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	<title>Steuerpaket Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Am Wachstumsgipfel?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2021 05:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Sell-in-May-Regel]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerpaket]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist es mit dem Euro gestern tatsächlich noch ein Stückchen nach oben gegangen, so dass mit 1,2115 der höchste Kurs seit zwei Monaten gegenüber dem US-Dollar markiert wurde. Und dennoch konnte man den Eindruck bekommen, dass der Gemeinschaftswährung – sofern man sie als Ausdruck für Risikofreude bzw. Risikoaversion an den Aktienmärkten betrachtet – so [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist es mit dem Euro gestern tatsächlich noch ein Stückchen nach oben gegangen, so dass mit 1,2115 der höchste Kurs seit zwei Monaten gegenüber dem US-Dollar markiert wurde. Und dennoch konnte man den Eindruck bekommen, dass der Gemeinschaftswährung – sofern man sie als Ausdruck für Risikofreude bzw. Risikoaversion an den Aktienmärkten betrachtet – so langsam die Luft auszugehen scheint. Genauso wie den Aktienmärkten, wo man sich zumindest in den USA mancherorts hinsichtlich des Wirtschaftswachstums bereits am Gipfel wähnt. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13371" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/27042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/27042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/27042021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eindrucksvolle Statistik?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das jedenfalls stellen einige Kommentatoren fest, die, so hat es den Anschein, damit implizit eine Aktien-Korrektur herbeireden wollen. Und dafür muss man nur den Statistiken folgen, die derzeit gerne von Investmentbanken hervorgekramt werden. So wurden etwa die Analysten von Goldman Sachs (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.zerohedge.com/markets/good-it-gets-goldman-last-big-bank-turn-bearish-sees-market-dropping-coming-months" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span> und <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://heisenbergreport.com/2021/04/26/beyond-peak-growth/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>) zitiert, denen zufolge ein ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe während der vergangenen 40 Jahre oberhalb der Marke von 60 (auf einer Skala von 0 bis100) für den S&amp;P 500 Aktienindex selten etwas Gutes bedeutete. Denn dessen Performance wies jedes Mal im Monat nach der Erhebung ein Minus auf – im Median -1 Prozent. Ein Jahr nach der Erhebung gab es immerhin wieder einen Kursgewinn für den Index – aber im Mittel war dies lediglich ein Plus von unterdurchschnittlichen 3 Prozent.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Sell in May?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich lag der letzte ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe für den Monat März mit einem Plus von 64,7 so hoch wie zuletzt im Jahr 1983. Aber abgesehen davon, dass der Index bereits im Monat zuvor über besagter 60iger Schwelle gelegen war, hat der Börsenmonat April als Folgemonat für den außergewöhnlichen ISM-Wert im März bislang so gut performt, dass sich die Marktteilnehmer beeilen müssen, um den bisherigen Gewinn des Aktienindex von rund 5 Prozent (per gestern Nachmittag) noch auszuradieren. Oder sollte man mit Aktienverkäufen tatsächlich noch bis zum 3. Mai abwarten, wo ich doch bereits hier und da das alle Jahre wiederkehrende Lied der Börsianer „Sell in May and go away“ vernehme? Wie wenig ich von dieser Regel halte, können Sie übrigens zum Beispiel <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2014/05/28/sell-in-may-bei-dax-10-000/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong> nachlesen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Das Zünglein an der Waage</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es gäbe natürlich auch andere Gründe, nicht weiter auf steigende Aktienmärkte zu setzen, wenn man sich etwa die Steuerpläne von US-Staatspräsident Joe Biden zu Gemüte führt. Eine Übersicht über die geplanten Grausamkeiten fand sich gestern übrigens <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.financemagnates.com/thought-leadership/understanding-bidens-tax-plans/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong> – in ihrer Gesamtheit können einen diese Vorhaben schon das Fürchten lehren. Aber bange machen lassen sich die US-Börsianer in Wahrheit doch gar nicht. Denn man weiß, dass es sich