<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Intraday-Stopp Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/intraday-stopp/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/intraday-stopp/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Tue, 11 Nov 2014 14:36:34 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.3</generator>
	<item>
		<title>Reizthema Stopp-Loss</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/reizthema-stopp-loss/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/reizthema-stopp-loss/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2014 14:36:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Intraday-Stopp]]></category>
		<category><![CDATA[Kettenreaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzsichtige Verlustaversion]]></category>
		<category><![CDATA[Panik]]></category>
		<category><![CDATA[Situative Stopps]]></category>
		<category><![CDATA[Stop-Loss]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=7466</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Thema Stopp-Loss ist vermutlich so alt wie die Finanzmärkte selbst und war beim Kurseinbruch des DAX Mitte Oktober wieder einmal hochaktuell. Denn jemand, der beispielsweise seit Jahresanfang ein DAX-Index-Zertifikat besaß, war mit einem starren Stopp-Loss von 10 Prozent, sofern er denn diszipliniert gehandelt hat, nicht mehr im Markt. Ein systematischer Handelsansatz mit nachgezogenen Intraday-Stopps [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/reizthema-stopp-loss/">Reizthema Stopp-Loss</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema Stopp-Loss ist vermutlich so alt wie die Finanzmärkte selbst und war beim Kurseinbruch des DAX Mitte Oktober wieder einmal hochaktuell. Denn jemand, der beispielsweise seit Jahresanfang ein DAX-Index-Zertifikat besaß, war mit einem starren Stopp-Loss von 10 Prozent, sofern er denn diszipliniert gehandelt hat, nicht mehr im Markt. Ein systematischer Handelsansatz mit nachgezogenen Intraday-Stopps der gleichen Größenordnung wäre gleich mehrfach eiskalt erwischt worden. Darüber hat sich unlängst ein Kommentator im Internet dermaßen aufgeregt, dass er von einem Joch der Stopp-Loss-Order schrieb. Und wenn von einem Joch die Rede ist, dann schwingt auch immer mit, dass man dieses gefälligst abzuschütteln habe.</p>
<p>Über den Sinn von Verlustbegrenzungen in Form von Stopp-Loss-Marken wird immer wieder heiß diskutiert. Dies geschieht umso mehr, als viele Anlagekonzepte heute so ausgelegt sind, dass sie mit automatischen Verlustgrenzen arbeiten. Die einen mit einem engen Stopp-Loss, die anderen mit einer großzügigeren Grenzziehung – wer erst bei einem Verlust von 20 Prozent die Bremse ziehen wollte, den hätte es in diesem Jahr zum Beispiel nicht erwischt. Aber hinterher ist man immer schlauer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der erste kleinste Verlust wiegt am schwersten</strong></p>
<p>Auch mag es in Märkten, die nicht sehr liquide sind, geradezu Kettenreaktionen von Stopp-Loss-Orders geben, die eng gestaffelt bei hohen Handelsvolumina wie eine Reihe umfallender Dominosteine nacheinander ausgelöst werden, was mitunter auch dazu führen kann, dass sich solche Bewegungen panikartig verselbstständigen. Allerdings darf dabei nicht vergessen werden: Derartige Kettenreaktionen stehen naturgemäß nicht am Anfang einer solchen Entwicklung; vielmehr treten sie in einer späteren Phase des Kurseinbruchs auf oder aber auch bei einer Kaufpanik nach einigen Prozent schneller Kursgewinne. Denn im Frühstadium solcher Kursentwicklungen ist die Bereitschaft zur Verlustbegrenzung besonders gering. Denn Menschen reagieren paradox: Auch wenn der erste Verlust der kleinste ist, wiegt er für sie dennoch am schwersten.</p>
