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	<title>EU Schuldenregeln Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Vieles spricht gegen den Euro und wenig für den Dollar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2019 04:59:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[EU Schuldenregeln]]></category>
		<category><![CDATA[Matteo Salvini]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Etwas Reaktion zeigten gestern die Finanzmärkte, als sich der stellvertretende italienische Premierminister Matteo Salvini zu Wort meldete. Ermutigt durch den jüngsten Erfolg bei den Eurowahlen, schlug der Chef der Lega Nord vor, dass die EU-Schuldenregeln nicht darauf abzielen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/vieles-spricht-gegen-den-euro-und-wenig-fuer-den-dollar/">Vieles spricht gegen den Euro und wenig für den Dollar</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1160)</strong>             Ein Kommentator brachte die gestrige Stimmung auf den Punkt, als er sinngemäß sagte, die Marktteilnehmer seien zwar vom verlängerten Wochenende [aufgrund der Feiertage in Großbritannien und den USA] zurückgekehrt, aber der Devisenmarkt fühle sich trotz allem „leer“ an. Und tatsächlich stagnierte das Handelsgeschehen beim Euro zum Dollar gestern während des europäischen Handels weitgehend zwischen 1,1195 und 1,1170.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-10635" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/29052019-1.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es hätte doch durchaus Argumente gegen den Euro gegeben. Dabei muss man weniger an die publizierten ökonomischen Daten denken, die etwa hinsichtlich des deutschen GfK-Verbrauchervertrauens leicht enttäuschten. Auch dass der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) seine Wachstumsprognose zum heimischen Bruttoinlandsprodukt für das laufende Jahr zum zweiten Mal und nun von 0,9 auf 0,6 Prozent senkte, traf wohl auf taube Ohren. Immerhin: Die Erwartungen für das Auslandsgeschäft befinden sich auf dem niedrigsten Niveau seit einer Dekade. Will sagen: Die heimische Wirtschaft dürfte kaum in der Lage sein, sich von der schwierigen globalen Handelssituation infolge des US-chinesischen Konflikts abzukoppeln.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Salvinis neue Ideen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mehr Reaktion zeigten die Finanzmärkte indes, als sich der stellvertretende italienische Premierminister Matteo Salvini erneut zu Wort meldete. Ermutigt durch den jüngsten Erfolg bei den Eurowahlen, schlug der Chef der Lega Nord vor, dass die EU-Schuldenregeln nicht darauf abzielen sollten, die jeweilige Neuverschuldung unter der 3-Prozent-Grenze des Bruttoinlandsprodukts zu halten. Vielmehr halte er Regeln zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit für wichtiger. Auch solle man über eine neue Rolle der EZB reden, wie diese etwa Staatsschulden „garantieren“ könnte, um &#8222;Spekulationen&#8220; einzudämmen. Denn es sei es nicht richtig, dass die Rendite italienischer Staatsanleihen höher als die anderer EU-Mitgliedstaaten sei.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass die Anleihehändler dies anders sehen, zeigte sich auch gestern am Renditevorsprung zehnjähriger italienischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen mit ähnlicher Laufzeit, der sich in der Spitze auf fast 289 Basispunkte erhöhte und damit fast das Jahreshoch vom Februar (rund 293 Basispunkte) erreichte. Mit anderen Worten: Die drohende Auseinandersetzung Salvinis mit der EU über die italienische Schuldensituation beunruhigt die Investoren.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass der Euro am Ende des Tages nicht stärker unter die Räder gekommen ist, ist nicht zuletzt wohl auch den fehlenden Argumenten für eine Dollarstärke zu verdanken. So ist etwa die implizite Wahrscheinlichkeit für mindestens eine US-Leitzinssenkung noch in diesem Jahr weiter gestiegen. Denn das CME FedWatch Tool berechnete dafür eine Wahrscheinlichkeit von rund 80 Prozent zum europäischen Handelsschluss, das ist ein Anstieg von rund 15 Prozentpunkten gegenüber Dienstag vor einer Woche. Somit bleibt der Euro innerhalb seiner derzeitigen Konsolidierung zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1320/25</strong> und ist oberhalb von <strong>1,1140</strong> sogar als recht stabil einzustufen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wegen des morgigen Feiertags Christi Himmelfahrt erscheint der nächste Bericht erst am Freitag, den 31. Mai</span></strong></p>
