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	<title>Corona Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Sun, 04 Oct 2020 11:01:40 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Wie krank ist Donald Trump?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2020 11:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die dramatische Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania an Covid-19 erkrankt sind, hat am Freitag die Schlagzeilen auf der ganzen Welt beherrscht. Und die Reaktionen dürften vielfältig gewesen sein. Damit sind nicht die offiziellen Genesungswünsche gemeint, denen auch wir uns an dieser Stelle anschließen möchten. Viel interessanter mag das sein, was sich die Menschen insgeheim in einer ersten Reaktion gedacht haben mögen, aber eben nicht offen ausgesprochen haben. Die Bandbreite reicht von...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1715)</strong>             Die dramatische Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania an Covid-19 erkrankt sind, hat am Freitag die Schlagzeilen auf der ganzen Welt beherrscht. Und die Reaktionen dürften vielfältig gewesen sein. Damit sind nicht die offiziellen Genesungswünsche gemeint, denen auch wir uns an dieser Stelle anschließen möchten. Viel interessanter mag das sein, was sich die Menschen insgeheim in einer ersten Reaktion gedacht haben mögen, aber eben nicht offen ausgesprochen haben. Die Bandbreite reicht von starkem Mitgefühl und Gebeten bis hin zu Schadenfreude und dem typischen „Das habe ich kommen sehen“. Und genauso widersprüchlich, wie die Reaktionen am Freitag gewesen sein mögen, haben auch die Teilnehmer an den Finanzmärkten reagiert.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12566" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gespaltene Reaktion…</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich gaben die Aktienmärkte erst einmal nach, aber längst nicht so stark, wie es einige Kommentatoren zunächst befürchtet hatten. So verlor der US-Aktienindex S&amp;P 500 zur Eröffnung am Freitag 1,7 Prozent, und der hiesige DAX machte von seinem anfänglichen Minus von 1,4 Prozent den größten Teil bis zum europäischen Handelsschluss wieder wett.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die dramatischen Neuigkeiten die Märkte durcheinanderwirbelten, wurden in den Strategieabteilungen der Banken und Investoren bereits alle möglichen Szenarien durchgespielt. Würde Donald Trump bei den Wahlen am 3. November einen emotionalen Bonus aufgrund seines Gesundheitszustandes bekommen? Oder galt er jetzt als geschwächt und daher für viele jetzt nicht mehr wählbar? Wen könnte der US-Präsident vor allen Dingen im „unmaskierten“ Fernsehduell mit seinem Kontrahenten Joe Biden noch angesteckt haben? Was würde passieren, wenn Vizepräsident Mike Pence auch noch positiv auf Corona getestet würde? Droht etwa eine Staats- oder gar Verfassungskrise?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… und Komplexitätsaversion</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eine nahezu unüberschaubare Vielzahl an möglichen Variablen beherrscht die Szenarien, aufgrund derer womöglich wichtige Entscheidungen gefällt werden. Und weil die Informationssituation so komplex ist, herrscht Unsicherheit, die sich bislang aber kaum in den Finanzmärkten niedergeschlagen hat. Zumindest lässt sich momentan feststellen, dass die zuletzt eher ungünstigen Umfragewerte für Trump und alle anderen für ihn ausgesprochen ungünstigen Themen wie seine verdächtig niedrigen Steuerzahlungen in den vergangenen Jahren in den Hintergrund getreten sind, was für sich betrachtet für den Präsidenten eher von Vorteil sein mag. Entscheidend ist jetzt allein, wie es Trump gesundheitlich geht, und jedes ärztliche Bulletin scheint wichtiger zu sein als alle ökonomischen Daten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Nerven für US-Arbeitsmarktbericht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so ist auch der US-Arbeitsmarktbericht für September, der normalerweise mit Spannung erwartet wird, völlig in den Hintergrund getreten. Während die