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	<title>Trend Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Contrarian? Nicht immer zahlt sich Dagegenhalten aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2017 17:16:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Behavioral Finance]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Las heute Morgen mit großem Interesse in der Börsenzeitung über „Die hohe Kunst des Anti-Mainstream“ und Contrarian-Investments nach langen Marktzyklen. Diese Strategie der so genannten Contrary Opinion machte an den Futures-Märkten in den USA schon vor vielen Jahrzehnten von sich Reden. Danach soll es sich auszahlen, wenn man seine Meinung gegen die Masse der Akteure, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9433 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/03/Senti_01032017-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Las heute Morgen mit großem Interesse in der Börsenzeitung über „Die hohe Kunst des Anti-Mainstream“ und Contrarian-Investments nach langen Marktzyklen. Diese Strategie der so genannten Contrary Opinion machte an den Futures-Märkten in den USA schon vor vielen Jahrzehnten von sich Reden. Danach soll es sich auszahlen, wenn man seine Meinung gegen die Masse der Akteure, vor allem in Extremphasen eines Marktes, ausrichtet. Mit anderen Worten: Ist die Mehrheit der Börsianer vornehmlich nach einem langen Aufwärtstrend optimistisch, solle man besser verkaufen, weil die Herde schon gekauft hat. Analog dazu ist es sinnvoll, entsprechend dieses Ansatzes zu kaufen, wenn das Gros der Börsianer extrem pessimistisch und der Markt praktisch am Boden liegt.</p>
<p>Immer gegen die Masse zu handeln hört sich zunächst einmal spannend, profitabel und heldenhaft an, weil es mit einer derartigen Strategie möglicherweise gelingen könnte, am untersten Punkt einer Aktienkursentwicklung einzusteigen bzw. am Höhepunkt einer Bewegung zu verkaufen. Auch momentan gehen viele Akteure davon aus, dass am deutschen Aktienmerkt der größte Teil der Aufwärtsbewegung bereits hinter uns liegt und für einen „überoptimistischen Markt“ eigentlich nur noch eine Ingredienz fehlt: Euphorie. Es wäre für einen sogenannten Contrarian geradezu himmlisch, wenn der DAX ein neues Allzeithoch markierte und eine extrem positive Stimmung damit einherginge. Ein Blick auf die technischen Indikatoren würde einen in dieser Haltung noch bestätigen, da sich der Markt in dieser Situation naturgemäß in einer überkauften Situation befinden muss. Der Contrarian müsste also nur noch verkaufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nicht blindlings dagegenhalten</strong></p>
<p>Dennoch sollte man nicht blindlings nach diesem Grundsatz handeln, denn man kann ohne weiteres auch bei solchen extremen Anzeichen eines starken Trends immer noch von der Masse überrannt werden. Aus Sicht der Behavioral Finance erscheint eine Contrarian-Strategie nur dann als sinnvoll, wenn die Herde auch groß genug ist <em>und</em> mit ihren Investments schiefliegt. Die Abneigung, Verluste zu realisieren (Verlustaversion), sorgt nämlich dafür, dass die Verlierer an ihr Engagement gefesselt blieben und so zum Untätigsein verurteilt wären.</p>
<p>Ein (wenn auch nicht immer exaktes) Instrument, solche Marktsituationen zu erkennen, stellen Sentiment-Erhebungen dar, die für Contrarians nicht nur an Extrempunkten im Markt, also alle Jubeljahre einmal, sondern auch in anderen Situationen profitable Handelsgelegenheiten eröffnen. Und zwar, wenn sich eine sogenannte Bias auftut, bei der etwa beim DAX ein Aufwärtstrend erkennbar ist, der aber mit fortschreitender Dauer von steigender Skepsis der Kommentatoren (Pessimismus) begleitet wird. Dieser Pessimismus ist ein Indiz dafür, dass diejenigen, die ihn äußern – sofern es sich um aktive Entscheider handelt – den Aufwärtstrend offensichtlich verpasst haben oder zunehmend dagegenhalten. Im besten Fall stützen sie im weiteren Verlauf nach einem deutlichen Rücksetzer den Markt durch ihre nachgeholten Käufe oder, sofern die Kurse davonrennen, im Rahmen einer Kaufpanik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der wahre Contrarian</strong></p>
<p>Ein wahrer Contrarian zu sein bedeutet also als Daumenregel, auch in Trendphasen mit dem Trend zu gehen, sofern sich gleichzeitig die Stimmung eher gegenläufig zum Trend entwickelt.</p>
