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	<title>Stimulus-Programme Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Der Euro auf Platz eins</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2020 05:57:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es mag eine nicht geringe Anzahl von Menschen geben, die es gerne sehen würden, wenn der US-Dollar seine Führungsrolle unter den Valuten der Welt verlöre. Und einen Moment lang dürften die Dollar-Gegner gestern aufgehorcht haben, als bekannt wurde, dass der Euro nach jüngsten Daten von SWIFT den US-Dollar zum ersten Mal seit fast acht Jahren als wichtigstes weltweites Zahlungsmittel auf Platz zwei verwiesen hat. Zumindest im Oktober ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/der-euro-auf-platz-eins/">Der Euro auf Platz eins</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1885)</strong>             Es mag eine nicht geringe Anzahl von Menschen geben, die es gerne sehen würden, wenn der US-Dollar seine Führungsrolle unter den Valuten der Welt verlöre. Und einen Moment lang dürften die Dollar-Gegner gestern aufgehorcht haben, als bekannt wurde, dass der Euro nach jüngsten Daten von SWIFT den US-Dollar zum ersten Mal seit fast acht Jahren als wichtigstes weltweites Zahlungsmittel auf Platz zwei verwiesen hat. Zumindest im Oktober.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12770" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/20112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/20112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/20112020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber man sollte sich diesbezüglich nicht zu früh freuen, denn der US-Dollar ist nicht nur an 85 Prozent aller Devisentransaktionen als Währung beteiligt. Vielmehr lauten auch über die Hälfte der grenzüberschreitenden Kreditgeschäfte (vgl. Bericht der BIZ vom Juli) und 61 Prozent der amtlichen Währungsreserven auf US-Dollar. Kurzum: Um dem Greenback den Status als Welt-Reservewährung abzusprechen, muss noch viel passieren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wenig Impulse</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich verlief der gestrige Handelstag des Euro im Verhältnis zum US-Dollar immer noch in sehr ruhigen Bahnen, und auch eine anfängliche Schwächetendenz konnte die Gemeinschaftswährung gut wegstecken. Am Ende reichte es nämlich nicht einmal für einen Test des Niveaus von <strong>1,1795</strong>, das der Euro um seiner kurzfristigen Stabilität willen nicht unterlaufen sollte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von den gestrigen Wirtschaftsdaten in den USA ist die Entwicklung bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (Woche zum 13. November) erwähnenswert – mit einem Plus von 742 Tsd. lagen die Anträge zwar exakt auf ihrem 4-Wochen-Durchschnitt, aber deutlich über den Erwartungen der Ökonomen, die im Mittel nur etwas mehr als 700 Tsd. Erstanträge prognostiziert hatten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Stimulus-Paket noch nicht in Sicht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun gibt es seit gestern Nacht (MEZ) vorsichtige Anzeichen dafür, dass sich Demokraten und Republikaner vielleicht doch noch auf ein kleines Stimulus-Paket einigen könnten. Man spricht zumindest wieder miteinander. Doch das Hauptinteresse der Politiker richtet sich auf die Stichwahl in Georgia Anfang kommenden Jahres. Bei dieser Wahl erhoffen sich die Demokraten ein Ergebnis, das ihnen – die Wahrscheinlichkeit dafür wird von den Akteuren eher als ungünstig geschätzt – 50 Sitze im US-Senat verschafft. Und zusammen mit der Stimme der designierten US-Vizepräsidentin Kamala Harris hätte man dann immerhin die Mehrheit, um ein signifikantes Konjunkturprogramm in der einst angestrebten Größenordnung 2 Billionen USD durchzubringen. Zuvor laufen allerdings noch zum Jahresende zwei wichtige Hilfsprogramme zur Unterstützung von Arbeitslosen aus. Arbeitslose, die dann in manchen Fällen mittellos dastünden. Zynischerweise hat das bisherige Ausbleiben eines US-Konjunkturprogramms die Börsianer dortzulande nicht geschert. Für sie ist lediglich ein Stimulus entscheidend: die Geldpolitik der Notenbank.