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	<title>Behavioral Finance Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Contrarian? Nicht immer zahlt sich Dagegenhalten aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2017 17:16:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Las heute Morgen mit großem Interesse in der Börsenzeitung über „Die hohe Kunst des Anti-Mainstream“ und Contrarian-Investments nach langen Marktzyklen. Diese Strategie der so genannten Contrary Opinion machte an den Futures-Märkten in den USA schon vor vielen Jahrzehnten von sich Reden. Danach soll es sich auszahlen, wenn man seine Meinung gegen die Masse der Akteure, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9433 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/03/Senti_01032017-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Las heute Morgen mit großem Interesse in der Börsenzeitung über „Die hohe Kunst des Anti-Mainstream“ und Contrarian-Investments nach langen Marktzyklen. Diese Strategie der so genannten Contrary Opinion machte an den Futures-Märkten in den USA schon vor vielen Jahrzehnten von sich Reden. Danach soll es sich auszahlen, wenn man seine Meinung gegen die Masse der Akteure, vor allem in Extremphasen eines Marktes, ausrichtet. Mit anderen Worten: Ist die Mehrheit der Börsianer vornehmlich nach einem langen Aufwärtstrend optimistisch, solle man besser verkaufen, weil die Herde schon gekauft hat. Analog dazu ist es sinnvoll, entsprechend dieses Ansatzes zu kaufen, wenn das Gros der Börsianer extrem pessimistisch und der Markt praktisch am Boden liegt.</p>
<p>Immer gegen die Masse zu handeln hört sich zunächst einmal spannend, profitabel und heldenhaft an, weil es mit einer derartigen Strategie möglicherweise gelingen könnte, am untersten Punkt einer Aktienkursentwicklung einzusteigen bzw. am Höhepunkt einer Bewegung zu verkaufen. Auch momentan gehen viele Akteure davon aus, dass am deutschen Aktienmerkt der größte Teil der Aufwärtsbewegung bereits hinter uns liegt und für einen „überoptimistischen Markt“ eigentlich nur noch eine Ingredienz fehlt: Euphorie. Es wäre für einen sogenannten Contrarian geradezu himmlisch, wenn der DAX ein neues Allzeithoch markierte und eine extrem positive Stimmung damit einherginge. Ein Blick auf die technischen Indikatoren würde einen in dieser Haltung noch bestätigen, da sich der Markt in dieser Situation naturgemäß in einer überkauften Situation befinden muss. Der Contrarian müsste also nur noch verkaufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nicht blindlings dagegenhalten</strong></p>
<p>Dennoch sollte man nicht blindlings nach diesem Grundsatz handeln, denn man kann ohne weiteres auch bei solchen extremen Anzeichen eines starken Trends immer noch von der Masse überrannt werden. Aus Sicht der Behavioral Finance erscheint eine Contrarian-Strategie nur dann als sinnvoll, wenn die Herde auch groß genug ist <em>und</em> mit ihren Investments schiefliegt. Die Abneigung, Verluste zu realisieren (Verlustaversion), sorgt nämlich dafür, dass die Verlierer an ihr Engagement gefesselt blieben und so zum Untätigsein verurteilt wären.</p>
<p>Ein (wenn auch nicht immer exaktes) Instrument, solche Marktsituationen zu erkennen, stellen Sentiment-Erhebungen dar, die für Contrarians nicht nur an Extrempunkten im Markt, also alle Jubeljahre einmal, sondern auch in anderen Situationen profitable Handelsgelegenheiten eröffnen. Und zwar, wenn sich eine sogenannte Bias auftut, bei der etwa beim DAX ein Aufwärtstrend erkennbar ist, der aber mit fortschreitender Dauer von steigender Skepsis der Kommentatoren (Pessimismus) begleitet wird. Dieser Pessimismus ist ein Indiz dafür, dass diejenigen, die ihn äußern – sofern es sich um aktive Entscheider handelt – den Aufwärtstrend offensichtlich verpasst haben oder zunehmend dagegenhalten. Im besten Fall stützen sie im weiteren Verlauf nach einem deutlichen Rücksetzer den Markt durch ihre nachgeholten Käufe oder, sofern die Kurse davonrennen, im Rahmen einer Kaufpanik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der wahre Contrarian</strong></p>
