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	<title>Abwertungswettlauf Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Krieg der Währungen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2015 08:33:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Als die Schweizerische Nationalbank (SNB) Mitte Januar verkündete, dass sie die seit gut drei Jahren festgesetzte Obergrenze des Schweizer Franken gegenüber dem Euro nicht länger durch Interventionen verteidigen werde, markierte diese Episode einen weiteren unrühmlichen Höhepunkt und Resultat dessen, was man auch als Abwertungswettlauf bezeichnen könnte. Letztlich ist ein Abwertungswettlauf jedoch nichts anderes als ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als die Schweizerische Nationalbank (SNB) Mitte Januar verkündete, dass sie die seit gut drei Jahren festgesetzte Obergrenze des Schweizer Franken gegenüber dem Euro nicht länger durch Interventionen verteidigen werde, markierte diese Episode einen weiteren unrühmlichen Höhepunkt und Resultat dessen, was man auch als Abwertungswettlauf bezeichnen könnte. Letztlich ist ein Abwertungswettlauf jedoch nichts anderes als ein Wirtschaftskonflikt, bei dem Staaten nacheinander mehr oder weniger absichtsvoll versuchen, über die Verbilligung ihrer Währung die eigene Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Volkswirtschaften zu verbessern. Besonders aktiv waren in der Vergangenheit in dieser Hinsicht Japan und China, das für sein „Management“ des Yuan von den USA sogar zeitweise heftig kritisiert wurde.</p>
<p>In der jüngsten Vergangenheit wurde – auch wegen des drastischen Wertverlusts russischen Rubels bis Ende Januar – von den Kommentatoren wieder einmal martialisch von einem Währungskrieg gesprochen, obwohl es sich gerade beim Verfall des Rubels nicht um eine Abwertung handelte, mit der man die Wettbewerbsfähigkeit Russland steigern wollte. Grund genug jedenfalls, meinem Thema des Monats Februar, das ich wie immer für die WGZ Bank erstellen durfte, den Titel <em>„Währungen unter Spannung und globaler Abwertungswettlauf“</em> zu geben. Meine Ausführungen dazu können Sie <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html">HIER</a></span></strong> finden.</p>
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		<title>Dauerwarnungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 09:07:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist in Sachen des vielerorts beschworenen Währungskriegs alles doch nicht so schlimm. Und wenn Finanzminister Schäuble gestern äußerte, der Euro befände sich gegenüber dem Yen in einer normalen Bandbreite und er könne auch keinen Abwertungswettlauf der japanischen Währung gegenüber dem Euro feststellen, bedeutet das nicht nur, dass die jüngste Entwicklung des Yen beim nächsten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/dauerwarnungen/">Dauerwarnungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist in Sachen des vielerorts beschworenen Währungskriegs alles doch nicht so schlimm. Und wenn Finanzminister Schäuble gestern äußerte, der Euro befände sich gegenüber dem Yen in einer normalen Bandbreite und er könne auch keinen Abwertungswettlauf der japanischen Währung gegenüber dem Euro feststellen,<span id="more-5681"></span> bedeutet das nicht nur, dass die jüngste Entwicklung des Yen beim nächsten G20-Treffen vermutlich nicht auf der Agenda landen wird. Vielmehr relativiert es auch die Position von Jens Weidmann, der unlängst vor einer Politisierung der Wechselkurse und den Risiken eines ebensolchen Abwertungswettlaufs gewarnt hatte. Tatsächlich scheint mir, dass der Bundesbankpräsident fast immer nur am Warnen ist, wobei er mit seinen Sorgen um die Zentralbankunabhängigkeit sicherlich Recht haben dürfte. Was jedoch die Wechselkurse angeht, hat sich, wie mir ein befreundeter Währungsstratege vorrechnete, der Yen gegenüber dem Euro noch nicht einmal in Richtung seines langjährigen Mittelwerts seit der Einführung des Euros bei 126,50 Yen abgeschwächt. Ganz zu schweigen davon, dass er derzeit immer noch viel fester als zu Beginn der Finanzkrise gehandelt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Yen korrigiert nur langfristigen Aufwärtstrend</b></p>
<p>In diesem Zusammenhang fand ich auch den heutigen Kommentar in der Financial Times <i>Weidmann‘s doubts</i> absolut lesenswert, in dem einige Dinge zurechtgerückt werden. Natürlich kann man über die angekündigte Gelddruckerei der Bank von Japan denken wie man will, aber eine derartige geldpolitische Maßnahme soll zunächst einmal dazu dienen, die jahrzehntelange Deflation Japans zu beseitigen. Wobei man sich natürlich durchaus die Frage stellen darf, ob es sinnvoll ist, eine solche Politik, die ja nun nicht erst seit gestern betrieben wird, ohne Erfolgsnachweis ad infinitum zu betreiben. Aber es ist nicht unnatürlich, wenn in diesem Zusammenhang als Nebeneffekt die eigene Währung an Wert verliert. Wechselkurse betreffen allerdings immer zwei Seiten einer Medaille: Als der Yen sich noch im vergangenen Jahr gegenüber dem Euro peu à peu befestigte, hat sich ja auch niemand darüber beschwert, dass sich daraus für die Eurozone ein Wettbewerbsvorteil ergeben könnte oder man hierzulande gar einen Währungskrieg angezettelt hätte.</p>
