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	<title>EU-Sondergipfel Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Der Tag danach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2020 04:46:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA["Buy the rumour]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Sondergipfel]]></category>
		<category><![CDATA[sell the fact"]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun liegt das Ende des EU-Sondergipfels gerade einmal 24 Stunden hinter uns – und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nicht nur, weil es eine Riesenanstrengung bedeutete, 27 EU-Mitgliedsstaaten auf einen Nenner zu bringen und dem Sondergipfel nur einige Minuten fehlten, um als der längste Gipfel aller Zeiten in die Geschichtsbücher einzugehen. Kompromisse waren notwendig. Und wenn die Hauptkritik der Journalisten darin bestand, bis zur Verkündigung des Deals hätte es ja auch lange genug gedauert, dann ist dies eher der misslungene Versuch, das gute Ergebnis zu relativieren. „Nicht auszudenken, wenn das nicht...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1535)</strong>             Nun liegt das Ende des EU-Sondergipfels gerade einmal 24 Stunden hinter uns – und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nicht nur, weil es eine Riesenanstrengung bedeutete, 27 EU-Mitgliedsstaaten auf einen Nenner zu bringen und dem Sondergipfel nur einige Minuten fehlten, um als der längste Gipfel aller Zeiten in die Geschichtsbücher einzugehen. Kompromisse waren notwendig. Und wenn die Hauptkritik der Journalisten darin bestand, bis zur Verkündigung des Deals hätte es ja auch lange genug gedauert, dann ist dies eher der misslungene Versuch, das gute Ergebnis zu relativieren. „Nicht auszudenken, wenn das nicht geklappt hätte“, lautete ein Kommentar, den man nicht nur einmal zu hören bekam. Auch war zu vernehmen, das Wiederaufbau-Paket sei nicht groß genug.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12287" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/22072020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/22072020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/22072020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>In trockenen Tüchern</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich wird der Deal als Entscheidung von historischer Tragweite in die Annalen der EU eingehen, und diesen Erfolg können vor allem Frankreich und Deutschland für sich reklamieren. Denn nach ihrer gemeinsamen Geldpolitik hat die EU nun zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Grundstein für eine gemeinsame Fiskalpolitik gelegt: Die Union wird durch die gemeinsame Emission von Anleihen einen riesigen Geldbetrag einbringen und an diejenigen Mitglieder verteilen, die von der Corona-Pandemie am härtesten getroffen wurden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich wird der Deal als Entscheidung von historischer Tragweite in die Annalen der EU eingehen, und diesen Erfolg können vor allem Frankreich und Deutschland für sich reklamieren. Denn nach ihrer gemeinsamen Geldpolitik hat die EU nun zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Grundstein für eine gemeinsame Fiskalpolitik gelegt: Die Union wird durch die gemeinsame Emission von Anleihen einen riesigen Geldbetrag einbringen und an diejenigen Mitglieder verteilen, die von der Corona-Pandemie am härtesten getroffen wurden. Auch wenn die Details und die Beschlüsse des Corona-Pakets noch in Gesetze gefasst werden und das EU-Parlament dem Deal auch noch zustimmen muss, ist es unwahrscheinlich, dass das Vorhaben auch angesichts der Schwere der Pandemie noch zum Platzen gebracht werden könnte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Unterschiedliche Ausgangslage </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist die Reaktion der Finanzmärkte auf die Verkündigung des Deals recht unterschiedlich ausgefallen. Während die Aktienmärkte der Eurozone anfangs mit deutlichen Kursaufschlägen reagierten, zeigte sich der Euro im Verhältnis zum US-Dollar eher zurückhaltend. Nachdem die Gemeinschaftswährung nämlich im Vorfeld peu à peu an Wert gewonnen hatte, gab es nach Verkündigung des Deals erst einmal einen Rücksetzer, für den die Händler auch sofort eine Erklärung parat hatten: „Buy the rumour, sell the fact“. Euro-Positionen, die im Vorfeld des Gipfels in der Hoffnung auf dessen Erfolg kurzfristig aufgebaut worden waren, wurden offenbar umgehend glattgestellt. Allerdings richteten diese Glattstellungen keinen größeren Schaden an.