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	<title>Christine Lagarde Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Lauter neue Gesichter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jul 2019 04:47:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bretton Woods]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Lagarde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es scheint so, als ob die Finanzmarktteilnehmer mit der Nominierung Christine Lagardes als EZB-Präsidentin – das Europäische Parlament muss der Ernennung noch zustimmen – zufrieden sind. Zumindest sieht man Lagarde eher bei den Zinstauben und verlässt sich bei dieser Einschätzung weitgehend auf Statements, mit denen die Noch-IWF-Chefin während der vergangenen Jahre diverse Maßnahmen der EZB unter der Ägide Mario Draghis kommentiert hatte. Zumindest glauben die EU-Regierungschefs...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/lauter-neue-gesichter/">Lauter neue Gesichter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1285)</strong>             Es scheint so, als ob die Finanzmarktteilnehmer mit der Nominierung Christine Lagardes als EZB-Präsidentin – das Europäische Parlament muss der Ernennung noch zustimmen – zufrieden sind. Zumindest sieht man Lagarde eher bei den Zinstauben und verlässt sich bei dieser Einschätzung weitgehend auf Statements, mit denen die Noch-IWF-Chefin während der vergangenen Jahre diverse Maßnahmen der EZB unter der Ägide Mario Draghis kommentiert hatte. Zumindest glauben die EU-Regierungschefs, dass mit der Nominierung Christine Lagardes ein reibungsloser Übergang vom scheidenden EZB-Präsidenten Mario Draghi zur neuen Führung garantieren lässt. Allerdings sehen viele Akteure in Christine Lagarde eher eine Politikerin und weniger eine Expertin in ökonomischen Fragen. Auch wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar gestern kaum reagierte, waren es vor allen Dingen die Anleiheinvestoren und Aktienhändler, die die Berufung Frau Lagardes auf den Chefsessel in der EZB beklatschten.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-10787" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/04072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zurück nach Bretton Woods?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch in den USA gab es zwei Personalien zu bewerten. Denn Donald Trump nominierte bereits in der Nacht zum Mittwoch für das Fed-Direktorium Judy Shelton, eine ehemalige Beraterin des Präsidenten, die noch im vergangenen Monat erklärt hatte, dass die Leitzinsen so schnell wie möglich gesenkt werden müssten. Shelton gilt überdies als harsche Fed-Kritikerin und Anhängerin des Goldstandards, den die USA in den frühen 1970er Jahren zugunsten eines flexiblen Dollar-Wechselkurses aufgegeben (Aufgabe des System von Bretton Woods) hatten. Aber auch der zweite Kandidat, Christopher Waller, wird eher den Zinstauben zugerechnet – auch wenn er sich dazu öffentlich nie geäußert hat –, einfach weil er einst unter James Bullard gearbeitet hatte. Zur Erinnerung: James Bullard (Chef der regionalen Fed von St. Louis) war das einzige Mitglied bei der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses der Notenbank (FOMC), das mit einem Festhalten am bestehenden Leitzins nicht einverstanden war.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Wachstumsprognose abermals zurückgenommen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von den gestern publizierten Daten mag vielleicht der Bericht der privaten Arbeitsmarktagentur ADP von größerem Interesse für die Händler gewesen sein. Danach ist die Zahl der neu geschaffenen Stellen in den USA abermals hinter den Erwartungen der Ökonomen zurückgeblieben. Allerdings könnte in der Wahrnehmung der Marktteilnehmer dieses Manko durch die Aufwärtskorrektur beim kombinierten US-Einkaufsmanagerindex (verarbeitendes Gewerbe und Dienstleister, Markit) im Juni etwas aufgefangen worden sein. Indes: Das viel beachtete Prognosemodell der Fed von Atlanta (GDPNow) geht seit gestern nur noch von einem annualisierten Wachstum von 1,3 Prozent für das zweite Quartal aus – vor etwas mehr als einer Woche lag diese Prognose noch bei 2,1 Prozent.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro hielt sich gestern allerdings fast den ganzen Tag über bedeckt und verharrte mehr oder weniger regungslos auf einer Stelle. Vermutlich hatte der morgige Unabhängigkeitstag in den USA bereits seinen Schatten vorausgeworfen. Damit besteht auch die Gefahr, dass der US-Arbeitsmarktbericht, dessen Publikation für viele US-Akteure auf ein verlängertes Wochenende fallen dürfte, nicht die gewohnte Beachtung wie sonst finden könnte. Immerhin testete der Euro gestern das wichtige Niveau von <strong>1,1265</strong>, konnte sich aber von dort aus wieder rasch abstoßen. Wie gehabt würde ein Versagen dieses Nachfragebereichs die Unterseite für weitere Kursrückgänge in Richtung <strong>1,1180</strong> oder gar <strong>1,1110</strong> öffnen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/lauter-neue-gesichter/">Lauter neue Gesichter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Der Fed den Spiegel vorgehalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jul 2019 05:09:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Lagarde]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC]]></category>