<p>Ich klebe nicht an irgendwelchen prozentualen Verlustlimits. Aber Anleger sollten einen Plan haben, was zu tun ist wenn sich die Dinge an ihrem Markt nicht so wie vorgestellt entwickeln. Vor allem wenn sich Verluste so richtig schnell vollziehen, fangen viele Anleger zu zweifeln an, ob Durchhalten tatsächlich die richtige Strategie sein kann. Gerade, weil wir unser Marktumfeld, sobald wir eine Position eingegangen sind, unter dem Eindruck von Verlusten ohnehin nur noch selektiv wahrnehmen, muss es einen Plan geben, der vor Eingehen eines Engagements festgelegt wurde. Am besten schriftlich.</p>
<p>Auch muss eine Verlustbegrenzung durchaus nicht preisgebunden sein. Man kann ja auch aussteigen, wenn bestimmte Voraussetzungen, die man eigentlich für die Grundlage seiner Entscheidung ursprünglich einmal gewählt hat, nicht mehr gegeben sind. Doch wird es schwierig, wenn diese Kriterien nicht aus harten Zahlen sondern womöglich aus weichen Qualitätsmerkmalen einer Aktiengesellschaft bestehen. Ohnehin verhindert es die selektive Wahrnehmung, einigermaßen objektiv zu bleiben – Marktpreise sind klar und unmissverständlich und das Resultat von Angebot und Nachfrage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Situative Stopps, wenn es bereits brennt?</strong></p>
<p>Natürlich kann man angesichts der jüngsten DAX-Erholung sagen, es wäre besser gewesen keinen Stopp-Loss gehabt zu haben. Vor allem keinen großzügigen Stopp, wo man mit einem zweistelligen Prozentverlust aus dem Markt geworfen wurde und nun Schwierigkeiten hat, den Wiedereinstieg zu finden. Im Nachhinein lässt sich da immer gut argumentieren. Was wäre denn passiert, wenn der DAX 25 Prozent an Wert verloren hätte? Wäre man dann auch noch ruhig geblieben?</p>
<p>Soll man nun das Joch des Stopp-Loss abstreifen? Oben genannter Kommentator gibt eine findige Antwort: „Nein, sicher nicht generell, aber begreifen, dass sie nicht Allheilmittel sind“. Verlustbegrenzung also nach Gusto? Ein Engagement womöglich durchzuhalten, weil es fundamental das richtige ist?</p>
<p>In einer Zeit, wo die Finanzmärkte – vor allem die Aktienmärkte – wie nie zuvor durch Notenbankinterventionen geradezu manipuliert werden, tue ich mich schwer an fundamentale Bewertungsmaßstäbe zu glauben. Aber auch in normalen Zeiten haben wir immer wieder erlebt, dass sich Aktienkurse durchaus und für lange Zeit von ihren fundamental gerechtfertigten Bewertungsmaßstäben entfernt haben.</p>
<p>Egal, woran man glaubt, ob an enge Verlustbegrenzungen oder großzügige Stopps oder gar ein Aktieninvestment ohne Netz<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>. Situativ, also mal so oder mal so zu agieren, halte ich selbst für hart gesottene Börsenprofis für eine große Herausforderung. Ab und zu vielleicht einen Stopp zu nutzen? Eine solche Nonchalance nenne ich konsequent unsystematisch, und ich fürchte: Es kann teuer werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Wie ich selbst mit Verlustbegrenzungen umgehe, können Sie übrigens <a href="https://www.joachim-goldberg.com/stopp-loss-aversion-ii/"><strong>HIER</strong></a> nachlesen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/reizthema-stopp-loss/">Reizthema Stopp-Loss</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/reizthema-stopp-loss/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stopp-Loss-Aversion II</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/stopp-loss-aversion-ii/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/stopp-loss-aversion-ii/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2011 08:54:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Flash Crash]]></category>
		<category><![CDATA[Intraday-Stopp]]></category>
		<category><![CDATA[Stopp-Loss]]></category>
		<category><![CDATA[Verlustaversion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=1709</guid>