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">An den Aktienmärkten mag die Reaktion vor allen Dingen deswegen so positiv ausgefallen sein, weil die Ausgangspositionierung bereits seit Wochen short-lastig war und infolgedessen das eine oder andere Engagement in den steigenden Markt hinein zurückgekauft werden musste.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Spätes Aufbäumen</span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bis zum Nachmittag des gestrigen Handelstages verhielt sich der Euro so, als sei gar nichts geschehen, und trat auf der Stelle. Und interessanterweise nahm er erst Fahrt auf, als etwa der hiesige Aktienindex DAX erste Anzeichen der Schwäche offenbarte. Dabei markierte die Gemeinschaftswährung sogar ein neues Jahreshoch und gleichzeitig den höchsten Stand seit Januar 2019.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im gleichen Zuge darf nun <strong>1,1390/95</strong> nicht mehr unterlaufen werden, um den Euro in seiner starken Position und seinem kurzfristigen Aufwärtstrend (Potenzial <strong>1,1610</strong> und höher) zu halten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Wir haben einen Deal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2020 04:32:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Sondergipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzpunktabhängigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist vollbracht: Am frühen Dienstagmorgen haben sich die 27 EU-Mitgliedstaaten im Rahmen eines Sondergipfels auf das größte Haushalts- und Finanzpaket ihrer Geschichte geeinigt. Ein Gipfel, von dem wohl die Allerwenigsten erwartet hätten, dass er über vier Tage in Anspruch nehmen würde. So ist nun mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro ein Wiederaufbau-Paket geschnürt worden. Davon sollen 390 Mrd. – Deutschland und Frankreich forderten ursprünglich 500 Mrd. – als Zuschüsse an die Krisenstaaten fließen. Das verbleibende Volumen von 360 Mrd. Euro soll in Form von Krediten...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1435)</strong>             Es ist vollbracht: Am frühen Dienstagmorgen haben sich die 27 EU-Mitgliedstaaten im Rahmen eines Sondergipfels auf das größte Haushalts- und Finanzpaket ihrer Geschichte geeinigt. Ein Gipfel, von dem wohl die Allerwenigsten erwartet hätten, dass er über vier Tage in Anspruch nehmen würde. So ist nun mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro ein Wiederaufbau-Paket geschnürt worden. Davon sollen 390 Mrd. – Deutschland und Frankreich forderten ursprünglich 500 Mrd. – als Zuschüsse an die Krisenstaaten fließen. Das verbleibende Volumen von 360 Mrd. Euro soll in Form von Krediten zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus wurde eine Einigung über den langfristigen EU-Haushalt mit einem Volumen von 1,074 Billionen Euro über die kommenden sieben Jahre erzielt. Die erste Reaktion des Euro war vielsagend: Er sprang um 20 Stellen, um diese sofort wieder abzugeben.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12284" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/21072020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/21072020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/21072020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Erfolg bemisst sich nach Zielen…</span></strong></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Fragt man nach dem Erfolg des Gipfels, lässt sich sagen, dass der Kompromiss zum Wiederaufbau-Fonds in zweierlei Hinsicht wichtig ist. Denn mit dem Rettungspaket mag so etwas wie der Anfang für eine gemeinsame Fiskalpolitik der EU geschaffen worden sein. So wird die EU nun die Finanzierung des Rettungspakets gemeinsam sicherstellen und das Geld dahin fließen lassen, wo es in der Gemeinschaft am dringendsten benötigt wird. Zum anderen dürften aber auch diejenigen, die die EU bisweilen als dysfunktional eingestuft hatten, eines Besseren belehrt worden sein. Denn unter dem Strich scheint die EU nun eine gute Antwort auf die Covid-19-Krise gefunden zu haben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>…und