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	<title>Türkische Zentralbank Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Wehe, wenn Powell enttäuscht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2019 04:53:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Humphrey Hawkins Testimony]]></category>
		<category><![CDATA[Türkische Zentralbank]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute kommt es nun zur Anhörung von US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. Einige Marktteilnehmer befürchten, dass von diesem Ereignis ein Signal ausgehen könnte, durch das eine Zinssenkung von 25 Basispunkten bei der kommenden Fed-Sitzung Ende Juli infrage gestellt sein könnte. Und weil dieser Schritt praktisch zu 100 Prozent eingepreist ist, wäre ein anderslautender Hinweis Powells für viele Akteure gleichbedeutend mit einer bösen Überraschung. Man braucht dabei keine große Vorstellungskraft...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wehe-wenn-powell-enttaeuscht/">Wehe, wenn Powell enttäuscht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1205)</strong>             Heute kommt es nun zur Anhörung von US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. Einige Marktteilnehmer befürchten, dass von diesem Ereignis ein Signal ausgehen könnte, durch das eine Zinssenkung von 25 Basispunkten bei der kommenden Fed-Sitzung Ende Juli infrage gestellt sein könnte. Und weil dieser Schritt praktisch zu 100 Prozent eingepreist ist, wäre ein anderslautender Hinweis Powells für viele Akteure gleichbedeutend mit einer bösen Überraschung. Man braucht dabei keine große Vorstellungskraft zu besitzen, um sich auszumalen, wie in diesem Falle etwaige Tweets des US-Präsidenten aussehen würden. Ein Kommentar wie „not good“ würde fast schon beschönigend klingen. Und deswegen hat der ökonomische Chefberater Donald Trumps, Larry Kudlow, gestern in einem Fernsehinterview noch einmal klargemacht, worauf die Fed zu achten habe: auf Inflationsindikatoren und nicht auf Signale aus dem Arbeitsmarkt. Mit anderen Worten: Die Fed muss die Zinsen senken. Nein, niemand habe die Absicht, Powell aus dem Amt zu jagen, beteuerte Kudlow.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-10807" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/10072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber genau das scheinen Kommentatoren für möglich zu halten. So vergleicht etwa der von mir geschätzte John Authers (Bloomberg) das Verhältnis Donald Trumps zu Jerome Powell mit der Beziehung zwischen dem britischen König Heinrich II. und Thomas Becket, dem Erzbischof von Canterbury. Beide waren ursprünglich gute Freunde, aber als Becket, vormals Lordkanzler, sich in seiner späteren Position als Erzbischof weigerte, den Vorstellungen des Königs zu entsprechen, wurde er 1170 in seiner Kathedrale in Canterbury von Rittern Heinrichs II. ermordet. Heinrich II. zog sich deswegen den Zorn des damaligen Papstes Alexander III. zu und musste sich als Buße für seine Missetat von Mönchen öffentlich auspeitschen lassen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wer würde Trump zu Rechenschaft ziehen?</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenn man diese Begebenheit aus dem englischen Mittelalter auf Trump und Jerome Powell überträgt, ergeben sich insofern gewisse Parallelen, als Jerome Powell ursprünglich einmal von Trump selbst ausersehen wurde, dann allerdings nicht in dessen Sinne „lieferte“. Jetzt wird Powell sicherlich nicht um sein Leben, aber möglicherweise um seinen Job bangen müssen, obwohl eine Entlassung des Fed-Präsidenten rechtlich umstritten wäre. Natürlich gibt es auch heute keinen mächtigen Papst mehr, der Trump im Falle eines Falles zur Rechenschaft ziehen könnte. John Authers hat in seinem Beitrag die US-Anleihemärkte als Strafinstanz für Trump an Stelle des Papstes ausersehen. Denn diese würden wohl mit massiven Anleiheverkäufen reagieren. Strafe muss sein. Dabei bin ich mir nicht einmal sicher, ob die Reaktion an den Bondmärkten im Falle einer Entlassung Powells, mit der ja gleichzeitig auch die Unabhängigkeit der Fed infrage gestellt würde, am Ende wirklich so drastisch ausfallen würde. Natürlich kann man die Situation um die Türkische Zentralbank, deren Chef am vergangenen Samstag auf Geheiß von Staatspräsident Erdogan seines Postens enthoben wurde, nicht mit der der US-Notenbank vergleichen. Dort zumindest ist anschließend weder die Rendite zehnjähriger türkischer Staatsanleihen explodiert, noch ist die türkische Lira ins Bodenlose gefallen. Mit anderen Worten: Eine drastische Strafe der Finanzmärkte ist bislang ausgeblieben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch gestern hat sich der Euro weiter nach unten gequält und noch nicht einmal seinen ersten Potenzialpunkt bei <strong>1,1170/75</strong> (darunter <strong>1,1110</strong>) getestet. Und so hat sich auch der Stabilisierungspunkt der Gemeinschaftswährung nur minimal nach unten, nämlich auf <strong>1,1325/30</strong> abgeschwächt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Enttäuscht wegen der vielen neuen Jobs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jul 2019 04:55:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[CME FedWatch Tool]]></category>
