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	<title>Zentralbankinterventionen Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Machtlos gegen einen starken Euro?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 05:56:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Inflationserwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Stimuluspaket]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralbankinterventionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch am gestrigen Handelstag präsentierte sich der Euro gegenüber dem Greenback in ausgesprochen guter Verfassung, ohne allerdings das starke Momentum vom Vortag aufrechtzuerhalten. Tatsächlich sollte man aber nicht von Eurostärke, sondern von Dollarschwäche sprechen. Bereits vorgestern schrieb ich über die Wahrnehmungsveränderung der Akteure hinsichtlich etwaiger Maßnahmen der EZB ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/machtlos-gegen-einen-starken-euro/">Machtlos gegen einen starken Euro?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,2120)</strong>             Auch am gestrigen Handelstag präsentierte sich der Euro gegenüber dem Greenback in ausgesprochen guter Verfassung, ohne allerdings das starke Momentum vom Vortag aufrechtzuerhalten. Tatsächlich sollte man aber nicht von Eurostärke, sondern von Dollarschwäche sprechen. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12814" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/03122020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/03122020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/03122020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Bemerkenswerte Dollarschwäche</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bereits vorgestern schrieb ich über die Wahrnehmungsveränderung der Akteure hinsichtlich etwaiger Maßnahmen der EZB (<strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/12/01/starker-monat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vgl. HIER</a></span></strong>), um den Euro gegenüber dem US-Dollar nicht allzu sehr davonrennen zu lassen. Mit Wahrnehmungsveränderung ist der Vergleich zur Situation Anfang September gemeint, als der Euro zum ersten Mal die 1,20er Marke testete. Denn im Gegensatz zu damals scheinen die Akteure dieses Mal keine Angst vor irgendwelchen indirekten Interventionen der EZB gegen den Euro zu haben. Sicherlich war der Wechselkurs über die Sommermonate bis Anfang September über größere Strecken durch Eurostärke getrieben, dieses Mal dagegen in erster Linie durch Dollarschwäche. Dabei ist die jüngste Schwäche des Greenback durchaus bemerkenswert. Denn sie ereignete sich vor allem am Dienstag, obgleich die Renditen der US-Staatsanleihen und damit das Zinsdifferenzial zugunsten des Dollar (aufgrund gestiegener Inflationserwartungen) deutlich angezogen hatten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Schnell noch ein Stimulus-Paket schnüren?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei ist längst nicht gesichert, ob wir im kommenden Jahr in den USA tatsächlich mit einer stark steigenden Konsumentenpreisinflation rechnen müssen. Vieles wird davon abhängen, wie sich größere Stimulus-Programme der Demokraten unter Leitung der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen durchsetzen lassen, falls wie vielerorts erwartet im Senat nach den Stichwahlen in Georgia die Republikaner weiterhin das Sagen haben sollten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin: Dem Vernehmen nach wollen führende Demokraten und Republikaner bereits am kommenden Wochenende doch noch einen neuen Stimulus-Plan zusammenzimmern. Allerdings wird es nicht um die einst von den Demokraten vor den US-Wahlen ins Spiel gebrachten 2,2 Billionen USD gehen. Vielmehr favorisieren die Republikaner ein überarbeitetes Programm, aber immer noch nur in Höhe der zuletzt angebotenen 500 Mrd. USD. Auch ist es unklar, ob der scheidende US-Präsident Donald Trump in der jetzigen Situation einem höheren Betrag – gestern wurde zuletzt immerhin ein möglicherweise zur Diskussion stehendes Volumen von 908 Mrd. USD kolportiert – zustimmen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nichts außer Verbalinterventionen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Viel wichtiger scheint mir allerdings, was die EZB bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche gegen die Eurostärke unternehmen könnte. Noch im September sah sich EZB-Chefvolkswirt Philip Lane genötigt, den Euro schwach zu reden. Der Werkzeugkasten, die sogenannte Tool-Box, ist die gleiche wie vor drei Monaten. Auch ist wie damals kaum anzunehmen, dass die EZB, allein um den Euro zu schwächen, mit einer Leitzinssenkung aufwarten würde. Und so bleiben vermutlich – genau wie im September – nur Verbalinterventionen, doch dürften sie dieses Mal weitaus weniger Marktteilnehmer beeindrucken und schnell verpuffen – zumindest auf dem derzeitigen Kursniveau. