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	<title>Distribution Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 Sep 2020 04:51:16 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Befremdliche Dollarstärke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2020 04:51:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Rendite-Differenzieal]]></category>
		<category><![CDATA[Risikoaversion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist schon bezeichnend, wenn ein Kommentator, so wie es gestern geschah, die Frage stellt, ob die derzeitige Entwicklung im Devisenhandel als Vorbote für eine Katastrophe am Aktienmarkt gesehen werden muss. Denn die Entwicklung des Dollar während der vergangenen Tage gibt mancherorts Rätsel auf. Zumindest wenn man – ich habe diesbezüglich während der vergangenen Wochen immer wieder meine Zweifel angemerkt – dessen Entwicklung als Spiegel für gestiegene Risikoaversion ansieht. Indes: Während sich gestern die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks zumindest zeitweise erholen konnten, präsentierte sich die US-Valuta...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/befremdliche-dollarstaerke/">Befremdliche Dollarstärke</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1655)</strong>             Es ist schon bezeichnend, wenn ein Kommentator, so wie es gestern geschah, die Frage stellt, ob die derzeitige Entwicklung im Devisenhandel als Vorbote für eine Katastrophe am Aktienmarkt gesehen werden muss. Denn die Entwicklung des Dollar während der vergangenen Tage gibt mancherorts Rätsel auf. Zumindest wenn man – ich habe diesbezüglich während der vergangenen Wochen immer wieder meine Zweifel angemerkt – dessen Entwicklung als Spiegel für gestiegene Risikoaversion ansieht. Indes: Während sich gestern die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks zumindest zeitweise erholen konnten, präsentierte sich die US-Valuta fast durchwegs robust. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12531" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/24092020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/24092020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/24092020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar „eigentlich“ fundamental schwach</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dennoch war noch bis Anfang des Monats für das Gros der Akteure klar, dass sich der Greenback fundamental auf der Verliererstraße befinden müsste. Nicht nur weil sich das Differenzial der inflationsbereinigten Renditen zwischen den USA und dem Rest der Welt gemessen an zehnjährigen Staatsanleihen am unteren Ende der Entwicklung seit dem Jahr 2008 befindet. Zudem sehen sich die USA mit den Auswirkungen des bislang größten Haushaltsdefizits, das es jemals zu Friedenszeiten gegeben hat, konfrontiert. Und wenn man noch die angestrebte Inflation der US-Notenbank in Betracht zieht, gepaart mit einem möglichen Kaufkraftverlust, spricht eigentlich zumindest langfristig nicht viel für den Dollar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Und erst recht politisch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ganz zu schweigen von der politischen Komponente, die auf dem Dollar lastet. Dabei meine ich gar nicht einmal den Ausgang der US-Wahlen, deren Resultat mit hoher Wahrscheinlichkeit ohnehin angefochten werden wird. Vielmehr denke ich an die möglichen großen Umschichtungen zulasten des Dollar und zugunsten des Euro durch diejenigen Staaten, die sich mit zunehmender Zeit immer unwohler mit US-Guthaben fühlen könnten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Da ist in erster Linie China zu nennen, das vor nicht allzu langer Zeit indirekt angedeutet hatte, zumindest einen Teil seiner Bestände an US-Staatsanleihen abbauen zu wollen. Von alledem war allerdings bis Ende Juli in der Aufstellung des US-Finanzministeriums, den sogenannten TIC-Daten, noch nichts zu sehen. Aber große und schwere Marktteilnehmer wie China werden ohnehin versuchen, Dollar-Bestände möglichst unbemerkt und ohne Reibungsverluste abzubauen, und zwar dann, wenn das Gros der Akteure auf einen steigenden Dollar setzt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eurozone: Wirtschaftliches Erholungs-Momentum lässt nach</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die gestern publizierten Fundamentaldaten waren jedenfalls nicht dazu angetan, dem Euro oder dem Dollar kurzfristig einen Vorteil zu verschaffen. Die Rede ist von den ersten Schätzungen der Einkaufsmanagerindices für den Monat September (Markit), die in der Eurozone für das verarbeitende Gewerbe (53,7) positiv, bei den Dienstleistern dagegen negativ überraschten; zudem lag der Index der Dienstleister (47,6) auch noch deutlich unter der 50er-Trennlinie zwischen wirtschaftlicher Expansion und Kontraktion. Kurzum: Das Momentum der Erholung der vergangenen Monate hat abgenommen und bei den Dienstleistern sogar den Weg in „die falsche Richtung“ eingeschlagen. Indes: Der Euro bewegte sich nach Publizierung der Zahlen sogar ein wenig nach oben. Ganz nebenbei: Für die USA waren die vorläufigen Einkaufsmanagerindices dagegen ohne Überraschungsmoment geblieben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Technik lastet auf Euro</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumindest kurzfristig ist der Dollar weiterhin gefragt, nicht zuletzt aufgrund charttechnischer Kaufsignale, die analog für den Euro Verkaufssignale bedeuten. Letzterer befindet sich nun am Ende einer Distributionsphase, aus der sich nicht zum ersten Mal ein technisches Verkaufssignal bzw. Fehlsignal ergeben hat. Dummerweise ist diese gesamte Phase, die Mitte August irgendwo begonnen hat, für jedermann sichtbar – auch für Marktteilnehmer, die ungestört auf der anderen Seite ihre Euro-Engagements erhöhen könnten. Aber dafür gibt es noch keine Indizien. Am Ende lässt die Euro-Entwicklung der vergangenen Wochen nur dann eine bullishe Interpretation