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	<title>Anleiheverkäufe Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Fri, 08 May 2020 04:57:57 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Märkte rechnen mit negativem US-Leitzins</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2020 04:55:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anleiheverkäufe]]></category>
		<category><![CDATA[Negative US-Zinsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass der Euro derzeit nicht an einer echten Schwäche leidet, hat sich gestern wieder einmal gezeigt. Zwar markierte die Gemeinschaftswährung zum vierten Mal hintereinander in dieser Woche ein niedrigeres Tagestief, aber am Ende wurde die Handelssitzung sogar mit einem leichten Plus beendet. Bei den Fundamentaldaten drehte sich gestern wieder Vieles um den US-Arbeitsmarkt. Indes: Auch wenn die Ökonomen mittlerweile ihre Prognosen etwas besser kalibriert haben, spielen die Arbeitsmarkdaten für die Marktteilnehmer praktisch keine Rolle. Die Teilnehmer an den Aktienmärkten interessiert es schlichtweg nicht,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0845)</strong>             Dass der Euro derzeit nicht an einer echten Schwäche leidet, hat sich gestern wieder einmal gezeigt. Zwar markierte die Gemeinschaftswährung zum vierten Mal hintereinander in dieser Woche ein niedrigeres Tagestief, aber am Ende wurde die Handelssitzung sogar mit einem leichten Plus beendet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei den Fundamentaldaten drehte sich gestern wieder Vieles um den US-Arbeitsmarkt. Indes: Auch wenn die Ökonomen mittlerweile ihre Prognosen etwas besser kalibriert haben, spielen die Arbeitsmarkdaten für die Marktteilnehmer praktisch keine Rolle. Die Teilnehmer an den Aktienmärkten interessiert es schlichtweg nicht, ob nun die Erstanträge auf Arbeitslosengeld mit 3,17 Millionen in der vergangenen Woche gestern etwas höher als von der Median-Schätzung der Analysten erwartet ausgefallen sind. Im gleichen Zuge lag der 4-Wochen-Durchschnitt für die Erstanträge in der zum 2. Mai endenden Woche bei rund 4,17 Millionen Anträgen. Es bedarf also keiner großen Vorstellungskraft, um bereits abschätzen zu können, wie der für heute erwartete US-Arbeitsmarktbericht ausfallen wird.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Negative US-Zinsen für Januar 2021 erstmals eingepreist</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen gab es gestern eine interessante Entwicklung bezüglich der US-Leitzinsen zu vermelden. Obgleich sich Fed-Chef Jerome Powell in der Vergangenheit immer wieder gegen negative Zinsen ausgesprochen hat, scheinen die Akteure an den Finanzmärkten mittlerweile Anderes zu erwarten. Denn die Entwicklung bei den Fed-Funds-Futures preiste gestern zum ersten Mal – wenn auch nur minimal in Höhe von rund 2 Basispunkten – einen negativen Leitzins für Januar 2021 ein. Im gleichen Zug fiel auch die Rendite für zweijährige Staatsanleihen auf ein neues Rekordtief von 0,129 Prozent. Und so gibt es nicht wenige Kommentatoren, die davon ausgehen, dass sich Jerome Powell womöglich auf längere Sicht dem Druck des Marktes wird beugen müssen.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11975" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/08052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/08052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/08052020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Chinesische Umschichtungen leichter möglich</span></strong></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Interessant in diesem Zusammenhang könnte auch ein verändertes Verhalten Chinas bezüglich seiner hohen US-Anleihebestände (1,092 Billionen USD<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong><span style="color: #000000;">1</span></strong>]</a> per Februar) sein. Denn es gab während der ersten Phase des US-chinesischen Handelskonflikts im vergangenen Jahr immer wieder Gerüchte, China würde möglicherweise seine massiven Bestände in US-Staatsanleihen als Druckmittel ins Spiel bringen (vgl. etwa meinen damaligen Kommentar <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/09/29/kurzer-blick-in-pandoras-buechse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>, Abschnitt „Vergeltung ist nicht weit“). Damals galt dies als eine umstrittene Maßnahme, verbunden mit der Angst, China könne womöglich durch etwaige massive Bond-Verkäufe die US-Anleihekurse so unter Druck bringen, dass auch der Wert des restlichen chinesischen Portfolios in Mitleidenschaft gezogen würde. Kurzum: China hätte sich den Markt selbst kaputt gemacht. Eine Angst, die sich nun aufgrund der groß angelegten Anleihekäufe der Fed und dem damit robust gewordenen Bondmarkt verringert haben dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Per Saldo ist der Dollar insgesamt eigentlich zu fest. Der Euro bleibt andererseits ohnehin in seinem trendlosen Zustand, wenngleich mit einer leichten Neigung zur Schwäche, die allerdings nach Überschreiten von <strong>1,0920</strong> bereits ausgeräumt wäre.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a> https://ticdata.treasury.gov/Publish/mfh.txt</span></p>
