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	<title>Brexit-Abkommen Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Ein Showdown und zwei Briefe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2019 04:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
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		<category><![CDATA[Brexit-Abkommen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„The ayes have it“ verkündete der Sprecher des britischen Unterhauses, John Bercow, am Samstagnachmittag. Allerdings war damit nicht die Zustimmung zum Brexit-Abkommen von Premierminister Boris Johnson gemeint. Vielmehr ging es um das sogenannte „Letwin amendment“, das vom Abgeordneten Oliver Letwin eingebracht wurde. Und mit 322 zu 306 Stimmen wurde diesem Antrag zufolge beschlossen, dass die Entscheidung vertagt werden soll, bis das entsprechende Ratifizierungsgesetz...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1155)</strong>             „The ayes have it“ verkündete der Sprecher des britischen Unterhauses, John Bercow, am Samstagnachmittag. Allerdings war damit nicht die Zustimmung zum Brexit-Abkommen von Premierminister Boris Johnson gemeint. Vielmehr ging es um das sogenannte „Letwin amendment“, das vom Abgeordneten Oliver Letwin eingebracht wurde. Und mit 322 zu 306 Stimmen wurde diesem Antrag zufolge beschlossen, dass die Entscheidung vertagt werden soll, bis das entsprechende Ratifizierungsgesetz („Withdrawal Agreement Bill“) verabschiedet ist. Eine Vertagung, die Boris Johnson am morgigen Dienstag (ggf. auch schon heute) die Möglichkeit gibt, doch noch seinen Deal durchs Unterhaus zu bringen. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber gemäß einem im September verabschiedeten Gesetz hat der Premierminister Brüssel noch Samstagnacht in einem (von ihm nicht unterschriebenen) Brief an die EU um einen weiteren Aufschub bis zum 31. Januar gebeten. Trotzdem werde die Regierung weiter daran arbeiten, die nötige Ratifizierung und Verabschiedung [des notwendigen Gesetzes] Anfang dieser Woche auf den Weg und noch bis zum 31. Oktober zu Ende zu bringen, so Johnson in einem zweiten Brief an die EU<em>. </em>In diesem Schreiben hob er a hervor, dass er einen weiteren Brexit-Aufschub ablehne. Unterdessen bleibt unklar, ob es für Boris Johnson auch bei der für Morgen angesetzten zweiten Lesung zur sogenannten „Withdrawal Agreement Bill“ für eine Mehrheit reichen wird.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11212" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/21102019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/21102019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/21102019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Komplexitätsaversion</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Abgesehen davon, dass die 27 übrigen EU-Staaten mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Antrag auf Verschiebung zustimmen werden, bleibt nach wie vor unklar, wie dieser möglicherweise mehr als dreieinhalb Jahre in Anspruch nehmende Brexit-Prozess enden wird. Die Optionen reichen von Neuwahlen über ein zweites Referendum, möglicherweise langwierige Gerichtsverfahren bis hin zu einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU. Kurzum: Die von den Finanzmarktakteuren gehasste Unsicherheit in Sachen Brexit bleibt bestehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Neben dem sogenannten „Super Saturday“-Show-down im britischen Unterhaus gab es zum Wochenende allerdings noch andere Einflussfaktoren, die den Euro unterstützten. Tatsächlich ist es aber noch nicht einmal gesichert, ob die Hoffnungen in Sachen Brexit-Deal am Freitag dem Euro zum elften Tagesgewinn der vergangenen 14 Handelstage verhalfen. Ein Blick auf den Euro bzw. Greenback gegenüber jeweiligen Währungskörben vermittelt nämlich, dass es sich bei der Entwicklung des Wechselkurses seit Anfang Oktober vielmehr um eine Dollarschwäche als um eine innere Euro-Stärke handelt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Vor der Schweigeperiode</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein wesentlicher Grund dafür dürfte in der jüngsten Entwicklung der US-Leitzinserwartungen liegen. In diesem Zusammenhang sind die Reden einiger Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom Freitag zu erwähnen, bevor die Schweigeperiode bis zum Ende der kommenden FOMC-Sitzung am 31. Oktober begann. Dabei wurde wieder einmal deutlich, dass sich die Ausschussmitglieder derzeit – wenig überraschend – keinesfalls einig sind. Und so wundert es auch nicht, dass der Fed-Vize Richard Clarida fast schon gebetsmühlenartig über den guten Zustand der heimischen Wirtschaft und über die „offensichtlichen Risiken“ referierte. Obwohl es Clarida vor dem Wochenende sichtlich vermied, irgendetwas Weltbewegendes verlautbaren zu lassen, hinterließen seine Worte dennoch einen leicht taubenhaften Unterton. Denn Clarida wies nicht nur auf die deutliche Abschwächung der globalen Wirtschaft, sondern auch auf deren inflationshemmende Dynamik hin. Eine Dynamik, die den heimischen