Zahlen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP am vergangenen Mittwoch noch besser als erwartet ausgefallen waren, fiel der offizielle Bericht vom Freitag eher durchwachsen aus. Zwar ergab sich ein Zuwachs von 661 Tsd. neu geschaffenen Stellen, der allerdings deutlich hinter der Medianerwartung der Ökonomen von zuletzt 875 Tsd. Stellen zurückblieb. Indes: Die Revisionen für die Monate Juli und August sorgten für zusätzliche 145.000 Tsd. außerhalb der Landwirtschaft. Damit bewahrheitet sich der Trend, dass sich die Situation am Arbeitsmarkt zwar verbessert, aber das Momentum des Heilungsprozesses deutlich nachlässt. Immerhin: Etwas mehr als die Hälfte der Stellen, die im März und April durch die Coronakrise verlorengegangen waren, sind wieder zurückgewonnen worden. Dennoch kann am Arbeitsmarkt nicht von einer V-förmigen Erholung gesprochen werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Fortschritte beim Stimulus-Programm</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In diesem Zusammenhang muss auch das US-Stimulus-Programm genannt werden, mit dem es am Freitag wieder nicht vorangegangen ist. Zwar haben die Demokraten noch am Donnerstagabend ein Rettungspaket in Höhe von 2,2 Billionen USD im Repräsentantenhaus verabschiedet, aber dieses Paket wird den Senat nicht passieren. Denn der dortige republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell dürfte zurzeit kaum einem Programm zustimmen, dessen Volumen mehr als 650 Mrd. USD beträgt. Gleichzeitig sind die Einflussmöglichkeiten Donald Trumps gering – er würde sich möglicherweise für ein Paket von 1,5 Billionen USD stark machen –, vom Krankenhaus aus Druck auf die Parteigenossen auszuüben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro präsentierte sich am Freitag zwar leicht schwächer, beendete allerdings die europäische Handelssitzung dort, wo er sie begonnen hatte. Tatsächlich schaffte die Gemeinschaftswährung zum ersten Mal seit einem Monat wieder einen größeren Wochengewinn, bleibt allerdings in einer Art Niemandsland oberhalb von <strong>1,1670/75</strong> stabil. Für eine Beendigung der derzeitigen Korrekturphase und Eröffnung eines neuen kurzfristigen Aufwärtstrends müsste allerdings <strong>1,1805</strong> überwunden werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ist es auch Müll, so hat es dennoch Einfluss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2020 04:35:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Datenmüll]]></category>
		<category><![CDATA[V-förmige Erholung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es um ökonomische Daten geht, erwarten die Akteure an den Finanzmärkten derzeit nichts Gutes. Umso überraschender muss es gestern für die Händler gewesen sein, als Chinas staatliche Statistikbehörde frühmorgens die Zahlen zu den Einkaufsmanagerindices für März publizierte. Diese lagen nämlich sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für die Dienstleister mit Indexwerten von 52,0 bzw. 52,3 sogar wieder über der 50er Schwelle, die ja bekanntlich als Trennlinie zwischen Rezession und Expansion gilt. Auch befanden sich die Werte weit entfernt von den mittleren Schätzungen der Ökonomen...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1025)</strong>             Wenn es um ökonomische Daten geht, erwarten die Akteure an den Finanzmärkten derzeit nichts Gutes. Umso überraschender muss es gestern für die Händler gewesen sein, als Chinas staatliche Statistikbehörde frühmorgens die Zahlen zu den Einkaufsmanagerindices für März publizierte. Diese lagen nämlich sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für die Dienstleister mit Indexwerten von 52,0 bzw. 52,3 sogar wieder über der 50er Schwelle, die ja bekanntlich als Trennlinie zwischen Rezession und Expansion gilt. Auch befanden sich die Werte weit entfernt von den mittleren Schätzungen der Ökonomen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11813" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/01042020-2.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/01042020-2.