Euro-Gruppe oder zumindest sein Sprecher Guy Schuller gelogen haben muss, als er auf Nachfragen von Nachrichtenagenturen kategorisch ausschloss, dass ein solches Treffen stattfinden würde. Statt sich jedoch demütig zu zeigen, rechtfertigte Juncker unverfroren sein Verhalten, indem er sich auf höhere Werte berief. Es war übrigens nicht das erste Mal, dass der Politiker einräumte, man müsse manchmal lügen, um nicht irgendwelchen Gerüchten Nahrung zu geben <a href="http://www.blognition.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/paste/pasteword.htm?ver=3393a#_ednref1">[i]</a>.</p>
<p>Abseits aller moralischen Debatten, die dieses Vorkommnis aufwirft,  muss man sich schon fragen, welche Schlüsse aus diesem Schauspiel zu ziehen sind. Denn jeder weiß, dass Griechenland derzeit in massiven finanziellen Schwierigkeiten steckt, so dass es eigentlich das Normalste der Welt sein müsste, wenn sich, wie in den vergangenen zwölf Monaten immer wieder geschehen, einige europäische Finanzminister treffen, um über mögliche Lösungen für diese Problem zu diskutieren. Warum also lügen?</p>
<p>Natürlich könnten sich die Minister darauf verständigt haben, alle Treffen, die mit Griechenland zu tun haben, geheimzuhalten  – selbst zum Preis einer gelegentlichen Lüge. Dann wäre Junckers Täuschungsmanöver eine Banalität. Allerdings würde dies auch bedeuten, dass alle Informationen, die wir bislang von den EU-Finanzministern bezüglich der wirklichen Lage Griechenlands erhalten haben, ebenfalls nicht als vertrauenswürdig eingestuft werden dürfen.</p>
<p>Sollte es sich hingegen um die erste Lüge in dieser Angelegenheit gehandelt haben, muss etwas Außergewöhnliches geschehen sein, um einen derartigen Strategiewechsel zu rechtfertigen. In beiden Fällen aber müssen wir uns Sorgen machen. Sorgen, die man nicht einfach mit einem ministerialen Achselzucken vom Tisch fegen kann. <span style="font-family: Times New Roman;"> </span></p>
<div><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></div>
<hr size="1" />
<div><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span><a href="http://www.blognition.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/paste/pasteword.htm?ver=3393a#_ednref1">[i]</a><span style="font-family: Calibri;"><span style="font-size: x-small;"> </span></span><span style="font-size: x-small;">Vgl. Nachrichtenagentur dpad in der deutschen Ausgabe <em>TheEpochTimes online</em> vom 9. Mai 2011, wonach Juncker etwa kurz vor Ostern in Brüssel äußerte: „Wenn es ernst wird, muss man lügen“</span></div>
<div><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></div>
<div><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></div>
<div><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/jenseits-von-gut-und-bose-die-luxemburger-luge-3/">Jenseits von Gut und Böse: Die Luxemburger Lüge</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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