Referenzpunkten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber Erfolg ist auch eine Frage des Referenzpunktes. Nicht umsonst belegen die Erkenntnisse der Verhaltensökonomie, dass die Bewertung von Gewinnen und Verlusten, von Erfolg und Misserfolg, davon abhängen, nach welchem Bezugspunkt man sie bemisst. An den Finanzmärkten stellt häufig der Einstandspreis eines Engagements diesen Bezugspunkt dar. Und bei den Verhandlungen des EU-Gipfels wusste etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel diesen Referenzpunkt ganz tief zu setzen, als sie die Erwartungen auf ein gemeinsames Rettungspaket im Vorfeld des Gipfels und während der Verhandlungen immer wieder dämpfte. Wie heißt es so schön: „Wer die Erwartungen niedrig ansetzt, kann kaum enttäuschen“.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zurück zur Tagesordnung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aus Sicht der Teilnehmer an den Finanzmärkten, insbesondere der Devisenhändler, kann man aber auch argumentieren, dass die Hoffnungen der Akteure bereits mit dem Herannahen des Sondergipfels sukzessive gestiegen waren. Zumindest spricht einiges dafür, dass bereits vielerorts eine Long-Positionierung im Euro – wie wir es an dieser Stelle gestern ausgeführt hatten – bestanden haben mag. Zumindest fand vor dem Gipfel kein Einbruch der Kurse statt. Und damit ist der Referenzpunkt dieser Marktteilnehmer, die auf den Erfolg des Gipfels gesetzt hatten, viel höher und das damit einhergehende Enttäuschungspotenzial folglich ebenfalls viel größer. Vermutlich gehen die Teilnehmer an den Finanzmärkten somit auch viel schneller wieder zur Tagesordnung über. Und diese Tagesordnung dürfte, gerade was den Dollar angeht, schon bald wieder viel mehr von Risikofreude bzw. Risikoaversion der Akteure beeinflusst werden. Dies gilt umso mehr, als bis zur Publizierung der Einkaufsmanagerindices am kommenden Freitag der makroökonomische Kalender kaum Termine von Veröffentlichungen enthält.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so ist es auch kein Wunder, dass der Euro gestern zwar ein neues Viermonatshoch markierte, aber bislang nicht die Kraft fand, auch noch das Jahreshoch von rund 1,1495 zu überwinden. Die Position der Gemeinschaftswährung bleibt nur günstig, solange <strong>1,1345/50</strong> an der Unterseite nicht unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Noch kein EU-Deal</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/noch-kein-eu-deal/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2020 04:40:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Hilfspaket]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Sondergipfel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass die vergangene Handelswoche für den Euro am Ende doch noch mit einem ordentlichen Gewinn gegenüber dem US-Dollar abgeschlossen wurde, lässt sich sicherlich auch durch die Hoffnungen der Akteure auf einen positiven Abschluss des EU-Sondergipfels am Wochenende erklären. Dabei hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht zuletzt wegen des Streits um das historische EU-Milliarden-Paket zur Bekämpfung der Folgen aus der Corona-Krise die Erwartungen im Vorfeld und auch während des Gipfels immer wieder gedämpft. Doch dass die am Freitag begonnenen Verhandlungen bis heute früh noch nicht beendet sein würden, hatten wohl viele Beobachter nicht erwartet. Nicht zuletzt, weil sich die...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/noch-kein-eu-deal/">Noch kein EU-Deal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1425)</strong>             Dass die vergangene Handelswoche für den Euro am Ende doch noch mit einem ordentlichen Gewinn gegenüber dem US-Dollar abgeschlossen wurde, lässt sich sicherlich auch durch die Hoffnungen der Akteure auf einen positiven Abschluss des EU-Sondergipfels am Wochenende erklären. Dabei hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht zuletzt wegen des Streits um das historische EU-Milliarden-Paket zur Bekämpfung der Folgen aus der Corona-Krise die Erwartungen im Vorfeld und auch während des Gipfels immer wieder gedämpft.