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/01042020-2-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Als ob nichts passiert wäre</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf den ersten Blick könnte man nach den infolge der Corona-Epidemie im Februar miserabel ausgefallenen Zahlen von einer V-förmigen Erholun<span style="color: #000000;">g<a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> </span>der chinesischen Wirtschaft ausgehen. Aber selbst, wenn diese Daten – deren Echtheit immer wieder angezweifelt wird – tatsächlich der Realität entsprechen sollten, stellen sie doch nichts anderes als die Antwort der Einkaufsmanager auf die Frage dar, ob das ökonomische Umfeld besser, schlechter oder gleichbleibend sein werde. Und da sich die Corona-Krise in China zuletzt sichtlich entspannt hat, wäre alles andere als eine unter dem Strich optimistische Einstellung der Einkaufsmanager eher bedenklich gewesen. Aber vielleicht ist die positive Stimmung tatsächlich angebracht und wird womöglich durch weitere Fundamentaldaten im April bestätigt.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch schlechter als schlecht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was den Corona-Zeitstrahl angeht, befindet man sich hinsichtlich der Entwicklung der Infektionen und Todesfälle hierzulande, aber insbesondere in den USA noch weit hinter China. Dieser Umstand hat sich auch noch einmal auf die jüngsten Wachstumsprognosen der Ökonomen für die USA ausgewirkt. So korrigierte etwa der Chefvolkswirt von Goldman Sachs, Jan Hatzius, seine Kontraktions-Prognose zum US-Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal dramatisch von -24 auf -34 Prozent (annualisiert) nach unten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Anker im Datenmüll </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie schwierig (man könnte auch sinnlos sagen) derzeit ökonomische Prognosen sind, zeigt sich etwa an der Bandbreite der Vorhersagen für den US-Arbeitsmarktbericht, der am kommenden Freitag für den Monat März publiziert wird. Hinsichtlich der Prognosen für die Nonfarm-Payrolls wird im Durchschnitt von einem Rückgang der neu geschaffenen Stellen in Höhe von 252 Tsd. ausgegangen. Die Bandbreite der Prognosen, die während der vergangenen Tage wohl in einigen Fällen auch nicht mehr revidiert wurden, reicht dabei von der Erwartung eines extrem optimistischen Stellenplus von 100 Tsd. bis zu einem Minus von 4 Millionen Stellen! Kurzum: Man könnte auch von Datenmüll sprechen. Ist es auch Müll, so kann es trotzdem durchaus einen psychologischen Effekt haben: Die Erwartungsbandbreite ist so groß, dass es aufgrund des Ankereffektes kaum mehr zu Überraschungen kommen kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im Laufe des gestrigen Tages war der Dollar jedoch wieder nachgefragt und sorgte auch dafür, dass der Euro zumindest vorübergehend deutlicher unter Druck geriet (1,0925). Die Gemeinschaftswährung bleibt auch nach diesem Rücksetzer oberhalb von <strong>1,0890</strong> in stabilem Fahrwasser – ein neuer Trend ist allerdings bislang nicht entstanden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a></span> V-förmig, weil die grafische Darstellung der Einkaufsmanagerindices von Januar bis März einem V ähnelt</span></p>
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		<title>Virus bleibt virulent für die Märkte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2020 05:51:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzer Schwan]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Corona-Virus hat auch gestern die Schlagzeilen beherrscht und die Finanzmärkte im Griff gehalten. Und einmal mehr scheint der Euro im Verhältnis zum US-Dollar davon nichts mitzubekommen. Dafür umso mehr die Aktien- und Anleihemärkte. Insbesondere wenn man die Entwicklung in den USA betrachtet, sieht es so aus, als hätten etliche Anleger ohnehin für die Aktienmärkte eine technische Korrektur eingeplant. Allein der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1020)</strong>             Das Corona-Virus hat auch gestern die Schlagzeilen beherrscht und die Finanzmärkte im Griff gehalten. Und einmal mehr scheint der Euro im Verhältnis zum US-Dollar davon nichts mitzubekommen. Dafür umso mehr die Aktien- und Anleihemärkte. Insbesondere wenn man die Entwicklung in den USA betrachtet, sieht es so aus, als hätten etliche Anleger ohnehin für die Aktienmärkte eine technische Korrektur eingeplant. Allein der Anlass dafür war vor ein paar Tagen noch nicht bekannt.