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	<title>US-Iran-Konflikt Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Erzwungene Sorglosigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2020 17:15:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Absicherungen]]></category>
		<category><![CDATA[Asymmetrische Geldpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gelernte Sorglosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Phase One Deal]]></category>
		<category><![CDATA[US-Iran-Konflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die erste komplette Handelswoche des neuen Jahres eines gezeigt hat, ist es dies: In der Welt der Finanzmärkte stehen die Aktienmärkte weiterhin im Vordergrund. Und wer dazu neigt, antizyklisch zu denken, also sich gegen die Massebewegung der Akteure zu positionieren, kann mittlerweile den Mut verlieren. Denn zu klar scheinen (ex post) die Kaufargumente für Aktienengagements, und jeder, der sich tatsächlich traute, nicht nur antizyklisch zu denken, sondern während der vergangenen zwölf Monate dann und wann auch antizyklisch zu handeln, ist meist nicht belohnt worden. Im Gegenteil darf man davon ausgehen, dass sich Absicherungen gegen Kurseinbrüche oft, trotz niedriger Optionsprämien,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1120)</strong>             Wenn die erste komplette Handelswoche des neuen Jahres eines gezeigt hat, ist es dies: In der Welt der Finanzmärkte stehen die Aktienmärkte weiterhin im Vordergrund. Und wer dazu neigt, antizyklisch zu denken, also sich gegen die Massebewegung der Akteure zu positionieren, kann mittlerweile den Mut verlieren. Denn zu klar scheinen (ex post) die Kaufargumente für Aktienengagements, und jeder, der sich tatsächlich traute, nicht nur antizyklisch zu denken, sondern während der vergangenen zwölf Monate dann und wann auch antizyklisch zu handeln, ist meist nicht belohnt worden. Im Gegenteil darf man davon ausgehen, dass sich Absicherungen gegen Kurseinbrüche oft, trotz niedriger Optionsprämien, als kostspieliger Irrtum herausgestellt haben. Verständlich, dass man nach den jüngsten Erlebnissen und Wetten auf eine Korrektur an den Aktienmärkten kaum mehr Appetit verspürt, sich abermals abzusichern. Viel fehlt nicht mehr, und den Börsianern wird demnächst das Erlernen von Sorglosigkeit geradezu aufgezwungen.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11483" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/13012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/13012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/13012020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Am Ende teure Absicherungen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumal, wenn die Ausgangslage von den Kommentatoren so beschrieben wird, dass eigentlich nur bullishe Schlüsse gezogen werden können. Ich lasse einmal ganz bewusst die einschlägig bekannten Dauerkritiker beiseite, die immer ein Haar in der Suppe suchen und schon seit Jahren von der drohenden Apokalypse an den Finanzmärkten sprechen, ohne dass diese bislang eingetreten ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Ereignisse im Nahen Osten haben viele Börsianer fast mit einem Achselzucken weggesteckt. Und nun, da der Iran nach Tagen beharrlicher Leugnung sogar eingeräumt hat, das in der Nähe von Teheran verunglückte ukrainische Flugzeug irrtümlicherweise zum Absturz gebracht zu haben, ist für viele Akteure der Beweis erbracht, dass sowohl die USA als auch der Iran zumindest vordergründig kein Interesse daran haben, die Spannungen zwischen beiden Staaten in einen offenen Krieg eskalieren zu lassen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Es muss schon viel passieren</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so war es auch kein Wunder, dass der sogenannte „Phase-eins-Vertrag“ zwischen den USA und China, der möglicherweise am 15. Januar abgeschlossen werden soll, wieder ins Bewusstsein der Marktteilnehmer rückte. Ja, es scheint klar, dass bestehende Strafzölle reduziert werden und China im Gegenzug seine Käufe von US-Gütern, allen voran Agrarprodukte, dramatisch nach oben schrauben wird. Indes: Bis jetzt gibt es keinen amtlichen Text zu diesem Teilabkommen, von dem man auch nicht mit Sicherheit sagen kann, ob es tatsächlich in der kommenden Woche unterzeichnet wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber die Zuversicht der Finanzmarktteilnehmer überwiegt. Und etwaige Rücksetzer an den Aktienmärkten, ausgelöst durch die eine oder andere Meldung, dürften zu weiteren Käufen genutzt werden. Und sollten die Dinge sich richtig schlecht entwickeln, gibt es am Ende ja immer noch die US-Notenbank, die mit ihrer asymmetrischen Geldpolitik (vgl. etwa <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/11/01/asymmetrische-geldpolitik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) im Zweifel den Börsianern zu Hilfe eilen kann.