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	<title>entgangene Gewinne Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Entgangene Gewinne</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2015 07:36:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast 25 Prozent hat der DAX in diesem Jahr an Gewinn auf seinem Konto in der Spitze verbucht, aber viele Anleger und vor allen Dingen Börsenprofis haben dieser Kursentwicklung und der Jagd nach neuen historischen Hochkursen oft nur fassungslos zugesehen. Zum einen, weil es praktisch keine „attraktiven“ Einstiegsniveaus auf diesem Weg nach oben gab. Immer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast 25 Prozent hat der DAX in diesem Jahr an Gewinn auf seinem Konto in der Spitze verbucht, aber viele Anleger und vor allen Dingen Börsenprofis haben dieser Kursentwicklung und der Jagd nach neuen historischen Hochkursen oft nur fassungslos zugesehen. Zum einen, weil es praktisch keine „attraktiven“ Einstiegsniveaus auf diesem Weg nach oben gab. Immer wieder stellte sich die Frage für die Investoren: „Soll ich jetzt, ausgerechnet am höchsten Punkt der Bewegung, kaufen?“ Da ist zum einen die Angst, vor späterer Reue, weswegen man gerne solch knifflige Entscheidungen ein ums andere Mal in die Zukunft verschoben hat. Vielfach haben Marktteilnehmer aber auch nur auf eine technische Korrektur zum Einstieg gewartet und sind für einen psychologischen Vorteil, möglicherweise drei, vier oder auch fünf Prozent unter einem historischen DAX-Hoch zu kaufen, das Risiko eingegangen, einen Markt davonlaufen zu sehen.</p>
<p>Abgesehen davon, dass mit dieser Verhaltensweise die Faustregel, wonach das, was man gewinnen möchte etwa dreimal so hoch sein sollte wie das, was man zu riskieren bereit ist, aufs Gröblichste verletzt wird, kann ich natürlich verstehen, dass die Regretaversion vieler Anleger schlichtweg größer ist als die mögliche Freude über einen riesigen Börsengewinn.</p>
<p>Neben dieser Aversion gegenüber zukünftigen kognitiven Dissonanzen gibt es jedoch noch weitere Einflussfaktoren, weswegen sich viele Menschen nur sehr schleppend zu neuen Entscheidungen durchringen können. Selbst wenn alte Investments – etwa eine Nullverzinsung auf dem Sparbuch – nichts mehr bringen, sorgt nämlich der sogenannte Status-quo-Bias dafür, dass man häufig zu lange am Gewohnten festhält. Grund genug, dass ich mich im <em>Thema des Monats </em>März, das ich wie immer für die WGZ Bank <span style="text-decoration: underline;"><strong>(<a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html" target="_blank">HIER</a>)</strong></span> bearbeiten durfte, mit dieser Voreingenommenheit gegenüber neuen, möglicherweise profitableren Entscheidungen auseinandergesetzt habe.</p>
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		<title>Gewöhnungsprozess an die Krise hat begonnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2015 17:29:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
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		<category><![CDATA[Fed]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit den Wahlen in Griechenland vom vorvergangenen Sonntag scheint die Börsianer kaum etwas anderes zu interessieren, als die Neuigkeiten um eine etwaige Neustrukturierung der Schulden dieses Landes. Dabei sorgt allein schon der Gewöhnungseffekt dafür, dass man sich vielerorts mental mit einem irgendwie gearteten Kompromiss zwischen den internationalen Gläubigern und Griechenland eingerichtet hat. Ökonomische Daten und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit den Wahlen in Griechenland vom vorvergangenen Sonntag scheint die Börsianer kaum etwas anderes zu interessieren, als die Neuigkeiten um eine etwaige Neustrukturierung der Schulden dieses Landes. Dabei sorgt allein schon der Gewöhnungseffekt dafür, dass man sich vielerorts mental mit einem irgendwie gearteten Kompromiss zwischen den internationalen Gläubigern und Griechenland eingerichtet hat. Ökonomische Daten und Ähnliches spielen derzeit eher eine untergeordnete Rolle.</p>
<p>Dabei scheint selbst der US-Arbeitsmarktbericht, der am kommenden Freitag veröffentlicht wird, derzeit kaum jemand hinter dem Ofen hervorzulocken. Zumindest glaube ich nicht, dass eine besser oder schlechter als erwartet ausgefallene Entwicklung bei den neu geschaffenen Stellen (Nonfarm Payrolls) den Offenmarktausschuss der Fed in seinem Handeln beeinflussen wird. In einer Welt, wo die Notenbanken sich ohnehin mit sinkenden oder gar negativen Inflationsraten (ich hasse diesen Ausdruck!), geldpolitischen Lockerungsprogrammen, Deviseninterventionen bis hin zu Negativzinsen befassen müssen, wäre ein Ende des Zyklus ultraniedriger Zinsen in den USA –</p>
<p>möglicherweise sogar gefolgt von einer Serie steigender Zinsen – kaum denkbar und angesichts des festen US-Dollars kontraproduktiv. Wenn es überhaupt zu einer Anhebung der Leitzinsen jenseits des Atlantiks kommen sollte, dann allenfalls in Form einer kleinen symbolischen Zinserhöhung ohne weitere Schritte in diesem Jahr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>DAX-Sentiment bleibt flau</strong></p>
<p>Unterdessen muss die Mehrheit der Börsianer fast mehr oder weniger tatenlos zusehen, wie ihnen hierzulande der DAX davonrennt. Während sich Privatanleger immer noch damit herausreden könnten, dass sie auch dieses Mal bei der Aktienmarktrallye nicht mitmachen müssen, gestaltet sich die Situation für die institutionellen Marktteilnehmer, die sich vergleichen lassen müssen, zunehmend schwierig – diese benötigen eine sehr drastische Korrektur bis in einen Bereich um etwa 10.100 DAX-Zähler, um mit den entgangenen Gewinnen der vergangenen vier Wochen halbwegs Frieden machen zu können. Wie es sonst um die Stimmung der Börsianer bestellt ist, habe ich wie immer für die Börse Frankfurt (<span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+erhoehte+gefahr+von+kapitulationskaeufen+79128">HIER</a></strong></span>) kommentiert.</p>
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