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	<title>Sparpaket Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Ein fast schon verschwiegener Erfolg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 08:35:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fast hätte ich bei meinen morgendlichen Arbeiten übersehen, dass es in den Niederlanden nun doch eine knappe Mehrheit im Parlament für umfangreiche Sparmaßnahmen gegeben hat. Aber im Gegensatz zum Zerbrechen der niederländischen Regierungskoalition hat diese Erfolgs-Meldung kaum mediale Aufmerksamkeit erregt. Wie mein Kollege in seinem Blog Tulpen aus Den Haag bereits vermutete, scheint es beim [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast hätte ich bei meinen morgendlichen Arbeiten übersehen, dass es in den Niederlanden nun doch eine knappe Mehrheit im Parlament für umfangreiche Sparmaßnahmen gegeben hat. Aber im Gegensatz <span id="more-3858"></span>zum Zerbrechen der niederländischen Regierungskoalition hat diese Erfolgs-Meldung kaum mediale Aufmerksamkeit erregt. Wie mein Kollege in seinem Blog <a href="http://www.blognition.de/blog/politik/tulpen-aus-den-haag/"><em>Tulpen aus Den Haag</em></a> bereits vermutete, scheint es beim Rücktritt des Kabinetts um Ministerpräsident Mark Rutte gar nicht um den mangelnden Sparwillen der Regierung gegangen zu sein – auch jede andere wichtige politische Frage hätte wahrscheinlich zu deren Bruch geführt.</p>
<p>Die Konsequenzen für diejenigen Akteure an den Finanzmärkten, die sich von der medial schillernd aufbereiteten Nachricht über den Rücktritt der holländischen Regierung Anfang der Woche zu sehr beeindrucken haben lassen, liegen auf der Hand: Keine Herabstufung des Landes durch die Ratingagentur Fitch, denn der Sparwille ist ungebrochen und die 3-prozentige Obergrenze der Neuverschuldung des Landes wird eingehalten. Und tatsächlich ist der holländische Leitindex AEX seit Montag in der Spitze um rund 4 Prozent gestiegen. Wer sich etwa an den Aktienmärkten von der Berichterstattung der Kommentatoren hat beeinflussen lassen, dürfte vermutlich etwas Geld verloren haben. Dies mag auch der Grund sein, warum kaum noch jemand über Holland sprechen, geschweige denn hören möchte. Ein Fall von selektiver Wahrnehmung? Ja. Und ein Fall selektiver Verbreitung von Informationen.</p>
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		<title>Griechenland-Lethargie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 11:41:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Spitzenpolitiker Griechenlands hätten, was das neue Sparprogramm angeht, keine Einigung erzielt. So oder ähnlich drückten dies heute früh einige Kommentatoren aus, natürlich ex negativo. Man könnte aber auch sagen, es sei beinahe ein Übereinkommen erzielt worden, denn die fehlenden 300 Millionen Euro an Einsparungen wirken etwa im Vergleich zum ganzen Hilfspaket zur Rettung Griechenlands [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Spitzenpolitiker Griechenlands hätten, was das neue Sparprogramm angeht, keine Einigung erzielt. So oder ähnlich drückten dies heute früh einige Kommentatoren aus, natürlich ex negativo. Man könnte aber auch sagen, <span id="more-3206"></span>es sei <em>beinahe</em> ein Übereinkommen erzielt worden, denn die fehlenden 300 Millionen Euro an Einsparungen wirken etwa im Vergleich zum ganzen Hilfspaket zur Rettung Griechenlands fast schon verschwindend gering. Andersherum könnte man wiederum argumentieren, 300 Millionen Euro seien immerhin 10 Prozent des gesamten, bislang 3 Milliarden Euro schweren neuen Pakets an Sparmaßnahmen, über das die griechischen Parteien gestern bereits Einigung erzielten. Also doch schon wieder relativ viel.</p>
<p>Man kann sich vorstellen, wie müde viele Akteure an den Finanzmärkten angesichts dieses Relativierens mittlerweile geworden sind. Und man kann es ihnen auch nicht verdenken, dass sie das ganze Schauspiel, das nunmehr x-te Endspiel um Griechenland, das wieder einmal (hoffentlich) in der allerletzten Minute zum Positiven entschieden sein wird, wie eine Farce auffassen. Denn Griechenlands Wirtschaft wird angesichts der neuen Sparkeule weiter schrumpfen. Damit wird das nächste Spar-Diktat – sofern es überhaupt noch etwas zu sparen gibt – nicht allzu lange auf sich warten lassen.</p>