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenn man nun auch noch in Betracht zieht, dass etwa der breitgestreute S&amp;P 500 Aktienindex </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">(rd. 3.265) </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">nach Angaben von Analysten<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></strong></span> derzeit weit entfernt von Niveaus notiert , an denen aufgrund der derzeitigen Options-Positionierungen stärkere Abwärtsreaktionen losgetreten werden könnten (3.198), wird man noch einmal zur Sorglosigkeit verleitet. Weil angeblich sehr viel passieren muss, bis die derzeitige Trendsituation an den Aktienmärkten von Marktteilnehmern und Analysten neu beurteilt wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine deutliche US-Drohung in Richtung Irak</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch hinsichtlich des am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktberichts ergab sich ein weiteres Indiz, dass sich die US-Wirtschaft in einem Goldilocks-Szenario – moderates Wachstum gepaart mit niedriger Inflation – befindet. Zwar war der Zuwachs der Stellen im Nicht-Agrarbereich zum Ende der vergangenen Dekade nicht gerade berauschend, aber die Dezember-Zahlen (+145.000 Stellen) sorgten insgesamt dennoch für eine positive Wahrnehmung zum Jahresausklang. Zumal die Revisionen der beiden Vormonate minimal ausfielen. Dass die durchschnittlichen Stundenlöhne mit einem Plus von 2,9 Prozent (ggü. Vorjahr) hinter der Median-Erwartung der Ökonomen zurückblieben und im Dezember außerdem so niedrig wie zuletzt im Juli 2018 ausgefallen waren, sorgte zwar für eine leichte Dollarschwäche. Aber die jüngste Berechnung des viel beachteten Modells der Fed von Atlanta GDPNow berechnete für das Bruttoinlandsprodukt des vierten Quartals zum dritten Mal hintereinander einen Wert von 2,3 Prozent, so dass sich die Abgaben in Grenzen hielten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wer in der vergangenen Woche auf einen steigenden Euro setzte, weil die Risikofreude an den Finanzmärkten zurückgekehrt und auch die implizite Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinssenkung bis zum Jahresende (vgl. CME FedWatch Tool) aufgrund des US-Arbeitsmarktberichts leicht gestiegen war, musste sich bislang in Geduld üben. Zwar ist die Unterseite bei <strong>1,1080</strong> weiterhin gut unterstützt, aber trotz leicht gestiegener Chancen für eine Euro-Erholung bleibt diese in ihrem wahrscheinlichen Ausmaß zunächst doch recht limitiert (<strong>1,1175</strong>).</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Die Drohung der Amerikaner, über die das <em>Wall Street Journal</em> am Samstag <a href="https://www.wsj.com/articles/u-s-warns-iraq-it-risks-losing-access-to-key-bank-account-if-troops-told-to-leave-11578759629?mod=searchresults&amp;page=1&amp;pos=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #ff0000;"><strong>HIER</strong></span></a> schrieb, wonach der Irak seinen Zugang zu seinem Konto bei der US-Notenbank verlieren könnte, falls die US-Truppen das Land verlassen müssten, hat es in sich. Denn was mag mit auf Dollar lautenden Guthaben anderer Staaten geschehen, die sich nicht entsprechend der Vorstellungen der US-Administration verhalten? Mittel- bis langfristig sind dies keine positiven Auspizien für den US-Dollar (vgl. etwa meine Artikel <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/09/29/kurzer-blick-in-pandoras-buechse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> und <a href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/05/17/vergleich-mit-2003/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><span style="color: #333300;">HIER</span></strong></a>).