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		<title>Nichtssagend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2019 05:40:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anleiheverkäufe]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC]]></category>
		<category><![CDATA[Tic-Daten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am deutlichsten äußerte sich der Chef der Fed von St. Louis, James Bullard, der eine Zinssenkung in diesem Jahr zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausschließen wollte. Aber Bullard ist nun einmal auch das taubenhafteste</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/nichtssagend/">Nichtssagend</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1145)</strong>             Es sollte eigentlich nicht überraschen, dass der Euro zum USD angesichts der Ereignisse in Großbritannien und dem damit verbundenen Fall des britischen Pfundes (gestern gegenüber dem Euro auf den niedrigsten Stand seit Februar 2019) auch gestern nur eine Statistenrolle spielte. Der einzige, wenn auch kleine Impuls, ergab sich temporär an der Oberseite; eine Rede von EZB-Präsident Mario Draghi soll dafür ursächlich gewesen sein. Eine Rede, die allerdings medial wenig Beachtung fand.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10592" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/23052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch von den Mitgliedern des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC), die sich nun bereits seit einigen Tagen zu Wort melden, war gestern vor Veröffentlichung des FOMC-Protokolls zur Sitzung vom 30. April/1. Mai wenig Erhellendes zu hören. Am deutlichsten äußerte sich der Chef der Fed von St. Louis, James Bullard, der eine Zinssenkung in diesem Jahr zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausschließen wollte. Aber Bullard ist nun einmal auch die größte Taube unter den derzeit stimmberechtigten FOMC-Mitgliedern. Und so ist es auch kein Wunder, dass Bullard den Verlauf der abschnittweise inversen Renditestrukturkurve der US-Staatsanleihen insgesamt zu flach findet und mit dieser Einschätzung etwaigen Rezessionsbefürchtungen einiger Akteure einen gewissen Vorschub leistet. Tatsächlich befanden sich die am meisten beachteten Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen und dreimonatiger T-Bills gestern auf gleichem Niveau, so dass selbst Bullard nicht mit erhöhten Rezessionsgefahren argumentieren wollte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Chinesische Anleiheverkäufe nicht bedrohlich</span></strong></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch nahm der regionale Fed-Chef Stellung zu möglichen US-Anleiheverkäufen Chinas, auf die wir vor etwas mehr als einer Woche <a href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/05/15/zwei-optionen-mit-wechselwirkung/"><strong><span style="color: #000000;">HIER</span></strong></a> eingegangen sind: Er hält die mancherorts wahrgenommene Bedrohung durch derartige Verkäufe, etwa als Reaktion auf die erhöhten US-Strafzölle, für übertrieben. Und ein Blick auf die Statistik ausländischer Halter von US-Staatsanleihen, die sogenannten Tic-Daten per Ende März, verdeutlicht: Ein vergleichsweise geringer Rückgang bei den von China gehaltenen US-Anleihen um rund 10 Mrd. USD gegenüber dem Vormonat wurde von anderen Staaten spielend aufgefangen. Deren Bestände wuchsen nämlich im gleichen Zeitraum um rund 88 Mrd. USD.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie von vielen nicht anders erwartet, brachte das FOMC-Protokoll gestern keine Überraschungen für die Marktteilnehmer mit sich. Zumal besagte Sitzung noch vor der Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China stattfand und damit überholt ist. Die Fed bleibt jedenfalls „geduldig“, und das FOMC sieht die schleppende Inflation mehrheitlich als vorübergehendes Phänomen an, so die Erkenntnis für die meisten Akteure. Der Euro bewegte sich daraufhin auch nur um ein paar Stellen und bleibt abermals in seiner Konsolidierung zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1365/70</strong> gefangen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/nichtssagend/">Nichtssagend</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Zwei Optionen mit Wechselwirkung</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/zwei-optionen-mit-wechselwirkung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 05:38:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Abwertung]]></category>
		<category><![CDATA[Anleiheverkäufe]]></category>
		<category><![CDATA[Matteo Salvini]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldengrenze]]></category>