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das Einzige, was dem Euro tatsächlich schaden könnte, wäre ein Aufflammen großer Risikoaversion, verbunden mit einer Flucht in den Dollar. Etwa wenn sich bei den Fortschritten bei der Entwicklung der Covid-19-Impfstoffe unerwartet größere Probleme ergeben sollten. Kurzfristig bleibt der Euro mit Potenzial bis auf zunächst <strong>1,2180</strong> in guter Verfassung – zumindest solange er sich nun oberhalb von <strong>1,1955</strong> (deutlich höher) bewegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>The long way down</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2020 05:43:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralbankinterventionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Serie der "Schadensmeldungen" reißt nicht ab: Gestern hat der Euro den größten Tagesverlust seit dem 24. Juni 2016 produziert und den tiefsten Kurs seit April 2017 markiert. Während an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks eine kurze Ruhepause eintrat, hielt die Flucht in den Dollar ungebrochen an. Der Abwärtstrend des Euro setzte sich fort und entwickelte ein derart hohes Momentum, dass bereits Rufe nach Zentralbankinterventionen laut wurden. Deren Eingreifen wird vor allem immer dann gefordert, wenn viele Marktteilnehmer mit einer Marktentwicklung nicht zurechtkommen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/the-long-way-down/">The long way down</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0760)</strong>             Die Serie der &#8222;Schadensmeldungen&#8220; reißt nicht ab: Gestern hat der Euro den größten Tagesverlust seit dem 24. Juni 2016 produziert und den tiefsten Kurs seit April 2017 markiert. Während an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks eine kurze Ruhepause eintrat, hielt die Flucht in den Dollar ungebrochen an. Der Abwärtstrend des Euro setzte sich fort und entwickelte ein derart hohes Momentum, dass bereits Rufe nach Zentralbankinterventionen laut wurden. Deren Eingreifen wird vor allem immer dann gefordert, wenn viele Marktteilnehmer mit einer Marktentwicklung nicht zurechtkommen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11767" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/20032020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/20032020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/20032020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Rufe nach Deviseninterventionen<br />
</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Fast fühlte ich mich an die Jahre 1985 und 1987 erinnert, als es noch so etwas wie konzertierte Zentralbankinterventionen gab. So hatten sich damals die sechs führenden Industrienationen (G6) zum sogenannten Plaza-Abkommen zusammengetan, um den massiven Anstieg des Dollar gegenüber der D-Mark (ein Dollar wurde zuhöchst bei 3,4780 DM umgesetzt) zu beenden. Der „Louvre Accord“ hatte indes das Ziel, die rasante Dollar-Abwertung Ende 1987 zu bremsen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es heutzutage so etwas wie konzertierte Interventionen oder gar einen “Mar-a-Lago Accord“ (vgl. gestern Bloomberg) geben wird, um den jüngsten Run auf den Dollar zu stoppen. Zumal die Trump-Administration gestern die Erhöhung der Strafzölle gegenüber der europäischen Luftfahrtindustrie von zehn auf 15 Prozent in Kraft hat treten lassen. Und das mitten in der Corona-Krise. Mehr noch dürften die Europäer und Japaner derzeit wenig Interesse verspüren, etwas gegen die laufende starke Abwertung ihrer Valuten seit dem 9. März zu unternehmen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Sinnlose Prognosen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gestern gab es natürlich auch einige Wirtschaftsdaten zu begutachten, wie den ifo- Geschäftsklimaindex für den Monat März, der auf ausgesprochen schwierige Zeiten für die heimische Wirtschaft hinweist. Genauso wie in den USA der Philly Fed Index, der mit einem Minus von 49,4 Indexpunkten im März so stark wie noch nie innerhalb eines Monats auf -12,7 gefallen war. Die Erwartungen der Ökonomen lagen übrigens immer noch bei einem Median-Wert von +8 und belegen einmal mehr die Sinnlosigkeit solcher Prognosen. Das Gleiche gilt für die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die in der Woche zum 13. März in den USA gleich von 211.000 auf 281.000 gesprungen sind – die Medianprognose der Ökonomen lag bei einem Plus von 220.000, also nur etwas höher als in der Woche davor.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Schwer einzuordnen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurzum: Wir werden uns in den kommenden Wochen wohl an solche Hiobsbotschaften gewöhnen müssen. Allerdings muss ich zugeben, dass es mir schwerfällt, diese Zahlen einzuordnen. Als etwa US-Finanzminister Steven Mnuchin vor kurzem davor warnte, dass die Arbeitslosenquote in den USA bis auf 20 Prozent hochschießen könne, sofern die US-Regierung untätig bliebe, konnte ich nur noch denken, wie schlimm das wäre. Aber ob diese Arbeitslosenquote am Ende 20, 15 oder nur 10 Prozent beträgt, ist für die Wahrnehmung selbst von Experten fast unerheblich. Weil wir es nicht gewohnt sind, mit derartigen Werten umzugehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie gesagt, befindet sich der Euro im Abwärtstrend und testete gestern beinahe unsere äußerste Unterstützung bei 1,0650. Daran wird sich voraussichtlich nichts ändern, solange <strong>1,1050</strong> nicht mehr überwunden wird. Das Trendpotenzial reicht bis <strong>1,0555</strong>, darunter bis <strong>1,0330</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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