<p>Ein haltloses Gerücht um den Bundesbankpräsidenten spielte aber auch am Aktienmarkt in dieser Woche eine Rolle. Ob diese Geschichte längerfristig auf die Stimmung der mittelfristig orientierten Börsianer geschlagen hat, beantwortet Gianni Hirschmüller in seiner jüngsten Sentiment-Analyse für die Börse Frankfurt, die Sie <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+weidmann+geruecht+lockt+haendler+aus+der+schonung+46049">hier finden</a>. Meine eigene Detailanalyse finden Sie unter dem entsprechenden Reiter an <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+weidmann+geruecht+lockt+haendler+aus+der+schonung+46049">gleicher Stelle</a>.</p>
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		<title>Gefährlicher Unsinn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jan 2013 08:24:56 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Abwertungswettlauf]]></category>
		<category><![CDATA[SNB]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralbankintervention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass Japan nun unlimitierte Anleihekäufe ab Januar 2014 angekündigt hat, und zwar so lange, bis das neu gesetzte Inflationsziel von 2 Prozent erreicht ist, stellt keine Überraschung dar. Und wenn Wirtschaftsminister Amari beim Weltwirtschaftsforum in Davos behaupten wird, Japan habe keine Absicht, den Yen zu manipulieren, dann stimmt das zumindest teilweise. Denn die Bank von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Japan nun unlimitierte Anleihekäufe ab Januar 2014 angekündigt hat, und zwar so lange, bis das neu gesetzte Inflationsziel von 2 Prozent erreicht ist, stellt keine Überraschung dar. Und wenn Wirtschaftsminister Amari beim Weltwirtschaftsforum in Davos behaupten wird, Japan habe keine Absicht,<span id="more-5678"></span> den Yen zu manipulieren, dann stimmt das zumindest teilweise. Denn die Bank von Japan (BoJ) stimmt damit eigentlich nur in den von der US-Notenbank angestimmten Kanon des Gelddruckens ein. Insofern handelt es sich „nur“ um ein Nachziehen, auch mit dem Effekt, dass auf diese Weise einer drohenden Erhöhung des Außenwerts des Yen entgegengewirkt wird. Nicht umsonst warnte sogar Bundesbankpräsident Weidmann unlängst vor einer Abwertungsspirale, bei der, global gesehen, nicht nur die USA, Großbritannien und Japan als Nebeneffekt ihrer Gelddruckaktivitäten gerne die Abwertung ihrer eigenen Währung in Kauf nehmen. Auch andere Staaten, von China bis Russland und von den Philippinen bis Südkorea, erwärmen sich für (geld)politische Vorgehensweisen, die letztlich ebenfalls für eine Schwächung der eigenen Währungen sorgen sollen. Fragt sich nur, wessen Währung am Ende zwangsläufig aufgewertet wird – denn nicht alle können gleichzeitig abwerten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Psychologischer Schaden wäre programmiert</b></p>
<p>Umso mehr hat es mich erstaunt, dass Professor Hans-Werner Sinn vor kurzem in einem Interview mit der Wirtschafts- und Finanzplattform cash.ch der Schweizer Nationalbank (SNB) empfahl, den seit einiger Zeit schwächeren Kurs des Schweizer Franken dazu zu nutzen, die während der Interventionsphase angehäuften Währungsreserven „wieder etwas abzubauen“. Tatsächlich konnte sich der Euro gegenüber dem Franken zuletzt vom Interventionsniveau der SNB bei 1,20 CHF, das diese mit unbegrenzten Mitteln verteidigen wird, lösen und einen Kursgewinn von rund 4 Prozent für sich verbuchen. Allerdings erscheint es mir viel zu früh, überhaupt nur an ein Auflösen dieser Euro-Reserven zu denken. Abgesehen davon, dass selbst die Interventionsbänder des Europäischen Währungsverbundes (EWS) vor einigen Jahrzehnten mit einer engen Spanne von jeweils 4,5 Prozent noch großzügiger als der jetzige Kursgewinn des Euro bemessen waren, dürfte der psychologische Schaden, der sich aus Euro-Verkäufen gegen Schweizer Franken ergeben kann, den Nutzen eines vergleichsweise geringen Abbaus der Reserven bei weitem überwiegen. Sollten sich nämlich derartige Transaktionen im Markt herumsprechen, dürfte die 1,20er-Linie des Euro schon bald wieder getestet werden, womit die SNB gezwungen wäre, weitere Währungsreserven anzusammeln. Deswegen gilt auch für die SNB der Wahlspruch: „Gewinne laufen lassen“, um nicht den gerade erst begonnenen Trend eines sich abschwächenden Schweizer Franken, vor allen Dingen auch in Hinblick auf den drohenden globalen Abwertungswettlauf, vorzeitig abzuwürgen.</p>
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