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	<title>Covid-19-Krise Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Thu, 12 Nov 2020 05:54:42 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Goldene Zeiten wie vor 100 Jahren?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2020 05:54:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[BofA Fondsmanager-Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19-Krise]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlergebnis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich kann mich noch gut an die Umfrage der Bank of America vom 13. Oktober erinnern, bei der die internationalen Fondsmanager gefragt wurden, welche Extremrisiken sie am bedrohlichsten für die Finanzmärkte betrachteten. Am häufigsten wurde die Covid-19-Entwicklung genannt, gefolgt vom Ausgang der US-Wahlen. Deren Ergebnis bietet nun tatsächlich Grund zur Sorge. Zumindest rechneten für den Fall, dass die Wahlen angefochten werden sollten, seinerzeit fast drei Viertel der Befragten mit steigenden Volatilitäten für die Finanzmärkte...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>775)</strong>             Ich kann mich noch gut an die Umfrage der Bank of America vom 13. Oktober erinnern, bei der die internationalen Fondsmanager gefragt wurden, welche Extremrisiken sie am bedrohlichsten für die Finanzmärkte betrachteten. Am häufigsten wurde die Covid-19-Entwicklung genannt, gefolgt vom Ausgang der US-Wahlen. Deren Ergebnis bietet nun tatsächlich Grund zur Sorge. Zumindest rechneten für den Fall, dass die Wahlen angefochten werden sollten, seinerzeit fast drei Viertel der Befragten mit steigenden Volatilitäten für die Finanzmärkte.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12727" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/12112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/12112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/12112020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Das Gegenteil ist passiert, die impliziten Volatilitäten für die Aktienmärkte sind bereits vor dem Wahltag deutlich gesunken. Obwohl der Übergang der Regierung Trump auf Biden alles andere als glatt verläuft. Tatsächlich gibt es sogar Stimmen, die nicht ausschließen möchten, dass der scheidende US-Präsident Donald Trump noch ein Ass im Ärmel haben könnte, um sich – auf welche Weise auch immer – die Tür für eine zweite Amtszeit zu öffnen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Wer ist am meisten bullish?</strong></span></h3>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Das am stärksten wahrgenommene Extremrisiko, die Covid-19-Krise, dürfte indes spätestens seit Beginn dieser Woche nicht nur für Fondsmanager an Bedrohlichkeit eingebüßt haben. Denn die Hoffnung auf einen Covid-19-Impfstoff hat deutlich Nahrung erhalten. Und plötzlich kennen die Akteure an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks nur noch eine Richtung: stark nach oben. Sobald kurzfristige Übertreibungen abgearbeitet seien, war zu hören. Gleichzeitig würden aufgrund der gesunkenen impliziten Volatilitäten die Aktienpositionen nach den gängigen Risikomodellen sogar auch noch deutlich erhöht werden können. Und vielerorts werden auch die Prognosen für die Aktienmärkte mit einem Male für das kommende Jahr deutlich heraufgesetzt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Goldene Ära im Blick</strong></span></h3>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">So gesehen ist das Ergebnis der gestrigen Sentiment-Erhebung der Börse Frankfurt unter institutionellen Anlegern fast noch als moderat zu bezeichnen. Denn der Optimismus (vgl. meinen Kommentar <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/ed0488ab-64cd-4eae-b16d-738f7f359fac" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) ist gegenüber der Vorwoche nur unmerklich gestiegen. Natürlich aus einer bereits bullishen Orientierung heraus, aber eben nicht so überbordend, dass man von Euphorie sprechen könnte. Ganz im Gegensatz zu den Kommentatoren und Analysten, die offenbar alle Risiken für die Finanzmärkte ausblenden. Wenn von Paradigmenwechsel und goldenen Zeiten wie in den 1920er Jahren die Rede ist, sollte man allerdings hellhörig werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>In Argumentationsnöten </strong></span></h3>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die Einzigen, die mit der derzeitigen Entwicklung an den Finanzmärkten nicht zurechtzukommen scheinen, sind die Devisenhändler. Denn dass der Dollar trotz der weltweiten Risikofreude nicht erwartungsgemäß fallen will, wird als störend empfunden. Und so versuchen sich Analysten mancherorts mit dem Argument zu retten, dass sich die US-Ökonomie besser als diejenige der Eurozone entwickeln werde, wenn die derzeitige Covid-19-Welle mittels des neuen Impfstoffs erst einmal gebremst sei.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Tatsächlich befindet sich der Euro gegenüber dem US-Dollar bereits seit einigen Tagen in einer Seitwärtsbewegung, nachdem es am vergangenen Freitag und Montag noch den Ausbruchsversuch an der Oberseite einer Konsolidierungszone (1,1600/1,1875) gegeben hatte. Und dieser Versuch (den ich <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/11/08/habemus-praesidentem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> kommentiert habe) hat sich mittlerweile so gut wie sicher als Fehlentwicklung herausgestellt. Diese würde nach Unterlaufen von <strong>1,1735</strong> (gestern fast getestet) bestätigt und den Euro in der Folge in eine ungünstige Position drücken.