<p>Ein wahrer Contrarian zu sein bedeutet also als Daumenregel, auch in Trendphasen mit dem Trend zu gehen, sofern sich gleichzeitig die Stimmung eher gegenläufig zum Trend entwickelt.</p>
<p>Bleibt eigentlich nur noch die menschliche Psyche, die es schwer macht, aus solchen Marktgegebenheiten Kapital zu schlagen. Denn Contrarians sind im Augenblick des Handelns einsam, weil sie weder von anderen Investoren noch von der überwiegenden Zahl der Kommentatoren bestätigt werden. Gegen den Strom zu schwimmen kann, sofern sich nicht schnell Gewinne einstellen, ganz leicht zu kognitiven Dissonanzen führen. Vielleicht kann man es trainieren, derartige Dissonanzen zu überwinden, um zu einem erfolgreichen Contrarian zu werden. Sollten solche Trainings allerdings tatsächlich zum Erfolg führen, würden sie von vielen Menschen kopiert werden, weswegen sich eine neue Gefahr ergäbe: Nämlich zu einer neuen Herde zugehören.</p>
<p>Ob man bereits heute als Contrarian aktiv werden könnte, entnehmen Sie bitte meiner neuesten Analyse zur DAX-Stimmung die ich wie immer <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Glaube-an-neue-Allzeithochs-scheint-zu-fehlen-2254582" target="_blank"><strong>HIER</strong></a></span> für die Börse Frankfurt erstellt habe.</p>
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		<title>Finanzmarktanalysen mit Behavioral Finance</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2017 08:23:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die meisten Akteure an den Finanzmärkten kennen im Grunde zwei Methoden, um künftige Kursentwicklungen zu prognostizieren. Bei der einen handelt es sich um die so genannte ökonomische Fundamentalanalyse, mit deren Hilfe häufig stichtagsbezogene Vorhersagen erstellt werden. Doch scheint dieses Verfahren nicht wirklich erfolgreich zu sein. Etwas besser schneidet die technische Analyse ab, die in Deutschland [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Akteure an den Finanzmärkten kennen im Grunde zwei Methoden, um künftige Kursentwicklungen zu prognostizieren. Bei der einen handelt es sich um die so genannte ökonomische Fundamentalanalyse, mit deren Hilfe häufig stichtagsbezogene Vorhersagen erstellt werden<a name="_ftnref1"></a>. Doch scheint dieses Verfahren nicht wirklich erfolgreich zu sein. Etwas besser schneidet die technische Analyse ab, die in Deutschland während der vergangenen Jahre eine Renaissance erlebte. Nach wie vor versuchen „Techniker“, aus Chartbildern und Kursverläufen der Vergangenheit Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung von Aktien, Anleihen, Devisen und Rohstoffmärkten zu ziehen. Im Gegensatz zu den unter Fundamentalanalysten beliebten (Stich)-<strong>Punkt-Prognosen</strong> ist es das Ziel der technischen Analysten, oftmals ganze <strong>Marktentwicklungen</strong> vorherzusagen.</p>
<p>Die Argumentation der Behavioral Finance stellt sowohl die fundamentalen als auch die technischen Analyseansätze in Frage. Doch haben bislang nur wenige Experten an den Finanzmärkten versucht, die Erkenntnisse dieser immer noch recht jungen Disziplin in der Praxis anzuwenden. Oftmals werden die Ergebnisse der Behavioral Finance sogar irrtümlicherweise mit denen der Chartanalyse gleichgesetzt. Zwar mag die Behavioral Finance teilweise die theoretische Grundlage für die Existenz mancher markttechnischer Ansätze bilden, doch geht sie in ihrem Potenzial als Prognoseinstrument weit darüber hinaus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dies sind die wichtigsten Argumente:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>a) Gewinn/Verlust-Asymmetrie</strong></p>
<p>Daniel Kahneman, einer der „Urväter“ der Behavioral Economics¹ wurde im Jahr 2002 mit dem Nobelpreis für Ökonomie ausgezeichnet, weil er unter anderem in zahllosen Experimenten nachweisen konnte, dass Verluste in der Wahrnehmung der Anlieger weit schwerer wiegen als Gewinne – häufig werden sie sogar als zwei bis zweieinhalb Mal so schwerwiegend empfunden wie Gewinne in gleicher Höhe. Dies führt letztlich zum sogenannten Dispositionseffekt, demzufolge Akteure an den Finanzmärkten – entgegen jeder rationalen Erwägung – dazu neigen, Gewinne zu realisieren, Verluste hingegen laufen zu lassen. Dieser unterschiedliche Umgang mit Gewinnen und Verlusten sorgt dafür, dass Finanzmärkte zumindest zeitweise nicht effizient sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>b) Bezugspunktabhängigkeit</strong></p>
