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	<title>Euro-Trend Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Kurzzeitig über 1,20 USD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2020 04:51:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Euro-Trend]]></category>
		<category><![CDATA[Verbalintervention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Natürlich befindet sich der Dollar im Abwärtstrend. Aber gestern war es zumindest für kurze Zeit der Euro, der die Aufmerksamkeit der Kommentatoren auf sich zog. Und wenn es sich auch nur um die Tatsache handelte, dass zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren wieder das Niveau von 1,20 USD kurzzeitig überwunden werden konnte. Aber es gab eigentlich nur wenige Stimmen, die den Anstieg der Gemeinschaftswährung als ungerechtfertigt empfanden. Allenfalls die Börsianer machen sich hierzulande Sorge, dass der schwache Dollar den Exporteuren Kopfzerbrechen bereiten könnte. Aber wir haben schon Zeiten gesehen, in denen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1910)</strong>             Natürlich befindet sich der Dollar im Abwärtstrend. Aber gestern war es zumindest für kurze Zeit der Euro, der die Aufmerksamkeit der Kommentatoren auf sich zog. Und wenn es sich auch nur um die Tatsache handelte, dass zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren wieder das Niveau von 1,20 USD kurzzeitig überwunden werden konnte. Aber es gab eigentlich nur wenige Stimmen, die den Anstieg der Gemeinschaftswährung als ungerechtfertigt empfanden. Allenfalls die Börsianer machen sich hierzulande Sorge, dass der schwache Dollar den Exporteuren Kopfzerbrechen bereiten könnte. Aber wir haben schon Zeiten gesehen, in denen der Euro deutlich höher stand und Deutschland trotzdem Exportweltmeister wurde. Mit anderen Worten: Viele Marktteilnehmer scheinen in Sachen Euro nicht allzu schief zu liegen. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12438" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/02092020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/02092020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/02092020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Überraschung kam aus der anderen Ecke</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Erstaunlich ist dennoch, dass die Bekanntgabe der Fed am vergangenen Donnerstag, sie werde das Inflationsziel von 2 Prozent in Zukunft in Relation zu einer Berechnung von Durchschnittswerten definieren, so viel Aufsehen erregt hat. Denn diese Änderung hatten etliche Akteure an den Finanzmärkten erwartet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich dürfte die Marktteilnehmer viel mehr überrascht haben, dass die US-Notenbank nunmehr geldpolitisch anders an den Arbeitsmarkt bzw. die Beschäftigung herangehen wird. Nämlich asymmetrisch. Man lässt die Beschäftigung – derzeit kann man davon natürlich nur träumen – im Zweifel heiß laufen, ohne die geldpolitischen Zügel wie früher in diesem Fall zu straffen. Es sei denn, es entstünden tatsächlich deutliche unerwünschte Inflationsgefahren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Niedrige US-Zinsen für eine Ewigkeit </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und sollte die Beschäftigungssituation hinter dem angestrebten Maximum zurückbleiben, wird die Notenbank nach wie vor geldpolitisch (mit Lockerungen) dagegenhalten. Kurzum: In den USA wird es nun womöglich über Jahre dauern – so sieht es zumindest der Markt –, bis man wieder eine Erhöhung der Leitzinsen zu sehen bekommen wird. Im gleichen Zuge wird nicht nur der Dollar als Reservewährung weniger attraktiv, sondern von der Fed sind selbst auf mittlere Sicht kaum falkenhafte Anwandlungen zu erwarten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun wird auf der anderen Seite die Europäische Zentralbank nur wenig gegen den steigenden Euro tun können. Im besten Fall mag es aus ihren Reihen Stimmen – wie gestern etwa die von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane – geben, die in Richtung einer Verbalintervention gehen. Mehr aber auch nicht. Indes: Die EZB wurde gestern zum ersten Mal seit vier Jahren wieder mit Deflation konfrontiert. Denn die vorläufigen Konsumentenpreise der Eurozone sind im August gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent gefallen. Ökonomen hatten indes im Mittel ein Plus von 0,2 Prozent erwartet. Mancher Kommentator erwartet bereits eine ernsthafte Herausforderung („Feuerprobe“) für die EZB-Präsidentin Christine Lagarde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro-Trend ist gesund</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat der Euro gestern sein Potenzial an der Oberseite (<strong>1,2020/25</strong>) zunächst einmal so gut wie ausgeschöpft. Und weil es danach recht flott in die andere Richtung ging und der Dollar eine deutliche Erholung hinlegte, drängte sich natürlich der Verdacht auf, dass der erheblich besser als erwartet ausgefallene US-Einkaufsmanagerindex der Industrie in der Version des ISM für diese Reaktion verantwortlich war. Der Wert von 56,0 lag nicht nur über der Konsensschätzung, sondern am oberen Ende der Schätzung der Ökonomen. Allerdings war zu jenem Zeitpunkt gut die Hälfte der Korrektur bis zum europäischen Handelsschluss bereits abgewickelt. Vielmehr hat sich der Aufwärtstrend des Euro gestern bilderbuchmäßig entwickelt und wurde, ohne zu überhitzen, rechtzeitig korrigiert. Das Momentum bleibt jedoch unbeeinträchtigt, solange an der Unterseite <strong>1,1855/60</strong> nicht unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vertrauen gegen Misstrauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2020 14:17:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Dollarschmelze]]></category>