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Eingeimpfte Euphorie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2020 05:45:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19-Krise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem es sich am vergangenen Wochenende immer deutlicher abgezeichnet hatte, dass Joe Biden die Wahl für das US-Präsidentenamt gewonnen hat, dürften sich gestern viele Akteure anfangs erst einmal auf eine Konsolidierung an den Aktienmärkten eingestellt haben. Natürlich hoffte man mancherorts insgeheim gar auf einen kleinen Rücksetzer, um irgendwie noch in den Markt hineinzukommen. Diese Chance bot sich leider nicht, weil die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks förmlich explodierten, als das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1830)</strong>             Nachdem es sich am vergangenen Wochenende immer deutlicher abgezeichnet hatte, dass Joe Biden die Wahl für das US-Präsidentenamt gewonnen hat, dürften sich gestern viele Akteure anfangs erst einmal auf eine Konsolidierung an den Aktienmärkten eingestellt haben. Natürlich hoffte man mancherorts insgeheim gar auf einen kleinen Rücksetzer, um irgendwie noch in den Markt hineinzukommen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12710" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/10112020-1.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/10112020-1.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/10112020-1-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ein Turbo für die Rallye</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Diese Chance bot sich leider nicht, weil die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks förmlich explodierten, als das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech bekanntgab, ermutigende Zwischenergebnisse für einen Impfstoffkandidaten in einer wichtigen Studienphase präsentieren zu können. Den Daten zufolge biete eine Impfung einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19, hieß es. Biontech und der Pharmariese Pfizer wollen offenbar bereits in der kommenden Woche eine Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen. Und so gewannen der hiesige DAX 4,9 und der EURO STOXX 50 gestern 6,3 Prozent an Wert; in den USA erreichte der breitgestreute S&amp;P 500 vorübergehend sogar ein neues Allzeithoch.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Bereits bullish eingestellt gewesen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wir erinnern uns: Bereits in der vergangenen Woche war das politische Umfeld bullish für Aktien, zumal viele Akteure einem Sieg Joe Bidens bei der Präsidentschaftswahl und der Aussicht auf eine republikanischen Mehrheit im Senat sogar etwas Positives abgewinnen konnten. Obwohl damit eine Blockade wichtiger größerer Vorhaben verbunden gewesen wäre. Aber allein schon die geringe Aussicht, dass bei den Stichwahlen in Georgia Anfang kommenden Jahres noch zwei demokratische Abgeordnete die Mehrheitsverhältnisse im Senat auf 50:50 stellen könnten, gab zu positiven Spekulationen Anlass. Denn bei dieser Pattsituation hätte die designierte Vizepräsidentin Kamala Harris die ausschlaggebende Stimme für eine demokratische Mehrheit.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Tech-Werte verschnupft</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mit der stark gestiegenen Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff kam also gestern an den Aktienmärkten eine richtige Euphorie auf, obwohl natürlich die Tech-Werte und andere Wachstumsaktien, die von der Covid-19-Krise bislang profitiert haben, beim gestrigen Kurssprung naturgemäß nicht richtig mitmachen konnten. Und man darf gespannt sein, wie sich die fünf größten Tech-Werte (FAAMG<span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></span>), die etwa 25 Prozent des Aktienindex S&amp;P 500 ausmachen, schlagen werden, wenn sich die Impfstoff-Hoffnungen verfestigen sollten. Die Technologiebörse Nasdaq reagierte im Vergleich zu den anderen Indices zynischerweise verschnupft auf die gute Botschaft und schloss wie der S&amp;P 500 praktisch am Tagestief.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar zieht nicht mit</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Einzig der US-Dollar wollte sich an der Party der Risikofreude nicht beteiligen. Nach anfänglicher leichter Schwäche zog er sogar an und sorgte dafür, dass der Euro auf der anderen Seite nicht wirklich abheben konnte. Tatsächlich fiel die Gemeinschaftswährung nach Überschreiten der Konsolidierungsobergrenze bei 1,1875 am Freitag gestern in ihre frühere Zone zurück und läuft nun Gefahr, eine regelrechte Fehlentwicklung an der Oberseite produziert zu haben. Diese wäre nach einem Unterschreiten von <strong>1,1735/40</strong> (modifiziert!) bestätigt und würde anschließend zu weiteren Kursrückgängen führen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a>  Gemeint sind Facebook, Amazon, Apple, Microsoft, und Google (Alphabet).