<p>Gewinne und Verluste werden von den Teilnehmern an Finanzmärkten nicht als absolute Größe wahrgenommen. Vielmehr ist ihre Bewertung von einem Referenzpunkt abhängig. Bei diesem Referenzpunkt handelt es sich meistens um den Einstandspreis eines Engagements, doch können beispielsweise auch Extrempunkte früherer Kursverläufe als Referenzpunkt für die Marktteilnehmer dienen. Insofern haben technische Analysten scheinbar Recht, wenn sie etwa in Charts nicht nur eine Aufzeichnung der Einstandspreise aller Marktteilnehmer sehen. Ihrer Meinung nach beinhalten diese Marktpreise außerdem alle verfügbaren Informationen und Meinungen derjenigen, die sie zustande gebracht haben, also aller an der Preisbildung beteiligten Anbieter und Nachfrager. Deswegen bedarf es nach Ansicht der meisten Techniker auch keiner Fundamentalanalyse, weil deren Erkenntnisse im Marktpreis bereits enthalten sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>c) Selektive Wahrnehmung</strong></p>
<p>Das ist falsch, könnten die Vertreter der Behavioral Finance sagen: Der Marktpreis beinhaltet nicht alle Informationen und Meinungen der Akteure. Vielmehr sorgt der Mechanismus der <strong>selektiven </strong>Wahrnehmung vor allem unter dem Eindruck von Kursverlusten dafür, dass die Marktteilnehmer passende Informationen stark vergrößert wahrnehmen, während sie ihrem Engagement zuwiderlaufende Nachrichten in ihrer Bedeutung herunterspielen oder sogar völlig ignorieren. Insofern haben ökonomische Analysen – wie alle anderen Informationen – für Anbieter und Nachfrager nur dann einen Wert, wenn sie die eigene Position bestätigen.</p>
<p>Deshalb untersuchen die Analysten der Behavioral Finance, ob die Marktinformationen zu den Markttrends passen. Mit anderen Worten: Reflektieren die ökonomischen Erkenntnisse und Marktkommentare die Marktentwicklung oder widersprechen sie dieser? Ein wichtiges Instrument sind dabei <strong>Stimmungserhebungen</strong>, weil man davon ausgeht, dass das Markt-Sentiment ein Spiegel der wichtigsten Engagements der beteiligten Akteure darstellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>d) Gewöhnungseffekte und verschobene (wahrgenommene) Referenzpunkte</strong></p>
<p>Der Einstandspreis bildet häufig als Bezugspunkt die Grenze zwischen der Wahrnehmung von Gewinnen und Verlusten. Dieser Referenzpunkt bleibt jedoch nur in der Anfangsphase eines Engagements eine konstante Beobachtungsgröße, wobei er in erster Linie für die Verlierer an den Finanzmärkten eine ganz wichtige Rolle spielt. Es handelt sich nämlich um den Punkt, an dem sie einen zwischenzeitlichen Buchverlust wieder wettmachen können. Im Gegensatz zu den Gewinnern, die jederzeit ihren Profit realisieren <em>können</em>, sind die Verlierer, die ihren Buchverlust nicht realisieren<em> wollen</em> (Verlustaversion), mental an ihren Referenzpunkt gebunden. Mit anderen Worten: Diese Referenzpunkte sorgen in den Finanzmärkten für <strong>künftiges Angebot bzw. künftige Nachfrage</strong>.</p>
<p>Gerade bei anhaltenden und längeren Verlustphasen <strong>verändert</strong> sich jedoch die <strong>Wahrnehmung</strong> dieser Referenzpunkte. Durch Gewöhnungseffekte (<strong>Adaption</strong>) nähert sich der Bezugspunkt der Investoren oftmals immer mehr der neuen Marktsituation an. Daher ist die Kenntnis dieser als Grenze zwischen Gewinn und Verlust <strong>wahrgenommenen </strong>Referenzpunkte für eine Marktanalyse von wichtiger Bedeutung. Denn oft wiegen sie schwerer als jedes ökonomische Argument.</p>
<p>Mit anderen Worten: Die auf einer Chart sichtbaren einstigen Einstandspreise der Marktteilnehmer verlieren mit der Zeit ihre Relevanz und werden im Bewusstsein der Akteure je nach Kursverlauf mental verschoben, weshalb sie grafisch nicht mehr erkennbar sind. Deswegen kommt ein verhaltens­orientierter Analyst unter Berücksichtigung der Adaption der Referenzpunkte im Zeitablauf zu realistischeren Kursniveaus, bei denen künftiges Angebot und künftige Nachfrage auftreten können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit: </strong></p>