		<category><![CDATA[US-Staatsanleihen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn es gestern im US-chinesischen Handelskonflikt eine leichte Beruhigung zu geben schien, blieb für viele Kommentatoren die Frage bestehen, wie effektiv Chinas Vergeltungsmaßnahmen als Antwort auf die erhöhten US-Strafzölle tatsächlich sein können. Denn die USA importieren nun einmal von China...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/zwei-optionen-mit-wechselwirkung/">Zwei Optionen mit Wechselwirkung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1210)</strong>             Auch wenn es gestern im US-chinesischen Handelskonflikt eine leichte Beruhigung zu geben schien, blieb für viele Kommentatoren die Frage bestehen, wie effektiv Chinas Vergeltungsmaßnahmen als Antwort auf die erhöhten US-Strafzölle tatsächlich sein können. Denn die USA importieren nun einmal von China bedeutend mehr als umgekehrt. Und sollten die USA tatsächlich alle chinesischen Importe mit Strafzöllen belegen, so würde dies Güter in einem Volumen von über 500 Milliarden USD betreffen. Auf der anderen Seite machten die von China importierten US-Waren zuletzt gerade einmal 120 Mrd. USD aus. Kein Wunder, dass man sich bereits über andere Vergeltungsmaßnahmen Gedanken gemacht hat. Wir berichteten bereits gestern darüber, dass chinesischen Medienberichten zufolge Wissenschaftler darüber nachdenken, ob China seine Bestände an US-Staatsanleihen – das Land hält derzeit 1,13 Billionen USD davon – </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">senken solle.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10548" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/15052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Nicht das erste Mal wird kolportiert, China würde möglicherweise seine massiven Bestände in US-Staatsanleihen als Druckmittel in den Verhandlungen mit den USA ins Spiel bringen. Denn ähnliche Diskussionen gab es schon einmal vor mehr als einem Jahr. Aber unverändert gilt, dass eine solche Maßnahme nicht unumstritten ist. Denn nicht zuletzt würde eine Reduzierung der Anleihebestände, oder auch nur ausbleibende Nachfrage nach US-Staatsanleihen, in größerem Ausmaße Druck auf den Dollar ausüben und letztlich zu einer ungewollten verbesserten Wettbewerbsposition im Außenhandel für die USA führen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Gleichzeitig würden durch etwaige Bondverkäufe Chinas die Anleihekurse sinken und der Wert des chinesischen Portfolios sich verringern. Auf der anderen Seite könnte die US-Notenbank den Effekt größerer Anleiheverkäufe ihrerseits durch Anleihekäufe abmildern. Theoretisch könnte die Fed mehr Anleihen ins eigene Portfolio nehmen, als die chinesische Seite jemals würde verkaufen können.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Schließlich wäre natürlich auch noch die Frage zu klären, wo China mit den Erlösen aus den Anleihekäufen tatsächlich hinmöchte. In ein Land, dessen Anleihen schlechter als die der USA rentieren?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Die zweite Option Chinas, die ebenfalls den Wechselkurs beeinflussen würde, wäre eine schrittweise Abwertung des Yuan, um so den negativen Effekt etwaiger Strafzölle abzumildern. Aber auch diese von chinesischer Seite bevorzugte Option mit entgegengesetzter Wirkung ist umstritten. Und so ist es bislang nur bei Drohgebärden Chinas geblieben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Italien nicht aus den Augen lassen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei allen Diskussionen um den US-chinesischen Handelsstreit sollte indes Italien nicht aus den Augen gelassen werden. Denn dort machte gestern der stellvertretende Premierminister Matteo Salvini von sich reden. Der Chef der Lega Nord äußerte nämlich, die Regierung sei, um den Arbeitsmarkt zu beleben, bereit, die Neuverschuldungsgrenze von 3 Prozent zu überschreiten. Mehr noch nehme Italien in Kauf, dass die Gesamtverschuldung des Landes entgegen der EU-Haushaltsregeln möglicherweise von 130 auf 140 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anstiege. Interessanterweise haben die Anleihemärkte während der vergangenen Tage bereits reagiert, weswegen sich der Renditevorsprung italienischer Staatsanleihen mit zehnjähriger gegenüber Bundesanleihen mit ähnlicher Laufzeit auf rund 280 Basispunkte erhöhte und somit gestern den höchsten Stand seit dem 11. Februar markierte. Dies mag womöglich auch ein Grund für die leichte Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar gewesen sein, der im Rahmen seiner Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1125</strong> und <strong>1,1375</strong> auf eine insgesamt etwas weichere Unterseite trifft.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/zwei-optionen-mit-wechselwirkung/">Zwei Optionen mit Wechselwirkung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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