					<description><![CDATA[<p>Verluste sind nicht angenehm, vor allem nicht wenn man sich mit ihnen bereits vor einer Entscheidung auseinandersetzen soll. Denn die meisten von uns gehen prinzipiell davon aus, dass ihre Entscheidungen profitabel verlaufen. Und wenn doch Verluste eintreten, gleichen sich diese ohnehin wieder aus, sind viele Anleger überzeugt. Man müsse nur genug Zeit und Geduld mitbringen, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/stopp-loss-aversion-ii/">Stopp-Loss-Aversion II</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span>Verluste sind nicht angenehm, vor allem nicht wenn man sich mit ihnen bereits vor einer Entscheidung auseinandersetzen soll. Denn die meisten von uns gehen prinzipiell davon aus,<span id="more-1709"></span> dass ihre Entscheidungen profitabel verlaufen. Und wenn doch Verluste eintreten, gleichen sich diese ohnehin wieder aus, sind viele Anleger überzeugt. Man müsse nur genug Zeit und Geduld mitbringen, um in 80 Prozent der Fälle seinen Einstandspreis wiederzusehen.<br />
Davon gehen selbst die meisten Profis an der Börse aus. Und weil man in 20 Prozent der verbleibenden Fälle – dieser Anteil mag durchaus auch noch niedriger ausfallen – mit einem oft recht hohen Verlust konfrontiert wird, sind für mich Stopp-Loss-Marken unerlässlich. Dies habe ich unlängst in einem <a href="http://www.blognition.de/markte/stopp-loss-aversion">Blog erläutert</a>. Doch ein Leser wies darauf hin, dass man mit einem Stopp-Loss am berüchtigten Tag des „Flash Crash“ an Wall Street, am 6. Mai 2010, alt ausgesehen hätte. Wir erinnern uns: Der US-Aktienmarkt hatte innerhalb einer Nacht nicht nur 10 Prozent seines Wertes verloren, sondern sich anschließend so schnell erholt, dass man, wenn man ohne Stopp-Loss gearbeitet hätte, ein paar Tage später sogar reicher als vor dem besagten Flash Crash gewesen wäre. Soll man also doch keine Verlustbegrenzungen setzen?</p>
<p>Tatsächlich hatte es ein derartiges Ereignis an der Börse zuvor noch nie gegeben. Viel häufiger ist hingegen in der Geschichte der Fall aufgetreten, dass Märkte in einer Abwärtsbewegung selbst nach Auslösen vieler Stopp-Loss-Marken noch tiefer gefallen sind. Man denke nur an die Zeiten der Dotcom-Blase oder an die Telekom-Aktie, wobei sich viele Anleger darüber ärgern dürften, nicht vor Jahren diszipliniert diesen Märkten den Rücken gekehrt zu haben. Weil man sich dachte: Das wird schon werden. Den weiteren Verlauf der Geschichte kennen Sie.</p>
<p>Allerdings habe ich in meiner Zeit als Devisenhändler Situationen erlebt, die durchaus mit oben genanntem „Flash Crash“ vergleichbar waren. So hatte ich etwa eine Dollar-Position übers Wochenende brav mit einem Stopp-Loss versehen. Wurde dann am darauf folgenden Montag im dünnen Markt in Neuseeland ausgestoppt – drei Prozent Verlust waren festgeschrieben. Es dauerte nur Stunden, meist nur bis zur Eröffnung des Handels in Europa, bis der Dollar wieder auf sein altes Kursniveau zurückgefunden hatte. Da saß ich nun, ausgestoppt, und der Dollar lachte mir entgegen, als ob nichts passiert wäre. Und ich musste auch noch weiterhandeln!</p>
<p>Ich habe aus dieser Geschichte eine Konsequenz gezogen und benutze seither keine Intraday-Stopps mehr. Stattdessen suche ich mir einen ganz bestimmten Zeitpunkt des Tages aus, an dem ich jeweils überprüfe, ob meine Position den von mir gesetzten Stopp-Loss verletzt hat. Wenn ja, wird das Engagement aufgelöst. Das gleiche gilt übrigens auch für Gewinnmitnahmen. Diese Methode hat den klaren Vorteil, dass man nicht durch eine Zufallsbewegung oder gar temporäre Manipulationen aus dem Markt geworfen wird. Leider ist damit auch ein Nachteil verbunden: Sie müssen im Ernstfall bis zu 24 Stunden (am Wochenende auch länger), also bis zum theoretischen nächsten Handelszeitpunkt ausharren, wenn die Kurse gegen Sie, aber auch wenn Sie zu ihren Gunsten laufen. Gewinne laufen zu lassen (verbunden mit der Angst, sie wieder hergeben zu müssen) fällt vielen nämlich noch schwerer, als Verluste zu begrenzen.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/stopp-loss-aversion-ii/">Stopp-Loss-Aversion II</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/stopp-loss-aversion-ii/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