nur um Pläne handelt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und dann gibt es ja auch noch den von mir schon häufiger (etwa <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/01/10/gegenwind-fuer-dollar-baeren/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>, Abschnitt <em>US-Fiskalpaket kein Selbstläufer</em>) erwähnten Senator der US-Demokraten, Joe Manchin, der am Wochenende in einem TV-Interview deutlich machte, dass er – bei Manchin handelt es sich wohl um den konservativstes Demokraten im Senat – eher den weniger umfangreichen Infrastrukturplan der oppositionellen Republikaner als den seiner eigenen Partei unterstützen werde. Bekanntlich sind die Demokraten angesichts ihrer hauchdünnen Mehrheit im US-Senat auf die Stimme Joe Manchins angewiesen. Somit wird auf der steuerlichen Seite in den USA höchstwahrscheinlich vieles nicht so heiß gegessen werden, wie es derzeit gekocht wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn der Euro gestern eine Verschnaufpause eingelegt hat, bleibt er in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend mit Potenzial bis <strong>1,2130 </strong>(modifiziert) bzw. <strong>1,2195</strong> und in einem positiven Umfeld, solange nun <strong>1,1955/60</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Superreich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 08:04:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Georg W. Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Jura-Professor]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Reichtum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kürzlich beklagte sich ein Chicagoer Jura-Professer in einem Blog darüber, dass der größte Ausgabenposten seines familiären Haushalts darin bestünde, den Staat zu finanzieren. Nicht nur dies löste geradezu einen Sturm empörter Leser-Reaktionen aus. Denn immerhin verdient der Mann zusammen mit dem Gehalt seiner als Ärztin an einem Krankenhaus arbeitenden Frau jährlich mehr als 250.000 Dollar, womit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich beklagte sich ein Chicagoer Jura-Professer in einem Blog darüber, dass der größte Ausgabenposten seines familiären Haushalts darin bestünde, den Staat zu finanzieren. Nicht nur dies löste geradezu einen Sturm empörter Leser-Reaktionen aus. Denn<span id="more-460"></span> immerhin verdient der Mann zusammen mit dem Gehalt seiner als Ärztin an einem Krankenhaus arbeitenden Frau jährlich mehr als 250.000 Dollar, womit er – wenn auch nur knapp – in die Gruppe derjenigen fällt, die zum Jahresende nicht mehr vom Steuersenkungsplan des früheren Präsidenten George W. Bush profitieren wird. Der Professor äußerte, seine Haushaltsplanung sei in Zukunft derart angespannt dass seine Familie mehr schlecht als recht durchkäme. Ja, die steuerliche Mehrbelastung sei so hoch, dass er eine seiner beiden legal bei ihm beschäftigten Immigranten entlassen müsste: Entweder den Gärtner oder die Haushaltshilfe, die sich auch um die Kinder kümmert.</p>
<p>Vermutlich dürfte sich diese junge Chicagoer Familie tatsächlich nicht besonders wohlfühlen, wenn sie sich ausgerechnet an der Untergrenze der Reichen mit anderen Haushalten ihrer Steuerklasse messen muss. Man denke nur an all die früheren Jura-Mitstudenten des Professors, die es etwa als Teilhaber berühmter Anwalts-Societäten einkommenstechnisch erheblich weiter gebracht haben. So gesehen, kann man sogar verstehen, dass die Tatsache,  mit solch einem Jahreseinkommen zu den oberen zwei Prozent des Landes zu gehören, die richtig gut verdienen, diese Familie eher zu konsternieren als zu trösten scheint. Schwerer aber dürften vor allem die noch Reicheren in der direkten Nachbarschaft wiegen. Manch einer fühlt sich nämlich nur dann richtig reich, wenn es niemanden mehr gibt, der noch wohlhabender als man selbst ist.</p>
<p>Man kann aber auch all die anderen, die große Mehrheit der Bevölkerung verstehen, für die ein 250.000 Dollar Jahreseinkommen jenseits des „Normalen“ fast schon unvorstellbar erscheint. Weil ihr Einkommensreferenzpunkt nicht peu à peu steigt, sondern real womöglich sogar fällt. Im günstigsten Fall reagieren sie mit Unverständnis, im Falle unseres Jura-Professors, teilweise mit unverhohlener Wut.</p>
<p>Der Staat indes kann auf die unterschiedlichen Referenzpunkte des Professors und der Masse der Bevölkerung – beide sind aus der relativen Sicht des Betrachters verständlich – jedoch keine Rücksicht nehmen. Er muss im einfachsten Fall anhand einer konkreten Zahl bestimmen, wer reich ist. Und in den USA beginnt das zurzeit offenbar mit einem Einkommen von 250.000 US-Dollar.</p>
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