zu, wenn man auf ein erneutes Fehlsignal der Markttechniker setzt. Allerdings müsste für eine derartige Interpretation an der Oberseite mindestens <strong>1,1845/50</strong> überwunden werden. Ansonsten würde der Euro sogar in Richtung <strong>1,1490</strong> tendieren, sobald nun <strong>1,1640/45</strong> unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Schon wieder ein Verkaufssignal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2020 04:55:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Risikoaversion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während die Aktienmärkte gestern in Sachen Volatilität einen eher ruhigen Tag einlegten, konnte der US-Dollar weiter zulegen. Natürlich ist die zentrale Begründung für seinen jüngsten Aufschwung immer noch die gestiegene Risikoaversion – ein Argument, das bekanntlich nicht immer zieht. Aber es ist schon bemerkenswert, dass die hiesigen Aktienmärkte, gemessen am DAX und am EURO STOXX 50, bis zum Ende der gestrigen Handelssitzung keine neuen Tiefststände markierten, so dass man jedenfalls nicht von gestiegener Risikoaversion sprechen kann. Aber die hiesigen Aktienmärkte haben sich von den Montags-Tiefs bislang auch nicht richtig lösen können. Letzteres ist...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1675)</strong>             Während die Aktienmärkte gestern in Sachen Volatilität einen eher ruhigen Tag einlegten, konnte der US-Dollar weiter zulegen. Natürlich ist die zentrale Begründung für seinen jüngsten Aufschwung immer noch die gestiegene Risikoaversion – ein Argument, das bekanntlich nicht immer zieht. Aber es ist schon bemerkenswert, dass die hiesigen Aktienmärkte, gemessen am DAX und am EURO STOXX 50, bis zum Ende der gestrigen Handelssitzung keine neuen Tiefststände markierten, so dass man jedenfalls nicht von gestiegener Risikoaversion sprechen kann. Aber die hiesigen Aktienmärkte haben sich von den Montags-Tiefs bislang auch nicht richtig lösen können. Letzteres ist nach einer Handelssitzung wie derjenigen vom Wochenanfang nicht gerade ein ermutigendes Zeichen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12520" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/23092020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/23092020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/23092020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro unter Druck</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ganz anders der Euro, der auch gestern unter Druck geriet und bis zum Ende der europäischen Handelssitzung seinen Spielraum für Korrekturen bis 1,1690 komplett ausgenutzt hat. Dabei ist sicherlich fraglich, ob mit dieser Euro-Schwäche oder besser gesagt: Dollarstärke bereits die negativen Vorzeichen für die Aktienmarktentwicklung am heutigen Handelstag gesetzt wurden. Denn es gab eigentlich wenig neue Überraschungsmomente. Wo doch gestern eine Anhörung von Fed-Chef Jerome Powell vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses begann. Aber auch von den ökonomischen Daten ergab sich nichts Kurstreibendes.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gestiegene Risikoaversion ohne Auslöser?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Einzig und allein US-Präsident Donald Trump machte von sich reden. Und zwar im Zusammenhang mit seiner anlässlich der 75. UN-Generalversammlung vorgefertigten Videobotschaft. Diese begann mit den typischen Angriffen auf China, insbesondere mit Hinweis auf dessen angebliche Versäumnisse in der Bewältigung der Covid-19-Krise bis hin zu der Unterstellung, China habe die Welt absichtlich mit dem Coronavirus infiziert. Anschuldigungen, die nicht neu sind. Aber mitten in dieser Rede kam Trump dann schließlich auf die US-Waffen zu sprechen, die sich nach Einschätzung des US-Präsidenten auf einem so fortgeschrittenen Niveau wie nie zuvor befinden. Und er bete zu Gott, dass [die USA] diese Waffen nie würden benutzen müssen. Eine unverhohlene Drohung? Indes: Finanzmarktteilnehmer haben wahrscheinlich von der Rede Trumps ohnehin keine Notiz genommen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Bearishe Auspizien </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück zum Euro, der sich gestern immerhin auf dem niedrigsten Niveau seit sieben Wochen bewegte. Vor allen Dingen charttechnisch orientierte Analysten dürften mittlerweile ein groß angelegtes Distributionsmuster identifizieren, das für die Gemeinschaftswährung nach gängiger Lesart nichts Gutes, sprich: ein Verkaufssignal, verheißt. Aber darf man fairerweise einwenden, dass dieses Muster schon mehrere Male ein bearishes Signal initiiert hatte, das sich in der Folge als fehlerhaft erwies? Allerdings liegt der Eurokurs von 1,20 gegenüber dem Dollar gefühlt schon weit zurück. Tatsächlich wurde er vor etwa drei Wochen markiert und sorgte selbst in der EZB für Unruhe.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… oder doch wieder nur ein Fehlsignal?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob es nun dieses Mal zu einem Absturz der Gemeinschaftswährung kommt, möglicherweise in erster Linie ausgelöst durch eine Short-Squeeze im US-Dollar, sei dahingestellt. Und betrachtet man die komplette Strecke, die der Euro seit seinem Tief vom 23. März, das mit dem Corona-Tief der Aktienmärkte korrespondierte, zurückgelegt hat, handelt es sich immer noch um eine „gesunde“ Korrektur des mittelfristigen Aufwärtstrends. Kurzfristig muss man der Gemeinschaftswährung nun allerdings eine erweiterte Seitwärtskorrektur bescheinigen, die sich unterhalb von <strong>1,1650/55</strong> in Richtung <strong>1,1550</strong> ausdehnen kann. Überhaupt bleibt der Euro in einem unsicheren Umfeld, solange <strong>1,1845</strong> nicht mehr überwunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/schon-wieder-ein-verkaufssignal/">Schon wieder ein Verkaufssignal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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