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	<title>Negative US-Zinsen Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Begehrtes Fleisch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2020 04:44:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
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		<category><![CDATA[Fleischpreise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  „Gerade noch rechtzeitig“, dachte ich, als ich vor dem ins Bettgehen am Sonntag einen letzten Blick auf die News des Tages warf. Denn dort fiel mein Blick auf einen Artikel im Wall Street Journal, der sich am späten Sonntagabend (MESZ) zur Markteröffnung gleich zu Wochenbeginn mit Fed-Chef Jerome Powell befasste. Und die Überschrift des Artikels stellte sofort klar: Die US-Notenbank wird wahrscheinlich keine negativen Leitzinsen in Betracht ziehen. Trotz gegenläufiger Signale, die sich in der vergangenen Woche aus der Entwicklung der Fed Funds Futures ergaben. Dort zeichnete sich nämlich...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0810)</strong>             „Gerade noch rechtzeitig“, dachte ich, als ich vor dem ins Bettgehen am Sonntag einen letzten Blick auf die News des Tages warf. Denn dort fiel mein Blick auf einen Artikel im Wall Street Journal, der sich am späten Sonntagabend (MESZ) zur Markteröffnung gleich zu Wochenbeginn mit Fed-Chef Jerome Powell befasste. Und die Überschrift des Artikels stellte sofort klar: Die US-Notenbank wird wahrscheinlich keine negativen Leitzinsen in Betracht ziehen. Trotz gegenläufiger Signale, die sich in der vergangenen Woche aus der Entwicklung der Fed Funds Futures ergaben. Dort zeichnete sich nämlich zeitweise eine Tendenz ab, die den Schluss nahelegte, es könne in den USA im Januar 2021 womöglich zu Fed Funds mit einem negativen Vorzeichen kommen.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11982" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/12052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/12052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/12052020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
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<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gegen US-Negativzinsen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Beitrag stellte vermutlich deswegen ausführlich die Argumente gegen einen Zinsschritt der Fed in negatives Terrain dar, weil sich Jerome Powell am Mittwoch im Rahmen eines Online-Seminars für das Peterson Institute for International Economics nicht nur zum Ausblick der US-Wirtschaft äußern wird. Vielmehr ist davon auszugehen, dass er sich außerdem explizit gegen negative Zinsen aussprechen wird. Eine Position, die keineswegs überraschen dürfte, gelten doch der Fed-Chef und seine Kollegen im Offenmarktausschuss mehrheitlich nicht als Freunde negativer Leitzinsen. Zumal die Notenbank ähnlich wie während der Finanzkrise im Jahr 2008 derzeit andere „Werkzeuge“ bevorzugt. Indes: Auch wenn sich Jerome Powell vehement gegen Negativzinsen aussprechen wird, sollte man einen Schritt in diese Richtung dennoch nicht völlig ausschließen. Zumal es nicht das erste Mal wäre, dass die „Märkte“ der Notenbank Zinsschritte implizit nahegelegt hätten.</span></p>
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<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Grundrecht auf Burger in Gefahr</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber wir müssen derzeit eben lernen, mit Widersprüchen zu leben. Es ist gerade einmal zwei Wochen her, da gab es ein Dekret von US-Präsident Donald Trump, in dem er einige wegen der Corona-Krise geschlossene Fleischverarbeitungsanlagen als kritisch für die Infrastruktur einstufte und kurzerhand – entgegen der Warnung von Experten – deren Wiedereröffnung anordnete. Frei nach dem Motto: Jedem Amerikaner seinen Burger.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun gab es tatsächlich einige Versorgungsengpässe bei bestimmten Fleischprodukten und teilweise gar Burger-Rationierungen. In den USA ging die Angst um, dass es angesichts Corona-bedingter Schließungen zu größeren Engpässen bei der Fleischversorgung kommen könnte. Indes: Die USA exportieren weiterhin Fleisch<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a>. Unter anderem auch nach China. Und waren es nicht Vertreter der Trump-Administration, die China unlängst unmissverständlich und bedrohlich deutlich daran erinnerten, sich an das Handelsabkommen, den Phase-eins-Deal, mit den USA zu halten?</span></p>
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<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zweischneidiges Handelsabkommen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein Handelsabkommen, das vorsieht, dass China unter anderem auch vermehrt Agrarprodukte in Milliardenvolumen von den USA abkaufen soll. Und zwar deutlich mehr als zuvor. Dummerweise gehören zu diesen Agrarprodukten auch Schweine- und Rindfleisch. Man darf gespannt sein, wie dieser Widerspruch zwischen Binnennachfrage, begleitet von massiv steigenden Fleischpreisen auf der einen und stark steigender ausländischer Nachfrage auf der anderen Seite von Donald Trump aufgelöst wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Per Saldo hat sich der Dollar gestern auffallend stark erholt und legte gegenüber einem Korb an Währungen, gemessen am Dollar-Index, um mehr als ein Prozent zu. Ein Zuwachs, der gegenüber dem Euro nur teilweise zu Buche schlägt, denn dieser verlor gegenüber dem Greenback lediglich rund 30 Stellen an Wert. Mit anderen Worten: Die Position der Gemeinschaftswährung bleibt unterhalb von 1,0915/20 ganz leicht angeschlagen, aber ohne signifikanten Trend.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<span style="color: #000000;">1</span>]</a> Eine weiter gehende Ausführung zu diesem Thema finden Sie übrigens hier: <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://heisenbergreport.com/2020/05/11/if-trump-and-meat-executives-are-so-worried-about-shortages-why-are-they-shipping-americas-pork-to-china/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://heisenbergreport.com/2020/05/11/if-trump-and-meat-executives-are-so-worried-about-shortages-why-are-they-shipping-americas-pork-to-china/</a></span><br />