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11540" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/28012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/28012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/28012020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zwei schwarze Schwäne in einem Monat</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Genau genommen handelt es sich, wenn man schon in Bildern sprechen möchte, um den zweiten schwarzen Schwan des Monats. Der erste verschwand relativ schnell wieder, als klar war, dass die Spannungen im US-iranischen Konflikt infolge der überraschenden Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimanis durch einen US-Drohnenangriff am 3. Januar nicht eskalieren würden. Die Auswirkungen an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks blieben überschaubar, und man musste schon sehr fix sein, um bei diesen Korrekturen einen günstigen Einstieg für die darauffolgende Rallye zu finden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dieses Mal steht es etwas anders, zumal die Steigerungsraten bei den an Corona-Viren erkrankten Patienten prozentual noch gewaltig sind. Ganz davon zu schweigen, dass die Situation in China trotz aller Kommunikationsmöglichkeiten für Außenstehende völlig unübersichtlich ist. Selbst wenn die Ausbreitung des Virus – auch außerhalb Chinas – möglicherweise erst in Wochen an Fahrt verlieren wird und sich die menschliche Wahrnehmung damit leichter an die neue Situation anpassen kann, ist  an den Aktienmärkten dieses Mal eine schlagartige Rückkehr zum gewohnten Rallye-Modus nicht so leicht möglich. Mit anderen Worten: Der zweite schwarze Schwan des Monats Januar, das Corona Virus, wird uns vermutlich noch länger beschäftigen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Short-squeeze bei US-Staatsanleihen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumal es an den (US)-Anleihemärkten zu einer regelrechten Short-squeeze gekommen ist. Aber nicht erst seit dem vergangenen Freitag befinden sich etwa die Kurse zehnjähriger Treasuries im kurzfristigen Aufwärtstrend und damit folgerichtig deren Rendite in einer Abwärtsbewegung. Ja, die Renditen sind bereits seit dem 8. Januar, als klar wurde, dass der US-Iran-Konflikt nicht eskalieren würde, entgegen der vorherrschenden Marktmeinung nicht mehr zusammen mit den Aktienmärkten gestiegen. Tatsächlich dürfte der Renditerückgang bereits vor Ausbreitung der Corona-Virus-Angst in den Medien viele Akteure auf dem falschen Fuß erwischt haben. Und das, was wir diesbezüglich seit vergangenem Freitag erlebt haben, war bereits die Verstärkung eines beginnenden Trends. Ein Trend mit Nebenwirkungen. Denn die Zinsstrukturkurve verläuft nun in einem größeren Abschnitt wieder invers. Und der viel beachtete Renditeabstand zwischen US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit gegenüber dreimonatigen T-Bills – als ein Rezessionsvorbote, sofern negativ – betrug gestern nur noch 6 Basispunkte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während infolge der aufgekommenen Risikoaversion Schweizerfranken und Yen naturgemäß gegenüber dem Euro gut nachgefragt waren, blieb dessen Handelsrange gegenüber dem Greenback mit rund 30 Stellen gestern geradezu unauffällig. An der Gesamtsituation der Gemeinschaftswährung hat sich allerdings nichts geändert: Wie bereits an den Tagen zuvor dürfte sich die latente Euro-Schwäche verstärken, falls 1,0980 (keine Unterstützung) nicht gehalten werden kann. Der Stabilitätspunkt liegt auf der anderen Seite mit <strong>1,1115</strong> noch einmal etwas niedriger.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/virus-bleibt-virulent-fuer-die-maerkte/">Virus bleibt virulent für die Märkte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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