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Apropos Stimulus-Programm: Die Händler hierzulande schien es gestern Abend jedenfalls nicht zu stören, dass sowohl der EU-Haushalt als auch der Wiederaufbaufonds durch die Androhung Ungarns und Polens, wegen der Klausel zur Rechtsstaatlichkeit ein Veto einzulegen, zurzeit blockiert werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Nicht nur Argumente gegen den Greenback</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2020 04:48:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19-Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer gestern nur auf die Kursentwicklung des Euro geblickt hat, dürfte resümieren, dass es sich um einen nutzlosen Tag gehandelt hat. Denn zumindest während der europäischen Handelszeit betrug der Unterschied zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs null Stellen. Natürlich gab es Versuche, den Euro nach oben und wieder nach unten zu treiben – allerdings, ohne dass markante Kursniveaus gefährdet wurden. Während es wieder einige Fundamentaldaten zu verarbeiten gab,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1810)</strong>             Wer gestern nur auf die Kursentwicklung des Euro geblickt hat, dürfte resümieren, dass es sich um einen nutzlosen Tag gehandelt hat. Denn zumindest während der europäischen Handelszeit betrug der Unterschied zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs null Stellen. Natürlich gab es Versuche, den Euro nach oben und wieder nach unten zu treiben – allerdings, ohne dass markante Kursniveaus gefährdet wurden.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12340" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/05082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/05082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/05082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während es wieder einige Fundamentaldaten zu verarbeiten gab, unter denen in den USA der Auftragseingang der Industrie für den Monat Juni positiv hervorstach, interessierten mich vielmehr die Kommentare, die derzeit zum Dollar bzw. dem Euro geschrieben werden. Denn die Fundamentaldaten vom Juni sind für die Marktteilnehmer längst Makulatur.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wenn Corona länger dauert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist das Interesse an den Hauptargumenten der Dollar-Bären – diejenigen etwaiger Euro Bullen werden in den Medien derzeit sowieso nicht behandelt – allmählich erlahmt. Denn die Kommentatoren haben mittlerweile zur Genüge durchgekaut, warum der Greenback im Juli seinen schlechtesten Monat seit einer Dekade hingelegt hat. Seien es die fallenden (realen) Renditen in den USA, die Aussicht auf mögliche weitere geldpolitischen Lockerungen und fiskalpolitische Stimulus-Programme – vor allem wenn in den USA mehr Geld gedruckt wird als hierzulande, kann es dem Dollar eigentlich nicht gut gehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und ein Argument gegen den Dollar, das in diesem Zusammenhang immer wieder genannt wird, ist die Corona-Pandemie, die die USA nach Ansicht vieler Kommentatoren wesentlich schlechter in den Griff zu bekommen scheinen als etwa die Staaten der Eurozone. Und so gilt zurzeit landläufig eine Maxime: Je länger es dauert, bis ein Impfstoff gegen Corona gefunden wird, desto stärker müssen die USA fiskal- und geldpolitisch tätig werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine endlosen Hilfsprogramme</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun warf zu Wochenbeginn ein Kommentator ein, dass diese Programme nicht endlos sein könnten und die Zentralbanken bei einer Verschlechterung der globalen Covid-19-Situation möglicherweise den Finanzmärkten am Ende nicht genügend Liquidität zur Verfügung stellen könnten, um diese nachhaltig zu stützen. Ein Szenario, unter dem der Dollar als sogenannter sicherer Hafen wieder als erstes gefragt sei. Ein Argument, das man sicherlich nachvollziehen kann.