<p>Mit den Erkenntnissen der Behavioral Finance ist man gegenüber herkömmlichen Analysemethoden stets einen Schritt voraus. Am Ende könnte die wichtigste Frage bei der Beurteilung und Analyse von Finanzmarktentwicklungen lauten:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wer liegt zu welchem Kurs schief?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Häufig sind in den Finanzmärkten Verlierer über größere Strecken an ihre Engagements gefesselt, weil sie ihre <em>wahrgenommenen </em>Einstandspreise noch nicht wiedergesehen haben, aber auch noch nicht bereit sind, angesichts der aufgelaufenen Buchverluste zu kapitulieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>¹ Behavioral Economics ist der weiter gefasste Begriff für die Verhaltensökonomik, unter deren Dach auch die Behavioral Finance firmiert</p>
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		<title>Kurz zwischen den Jahren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2016 13:24:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Behavioral Finance]]></category>
		<category><![CDATA[Prognose 2017]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist die Zeit der Prognosen für das neue Jahr doch noch für mich gekommen. Obwohl ich immer wieder versuche, mich diesem Trend zu entziehen, weil ich der Meinung bin, dass Punktprognosen abzugeben oder Kursverläufe für ein ganzes Jahr vorherzusagen bestenfalls als amüsantes Gesellschaftsspiel zu betrachten ist. Ungeachtet dessen habe ich einen Interview-Termin, zu dem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist die Zeit der Prognosen für das neue Jahr doch noch für mich gekommen. Obwohl ich immer wieder versuche, mich diesem Trend zu entziehen, weil ich der Meinung bin, dass Punktprognosen abzugeben oder Kursverläufe für ein ganzes Jahr vorherzusagen bestenfalls als amüsantes Gesellschaftsspiel zu betrachten ist.</p>
<p>Ungeachtet dessen habe ich einen Interview-Termin, zu dem mich Frank Meyer von n-tv vor ein paar Tagen einlud, mit Freuden wahrgenommen. Dieses Gespräch vor Weihnachten drehte sich vor allem um die Frage, was uns aus verhaltensorientierter Sicht im kommenden Jahr erwarten könnte. Die Aufzeichnung dazu finden Sie <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Es-wird-auf-jeden-Fall-Enttaeuschungen-geben-article19388261.html" target="_blank"><strong>HIER</strong></a></span>.</p>
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		<title>Ein denkwürdiges Jubiläum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2016 10:14:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute wird die T-Aktie 20 Jahre alt – wahrscheinlich nicht für jeden ein Grund zum Feiern. Und wenn ich heutzutage bei Veranstaltungen oder auch in meinem Bekanntenkreis nachfrage, wer denn noch T-Aktien von damals im Depot habe, sind es doch immer noch überraschend viele, die diesem Wert die Treue gehalten haben. Sicherlich nicht immer aus [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-8860 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/05/Fotolia-Mikro-300x114.jpg" alt="Fotolia Mikro" width="300" height="114" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/05/Fotolia-Mikro-300x114.jpg 300w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/05/Fotolia-Mikro.jpg 695w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Heute wird die T-Aktie 20 Jahre alt – wahrscheinlich nicht für jeden ein Grund zum Feiern. Und wenn ich heutzutage bei Veranstaltungen oder auch in meinem Bekanntenkreis nachfrage, wer denn noch T-Aktien von damals im Depot habe, sind es doch immer noch überraschend viele, die diesem Wert die Treue gehalten haben. Sicherlich nicht immer aus Überzeugung und wegen großer Erfolgsaussichten der Aktie, sondern häufig leider wegen teils horrender Buchverluste, die bis heute nicht realisiert worden sind.</p>