</span></p>
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		<title>Märkte rechnen mit negativem US-Leitzins</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2020 04:55:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anleiheverkäufe]]></category>
		<category><![CDATA[Negative US-Zinsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass der Euro derzeit nicht an einer echten Schwäche leidet, hat sich gestern wieder einmal gezeigt. Zwar markierte die Gemeinschaftswährung zum vierten Mal hintereinander in dieser Woche ein niedrigeres Tagestief, aber am Ende wurde die Handelssitzung sogar mit einem leichten Plus beendet. Bei den Fundamentaldaten drehte sich gestern wieder Vieles um den US-Arbeitsmarkt. Indes: Auch wenn die Ökonomen mittlerweile ihre Prognosen etwas besser kalibriert haben, spielen die Arbeitsmarkdaten für die Marktteilnehmer praktisch keine Rolle. Die Teilnehmer an den Aktienmärkten interessiert es schlichtweg nicht,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0845)</strong>             Dass der Euro derzeit nicht an einer echten Schwäche leidet, hat sich gestern wieder einmal gezeigt. Zwar markierte die Gemeinschaftswährung zum vierten Mal hintereinander in dieser Woche ein niedrigeres Tagestief, aber am Ende wurde die Handelssitzung sogar mit einem leichten Plus beendet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei den Fundamentaldaten drehte sich gestern wieder Vieles um den US-Arbeitsmarkt. Indes: Auch wenn die Ökonomen mittlerweile ihre Prognosen etwas besser kalibriert haben, spielen die Arbeitsmarkdaten für die Marktteilnehmer praktisch keine Rolle. Die Teilnehmer an den Aktienmärkten interessiert es schlichtweg nicht, ob nun die Erstanträge auf Arbeitslosengeld mit 3,17 Millionen in der vergangenen Woche gestern etwas höher als von der Median-Schätzung der Analysten erwartet ausgefallen sind. Im gleichen Zuge lag der 4-Wochen-Durchschnitt für die Erstanträge in der zum 2. Mai endenden Woche bei rund 4,17 Millionen Anträgen. Es bedarf also keiner großen Vorstellungskraft, um bereits abschätzen zu können, wie der für heute erwartete US-Arbeitsmarktbericht ausfallen wird.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Negative US-Zinsen für Januar 2021 erstmals eingepreist</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen gab es gestern eine interessante Entwicklung bezüglich der US-Leitzinsen zu vermelden. Obgleich sich Fed-Chef Jerome Powell in der Vergangenheit immer wieder gegen negative Zinsen ausgesprochen hat, scheinen die Akteure an den Finanzmärkten mittlerweile Anderes zu erwarten. Denn die Entwicklung bei den Fed-Funds-Futures preiste gestern zum ersten Mal – wenn auch nur minimal in Höhe von rund 2 Basispunkten – einen negativen Leitzins für Januar 2021 ein. Im gleichen Zug fiel auch die Rendite für zweijährige Staatsanleihen auf ein neues Rekordtief von 0,129 Prozent. Und so gibt es nicht wenige Kommentatoren, die davon ausgehen, dass sich Jerome Powell womöglich auf längere Sicht dem Druck des Marktes wird beugen müssen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11975" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/08052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/08052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/08052020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Chinesische Umschichtungen leichter möglich</span></strong></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Interessant in diesem Zusammenhang könnte auch ein verändertes Verhalten Chinas bezüglich seiner hohen US-Anleihebestände (1,092 Billionen USD<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong><span style="color: #000000;">1</span></strong>]</a> per Februar) sein. Denn es gab während der ersten Phase des US-chinesischen Handelskonflikts im vergangenen Jahr immer wieder Gerüchte, China würde möglicherweise seine massiven Bestände in US-Staatsanleihen als Druckmittel ins Spiel bringen (vgl. etwa meinen damaligen Kommentar <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/09/29/kurzer-blick-in-pandoras-buechse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>, Abschnitt „Vergeltung ist nicht weit“). Damals galt dies als eine umstrittene Maßnahme, verbunden mit der Angst, China könne womöglich durch etwaige massive Bond-Verkäufe die US-Anleihekurse so unter Druck bringen, dass auch der Wert des restlichen chinesischen Portfolios in Mitleidenschaft gezogen würde. Kurzum: China hätte sich den Markt selbst kaputt gemacht. Eine Angst, die sich nun aufgrund der groß angelegten Anleihekäufe der Fed und dem damit robust gewordenen Bondmarkt verringert haben dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Per Saldo ist der Dollar insgesamt eigentlich zu fest. Der Euro bleibt andererseits ohnehin in seinem trendlosen Zustand, wenngleich mit einer leichten Neigung zur Schwäche, die allerdings nach Überschreiten von <strong>1,0920</strong> bereits ausgeräumt wäre.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a> https://ticdata.treasury.gov/Publish/mfh.txt</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/maerkte-rechnen-mit-negativem-us-leitzins/">Märkte rechnen mit negativem US-Leitzins</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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