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings vertrete ich nach wie vor die Meinung, dass der Dollar im Juli nicht primär wegen der anhaltenden Risikofreude der Finanzmarktteilnehmer so stark gefallen ist, von der letztlich auch der Euro in großem Maße profitiert hat. Vielmehr muss man sich doch fragen, warum bestimmte Marktteilnehmer in Krisenzeiten ausgerechnet den Dollar kaufen sollen, wenn sie etwa – aufgrund eines angespannten Verhältnisses zu den USA – damit rechnen müssen, im Zweifel vom Dollar-System abgehängt zu werden. Der Dollar dürfte so gesehen im Krisenfall bestenfalls kurzfristig als Safe Haven profitieren. Mittel- bis langfristig sind Alternativen gefragt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für die Marktteilnehmer war hinsichtlich der Euro-Entwicklung gestern nicht ganz klar, ob es noch einen zweiten Abwärtsast in der derzeitigen Korrektur oder eine sofortige Fortsetzung des Aufwärtstrends geben würde. Dieser wird zurzeit an der Oberseite bei <strong>1,1825</strong> behindert, sollte darüber allerdings bald Momentum entfalten, um das Potenzial in Richtung <strong>1,2020</strong> auszuschöpfen. An der Unterseite bleibt nun <strong>1,1720</strong> (schlecht unterstützt!) für den Fortbestand des kurzfristigen Aufwärtstrends in seiner steilen Version maßgeblich.  </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Börsen, bevölkert von zu vielen Bären</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2020 14:03:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Dissonanz]]></category>
		<category><![CDATA[Divergenz]]></category>
		<category><![CDATA[Helikoptergeld]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalströme]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch in der abgelaufenen Handelswoche spielte die Hauptmusik in der Finanzwelt an den Aktienmärkten. Für die einen klang diese Musik schrill und dissonant, weil die V-förmige Erholung, die die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks momentan hinlegen, nicht zu dem passt, was die ökonomische Datenlage derzeit vermittelt. Eine Divergenz, die eben Dissonanz auslöst. Aber zu dieser Dissonanz kommt auch noch eine Unsicherheit, die sich aus der kaum abschätzbaren Entwicklung der Corona-Pandemie ergibt. Eine Unsicherheit, die sich doch in Kursabschlägen niederschlagen muss, so zumindest die Logik...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0870)</strong>             Auch in der abgelaufenen Handelswoche spielte die Hauptmusik in der Finanzwelt an den Aktienmärkten. Für die einen klang diese Musik schrill und dissonant, weil die V-förmige Erholung, die die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks momentan hinlegen, nicht zu dem passt, was die ökonomische Datenlage derzeit vermittelt. Eine Divergenz, die eben Dissonanz auslöst.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11879" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/20042020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/20042020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/20042020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dissonanz und Unsicherheit</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zu dieser Dissonanz kommt auch noch eine Unsicherheit, die sich aus der kaum abschätzbaren Entwicklung der Corona-Pandemie ergibt. Eine Unsicherheit, die sich doch in Kursabschlägen niederschlagen muss, so zumindest die Logik der Pessimisten. Wo doch sowieso niemand auf Anhieb Vorhersagen treffen kann, wie die künftigen Gewinne der Aktiengesellschaften ausfallen werden. Und besagt nicht ein Ölpreis von weniger als 20 $ pro Barrel, dass die Konsumenten und Investoren nach einem Ende des Shutdown nicht mehr in voller Stärke zurückkommen werden? Stattdessen gibt es eine weithin ungeliebte Erholung der Aktienmärkte, die im breit gestreuten S&amp;P 500-Index, gemessen am Crashtief von vor vier Wochen, per Freitag über 30 Prozent ausgemacht hat.