		<category><![CDATA[Türkische Zentralbank]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Betrachtet man die Reaktionen der Märkte auf den US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag, könnte man fast meinen, die Akteure hätten ein schlechtes Resultat bevorzugt. Denn wären weniger Stellen als erwartet neu geschaffen worden, hätte man mit größerer Sicherheit auf eine Zinssenkung von möglicherweise 50 Basispunkten bei der kommenden Sitzung der US-Notenbank Ende Juli setzen können. Deshalb reagierten etwa die Aktienmärkte zunächst keineswegs erfreut auf...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/enttaeuscht-wegen-der-vielen-neuen-jobs/">Enttäuscht wegen der vielen neuen Jobs</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1225)</strong>             Betrachtet man die Reaktionen der Märkte auf den US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag, könnte man fast meinen, die Akteure hätten ein schlechtes Resultat bevorzugt. Denn wären weniger Stellen als erwartet neu geschaffen worden, hätte man mit größerer Sicherheit auf eine Zinssenkung von möglicherweise 50 Basispunkten bei der kommenden Sitzung der US-Notenbank Ende Juli setzen können. Deshalb reagierten etwa die Aktienmärkte zunächst keineswegs erfreut auf die Zahl von 224.000 neuen Jobs im Nicht-Agrarbereich, die deutlich besser als die von den Ökonomen vorhergesagte war. Diese waren im Mittel von lediglich 160.000 neuen Arbeitsplätzen ausgegangen. Ein Arbeitsmarktbericht, der so positiv ausfiel, dass selbst US-Präsident Donald Trump überrascht war, wie er in einem Tweet zugab, um aber gleichzeitig die Notenbank wieder einmal heftig zu kritisieren. Wie man mit unliebsamen Notenbankpräsidenten umgeht, hat übrigens der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan vorgemacht, als er am frühen Samstagmorgen den Präsidenten der Türkischen Zentralbank, Murat Cetinkaya, ein Jahr vor dessen regulär endender Amtszeit seines Amtes enthob.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10812" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/08072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kudlows neuer Referenzpunkt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber immerhin hat selbst der ökonomische Chefberater Donald Trumps, Larry Kudlow, sich eines Besseren besonnen und am Freitag empfohlen, die US-Notenbank solle doch – sozusagen als Präventivschritt („Versicherung“) trotz der starken Wirtschaft, aber wegen der zu niedrigen Inflation – [lediglich] die letzte Zinserhöhung von 25 Basispunkten (vom 19. Dezember 2018) wieder zurücknehmen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber war es denn tatsächlich überhaupt realistisch, im Falle eines enttäuschenden Arbeitsmarktberichts eine Zinssenkung von 50 Basispunkten zum Monatsende zu erwarten? Wo doch die Fed ohnehin immer wieder betonte, dass sie nicht wegen eines einzelnen Datums ihre geldpolitischen Pläne ändern würde. Und selbst die „geldpolitische Obertaube“ im Offenmarktausschuss, James Bullard, einen derart massiven Zinsschritt bereits zuvor rundweg ausgeschlossen hatte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Überzogene Erwartungshaltung korrigiert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Ein schlechter Juni-Arbeitsmarktbericht hätte in den Augen vieler Akteure im Zusammenhang mit dem enttäuschenden Mai-Bericht schon fast einen negativen Trend bedeutet. Nun ist die Delle vom Mai jedoch ausgebügelt, und mancherorts geht man sogar schon davon aus, dass die US-Notenbank bei ihrer kommenden Sitzung überhaupt nichts machen wird. Ein Blick auf das CME FedWatch-Tool bestätigt zwar, dass die implizite Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung von 50 Basispunkten per 31. Juli auf 5 Prozent gefallen ist, nachdem sie eine Woche zuvor noch bei mehr als 30 Prozent gelegen hatte. Aber die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung von 25 Basispunkten Ende des Monats beträgt immer noch 100 Prozent. Und so ist auch die Wahrscheinlichkeit für drei Zinssenkungen à 25 Basispunkten bis zum Jahresende durch den guten Arbeitsmarktbericht innerhalb einer Woche Stand Freitagabend von knapp 60 auf zuletzt 44 Prozent gefallen. Gleichzeitig sind die wohl überzogenen Zinssenkungserwartungen wohl auf ein realistischeres Maß zurechtgestutzt worden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im Währungsbereich konnte der US-Dollar zulegen und hat diese Gewinne am Freitag zum Handelsschluss auch nicht – wie so oft nach der Publizierung von Arbeitsmarktberichten – wieder vollumfänglich abgegeben. Im gleichen Zuge hat der Euro die wichtige Marke von 1,1265 unterlaufen und befindet sich nun in einer schwächeren Position mit einem Abwärtsrisiko bis <strong>1,1180</strong> bzw. <strong>1,1110</strong>. Eine Stabilisierung ist auf der anderen Seite frühestens nach Überschreiten von <strong>1,1330/35</strong> möglich.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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