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	<title>Präsidentschaftswahlen Archive - Joachim Goldberg</title>
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		<title>Das kann doch gar nicht sein!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2012 13:07:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Das kann doch gar nicht sein!“, werden diejenigen rufen, die mit ganz anderen US-Arbeitsmarktdaten als den nun veröffentlichten gerechnet haben. Ja, eine Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent (erwartet war eine Quote von 8,2 Prozent) war für manche allein schon deswegen eine faustdicke Überraschung, weil vor dem Komma keine 8 stand – der Ankereffekt lässt grüßen. Man [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Das kann doch gar nicht sein!“, werden diejenigen rufen, die mit ganz anderen US-Arbeitsmarktdaten als den nun veröffentlichten gerechnet haben. Ja, eine Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent (erwartet war eine Quote von 8,2 Prozent) war für manche allein schon deswegen eine faustdicke Überraschung,<span id="more-5204"></span> weil vor dem Komma keine 8 stand – der Ankereffekt lässt grüßen. Man konnte es bereits im Vorfeld hören: Der heutige Arbeitsmarktbericht sei weniger für die Ökonomen, sondern vor allen Dingen für die Politik wichtig, weswegen man sich allein auf die Arbeitslosenquote konzentriere. Es ist schon verrückt, wenn man die Wahl des nächsten US-Präsidenten ernsthaft daran festmachen möchte, ob die heutige Arbeitslosenquote besser oder schlechter als von den Ökonomen erwartet ausgefallen ist. Deswegen wird es vermutlich auch nicht allzu lange dauern, bis wieder die Verschwörungstheoretiker auf dem Plan stehen und die just publizierten Zahlen als manipulierte Wahlhilfe für Barack Obama abtun werden. Denn nicht nur die Arbeitslosenquote, sondern auch die Aufwärts-Revisionen bei den neu geschaffenen Stellen für die Monate Juli und August können sich sehen lassen.</p>
<p>Zwar ist die abgelaufene Handelswoche vielerorts in ruhigen Bahnen verlaufen. Trotzdem gab es in manchen Märkten erhebliche Stimmungswechsel. Allen voran beim DAX, wo unser Bull/Bear-Index den größten Stimmungsumschwung seit Mitte 2010 vollzog. Dass dieser Stimmungsumschwung wahrscheinlich rein preisgetrieben war, zeigte bereits die Sentimenterhebung der Börse Frankfurt, deren Analysen sie <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/dax+sentiment+baeren+stuermen+das+bullenlager+41471" target="_blank">hier</a> <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/detailanalyse+deutliche+positionsglattstellungen+bei+den+pessimisten+41473" target="_blank">und hier</a> nachlesen können. Aber auch beim Euro hat sich im Verhältnis zum US-Dollar stimmungstechnisch eine Menge getan. Waren vor ein paar Monaten viele Akteure noch negativ auf die Gemeinschaftswährung zu sprechen, hat sich dies nunmehr deutlich geändert, was vor allem an den neuen Kurszielen zu sehen ist, die mancherorts kommuniziert werden. Was auf den Devisenmarkt, die Aktien und auf den Goldpreis zukommt – dies alles können Sie in der heutigen Ausgabe des <a href="http://www.daf.fm/video/daf-wochenrueckblick-korrekturgefahr-deutlich-gestiegen-12-50157716.html">Deutschen Anlegerfernsehens (DAF)</a> zum Wochenrückblick sehen, zu dem Stefan Schießer (Frankfurter Honorarberatung) und ich selbst von Andreas Scholz befragt wurden.</p>
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		<title>Haitis nächster Präsident</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 13:10:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie hoch ist die Chance, dass der bekannte Rapper und Plattenproduzent Wyclef Jean der nächste Präsident von Haiti wird? Genau diese Frage stellten wir heute Morgen auch unserem amerikanischen Mitblogger Todo, nachdem wir eine Email vom Internet-Wettunternehmen InTrade.com mit gleichem Wortlaut erhalten hatten. „70 Prozent“ schätzte er schnell. Der zuletzt gehandelte Preis für einen entsprechenden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie hoch ist die Chance, dass der bekannte Rapper und Plattenproduzent Wyclef Jean der nächste Präsident von Haiti wird? Genau diese Frage stellten wir heute Morgen auch unserem amerikanischen Mitblogger <em>Todo</em>, nachdem wir eine Email vom Internet-Wettunternehmen InTrade.com mit <span id="more-6629"></span>gleichem Wortlaut erhalten hatten. „70 Prozent“ schätzte er schnell. Der zuletzt gehandelte Preis für einen entsprechenden Wettkontrakt bei InTrade.com lag tatsächlich jedoch nur bei 38,2 (Prozent) – weitere Kontrakte wurden zu 42,6 angeboten.</p>
<p><em>Todo</em> gilt bei uns als ausgesprochen gut informiert, aber wir ahnten, dass sein Gebot viel zu hoch sein würde. Der Grund: <em>Todo</em> kennt außer Wyclef Jean (den ich bis heute zugegebenermaßen wegen meiner Vorliebe für klassische Musik nicht gekannt habe) keine weiteren Präsidentschaftskandidaten. Geschweige den derzeitigen Präsidenten (René Préval). Ja, er räumte sogar ein, seit der Regentschaft Aristides eigentlich nichts mehr aus dieser Ecke gehört zu haben.</p>
<p>Privatanleger gehen bei ihren Aktieninvestments häufig genauso wie unser Kollege vor: Sie bevorzugen bekannte Marken und ziehen heimische Aktien denen anderer Unternehmen vor, die sie nicht so gut kennen. Ein Verhalten, das am Ende oft zu einem schlecht diversifizierten Portfolio führt.</p>
<p>Der Psychologe Gerd Gigerenzer hat jedoch zu zeigen versucht, dass solche schnellen und einfachen Daumenregeln am Ende dennoch Investoren helfen können*. Dabei präsentierte er in einem entsprechenden Experiment sowohl Laien als auch Experten aus Deutschland und den USA eine Liste mit Aktiennamen, mit der Bitte diejenigen, die sie kennen würden, zu markieren. Dabei schnitt die Aktienauswahl der Laien nicht nur besser als die Entwicklung des jeweiligen Benchmark-Index ab. Mehr noch, waren die Laien besser als die so genannten Experten.</p>
<p>Gigerenzers Studie wurde allerdings vielfach kritisiert. Nicht nur, weil der Zeithorizont für das Experiment mit sechs Monaten zu kurz gewesen sei. Auch hätten zum Zeitpunkt des Experiments vor allem Blue Chips, also Aktien mit hohem Bekanntheitsgrad besonders stark haussiert. Eines muss man dem Professor jedoch lassen: Immerhin befragte er Menschen, die für Aktieninvestments tatsächlich in Frage gekommen wären. Mein Kollege <em>Todo</em> hat dagegen kein Stimmrecht für die Wahlen auf Haiti.</p>
<p>*Simple Heuristics That Make Us Smart – Gigerenzer, Todd &amp; the ABS Research, 1999</p>
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