		<category><![CDATA[Euro-Trend]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahltermin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Korrekturen gehören zum Trend. Und das gilt auch für den Euro, der gegenüber dem US-Dollar am Freitag immerhin zum ersten Mal seit drei Wochen per Saldo einen größeren Rücksetzer produzierte. Ohnehin handelte es sich beim Tagesverlust des vergangenen Freitags erst um den dritten seit 15 Handelstagen. Und für einen Moment sah es sogar so aus, als ob die Statistiker für den Monat Juli nun doch nicht den stärksten Euro-Anstieg seit zehn Jahren verbuchen konnten. Aber Gott sei Dank blieb es bei einem monatlichen Zuwachs von 4,8 Prozent. Rückblickend mag der Aufwärtstrend des Euro...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/vertrauen-gegen-misstrauen/">Vertrauen gegen Misstrauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1780)</strong>             Korrekturen gehören zum Trend. Und das gilt auch für den Euro, der gegenüber dem US-Dollar am Freitag immerhin zum ersten Mal seit drei Wochen per Saldo einen größeren Rücksetzer produzierte. Ohnehin handelte es sich beim Tagesverlust des vergangenen Freitags erst um den dritten seit 15 Handelstagen. Und für einen Moment sah es sogar so aus, als ob die Statistiker für den Monat Juli nun doch nicht den stärksten Euro-Anstieg seit zehn Jahren verbuchen konnten. Aber Gott sei Dank blieb es bei einem monatlichen Zuwachs von 4,8 Prozent.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12332" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/03082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/03082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/03082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EU-Fiskalunion honoriert </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Rückblickend mag der Aufwärtstrend des Euro im Juli als ein Ausdruck des Vertrauens gegenüber den Staats- und Regierungschefs der EU eingestuft werden. Denn mit deren gemeinsamer Auflage des Wiederaufbaufonds wurde praktisch der Grundstein zu einer Fiskalunion gelegt. Und mit einem Male bekam sie Konturen, die neue Alternative zum US-Dollar: In ein paar Monaten wird es EU-Staatsanleihen geben. Und man braucht kein Hellseher zu sein, um schon jetzt zu prognostizieren, dass weitere folgen werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Misstrauensvotum</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Womit wir zu anderen Seite des Euro-Wechselkurses kommen. Denn nicht alles, was die Devisenmärkte in der abgelaufenen Handelswoche zu sehen bekamen, war Euro-Stärke. Spätestens nachdem US-Präsident Donald Trump am vergangenen Donnerstag erstmals öffentlich in Erwägung gezogen hatte, womöglich den Wahltermin vom 3. November auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, reagierte der Handel mit einem Misstrauensvotum in Form von Dollarschwäche.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kein echtes Ablenkungsmanöver</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mittlerweile ist Trump auch aufgrund von Widerständen aus der eigenen Partei ein wenig zurückgerudert. Aber der Reputationsschaden ist nun einmal da. Und er lässt sich auch nicht mit der Rationalisierung kleinreden, Trump habe mit seinem Tweet lediglich von den schlechten US-Wachstumszahlen, die kurz zuvor publiziert worden waren, ablenken wollen. Das ist insofern zu kurz gedacht, als ohnehin mit miserablen Daten aufgrund der Covid-19-Krise gerechnet wurde. Tatsächlich hat Trump eines der Instrumente aufblitzen lassen, mit denen man die USA in eine Autokratie führen könnte. Ein Extremrisiko, dass die Akteure an den Finanzmärkten bislang nicht eingepreist hatten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Beginn der Dollarschmelze</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Chef-Investmentstratege der Bank of America, Michael Hartnett, brachte es kürzlich auf den Punkt, als er damit zitiert wurde, dass der Anteil des Euro und der chinesischen Währung an den internationalen Devisenreserven wahrscheinlich zulasten des Dollar steigen werden. Ersterer wegen besagter Fiskalunion und der Yuan wegen des schwelenden Wirtschaftskriegs zwischen den USA und China. Wobei China wahrscheinlich noch nicht einmal richtig angefangen hat, sich in größerem Stil von seinen Dollarreserven zu trennen. Aber wie ich bereits verschiedentlich angemerkt habe, führt allein die Angst einiger wichtiger Marktteilnehmer, womöglich durch die Trump-Administration vom Dollar-System abgehängt zu werden, zur Flucht.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich ist im Juli jede wichtige Valuta gegenüber dem Dollar gestiegen, so dass man bereits vom Beginn einer Dollarschmelze spricht, von der auch die Goldrallye eindrucksvoll befeuert wurde. Und nun hat auch noch die US-Ratingagentur Fitch den Ausblick für die USA von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt. Die Corona-Krise und die Verschlechterung der öffentlichen Finanzen ohne eine Strategie, wie die Staatsschulden wieder gesenkt werden sollen, hat offenbar zu dieser Neueinschätzung der ansonsten mit AAA gerateten USA geführt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro bewegt sich jedenfalls weiterhin in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend mit Perspektive auf <strong>1,2020</strong>. Die steile Version dieses Trends bleibt ohnehin intakt, solange an der Unterseite <strong>1,1690</strong> nicht verletzt wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/vertrauen-gegen-misstrauen/">Vertrauen gegen Misstrauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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