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Verhasste Rallye</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich sind es die Aktienbären, die sich naturgemäß nicht über steigende Börsenkurse freuen können. Und von denen gibt es, sofern man etwa der jüngsten Umfrage der Börse Frankfurt (vgl. mein Kommentar <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/53b480be-940f-4164-ad17-f6e5c0c622cb" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) Glauben schenken mag, derzeit rekordverdächtig viele. Und deren Logik ist vereinfacht wie folgt: Es gab einen Börsencrash, und dann gibt es, wie nach jedem Crash in der Vergangenheit, eine Erholung, die jedoch normalerweise kurzlebig sein und denjenigen, die die erste Phase der Börsenpanik überstanden haben, eine zweite Chance geben soll, von der nächsten Verkaufswelle nicht erwischt zu werden. Denn die trägt womöglich noch viel tiefer, als wir es bislang erlebt haben mögen. Eine verrückte Logik, die auf dem aufbaut, was der Natur des Menschen völlig widerspricht: Zu schrumpfen, statt zu wachsen; Wetten auf den Untergang.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Krise kennt nicht nur Verlierer</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun haben die Regierungen und Notenbanken, allen voran in den USA, bislang sehr viel dafür getan, damit sich die Befürchtungen der Schwarzseher nicht erfüllen. Und hier kommen diejenigen ins Spiel, die an den Erfolg der Zentralbanken glauben, dass diese die Weltwirtschaft wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzen werden. Das sind die derzeitigen Börsenbullen, von denen es wahrscheinlich gar nicht so viele gibt. Optimisten, die auch von großen Kapitalströmen profitieren, die sich ursprünglich aus Portfolioumschichtungen zulasten von Anleihen und zugunsten von Aktien aufgrund der Kursentwicklungen seit dem Allzeithoch vom 19. Februar ergeben haben dürften.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenn die Erholung der Aktienkurse seit dem 23. März eines gezeigt hat, dann, dass es nicht nur Verlierer in der Corona-Krise gibt, sondern auch Gewinner. Man muss nur einmal auf die Entwicklung der Technologiebörse Nasdaq blicken, wo der Schlusskurs vom vergangenen Freitag nicht einmal mehr 10 Prozent von seinem Allzeithoch entfernt liegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Helikoptergeld, das seinen Wert verliert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch etwas anderes vermitteln die derzeitigen Stände an den Aktienmärkten, wo eine noch größere Katastrophe bislang durch die Stimulus-Programme der Staaten und die Notfallmaßnahmen der Notenbanken vermieden werden konnte. Notfallmaßnahmen mit Schwerpunkt auf noch einer noch nie dagewesenen Liquiditätsversorgung und niedrigen Kreditkosten. Ja, es wurde Geld mit dem Helikopter abgeworfen. Geld, das – so wird es seit kurzem vor allen Dingen in Deutschland versprochen – so schnell wie möglich wieder eingesammelt werden soll, sobald die Corona-Krise einigermaßen überstanden ist. Geld, das von denjenigen wahrscheinlich in Form von Steuern abgesaugt werden soll, die durch die Krise nicht unter die Räder gekommen sind.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es ist genau diese versteckte Drohung, die auch dafür sorgt, dass die privaten Haushalte nicht konsumieren, sondern vornehmlich sparen werden. Selbst wenn man ihnen Geld in die Hand drücken würde. Eine Drohung, von der ich nicht glaube, dass sie ohne großen Schaden umsetzbar ist. Kurzum: Das Geld bleibt im System. Steigende Aktienkurse spiegeln also nicht zwangsläufig eine Hoffnung auf eine bessere globale Ökonomie wider, sondern die Papiere werden von Geld gekauft, von dem man befürchtet, dass es aufgrund seiner großen Menge eines Tages nur noch viel weniger als heute wert sein wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar trotzt Risikofreude </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und der Dollar? Der hat sich am Freitag trotz der weithin erkennbar zurückgekehrten Risikofreude zunächst sogar weiter befestigt und schloss nur mit einem kleinen Tagesverlust ab. Analoges gilt für den Euro, der am Freitag im Tagesverlauf sogar noch ein neues Wochentief in der Nähe unseres ersten Nachfrageniveaus markierte, bevor er sich erholen und mit einem minimalen Tagesgewinn abschließen konnte. Er bleibt im kurzfristigen Abwärtstrend, dessen Risiko bis 1,0675 reicht. Nach wie vor bleibt der Trend intakt, solange <strong>1,1000/05</strong> nicht mehr überwunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/boersen-bevoelkert-von-zu-vielen-baeren/">Börsen, bevölkert von zu vielen Bären</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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