<p>Mit anderen Worten: Die Teilnehmer an den Finanzmärkten scheinen in der Causa Griechenland geradezu lethargisch geworden zu sein. Vielleicht auch aus der Erfahrung heraus, es sei in den vergangenen Monaten, selbst wenn es ganz düster aussah, immer noch irgendwie weitergegangen. Vielleicht ist dieser Glaube aber auch nur eine gefährliche Illusion. Gerade weil die meisten Marktteilnehmer davon ausgehen, selbst eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands sei bereits eingepreist, könnte man sogar von einer Kontrollillusion sprechen, deren Kennzeichen eigentlich die Euphorie und nicht die Lethargie ist.</p>
<p><span style="font-size: small;">Aber vielleicht ist Europa ja tatsächlich gerettet, vor allem, wenn sich die EZB auch noch an einem griechischen Schuldenschnitt beteiligen sollte. Zumindest ist der 29. Februar, der Tag des zweiten dreijährigen Tenders, nicht mehr allzu weit – die Volumens-Schätzungen gehen bis zu 1 Billion Euro, die sich die Banken bei der EZB auf diesem Wege besorgen könnten. Damit wäre de facto ein quantitatives Lockerungsprogramm auf den Weg gebracht, das den beiden ersten QE-Programmen der USA in nichts nachstehen würde. Zu diesem Thema habe ich mich auch im heutigen Interview beim <a href="http://www.daf.fm/video/joachim-goldberg-dax-hat-noch-potenzial-neutrale-lage-50151587-DE0008469008.html" target="_blank">Deutschen Anlegerfernsehen (DAF) </a>geäußert, zu dem Andreas Scholz eingeladen hatte.</span></p>
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		<title>Windfall-Profit II: Fluch und Segen der      20 Milliarden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 07:23:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Konten]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da hatte doch die Bundsregierung mit Ach und Krach ein 80 Mrd. Euro schweres Sparpaket geschnürt – angeblich sozial ausgewogen und nicht jedem gleichermaßen vermittelbar. Mancher Bundesbürger fragte sich ob der geringen Belastungen sogar, was er denn am Ende zum Sparpaket beitragen dürfe. Kaum ist die Geschichte unter Dach und Fach, stellt sich heraus, dass die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Da hatte doch die Bundsregierung mit Ach und Krach ein 80 Mrd. Euro schweres Sparpaket geschnürt – angeblich sozial ausgewogen und nicht jedem gleichermaßen vermittelbar. Mancher Bundesbürger fragte sich ob der geringen Belastungen sogar, was er denn am Ende zum Sparpaket beitragen dürfe. Kaum ist die Geschichte unter Dach und Fach,<span id="more-796"></span> stellt sich heraus, dass die Neuverschuldung des Staates in diesem Jahr durch unerwartete Steuereinnahmen und Minderausgaben um bis zu 20 Mrd. Euro gesenkt werden kann. Und schon kommen die einen, die angesichts des unerwarteten Segens das große Sparpaket wieder aufdröseln wollen und unter dem Gerechtigkeitsvorwand Nachbesserungen vornehmen möchten. Die anderen sagen angesichts drohender Disziplinlosigkeit radikal nein und möchten das Sparpaket nicht mehr anrühren.</p>
<p>Mit der zweiten Variante stünden die unerwarteten 20 Mrd. Euro jedoch als Windfall-Profit einfach so im Raum. Man könnte auch sagen, sie würden von den Politikern auf einem separaten mentalen Konto verbucht. Mit der Gefahr, dass das schöne Extrageld, mit dem man ja nicht rechnen konnte, irgendwo zum Fenster herausgeworfen wird. Extrageld? – Geld, das wir uns doch eigentlich nicht nehmen sollten, weil die Neuverschuldung auch mit der Ersparnis immer noch viel zu hoch ist.</p>
<p>Nun steht ja am kommenden Wochenende der G20-Gipfel in Toronto ins Haus. Dort werden die Amerikaner den Deutschen wieder einmal vorhalten, sie würden mit ihrem Sparpaket und das globale Wachstum gefährden. Ein Sparpaket, das womöglich bis zur Hälfte aus Streichungen besteht, von denen man nicht so genau weiß, wo sie herkommen sollen. Warum die jüngst gewonnen 20 Mrd. nicht einfach ins Sparpaket integrieren? So dass man beim Gipfel nicht mit leeren Händen dasteht, wo der Referenzpunkt der anderen doch bei 80 Mrd. liegt. Mit 60 Mrd. hätte man immer noch gespart und Barack Obama würde am Ende Frau Merkel womöglich noch loben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/windfall-profit-ii-fluch-und-segen-der-20-milliarden/">Windfall-Profit II: Fluch und Segen der      20 Milliarden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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