Inflationsausblick eintrüben könnte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Zinssenkung in der kommenden Woche gut eingepreist</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Blickt man auf das CME FedWatch-Tool, so hat sich die implizite Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinssenkung zum Ende der Handelssitzung am Freitag gegenüber der Vorwoche von 67 auf rund 91 Prozent erhöht. Im gleichen Zuge  hat sich auch die Wahrscheinlichkeit für zwei Zinssenkungen per Jahresende von 22 auf 24 Prozent leicht befestigt. Mit anderen Worten: Die Marktteilnehmer haben vielerorts eine Zinssenkung in der nächsten Woche bereits weitgehend eingepreist. Unterdessen hat der Euro zum Wochenende den höchsten Kurs seit Mitte August markiert. Dabei bleibt der Aufwärtsimpuls der Gemeinschaftswährung (mit Potenzial bis <strong>1,1230</strong>) intakt, solange nun an der Unterseite <strong>1,1050/55</strong> nicht verletzt wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Deal mit großen Fragezeichen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Oct 2019 05:06:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit-Abkommen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Insgeheim haben sich doch viele Akteure gewundert, dass der britische Premierminister Boris Johnson und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker gestern tatsächlich den Abschluss eines "Deal" verkünden konnten. Aber es ist ausgesprochen unsicher, ob die DUP bei der Abstimmung am Samstag im britischen Unterhaus ihre Zustimmung zum Deal geben wird. Es ist nämlich...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1125)</strong>             Es dürfte gestern während der europäischen Handelssitzung wohl keinen Bereich an den Finanzmärkten gegeben haben, der nicht von den Verhandlungen zum Brexit-Vertrag zwischen der EU und Großbritannien betroffen gewesen war. Und insgeheim haben sich doch viele Akteure gewundert, dass der britische Premierminister Boris Johnson und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker gestern tatsächlich den Abschluss eines „great new deal“ verkünden konnten. Offenbar sei Johnson, wie es die britische Zeitung <em>The Times</em> gestern feststellte, ein besserer und effektiverer Premierminister, als sich dies viele [Parlamentarier] in Westminster gedacht hatten. <img decoding="async" class="alignright wp-image-11209" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/18102019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/18102019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/18102019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eine andere Erkenntnis von gestern dürfte darin bestanden haben, dass sich Johnson auf dem Weg zu diesem Deal zeitweise umstrittener Hilfsmittel bedient und dabei bekanntermaßen die eine oder andere rote Linie überschritten hat. Aber dies dürfte angesichts des Erfolges, den vermutlich selbst mancher Parteifreund Johnsons nicht für möglich hielt, wohl in den Hintergrund treten. Allerdings nicht bei denjenigen Abgeordneten, die Boris Johnson einst vor den Kopf gestoßen und aus der Fraktion gedrängt hat.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der „Deal“ muss noch durchs Unterhaus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Stimmen, auf die Johnson auf jeden Fall angewiesen sein dürfte. Denn bei dem gestrigen vereinbarten Abkommen mit der EU hat die nordirische DUP ein gewichtiges Wort mitzureden. Aber bislang ist es ausgesprochen unsicher, ob die DUP bei der Abstimmung am Samstag im britischen Unterhaus ihre Zustimmung zum Deal geben wird. Denn die DUP, die derzeit die Tory-Minderheitsregierung stützt, zeigte sich gestern von dem neuen Abkommen wenig begeistert, um das Mindeste zu sagen. Aber gerade, weil Boris Johnsons Lage vor gut einer Woche in Sachen Brexit-Abkommen noch trostlos aussah und der Premier eine bemerkenswerte Wende hinlegte, zeigten sich die Aktienmarkt-Teilnehmer vor allen Dingen hierzulande besonders optimistisch. Und selbst der Euro profitierte im Verhältnis zum Dollar von einer gewissen Euphorie, die sich hier und da breitmachte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ökonomische Daten drücken auf Greenback</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Letztlich sorgten aber auch diverse ökonomische Daten aus den USA dafür, dass der Dollar weiterhin unter Druck stand. So blieben sowohl die Zahlen zur Industrieproduktion, zur Kapazitätsauslastung als auch die Neubaubeginne im September hinter den Erwartungen der Ökonomen zurück. Dies alles hatte jedoch keine Auswirkung auf das viel beachtete Prognosemodell der Fed von Atlanta, GDPNow, das unverändert ein Wachstum von 1,8 Prozent (annualisiert) für das dritte Quartal vorsieht. Damit bleibt der Aufwärtsimpuls des Euro nunmehr mit Potenzial bis <strong>1,1230</strong> – dieses muss nicht zwingend ausgeschöpft werden – erhalten. Zumindest, solange an der Unterseite <strong>1,1030</strong> unverletzt bleibt.  </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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