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	<title>Fed-Entscheid Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Falkenhafte Schwingungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2019 04:59:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed-Entscheid]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die US-Notenbank hat mit ihrer Senkung der Zielzone für Fed Funds um 25 Basispunkte auf 1,75 bis 2,0 Prozent den Erwartungen der Marktteilnehmer entsprochen. Indes: Innerhalb des Offenmarktausschusses (FOMC) ist eine zunehmende Uneinigkeit zu beobachten. Denn es gab beim gestrigen Beschluss drei Abweichler. Zum einen James Bullard (Chef der Fed von St. Louis), der gerne eine Zinssenkung von 50 Basispunkten gesehen hätte. Und auf der anderen Seite – wie bereits bei der Sitzung im Juli – Esther George (Kansas City) und Eric Rosengren (Boston)...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1035)</strong>             Die US-Notenbank hat mit ihrer Senkung der Zielzone für Fed Funds um 25 Basispunkte auf 1,75 bis 2,0 Prozent den Erwartungen der Marktteilnehmer entsprochen. Indes: Innerhalb des Offenmarktausschusses (FOMC) ist eine zunehmende Uneinigkeit zu beobachten. Denn es gab beim gestrigen Beschluss drei Abweichler. Zum einen James Bullard (Chef der Fed von St. Louis), der gerne eine Zinssenkung von 50 Basispunkten gesehen hätte. Und auf der anderen Seite – wie bereits bei der Sitzung im Juli – Esther George (Kansas City) und Eric Rosengren (Boston), die beide dafür votierten, den Leitzins unverändert zu belassen. Eine Überraschung gab es allerdings bei den Zinsprognosen, den sogenannten DOT-Plots, bei denen die Mitglieder des Offenmarktausschusses im Mittel keinen weiteren Zinsschritt für das Jahr 2019 vorsehen. Sieben Entscheider gehen allerdings von einer weiteren Zinssenkung von 25 Basispunkten noch in diesem Jahr aus. Auch für das Jahr 2020 wird im Mittel keine Zinssenkung erwartet. Während 8 der 17 Ausschuss-Mitglieder eine weitere Zinssenkung prognostizieren, rechnen 9 Entscheider mit keiner Veränderung oder sogar mit einer Erhöhung der Zinsen. Insgesamt also Prognosen, die falkenhafter ausfielen, als die Erwartungen der Marktteilnehmer es zuletzt hatten vermuten lassen.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11102" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/19092019-002-96x300.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/19092019-002-96x300.jpg 96w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/19092019-002.jpg 240w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Leicht erhöhte Wachstumsprognosen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei den ökonomischen Vorhersagen für das reale Wirtschaftswachstum wurde die mittlere Prognose für das laufende Jahr 2019 gegenüber der Juni-Vorhersage von 2,1 auf 2,2 Prozent angehoben, während für das Jahr 2020 nach wie vor ein Wachstum von 2,0 Prozent und für 2021 von 1,9 Prozent (Juni 1,8 Prozent) erwartet wird. Die Kerninflation, gemessen am Index der persönlichen Konsumausgaben (PCE), blieb in der Projektion für dieses und die kommenden beiden Jahre wie bereits im Juni in der Medianprognose bei jeweils 1,9, 1,9 und 2,0 Prozent. Auch das Statement des Offenmarktausschusses blieb, abgesehen von der Zinssenkung, praktisch unverändert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Powell legt sich nicht fest</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch hatten sich viele Analysten angesichts des temporären Sprungs des Overnight-Repo-Satzes auf den Rekordwert von rund 10 Prozent am Dienstag (am Montag bis 8 Prozent) die Einräumung einer expliziten Repo-Linie seitens der Fed oder gar eine Wiederaufnahme der Anleihekäufe zur Kontrolle der kurzfristigen Zinsen erhofft. Aber Jerome Powell machte deutlich, dass die Notenbank auf der einen Seite über die notwendigen Werkzeuge verfüge, um [im Wiederholungsfall] der Volatilität am kurzen Ende Herr zu werden. Zumindest wolle man die Märkte bis zur nächsten Notenbanksitzung beobachten und dann Bilanz ziehen, bevor weitergehende Schritte eingeleitet würden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Abermals machte der Fed-Chef aber auch deutlich, dass die derzeitige ökonomische Situation nur moderate Adjustierungen bei der Fed Funds-Zielzone rechtfertige und dass er nicht davon ausgehe, dass es sich bei den derzeitigen Zinssenkungen um den Beginn eines langfristigen Zinssenkungszyklus handeln werde. Sollte die Wirtschaft indes schwächer werden, sei eine Serie von Senkungen allerdings angemessen. Damit zeigte sich erneut, dass die Fed auf der Grundlage der ökonomischen Datenlage entscheiden wird und sich nicht auf einem vorbestimmten Weg befindet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Devisenhändler dürften jedenfalls die gestrige Notenbanksitzung unterm Strich als leicht falkenhaft empfunden haben – zumindest konnte sich der Dollar befestigen und sorgte dafür, dass der Euro im Rahmen seines kurzfristigen Abwärtstrends, der nun zwischen <strong>1,1105/10</strong> und <strong>1,0850/55</strong> verläuft, wieder an Boden verlor. </span></p>