<p>Bleibt eigentlich nur noch die menschliche Psyche, die es schwer macht, aus solchen Marktgegebenheiten Kapital zu schlagen. Denn Contrarians sind im Augenblick des Handelns einsam, weil sie weder von anderen Investoren noch von der überwiegenden Zahl der Kommentatoren bestätigt werden. Gegen den Strom zu schwimmen kann, sofern sich nicht schnell Gewinne einstellen, ganz leicht zu kognitiven Dissonanzen führen. Vielleicht kann man es trainieren, derartige Dissonanzen zu überwinden, um zu einem erfolgreichen Contrarian zu werden. Sollten solche Trainings allerdings tatsächlich zum Erfolg führen, würden sie von vielen Menschen kopiert werden, weswegen sich eine neue Gefahr ergäbe: Nämlich zu einer neuen Herde zugehören.</p>
<p>Ob man bereits heute als Contrarian aktiv werden könnte, entnehmen Sie bitte meiner neuesten Analyse zur DAX-Stimmung die ich wie immer <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Glaube-an-neue-Allzeithochs-scheint-zu-fehlen-2254582" target="_blank"><strong>HIER</strong></a></span> für die Börse Frankfurt erstellt habe.</p>
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		<title>Ist die Krise wieder da?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 09:15:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Berlusconi]]></category>
		<category><![CDATA[Euro-Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollbedürfnis]]></category>
		<category><![CDATA[Korrektur]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzgeld-Affäre]]></category>
		<category><![CDATA[Trend]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern haben sowohl die Aktienmärkte als auch der Euro zum ersten Mal in diesem Jahr ihre Aufwärtstrends deutlich korrigiert. Erstaunt hat mich allerdings die Begründung vieler Kommentatoren für diese Reaktion der Märkte, die die bislang stärkste in diesem Jahr darstellt. Aber das laufende Jahr ist noch jung und die deutlichen Korrekturen müssen vor allem im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ist-die-krise-wieder-da/">Ist die Krise wieder da?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern haben sowohl die Aktienmärkte als auch der Euro zum ersten Mal in diesem Jahr ihre Aufwärtstrends deutlich korrigiert. Erstaunt hat mich allerdings die Begründung vieler Kommentatoren für diese Reaktion der Märkte, die die bislang stärkste in diesem Jahr darstellt. Aber das laufende Jahr ist noch jung <span id="more-5720"></span>und die deutlichen Korrekturen müssen vor allem im Kontext zuvor außergewöhnlich gering ausgefallener Gegenbewegungen zum Markttrend  gesehen werden. Stattdessen sieht man mancherorts bereits die Eurozone wieder auseinanderbrechen und Schwarzmaler, die in den vergangenen Wochen kaum zu vernehmen waren, haben mit einem Male wieder von sich Reden gemacht.</p>
<p>Die Argumente der Kommentatoren konzentrierten sich dabei im Wesentlichen auf Spanien und Italien. Einige sehen den spanischen Premier Mariano Rajoy bereits über eine mögliche Schwarzgeld-Affäre stürzen und sehen darin eine Gefahr für den Reformprozess des Landes. Wir wissen nicht, ob Rajoy ehrlich oder unehrlich ist, ob er im Amt bleiben oder zurücktreten wird. Per Saldo bleiben somit vier Möglichkeiten. Entweder Rajoy ist ehrlich und bleibt im Amt, was gut wäre. Oder Spaniens Premier war unehrlich und tritt zurück – auch das wäre gut. Die Option „Rajoy ist ehrlich und tritt zurück“ scheidet wohl aus und selbst ein unehrlicher Premier, der im Amt bliebe, wäre für den Reformprozess wenig bedrohlich, denn es würde sich ja dann per se nichts ändern.</p>
<p>In Italien stehen im Gegensatz zu Spanien Neuwahlen an, wo der frühere Premier Silvio Berlusconi alles Mögliche verspricht, um bald wieder ins Amt zu kommen. Doch selbst wenn Berlusconi wiedergewählt würde, ist kaum anzunehmen dass er sich den bislang eingeleiteten Reformen widersetzen und diese zurücknehmen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Erhöhtes Kontrollbedürfnis</b></p>
<p>Tatsächlich haben sich die Investoren per Saldo oftmals gar nicht um  die Reformprozesse geschert und es sogar immer wieder hingenommen, dass Ihnen, wie das Beispiel Griechenland zeigt, im Extremfall sogar falsche Wirtschaftsstatistiken präsentiert wurden. Und so werden wir es wohl akzeptieren müssen, dass jeder noch so schön geschnittene Aufwärtstrend eines Tages eine (heftige) Korrektur hinnehmen muss, weil vielleicht eine oder mehrere Akteure sich für die Glattstellung ihrer Positionen entschieden haben. Korrekturen sind sogar Voraussetzung für dynamische Trends. Am Ende sorgt vor allem das Kontrollbedürfnis einiger Marktteilnehmer dafür, dass es zumindest für Korrekturen eine vernünftige Begründung gibt, wenn man schon den Trend nicht versteht.</p>
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