		<category><![CDATA[Speiegel online]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Zur Zinssenkung gezwungen“ – diese Überschrift prangte gestern zumindest kurzfristig über dem Aufmacher von Spiegel online. Gemeint damit war der Fed-Chef Jerome Powell, der, wenn es um die geldpolitische Linie der US-Notenbank geht, nicht nur nach Ansicht vieler Finanzmarktakteure keine andere Wahl hat, als früher oder später die Zinsen zu senken. Der Beitrag ist insofern bemerkenswert, als er selbst für Kenner der Finanzmarktszene ausgesprochen in die Tiefe geht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/der-fed-den-spiegel-vorgehalten/">Der Fed den Spiegel vorgehalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1285)</strong>             „Zur Zinssenkung gezwungen“ – diese Überschrift prangte gestern zumindest kurzfristig über dem Aufmacher von Spiegel online<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>. Gemeint damit war der Fed-Chef Jerome Powell, der, wenn es um die geldpolitische Linie der US-Notenbank geht, nicht nur nach Ansicht vieler Finanzmarktakteure keine andere Wahl hat, als früher oder später die Zinsen zu senken. Der Beitrag ist insofern bemerkenswert, als er selbst für Kenner der Finanzmarktszene ausgesprochen in die Tiefe geht. Allerdings nicht ohne einen gewissen Hang zum Drama. Abgesehen davon, dass US-Präsident Donald Trump mit aller Macht auf Jerome Powell und seine Entscheider im Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC) massiven Druck ausübt und lediglich wegen des jüngsten Waffenstillstands im Handelskonflikt zwischen den USA und China etwas abgelenkt gewesen sein dürfte, wird in dem Beitrag generell die politische Einflussnahme auf die Fed beklagt. Mittlerweile gehe ein Riss durch das FOMC, ist zu lesen. Und wie gespalten die Geldpolitiker seien, lasse sich „am Dot Plot der Fed ablesen“. Diese Projektionen der Mitglieder des Offenmarktausschusses dürften der großen Mehrheit der Spiegel-Leser wahrscheinlich völlig unbekannt sein, obgleich es sich, so die Autorin, bei diesen anonymisierten Prognosen um eine Art Vorschau der kommenden Zinspolitik handele. Und laut der aktuellen Dot-Plot-Grafik sagen acht von 17 Mitgliedern tatsächlich niedrigere Zinsen in diesem Jahr voraus. Aber, so der Einwand, acht weitere Mitglieder gingen andererseits von gleichbleibenden Leitzinsen aus, ein FOMC-Mitglied erwarte sogar eine Zinserhöhung. Daraus ließe sich der Schluss ziehen, dass in diesem Jahr überhaupt keine Leitzinssenkung anstehe. Das klingt in der Tat dramatisch.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10773" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/03072019-1.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dot-Plots sind keine geldpolitischen Commitments</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Abgesehen davon, dass bereits die Prognoseänderung eines der weniger taubenhaften Mitglieder ausreicht, um die geldpolitische Waage in Richtung Zinssenkung zu drücken, haben Fed-Chef Jerome Powell wie auch andere FOMC-Mitglieder immer wieder klargemacht, dass sie die Dot-Plots nicht als Vorhersageinstrument für geldpolitische Entscheidungen sehen. Aber in der Darstellung des Spiegel-Artikels wurde die ganze Situation noch weiter zugespitzt durch den Hinweis, dass Jerome Powell bei der vergangenen Sitzung der Fed im Juni erstmals während seiner Amtszeit als Fed-Chef ein abweichendes Votum habe hinnehmen müssen – wie übrigens seine Vorgänger auch schon. Die Rede ist von James Bullard, der bekanntermaßen gegen die Entscheidung, die Zinsen unverändert zu belassen, votierte. Doch ist es weit gefehlt, darin ein Zerwürfnis im FOMC erkennen zu wollen. Ist es nicht natürlich, dass im FOMC unterschiedliche Meinungen vertreten werden, so wie es Zinstauben und Zinsfalken gibt? Abweichende Voten sind doch gerade ein Hinweis dafür, dass die Notenbanker immer noch versuchen, sich nicht dem Druck des US-Präsidenten, aber auch nicht demjenigen des Marktes zu beugen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine EZB-Chefin</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber nicht nur über die versuchte politische Einflussnahme auf die Fed scheinen sich Kommentatoren Gedanken zu machen. Denn aus informierten Kreisen sickerte gestern durch, dass die derzeitige IWF-Präsidentin Christine Lagarde die neue EZB-Präsidentin werden könne. Eine Meldung, die am Abend bestätigt wurde – durchaus eine Überraschung. Zwar hat Lagarde große Erfahrung als Chefin des IWF. Und ganz besonders als Politikerin.  Doch tauchte gestern die Frage auf, ob die EZB, die ohnehin im Ruf stehe, mit ihren Anleihekäufen Staatsschulden zu finanzieren, mit Lagarde als Chefin nicht weiter politisiert [und damit womöglich an Unabhängigkeit verlieren] werde?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen konnte sich der Euro gestern von seinem deutlichen Kursrückgang des Vortages etwas erholen, ohne dabei zuvor das wichtige Niveau von <strong>1,1265</strong> gefährdet zu haben. Denn ein Versagen dieses Nachfragebereichs würde die Unterseite für weitere Kursrückgänge in Richtung <strong>1,1180</strong> oder gar <strong>1,1110</strong> öffnen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fed-chef-jerome-powell-und-donald-trump-streit-um-baldige-zinssenkung-a-1275384.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #000000;">https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fed-chef-jerome-powell-und-donald-trump-streit-um-baldige-zinssenkung-a-1275384.html</span></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/der-fed-den-spiegel-vorgehalten/">Der Fed den Spiegel vorgehalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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