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		<title>Trump legt nach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2019 05:05:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed-Entscheid]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hätte die Fed die Zinsen am Mittwoch nicht gesenkt, hätte es wahrscheinlich heftige Reaktionen an den globalen Aktienmärkten, gegeben. Diese gab es dann gestern Abend aus einem anderen Grund. Denn US-Präsident Donald Trump verkündete, dass es ab Anfang September zusätzliche Strafzölle in Höhe von 10 Prozent auf Importe aus China geben wird. Und zwar auf das bislang restliche unbesteuerte Import-Volumen von 300 Milliarden USD. Und sollten...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1075)</strong>             Es dürfte gestern kaum jemanden überrascht haben, dass sich US-Präsident Donald Trump von Fed-Chef Jerome Powell im Stich gelassen fühlt. Aber Powell hätte wohl am Mittwochabend unserer Zeit, egal, was er geäußert hätte, immer Kritiker gefunden. Aber ist es fair, wenn etwa das Wall Street Journal in seinem vorgestrigen Leitartikel Jerome Powell als geldpolitischen Abenteurer bezeichnet? Andere wiederum bemängelten die schlechte Kommunikationsführung des Fed-Chefs während der Pressekonferenz. Aber eigentlich hat sich Powell doch recht ordentlich geschlagen, wenn man die Ausgangssituation bedenkt.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10920" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/02082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/02082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/02082019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Da gibt es einen US-Präsidenten, der seit Monaten versucht, die US-Notenbank für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Es gibt Finanzmarktteilnehmer, die wider alle ökonomische Vernunft insgeheim geglaubt hatten, die Fed würde tatsächlich den Leitzins um 50 Basispunkte senken. Und es gab während der Pressekonferenz der Fed Reporter, die vergeblich versuchten, aus den Worten Powells etwas Ergiebiges, etwas Wegweisendes herauszupressen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Um es kurz zu machen: Die US-Notenbank hat mit ihrer Entscheidung vom Mittwoch keinen neuen Zinszyklus eingeleitet, sondern lediglich eine Adjustierung mit Versicherungscharakter vorgenommen. Mit einer Chance auf mehr. Untergegangen war indes, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) mit seiner Ankündigung, den Schrumpfungsprozess der Fed-Bilanz bereits am 1. August, also zwei Monate früher als ursprünglich gedacht, zu beenden, eigentlich eine kleine Überraschung parat gehabt hatte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neue Strafzölle auf China-Importe</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf jeden Fall wurde deutlich, dass das FOMC die Zinsen widerwillig gesenkt hat. Eigentlich bestand nach Ansicht mancher Kommentatoren für einen derartigen Zinsschritt sogar gar keine Veranlassung. Und hätte das FOMC die Zinsen nicht gesenkt, hätte es wahrscheinlich heftige Reaktionen, vor allen Dingen an den globalen Aktienmärkten, gegeben. Diese gab es dann gestern Abend aus einem anderen Grund. Denn US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass ab Anfang September zusätzliche Strafzölle in Höhe von 10 Prozent auf Importe aus China erhoben werden. Und zwar auf das restliche, bislang unbesteuerte Import-Volumen von 300 Milliarden USD. Und sollten die Verhandlungen mit China zu langsam verlaufen, könnte es auch eine Erhöhung der Strafzölle über die bisherige Höchstgrenze von 25 Prozent hinaus geben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar-Anstieg missfällt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Diese neuen, völlig unerwarteten Ankündigungen Trumps haben den Kurs des Dollar jedoch nur unerheblich beeinflusst. Zuvor hatte sich indes das Geschrei der Kommentatoren aus anderem Grund erhoben. Mit so einer Notenbank könne der Dollar nur hochgehen, hieß es gestern mancherorts. Auch zum Missfallen Donald Trumps. Und es sah in der Tat dramatisch aus, als sich der Greenback gegenüber einem Korb an Währungen (gemessen am Dollar-Index) auf den höchsten Kurs seit Mai 2017 aufschwang. Gemessen an der seit Februar dieses Jahres anhaltenden Seitwärtsentwicklung fiel diese Befestigung von zeitweise knapp einem Prozent in zwei Tagen aber vergleichsweise gering aus. Vermutlich sind die Devisenhändler volatilitätsentwöhnt. Das gilt auch für die Betrachtungsweise des Euro, der zwar vorgestern einen kurzfristigen Abwärtstrend eröffnet und sein vergleichsweise bescheidenes Potenzial bei <strong>1,1015/20</strong> nicht einmal ganz ausgeschöpft hat. Tatsächlich besteht sogar die Gefahr, dass der Euro mit Überschreiten von <strong>1,1105</strong> einen großen Teil seines Abwärtsmomentums verliert und in seine alte Seitwärtsentwicklung zurückfindet. Dafür bedarf es allerdings einer Überwindung des Stabilitätspunkts bei <strong>1,1185/90</strong>.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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