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		<title>Nicht so schlimm wie erwartet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2019 05:46:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[EU Schuldenregeln]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn die Zeitungen in ihren Schlagzeilen Nationalisten wie Matteo Salvini (Italien), Marine Le Pen (Frankreich) oder den Chef der Brexit Partei, Nigel Farage, hervorheben, dürften deren Erfolge das Europäische Parlament kaum in seinen Grundfesten erschüttern. Vielmehr werden sich die...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/nicht-so-schlimm-wie-erwartet/">Nicht so schlimm wie erwartet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1180)</strong>             Nicht nur an den Aktienmärkten gilt der Satz, dass politische Börsen kurze Beine haben. Und ein Ökonom stellte gestern treffend fest, dass politische Börsen offenbar gar keine Beine mehr hätten. Nun bezog sich dieses Statement nicht nur auf die Wahlen zum Europäischen Parlament. Vielmehr haben Kommentatoren gerade in den vergangenen Wochen immer wieder festgestellt und bemängelt, die Finanzmärkte würden Risiken, die in Folge politischer Ereignisse entstehen, nicht mehr angemessen widerspiegeln. Wie zum Beispiel die Entwicklung im US-chinesischen Handelskrieg.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10610" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/28052019-2.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nachdem sich mit dem Ausgang der Europawahlen die Befürchtung vieler Beobachter nicht erfüllt hat, dass es womöglich zu einem großen Sieg der Euro-Gegner auf Seiten der extremen Rechten kommen könnte, ist die Wahl in der Wahrnehmung der Finanzmarktteilnehmer fast in Richtung Bedeutungslosigkeit mutiert. Auch wenn die Zeitungen in ihren Schlagzeilen Nationalisten wie Matteo Salvini (Italien), Marine Le Pen (Frankreich) oder den Chef der Brexit Partei, Nigel Farage, hervorheben, dürften deren Erfolge das Europäische Parlament kaum in seinen Grundfesten erschüttern. Vielmehr werden sich die Wahlergebnisse vor allem auf die nationale Politik der jeweiligen Staaten auswirken. Kurzum: Es ist nicht so schlimm gekommen wie erwartet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zu dieser Einschätzung hat wesentlich beigetragen, dass sich die Erwartung, welche Rolle die Euroskeptiker im EU-Parlament künftig spielen würden, nicht erfüllt hat. Zwar haben jene ihren prozentualen Anteil gegenüber 2014 deutlich erhöht, aber ein Drittel aller Sitze, wie mancherorts befürchtet, ist es eben auch nicht geworden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn der Handel gestern wegen der Feiertage in Großbritannien und den USA in sehr ruhigen Bahnen verlief, versuchten Kommentatoren, die Mini-Spanne des Eurokurses von 30 Stellen bis zum Schluss der europäischen Handelssitzung zu erklären. Nicht zuletzt, weil einem Medienbericht zufolge, der sich auf ungenannte Quellen berief, bereits am 5. Juni ein Verfahren gegen Italien eingeleitet werden könnte. Und zwar wegen des Verstoßes gegen die EU-Schuldenregeln, der eine Strafe von 3,5 Mrd. Euro zur Folge hätte. Auch wenn ein solcher noch nie dagewesener Schritt tatsächlich umgesetzt würde, müsste er zuvor in einem monatelangen Verfahren zunächst das Placet der EU-Finanzminister bekommen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Die Renditen italienischer Staatsanleihen haben reagiert und nach Tagen der Konsolidierung ihren Vorsprung gegenüber Bundesanleihen mit ähnlicher Laufzeit im zehnjährigen Bereich wieder schlagartig um 15 auf 280 Basispunkte erhöht. Der Euro bleibt unterdessen in seiner Konsolidierungszone zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1320/25</strong> stabil, solange an der Unterseite <strong>1,1145/50</strong> nicht verletzt wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/nicht-so-schlimm-wie-erwartet/">Nicht so schlimm wie erwartet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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