</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a> Vgl. etwa <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://heisenbergreport.com/2020/01/10/nomuras-mcelligott-it-would-take-an-enormous-macro-shock-to-tip-systematic-dominoes/">https://heisenbergreport.com/2020/01/10/nomuras-mcelligott-it-would-take-an-enormous-macro-shock-to-tip-systematic-dominoes/</a></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Fast als sei nichts geschehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jan 2020 05:50:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[US-Iran-Konflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es klang nahezu zynisch, als ein Kommentator gestern bemerkte, US-Präsident Donald Trump habe den dritten Weltkrieg abgesagt. Nein, niemand hat wohl ein Interesse daran die Lage im Nahen Osten weiter eskalieren zu lassen, lautete der Tenor des gestrigen Tages. Hinsichtlich der iranischen Angriffe auf US-Stützpunkte im Irak könnte man tatsächlich von einer „Vergeltung mit Ansage“ sprechen. Denn dem Vernehmen nach gab es zum Glück...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>EUR USD (1,1115)</strong>             Es klang nahezu zynisch, als ein Kommentator gestern bemerkte, US-Präsident Donald Trump habe den dritten Weltkrieg abgesagt. Nein, niemand hat wohl ein Interesse daran die Lage im Nahen Osten weiter eskalieren zu lassen, lautete der Tenor des gestrigen Tages. Hinsichtlich der iranischen Angriffe auf US-Stützpunkte im Irak könnte man tatsächlich von einer „Vergeltung mit Ansage“ sprechen. Denn dem Vernehmen nach gab es zum Glück weder Verletzte noch Tote zu beklagen. Wahrscheinlich, weil der Irak Kommentatoren zufolge von Teheran vorgewarnt worden sein könnte. Und US-Präsident Donald Trump sieht anscheinend vorerst von Militärschlägen – nicht aber von neuen Sanktionen – gegen den Iran ab.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11477" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/09012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/09012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/09012020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Zurück zur Risikofreude</strong></span></h3>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Für viele Marktteilnehmer scheint also fast so etwas wie „Normalität“ wieder eingekehrt zu sein. Und daher ist Risikofreude angesagt. Die Rohölnotierungen, die seit Jahresbeginn um zeitweise mehr als 8 Prozent gestiegen waren, fielen auf ihr Ausgangsniveau zurück, und der breitgestreute US-Aktienindex S&amp;P 500 machte seine ohnehin überschaubare Korrektur von gestern Nacht umgehend wett und markierte darüber hinaus ein neues Allzeithoch. Auch der DAX bewegte sich zuletzt wieder über dem Schlusskurs des Vorjahres (rund 13.249 Zähler), während Bundesanleihen wie auch die US-Staatsanleihen die Kursgewinne der Vortage zu großen Teilen wieder abgaben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Dollar tanzt aus der Reihe</strong></span></h3>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Allein der US-Dollar blieb interessanterweise nachgefragt und ohne nennenswerte Korrektur, wodurch der Euro kaum eine realistische Chance hatte, sich etwas zu erholen: Seit Jahresbeginn befindet er sich leicht unter Druck. Wer sich die Mühe macht, im ökonomischen Datenkalender von gestern zu suchen, wird natürlich fündig, warum die Gemeinschaftswährung derzeit nur wenig Freunde hat. Aber hat sich gestern angesichts der anfangs noch unüberschaubaren geopolitischen Lage im Nahen Osten tatsächlich ein Händler darum geschert, dass die Zahlen zum Auftragseingang der Industrie in Deutschland im November zum 18. Mal hintereinander mit einem Minuszeichen versehen waren? Dieses Mal betrug der Rückgang im Jahresvergleich 6,5 Prozent und fiel damit auch noch schlechter als ohnehin von den meisten Ökonomen erwartet aus.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Auch die über der Median-Erwartung liegende Zahl der neu geschaffenen Stellen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP in den USA dürfte gestern nicht der wahre Treiber für den etwas stärkeren Greenback gewesen sein. Zumal das größere Interesse der Akteure den Morgen zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktbericht gelten dürfte.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Tatsächlich ist die Lage des Euro in erster Linie technisch leicht angeschlagen, zumal sich die gleich zu Jahresbeginn erneut enttäuschten Optimisten schnell wieder zurückgezogen haben dürften. Weitergehende Schwäche der Gemeinschaftswährung ist jedoch erst mit Unterschreiten von <strong>1,1080/85</strong> angezeigt, dann mit einem bescheidenen Potenzial von zunächst 100 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD ab sofort 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Verschenkte Chancen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/verschenkte-chancen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 2020 05:49:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[US-Iran-Konflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Natürlich kann man nun die Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimanis durch einen US-Drohnenangriff am 3. Januar als Ursache für eine Nachfrage nach sogenannten sicheren Häfen an den Finanzmärkten ausmachen; in einem ersten Reflex werden dabei auch häufig US-Dollar gekauft. Aber obwohl Kommentatoren mancherorts sogar bereits vom drohenden Beginn eines dritten Weltkriegs sprachen, sind vor allem die Auswirkungen an den Aktienbörsen dies- und jenseits des Atlantiks...