<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Optimierung Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/optimierung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/optimierung/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Mon, 13 Aug 2012 05:55:25 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>
	<item>
		<title>Computerhandel II: Fragwürdige Hilfen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/computermodelle-ii-fragwurdige-hilfen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/computermodelle-ii-fragwurdige-hilfen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Aug 2012 05:55:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Dispositionseffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Handelscomputer]]></category>
		<category><![CDATA[Homo oeconomicus]]></category>
		<category><![CDATA[Optimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Trendfolgesysteme]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=4868</guid>

					<description><![CDATA[<p>In meinen Blogbeitrag vom Freitag bezog ich mich auf einen Artikel in der FTD, in dem die Performance computergestützter Fonds für Devisen während der vergangenen 12 Monate unter die Lupe genommen wurde. Das Ergebnis erscheint auf den ersten Blick ernüchternd. Interessant sind allerdings die Ratschläge, die Händler genau in dieser Situation gerne erteilen, um „dem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/computermodelle-ii-fragwurdige-hilfen/">Computerhandel II: Fragwürdige Hilfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In meinen Blogbeitrag vom Freitag bezog ich mich auf einen Artikel in der FTD, in dem die Performance computergestützter Fonds für Devisen während der vergangenen 12 Monate unter die Lupe genommen wurde. Das Ergebnis erscheint auf den ersten Blick ernüchternd. Interessant sind allerdings die Ratschläge, die Händler genau in dieser Situation gerne erteilen,<span id="more-4868"></span> um „dem Computer auf die Sprünge zu helfen“. Da schlägt zum Beispiel eine Analystin vor, Volatilitätsphasen einfach auszusitzen, weil die Computermodelle damit überfordert seien. Für die Praxis hieße das, man stellt den Computer einfach für eine bestimmte Zeit lang ab, bis es am Markt wieder ruhiger geworden ist. Abgesehen davon, dass die Entscheidung, wann aus- und wann wie eingestiegen werden sollte, von einem Menschen getroffen würde, der dabei auf nicht unerhebliche Timing-Probleme stoßen dürfte, gibt es bis heute meiner Kenntnis nach noch kein Computermodell, das Volatilitätsphasen im Devisenhandel anhaltend treffsicher vorhersagen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Systematisch gegen Dispositionseffekt</strong></p>
<p>Aber die eigentliche Crux dieses gut gemeinten Rates ist ganz woanders zu suchen. Computerisierte Handelsmodelle wurden entwickelt, weil man dem menschlichen Akteur in erster Linie die Fähigkeit absprach, diszipliniert zu handeln. Sprich: Verluste früh zu begrenzen und Gewinne mindestens bis zu einer gewissen Größenordnung laufen zu lassen – in der Behavioral Finance wird diese menschliche Schwäche als Dispositionseffekt bezeichnet, und dass diese Fehlleistung immer wieder und in schöner Regelmäßigkeit auftritt, konnte eingehend nachgewiesen werden. Ein Handelsmodell sollte gewissermaßen menschliche Entscheidungen systematisieren und so die ineffizienten Phasen in den Finanzmärkten ausnutzen, die mitunter durch psychisch verzerrte Verhaltensweisen anderer Akteure zustande kommen. Genau genommen handelt es sich um einen rationalen Ansatz, der dem Bild des Homo Oeconomicus recht nahe kommt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Computer nicht einfach an- und abstellen</strong></p>
<p>Wer jedoch fordert, man solle den Computer einfach zeitweise abstellen, um ihn so vor Fehlentscheidungen zu bewahren, schaltet damit zumindest zeitweise auch den konsequenten Handelsansatz aus und ersetzt ihn durch menschliche Entscheidungen, deren Schwächen durch den Computer eigentlich ausgemerzt werden sollten. Tröstlich: ein Vermögensverwalter warnte in selbigem FTD-Artikel davor, Signale zu ignorieren sei ein Betrug am Anleger. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Es handelt sich um Selbstbetrug.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Stellschrauben zur Optimierung </strong></p>
<p>Zu diesem Selbstbetrug gehört auch immer wieder die Forderung mancher Händler, man müsse nur an ein paar Parameterschrauben des Systems drehen, wenn dieses aufgrund seiner schlechten Performance offenbar nicht mehr zeitgemäß sei. Etwa, weil die Euro-Krise die Wirkung von Fundamentaldaten überlagert. Auch dies ist ein Ratschlag, der meist nicht zu einer Verbesserung der <em>zukünftigen</em> Performance führt. Ein nachträgliches Anpassen eines Systems an scheinbar neue Marktgegebenheiten (in der Fachsprache auch als Re-Optimierung bezeichnet) ist entgegen aller Intuition nichts anderes als eine Angleichung dieses Ansatzes an die <em>Vergangenheit</em>.</p>
<p>Derartige Re-Optimierungsbestrebungen finden wir übrigens auch in anderen Bereichen der Finanzwelt, etwa als im Rahmen der Finanzkrise Modelle der Ratingagenturen ihren Dienst versagten und daher „an die neue Situation angepasst“ werden sollten.</p>
