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	<title>Aktienhausse Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Aktienrallye: „Bizarr, wenn nicht sogar pervers“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2020 04:49:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Aktienhausse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In unserem Diarium könnten wir den siebten Handelstag in Folge notieren, an dem der Euro gegenüber dem Dollar einen Tagesgewinn produziert hat. Mit anderen Worten: Seit dem 25. Mai (Pfingstmontag) musste die Gemeinschaftswährung keinen nennenswerten Rücksetzer mehr hinnehmen. Dies ist insofern bemerkenswert, als fast zeitgleich die jüngste Kaufwelle an den Aktienmärkten eingesetzt hatte. Nur um zwei Zahlen zu nennen: Die Gemeinschaftswährung legte seither bis zum Schluss der gestrigen europäischen Handelssitzung um gut 3 Prozent zu, während der DAX seit Handelsschluss am Freitag vor Pfingsten mit einem Plus von mehr als 12 Prozent...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/aktienrallye-bizarr-wenn-nicht-sogar-pervers/">Aktienrallye: „Bizarr, wenn nicht sogar pervers“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1235)</strong>             In unserem Diarium könnten wir den siebten Handelstag in Folge notieren, an dem der Euro gegenüber dem Dollar einen Tagesgewinn produziert hat. Mit anderen Worten: Seit dem 25. Mai (Pfingstmontag) musste die Gemeinschaftswährung keinen nennenswerten Rücksetzer mehr hinnehmen. Dies ist insofern bemerkenswert, als fast zeitgleich die jüngste Kaufwelle an den Aktienmärkten eingesetzt hatte. Nur um zwei Zahlen zu nennen: Die Gemeinschaftswährung legte seither bis zum Schluss der gestrigen europäischen Handelssitzung um gut 3 Prozent zu, während der DAX seit Handelsschluss am Freitag vor Pfingsten mit einem Plus von mehr als 12 Prozent performed hat!<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12083" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/04062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/04062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/04062020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ökonomische Daten erklären nichts</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es ist müßig, die Entwicklung des Euro allein mit der Risikofreude der Aktienmarktteilnehmer zu erklären. Aber Wirtschaftsdaten werden derzeit ohnehin nur dann von den Akteuren an den Finanzmärkten goutiert, wenn sie zur Marktentwicklung passen. Nun gab es gestern zumindest in den USA die Mai-Daten der privaten Arbeitsmarktagentur ADP zu begutachten, die wesentlich besser als erwartet ausfielen. Statt der Medianprognose der Ökonomen von 9 Millionen vernichteter Stellen (das Prognoseband war so breit wie ein geöffnetes Scheunentor und reichte von -11,5 bis -2,1 Mio.) sind im Mai tatsächlich „nur“ rd. 2,8 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen. Das sind immer noch 2,8 Millionen Einzelschicksale, aber offenbar Grund genug für manchen Finanzmarktakteur, makabrer Weise von einer positiven Überraschung zu sprechen. Indes: Der Dollar hat kaum positiv reagiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch einmal aufgepeppt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun könnte man für die positive Euro-Entwicklung natürlich auch noch die Hoffnungen der Marktteilnehmer anführen, die diese in die heute stattfindende Sitzung des EZB-Rates setzen. Zumindest geht man vielerorts davon aus, dass die EZB ihr Pandemie-Anleihekauf-Programm PEPP noch einmal um mindestens 500 Mrd. EUR aufpeppen wird. In normalen Zeiten wäre diese Erhöhung von Anleihekäufen durchaus ein Argument für einen schwächeren Euro gewesen. Aber wir befinden uns nicht in normalen Zeiten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies zeigt sich insbesondere am heimischen Aktienmarkt, der natürlich auf eben diese zusätzlichen Maßnahmen der EZB setzen mag. Aber unabhängig davon scheint die Aktienindices dies- und jenseits des Atlantiks derzeit ohnehin nichts zu bremsen. Und dennoch hat sich bei unserer gestrigen Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt die Zahl der Pessimisten gegenüber der Vorwoche in einem deutlich steigenden Markt nochmals erhöht (vgl. meinen gestrigen Kommentar <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/c1ad23f2-18bf-4548-bed1-20fd434e23e1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong>)</a></span>. Als ob die Investoren sagen wollten, wie bizarr – es fiel sogar der Ausdruck „pervers“ – die massive Rallye der Aktienmärkte doch sei. Und es gibt nicht Wenige, die sich fragen, wer denn für die steigenden Aktienkursen sorgt, wenn nicht die mittelfristigen institutionellen Marktteilnehmer.