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12281" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/20072020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/20072020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/20072020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Verhandlungen noch nicht beendet</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Doch dass die am Freitag begonnenen Verhandlungen bis heute früh noch nicht beendet sein würden, hatten wohl viele Beobachter nicht erwartet. Nicht zuletzt, weil sich die Differenzen zwischen den sogenannten „Sparsamen Vier“ – Österreich, Dänemark, Schweden und den Niederlanden, zu denen sich im weiteren Verlauf noch Finnland hinzugesellte – und den übrigen EU-Mitgliedstaaten offensichtlich nicht überbrücken ließen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so ist es auch noch nicht am frühen Montag zu einem Kompromiss gekommen. So soll nun mit 700 Milliarden Euro ein etwas leichter als ursprünglich geplantes Wiederaufbau-Paket geschnürt werden: Geplant war zuletzt (Stand Sonntagabend) unter anderem, die ursprüngliche Summe von 500 Mrd. der Zuschüsse aus dem Programm auf 400 Mrd. Euro zu verringern. Das verbleibende Volumen solle in Form von Krediten zur Verfügung gestellt werden, hieß es.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Vorpositioniert ins Wochenende</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin präsentierte der Euro am Freitag nicht nur den vierten Wochengewinn hintereinander. Vielmehr haben sich auch noch die jeweiligen Kurszuwächse peu à peu vergrößert – zuletzt sprang sogar ein recht deutliches Plus von knapp 1,2 Prozent gegenüber dem Greenback heraus. Indes: Gemessen an den Tagesschlusskursen ist der Euro seit vergangenem Mittwoch nicht mehr richtig vorangekommen. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass viele internationale Fondsmanager bereits in der Gemeinschaftswährung engagiert sind. Denn die BofA-Juli-Umfrage hatte ja immerhin zu Tage gefördert, dass 42 Prozent der Befragten davon ausgingen, dass der Euro sich befestigen wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch die spekulativen Positionen der Chicagoer Futures-Börse, die die CFTC am Freitag veröffentlichte, weisen in eine ähnliche Richtung. Auch wenn man bedenken sollte, dass diese Zahlen nicht repräsentativ für den Gesamtmarkt sein müssen und überdies vom vergangenen Dienstag stammen, wird doch zumindest ein Stimmungstrend erkennbar. Danach stellten Euro-Long-Positionen nicht nur das mit Abstand größte Futures-Engagement der Akteure dar. Vielmehr befand sich deren Volumen mit 111.000 Kontrakten fast auf dem Jahreshoch (118.000 per 23. Juni). Mit anderen Worten: Viele Akteure haben sich bereits auf einen Euro-Anstieg eingestellt. Insofern scheint das Risiko eines Euro-Rücksetzers allein aufgrund dieser Positionierungen größer zu sein als die Chance auf einen kurzfristigen deutlichen Anstieg. Unterdessen bleibt der Euro in seiner freundlichen Verfassung, solange das Niveau an der Unterseite bei 1,1345/50 nicht verletzt wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Verbrauchervertrauen gedämpft<br />
</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Interessantes gab es schließlich aus den USA zu vermelden. Dort sorgten bereits am vergangenen Donnerstag die Einzelhandelsumsätze für den Monat Juni nach dem schon starken Mai für eine positive Überraschung und führten dazu, dass der Corona-bedingte Einbruch im Einzelhandel fast vollständig wieder ausgeglichen wurde – auf der Grafik sieht die Entwicklung wie ein deutlich sichtbares V aus. </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass diese optimistische Interpretation einer ähnlich gearteten wirtschaftlichen Erholung bereits überholt sein könnte, vermittelten schließlich die Daten zum Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Dieses lag mit 73,2 nicht nur deutlich unter der Medianprognose der Ökonomen. Vor allen Dingen rangierte die Erwartungskomponente mit 66,2 nur ganz knapp über dem Umfragetief dieses Jahres. Kurzum: Neben den ungünstigen Entwicklungen an der Corona-Front dürfte die Konsumenten vor allem die Sorge wegen der in diesem Monat endenden Arbeitslosen-Hilfsprogramme umtreiben – sofern diese nicht verlängert werden</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/noch-kein-eu-deal/">Noch kein EU-Deal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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