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/verschenkte-chancen/">Verschenkte Chancen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1145)</strong>             Nein, ich habe mich nicht dazu verführen lassen, meinen Urlaub um einen Tag zu verkürzen, weil es womöglich die geopolitische Gemengelage erfordert hätte, etwas Schriftliches zu den Finanzmärkten zu äußern. Auch wenn es nun etwas spät scheint: Ich wünsche allen meinen Lesern zunächst ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und ein Blick auf die Entwicklung des Euro zum US-Dollar scheint zu bestätigen, dass es manchmal besser ist, analytisch im neuen Jahr nicht gleich von Anfang an mitzumischen: Die Gemeinschaftswährung hat es jedenfalls auch im zweiten Anlauf zum Ende des vergangenen Jahres nicht geschafft, sich nachhaltig oberhalb von 1,1225 zu halten, geschweige denn, einen kurzfristigen Aufwärtstrend zu etablieren. Man könnte auch von einer vertanen Chance sprechen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11466" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/08012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/08012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/08012020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Überschaubare Reaktionen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich kann man nun die Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimanis durch einen US-Drohnenangriff am 3. Januar als Ursache für eine Nachfrage nach sogenannten sicheren Häfen an den Finanzmärkten ausmachen; in einem ersten Reflex werden dabei auch häufig US-Dollar gekauft. Aber obwohl Kommentatoren mancherorts sogar bereits vom drohenden Beginn eines dritten Weltkriegs sprachen, sind vor allem die Auswirkungen an den Aktienbörsen dies- und jenseits des Atlantiks überschaubar geblieben. Einzig der Preis für Rohöl (naturgemäß) und für Gold spiegelt eine deutlichere Risikoaversion der Marktteilnehmer wider. Allein: Der Euro konnte auch dann nicht profitieren, als sich bei den Aktienkursen und selbst bei den Staatsanleihen gestern eine gewisse Entspannung andeutete.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kein Interesse an ökonomischen Daten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei hätte man zumindest aus der vorläufigen Entwicklung des Konsumentenpreisindex der Eurozone, der im Dezember mit einem Plus von 1,3 Prozent (ggü. Vorjahr) bei einer gleichstarken Kernrate den Erwartungen entsprach, nichts Negatives für den Euro ableiten können. Zumal auch die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone für den Monat November positiv überraschten. Oder sorgte am Ende gar der besser als erwartet ausgefallene ISM-Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister in den USA für die Dollar-Nachfrage am Nachmittag? Nein, diese hatte schon eine Stunde vor Publizierung besagter Daten eingesetzt. Ich glaube sowieso nicht, dass die gestern veröffentlichten Fundamentaldaten das Interesse der Händler in größerem Ausmaß geweckt haben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn noch unklar ist, welcher Art die vom Iran angekündigten, dramatisch anmutenden Vergeltungsmaßnahmen für die Tötung von General Soleimani sein werden, ist die Gelassenheit der Akteure insbesondere an den Aktienmärkten bemerkenswert. Selbst die zunächst deutliche Abwärtsreaktion bei den S&amp;P 500 Futures gestern Nacht, infolge der Angriffe auf US-Stützpunkte im Irak, wurde später zu großen Teilen wieder wettgemacht. Was aber den Euro angeht, sind die gescheiterten Versuche, an der Oberseite einen nennenswerten Trend zu etablieren, ein negatives Omen. Letzteres würde sich spätestens mit Unterschreiten von <strong>1,1080</strong> bewahrheiten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD ab sofort <strong>5</strong> Stellen.</span></p>
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