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Immer noch Nachfrage auf hohen Niveaus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vieles spricht dafür, dass langfristiges Kapital für die steigenden Kurse gesorgt hat. Auch aus dem Ausland. Gut möglich, dass deswegen auch der Euro zugelegt hat. Obgleich man durchaus der Ansicht sein kann, dass die Gemeinschaftswährung im Falle massiver Zuflüsse noch deutlicher hätte steigen müssen. Aber es ist noch nicht allzu lange her, da war noch von einem drohenden Auseinanderbrechen der EU die Rede, und auch in Sachen Brexit sieht es nicht rosig aus. Will sagen: Wer sich als ausländischer Anleger in der Eurozone engagiert, könnte durchaus auf die Idee kommen, zumindest die Währungsseite dieses Engagements abzusichern. Solche Transaktionen wären dann neutral für den Kurs des Euro. Aber nicht nur hierzulande tun sich die Akteure schwer, die Hausse an den Aktienmärkten zu erklären. Denn auch in den USA dürften viele Marktteilnehmer von der massiven Aufwärtsbewegung der Aktienkurse überrascht worden sein.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Obgleich es also längst nicht entschieden ist, ob die Risikofreude an den Aktienmärkten für einen steigenden Euro, oder der fallenden Dollar für mehr Risikofreude an den Aktienmärkten gesorgt hat, bewegt sich die Gemeinschaftswährung weiterhin in ihrem kurzfristigen Aufwärtstrend mit Potenzial bis <strong>1,1335</strong>. Und ihre Position bleibt stark, solange nunmehr <strong>1,1070</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Notenbanken auf dem Rückzug</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2014 08:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Aktienhausse]]></category>
		<category><![CDATA[BoE]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das jüngst veröffentlichte Protokoll des Offenmarktausschusses der vergangenen Fed&#8211;Sitzung hat den Anlegern an den Finanzmärkten einmal mehr vor Augen geführt, dass die Notenbank ihren im Dezember 2013 eingeschlagenen Weg fortsetzen wird: Die extrem großzügige Versorgung der Märkte mit Liquidität durch Anleihekäufe wird peu à peu zurückgefahren (tapering). Aber aus dem Protokoll wird auch ersichtlich, wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das jüngst veröffentlichte Protokoll des Offenmarktausschusses der vergangenen Fed<b>&#8211;</b>Sitzung hat den Anlegern an den Finanzmärkten einmal mehr vor Augen geführt, dass die Notenbank ihren im Dezember 2013 eingeschlagenen Weg fortsetzen wird: Die extrem großzügige Versorgung der Märkte mit Liquidität <span id="more-6969"></span>durch Anleihekäufe wird peu à peu zurückgefahren (tapering). Aber aus dem Protokoll wird auch ersichtlich, wie weit die Diskussionen tatsächlich gediehen sind. Denn längst ist nicht mehr nur von Tapering die Rede, sondern man denkt in Fed-Kreisen auch über eine Veränderung der geldpolitischen Leitlinie (forward guidance) nach. Weil sich die ökonomische Situation in den USA gemessen am Arbeitsmarkt besser als ursprünglich gedacht entwickelt hat, wird nun von einigen Mitgliedern des Ofenmarktausschusses auch eine Beendigung der ultraniedrigen Zinsen ins Spiel gebracht.</p>
<p>Die Bank von England hat es bereits vorgemacht und denkt bei gleichbleibenden ökonomischen Rahmendaten für das Frühjahr 2015 an ein Ende der Niedrigzinspolitik. Auch wenn die Zinsen in Großbritannien danach nur ganz langsam nach oben gehen sollen, werden sich die Anleger wahrscheinlich schon bald Gedanken machen, was dies für die Aktienmärkte hierzulande bedeuten wird. Wird die US-Notenbank dem britischen Beispiel folgen? Kann die EZB angesichts dieser Entwicklung überhaupt noch weiter die Zinsen senken? Ist mit dem Ende der großzügigen Geldpolitik der Notenbanken auch ein Ende der Aktien-Hausse verbunden? Droht womöglich Crash-Gefahr? Oder vertrauen die Investoren dies- und jenseits des Atlantiks auf eine sich selbst tragende globale Wirtschaft, bei der die Hilfe von den Notenbanken keine wesentliche Rolle mehr spielt?</p>
<p>Mit den möglichen Szenarien, die sich aus einer veränderten Notenbankpolitik ergeben können, beschäftigt sich mein jüngster WebTV-Beitrag (<span style="text-decoration: underline;"><a href="http://news.wgzbank.de/go/7/XLVEH1G-XLNWFI5-PJ53OPI-EVAXHZ.html">hier</a></span>), den ich gestern für die WGZ Bank erstellt habe.</p>
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