<p>Die T-Aktie war vor 20 Jahren der Beginn dessen, was man seinerzeit mit dem Begriff Börsenkultur verband. Und tatsächlich konnte die Aktie anfangs vom damaligen Börsenboom profitieren, der kurz nach der Jahrtausendwende dann sein jähes Ende fand. Viele Menschen, die auch aufgrund teils massiver Werbung zum allerersten Mal eine so genannte Volksaktie ihr Eigen nennen konnten, mussten in den folgenden Jahren erleben, dass es an der Börse eben nicht nur nach oben geht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Klassiker der Behavioral Finance</strong></p>
<p>Hatten die Akteure am Anfang noch die Erwartung, dass es sich bei den Kursrückgängen, die im Februar 2000 begannen, nur um „gesunde Korrekturen“ handelte, sollte sich dies später als Trugschluss herausstellen. Dennoch wurden viele schal gewordene Engagements ausgesessen, mancherorts gar zusätzlich in den fallenden Markt durch Hinzukäufe erhöht, um den Einstandspreis der früheren Transaktionen so zu „verbilligen“. Letztlich natürlich mit der Absicht, noch mit einigermaßen heiler Haut aus der ganzen Geschichte herauszukommen, wenn sich der Kurs erst einmal erholt hätte. Viele Anleger von damals haben selbst diese verbilligten Einstandspreise nie mehr wiedergesehen und wären heute vermutlich bereit, sogar  zu erheblich niedrigeren Preisen (um 18 Euro herum?) ihre T-Aktien aus ihren Depots zu werfen.</p>
<p>Die T-Aktie steht also für all das was man an der Börse an emotionalen Zuständen erleben kann: Hoffnung, Freude, Gier, Euphorie, Angst, Panik und manchmal auch Verzweiflung. Und wenn man Entscheidungen von Börsianern aus Sicht der Behavioral Finance beurteilen möchte, dient die Entwicklung der T-Aktie als klassisches Beispiel dafür, was man an den Finanzmärkten richtig und was man alles falsch machen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Special von börse.ard.de</strong></p>
<p>Das Jubiläum war daher für börse.ard.de Grund genug, ein Special online<strong> <em>20 Jahre T-Aktie: Ein Phänomen an der Börse</em></strong> zu produzieren, in dem<strong>,</strong> neben vielen bekannten Zeitzeugen<strong>,</strong> auch ich zum Interview gebeten wurde. Das komplette Special finden Sie <span style="color: #808000;"><a style="color: #808000;" href="http://multimedia.boerse.ard.de/20-jahre-t-aktie#2728" target="_blank"><strong>HIER</strong></a> </span>und meinen eigenen Beitrag <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://multimedia.boerse.ard.de/20-jahre-t-aktie#2526" target="_blank"><strong>HIER</strong></a></span>.</p>
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		<title>Schmutziger Donnerstag?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2015 18:05:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich muss zugeben: Für das närrische Treiben der Karnevalisten habe ich derzeit leider keinen richtigen Nerv. Zumal ich seit gestern Nachmittag angesichts der Entwicklungen in der Griechenland-Krise und dem Ukraine-Konflikt vorübergehend etwas die Übersicht verloren hatte. War ich heute Früh noch der Meinung, die Ergebnisse der gestrigen Verhandlungen erwartet ausgefallen und der Waffenstillstand zwischen der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss zugeben: Für das närrische Treiben der Karnevalisten habe ich derzeit leider keinen richtigen Nerv. Zumal ich seit gestern Nachmittag angesichts der Entwicklungen in der Griechenland-Krise und dem Ukraine-Konflikt vorübergehend etwas die Übersicht verloren hatte. War ich heute Früh noch der Meinung, die Ergebnisse der gestrigen Verhandlungen erwartet ausgefallen und der Waffenstillstand zwischen der Ukraine und den pro-russischen Separatisten sei eher als Überraschung auf der positiven Seite zu bewerten, haben sich beide Einschätzungen mittlerweile um 180 Grad gedreht.</p>