</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/eingeimpfte-euphorie/">Eingeimpfte Euphorie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Nicht nur Argumente gegen den Greenback</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2020 04:48:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19-Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer gestern nur auf die Kursentwicklung des Euro geblickt hat, dürfte resümieren, dass es sich um einen nutzlosen Tag gehandelt hat. Denn zumindest während der europäischen Handelszeit betrug der Unterschied zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs null Stellen. Natürlich gab es Versuche, den Euro nach oben und wieder nach unten zu treiben – allerdings, ohne dass markante Kursniveaus gefährdet wurden. Während es wieder einige Fundamentaldaten zu verarbeiten gab,...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/nicht-nur-argumente-gegen-den-greenback/">Nicht nur Argumente gegen den Greenback</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1810)</strong>             Wer gestern nur auf die Kursentwicklung des Euro geblickt hat, dürfte resümieren, dass es sich um einen nutzlosen Tag gehandelt hat. Denn zumindest während der europäischen Handelszeit betrug der Unterschied zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs null Stellen. Natürlich gab es Versuche, den Euro nach oben und wieder nach unten zu treiben – allerdings, ohne dass markante Kursniveaus gefährdet wurden.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12340" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/05082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/05082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/05082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während es wieder einige Fundamentaldaten zu verarbeiten gab, unter denen in den USA der Auftragseingang der Industrie für den Monat Juni positiv hervorstach, interessierten mich vielmehr die Kommentare, die derzeit zum Dollar bzw. dem Euro geschrieben werden. Denn die Fundamentaldaten vom Juni sind für die Marktteilnehmer längst Makulatur.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wenn Corona länger dauert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist das Interesse an den Hauptargumenten der Dollar-Bären – diejenigen etwaiger Euro Bullen werden in den Medien derzeit sowieso nicht behandelt – allmählich erlahmt. Denn die Kommentatoren haben mittlerweile zur Genüge durchgekaut, warum der Greenback im Juli seinen schlechtesten Monat seit einer Dekade hingelegt hat. Seien es die fallenden (realen) Renditen in den USA, die Aussicht auf mögliche weitere geldpolitischen Lockerungen und fiskalpolitische Stimulus-Programme – vor allem wenn in den USA mehr Geld gedruckt wird als hierzulande, kann es dem Dollar eigentlich nicht gut gehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und ein Argument gegen den Dollar, das in diesem Zusammenhang immer wieder genannt wird, ist die Corona-Pandemie, die die USA nach Ansicht vieler Kommentatoren wesentlich schlechter in den Griff zu bekommen scheinen als etwa die Staaten der Eurozone. Und so gilt zurzeit landläufig eine Maxime: Je länger es dauert, bis ein Impfstoff gegen Corona gefunden wird, desto stärker müssen die USA fiskal- und geldpolitisch tätig werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine endlosen Hilfsprogramme</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun warf zu Wochenbeginn ein Kommentator ein, dass diese Programme nicht endlos sein könnten und die Zentralbanken bei einer Verschlechterung der globalen Covid-19-Situation möglicherweise den Finanzmärkten am Ende nicht genügend Liquidität zur Verfügung stellen könnten, um diese nachhaltig zu stützen. Ein Szenario, unter dem der Dollar als sogenannter sicherer Hafen wieder als erstes gefragt sei. Ein Argument, das man sicherlich nachvollziehen kann.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings vertrete ich nach wie vor die Meinung, dass der Dollar im Juli nicht primär wegen der anhaltenden Risikofreude der Finanzmarktteilnehmer so stark gefallen ist, von der letztlich auch der Euro in großem Maße profitiert hat. Vielmehr muss man sich doch fragen, warum bestimmte Marktteilnehmer in Krisenzeiten ausgerechnet den Dollar kaufen sollen, wenn sie etwa – aufgrund eines angespannten Verhältnisses zu den USA – damit rechnen müssen, im Zweifel vom Dollar-System abgehängt zu werden. Der Dollar dürfte so gesehen im Krisenfall bestenfalls kurzfristig als Safe Haven profitieren. Mittel- bis langfristig sind Alternativen gefragt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für die Marktteilnehmer war hinsichtlich der Euro-Entwicklung gestern nicht ganz klar, ob es noch einen zweiten Abwärtsast in der derzeitigen Korrektur oder eine sofortige Fortsetzung des Aufwärtstrends geben würde. Dieser wird zurzeit an der Oberseite bei <strong>1,1825</strong> behindert, sollte darüber allerdings bald Momentum entfalten, um das Potenzial in Richtung <strong>1,2020</strong> auszuschöpfen. An der Unterseite bleibt nun <strong>1,1720</strong> (schlecht unterstützt!) für den Fortbestand des kurzfristigen Aufwärtstrends in seiner steilen Version maßgeblich.  </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/nicht-nur-argumente-gegen-den-greenback/">Nicht nur Argumente gegen den Greenback</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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