<p>Das Ende vom Lied: Man nimmt irgendwann von systematischen Ansätzen Abstand – aber nicht für immer. Warum, das erfahren Sie im dritten Teil des Blogs.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/computermodelle-ii-fragwurdige-hilfen/">Computerhandel II: Fragwürdige Hilfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/computermodelle-ii-fragwurdige-hilfen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ohne Rücksicht auf Verluste</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ohne-rucksicht-auf-verluste/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ohne-rucksicht-auf-verluste/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 11:52:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Backtrading]]></category>
		<category><![CDATA[Disziplin]]></category>
		<category><![CDATA[Handelssignale]]></category>
		<category><![CDATA[Optimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Stop-Loss]]></category>
		<category><![CDATA[Überoptimierung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=2133</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kaum traute ich meinen Augen, als ich vor ein paar Tagen im ansonsten von mir hoch geschätzten Handelsblatt (Online-Ausgabe vom 25. Juli)  in der Kolumne &#8222;Nachgerechnet&#8220; eine Abhandlung über den „Zweifelhaften Nutzen von Stopp-Loss-Orders“ entdeckte. Bekanntermaßen gehe ich in Sachen Verlustbegrenzung keine Kompromisse ein. Deshalb schon hat mich die Botschaft, die die Autorin in geradezu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ohne-rucksicht-auf-verluste/">Ohne Rücksicht auf Verluste</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Kaum traute ich meinen Augen, als ich vor ein paar Tagen im ansonsten von mir hoch geschätzten Handelsblatt (Online-Ausgabe vom 25. Juli)  in der Kolumne &#8222;Nachgerechnet&#8220; eine Abhandlung über den „Zweifelhaften Nutzen von Stopp-Loss-Orders“ entdeckte. Bekanntermaßen gehe ich in Sachen Verlustbegrenzung keine Kompromisse ein.<span id="more-2133"></span> Deshalb schon hat mich die Botschaft, die die Autorin in geradezu fahrlässiger Weise ihren Lesern vermitteln möchte, nachhaltig verstimmt. Doch nachgerade erschüttert war ich über die Argumentation, mit der diese den Sinn automatischer Verlust-Limits in Frage zu stellen versucht. </span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Um zu belegen, dass eine systematische Stopp-Loss-Strategie nur wenig Erfolg verspricht, hat Gertrud Hussla als Beispiel einen iShares-Indexfonds, der den DAX abbildet, ausgewählt und dessen Performance über die vergangenen drei Jahre verfolgt. Bei ihrer Analyse wendet sie folgende simple Regel an: Ein Anleger investiert 10.000 Euro in diesen Fonds, wobei unterstellt wird, dass er nach einem Verlust von 15 Prozent aussteigt und am Anfang des folgenden Monats seine Anteile wieder zurückkauft. Das Ergebnis dieser Strategie ist in der Tat eher bescheiden, so dass die Autorin zu dem Schluss gelangt, dass es sinnvoller gewesen wäre, den Indexfonds einmal zu kaufen und ohne Rücksicht auf Verluste bis heute zu halten.</span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich habe mich gefragt, warum Gertrud Hussla ausgerechnet 15 Prozent als Verlustbegrenzung angesetzt hat. Ich habe mich auch gefragt, warum sie für den Ausstieg eine preisabhängige Prozentregel und für den Wiedereinstieg ein zeitabhängiges Datum, nämlich ausgerechnet den Monatsanfang, wählt. Verhält sich so ein Privatanleger? Tatsächlich möchten die meisten Anleger doch erst einmal einen Beweis für eine deutliche Erholung nach einem großen Verlust sehen. Wäre es nicht folgerichtiger gewesen, wenn ein Wiedereinstieg ebenfalls preisabhängig erfolgt wäre, etwa nachdem der Indexfonds wieder 15 Prozent gestiegen wäre? Ganz zu schweigen vom Testzeitraum der Strategie, der mit einer Dauer von drei Jahren und mit ein paar Signalen (die werden im zum Artikel gehörenden Videoclip von der Autorin erläutert) viel zu kurz ist. Außerdem beginnt er ausgerechnet auch noch mit einem außergewöhnlichen Ereignis (Lehman) und einem statistisch nicht gerade alltäglichen Kurssturz. Immerhin betont Frau Hussla mehrfach, dass das Beispiel natürlich willkürlich gewählt sei, um aber sogleich hinzuzufügen, wissenschaftliche Studien kämen zu einem ähnlichen Schluss.  Wobei sie uns leider Titel, Autor, Erscheinungsort und -jahr dieser Studien verschweigt.</span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Was kann uns dieser Artikel also trotz meiner Bedenken beweisen? Sicherlich nicht, dass Stopp-Loss-Orders von geringem Nutzen sind. Stattdessen hat die Journalistin eindrucksvoll bewiesen, wie wenig sinnvoll die von ihr selbst gewählte Strategie ist. Viel gravierender scheint mir aber, dass auch sie glaubt, mit solch einem “Backtraden“, also mit dem nachträglichen Handeln und Optimieren von Handelssignalen einer bekannten Vergangenheit,  eine gute Strategie für eine unbekannte Zukunft finden zu können – ein Irrglauben, dem auch immer wieder selbst erfahrene Marktteilnehmer erliegen. </span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Etwas Positives kann die Kolumne am Ende Stopp-Loss-Orders doch noch abgewinnen: Sie beruhigen ungemein die Nerven. Deswegen würde selbst Gertrud Hussla sie „ab und zu vielleicht doch mal nutzen“. Wann, das sollte sich der geneigte Leser oder Anleger am besten selbst aussuchen. Und diese Nonchalance nenne ich konsequent unsystematisch, und ich fürchte: Das kann teuer werden …</span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ohne-rucksicht-auf-verluste/">Ohne Rücksicht auf Verluste</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ohne-rucksicht-auf-verluste/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>7</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