<p>Insbesondere der Prozess der Verhandlungen zwischen Griechenland und der Eurozone dürfte mehr positive Aspekte zeitigen als viele Beobachter heute früh noch gedacht haben mögen. Angesichts der hohen gegensätzlichen Commitments der Kontrahenten in der Schuldenfrage war ohnehin kein schneller Kompromiss zu erwarten. Man stelle sich nur einmal vor, die Beteiligten hätten bereits gestern Abend mit einem schnellen Verhandlungsergebnis aufgewartet. Da hätte sich manch einer gefragt, wie man bei so starken gegensätzlichen Positionen derart schnell zu einer sinnvollen Übereinkunft kommen könne. Denn es geht nicht nur um eine tragfähige Lösung für Griechenland, sondern um eine Blaupause für andere Wackelkandidaten in der Eurozone. Möglicherweise ist man dabei einem Kompromiss jedoch schon erheblich näher gekommen – allein die Dramaturgie verlangt es, dass sich die Beteiligten noch eine Weile abkämpfen müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Neue Einschätzungen und Vorträge</strong></p>
<p>Ich selbst hatte heute das Vergnügen, beim Deutschen Anlegerfernsehen (DAF) Gesprächspartner von Viola Grebe zu sein, wobei wir uns vor allem um die Einflüsse der derzeitigen politischen Unwägbarkeiten auf DAX und Euro beschäftigt haben. Das Interview können Sie <strong><a href="http://www.daf.fm/video/marktexperte-goldberg-bleibe-bullish-fuer-den-dax-50176941.html">HIER</a></strong> abrufen.</p>
<p>Abschließend noch zwei Hinweise in eigener Sache. Zum einen wird mein Wochenausblick, den ich regelmäßig für die WGZ Bank erstelle, wegen Rosenmontag erst einen Tag später zur Verfügung stehen.</p>
<p>Zum zweiten möchte ich an dieser Stelle noch auf mein neues Angebot zu Vorträgen und Seminaren über die wichtigsten Erkenntnisse der Verhaltensökonomie (Behavioral Economics) und der Behavioral Finance hinweisen. In den Veranstaltungen geht es praxisorientiert um ökonomische Entscheidungssituationen und deren Folgen an den Finanzmärkten, in Wirtschaft und Politik sowie im ganz normalen Alltag. Eine Übersicht über das erweiterte Programm finden Sie <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.joachim-goldberg.com/veranstaltungen/">HIER</a></span></strong>.</p>
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		<title>Zwischen Märkten und Hedonismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2014 15:17:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
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		<category><![CDATA[Behavioral Economics]]></category>
		<category><![CDATA[Behavioral Finance]]></category>
		<category><![CDATA[Goldbergs Thema des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Goldbergs Wochenbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Relatives Bewerten]]></category>
		<category><![CDATA[Verankerungsheuristik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Normalerweise mache ich keine Werbung, wenn es um Konsumgüter geht. Dennoch möchte ich die Gelegenheit nicht versäumen, heute auf einen Artikel im manager magazin online hinzuweisen (hier), der sich mit libanesischen Wein beschäftigt. Ich finde den Beitrag deswegen so interessant, weil ich meinen eigenen Weinkonsum überwiegend auf Bordeaux-Weine begrenzt habe und normalerweise nicht allzu viele [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise mache ich keine Werbung, wenn es um Konsumgüter geht. Dennoch möchte ich die Gelegenheit nicht versäumen, heute auf einen Artikel im manager magazin online hinzuweisen (<span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.manager-magazin.de/lifestyle/genuss/weine-aus-dem-libanon-wo-schon-phoenizier-und-jesuiten-kelterten-a-960796.html">hier</a></span>), der sich mit libanesischen Wein beschäftigt. Ich finde den Beitrag deswegen so interessant, weil ich meinen eigenen Weinkonsum <span id="more-7074"></span>überwiegend auf Bordeaux-Weine begrenzt habe und normalerweise nicht allzu viele Alternativen an mich heranlasse. Manch einer mag dies für engstirnig halten, gerade weil andere Regionen dieser Welt in Sachen Wein ebenfalls sehr reizvoll und längst nicht so teuer sind wie manche Premier Cru.</p>
<p>Warum aber dann ausgerechnet Libanon? Vor einigen Jahren hatte ich das Vergnügen bei einer Bordeaux-Weinprobe einen so genannten Piraten<a title="" href="#_ftn1">[1]</a> untergeschmuggelt zu bekommen, der sich hinterher als ein fantastischer Chateau Musar herausstellen sollte. Seitdem habe ich mich mit diesem libanesischen Wein, der übrigens unter Weinliebhabern nicht unumstritten ist, intensiv befasst und mit lieben Freunden immer wieder tolle Verkostungserlebnisse haben dürfen. Verbunden mit orientalischem Essen ist das ein Hochgenuss. Und im Vergleich zu den manchmal überteuerten Bordeaux (Achtung, hoher Anker!) eine relativ (ich betone <i>relativ</i>) günstige Alternative.</p>
<p>Natürlich werden Sie sich jetzt fragen, was dies mit Behavioral Finance bzw. Behavioral Economics zu tun hat. Letztlich habe ich mich mit diesen Fachgebieten vor allen Dingen deswegen beschäftigt, weil ich zum einen Finanzmärkte verstehen und meine Erfahrungen damit weitergeben möchte. Zum anderen geht es mir aber auch darum, die Erkenntnisse der Verhaltensökonomie zur Steigerung des persönlichen Wohlbefindens zu nutzen.</p>
<p>Wen jedoch meine hedonistischen Ausflüge nicht so sehr interessieren, dem darf ich – wie übrigens auch den anderen Lesern – meinen heute zum ersten Mal für die WGZ Bank als Newsletter publizierten <i>Goldbergs Wochenausblick</i> zu DAX<sup>®</sup> und EuroStoxx50<sup>®</sup> ans Herz legen, den Sie <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html">hier</a></span> abrufen können und der in Zukunft montags erscheinen wird. Daneben wird es an jedem dritten Donnerstag im Monat eine Kolumne <i>Goldbergs Thema des Monats</i> geben, die sich mit einem ausgewählten Sonderthema aus der Welt der Finanzmärkte mit Schwerpunkt auf die Behavioral Finance befassen wird.</p>
<div><br clear="all" /></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Das ist bei einer Blindverkostung ein Wein, der zum Motto der Veranstaltung passt, den anderen Weinen der Verkostung zum Verwechseln ähnlich ist, aber dennoch ganz woanders her stammt.</p>
</div>
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		<title>Genial einfach entscheiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Feb 2013 18:44:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist soweit: Das neue Buch Genial einfach entscheiden, das meine ehemalige Kollegin Christin Stock und ich über den Zeitraum von drei Jahren produziert haben, wird am 13. Februar in  den Buchhandel gelangen. Erschienen ist es beim Finanzbuchverlag. Wie sollte es anders sein, entstand die Idee dazu, als ich mit Christin einmal bei einem Glas [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist soweit: Das neue Buch <i>Genial einfach entscheiden</i>, das meine ehemalige Kollegin Christin Stock und ich über den Zeitraum von drei Jahren produziert haben, wird am 13. Februar in  den Buchhandel gelangen. Erschienen ist es beim Finanzbuchverlag. Wie sollte es anders sein, entstand die Idee dazu, als ich mit Christin <span id="more-5734"></span>einmal bei einem Glas Bordeaux zusammensaß. Denn seit Erscheinen des Buches <i>Behavioral Finance – Gewinnen mit Kompetenz</i>, das ich zusammen mit Rüdiger von Nitzsch 1999, ebenfalls im Finanzbuchverlag, veröffentlicht hatte, haben nicht nur mehrere Krisen die Finanzwelt durcheinandergewirbelt. Vielmehr ist die verhaltensorientierte Finanzforschung durch viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen, die wir in der alltäglichen Praxis immer wieder bestätigt sahen, erheblich erweitert worden. Das Buch wendet sich dieses Mal jedoch nicht nur an Finanzprofis und Anleger, sondern soll auch beispielsweise Unternehmer, Politiker und auch Privatpersonen erreichen, alle also, die jeden Tag – manchmal sogar folgenschwere – Entscheidungen treffen müssen.</p>
<p>Wirtschaftskrisen entstehen nicht aus dem Nichts, sie entwickeln sich immer da, wo Menschen miteinander interagieren, denn sie haben ihren Ursprung in typisch menschlichen Verhaltensweisen. Der Wunsch der Politik, mit einer neuen Finanzmarktarchitektur und strengerer Regulierung künftige Miseren zu vermeiden, wird jedoch eine bloße Wunschvorstellung bleiben, wenn sich Regierende, Ökonomen und Investoren den Menschen als Hauptakteur nicht näher anschauen. Wodurch fühlt sich ein Mensch motiviert? Wie funktioniert seine Wahrnehmung? Auf welcher Grundlage trifft er seine Entscheidungen? Die Behavioral Finance und die weiter gefasste Disziplin der Behavioral Economics (Verhaltensökonomie) geben Antworten auf viele dieser Fragen und können so einen wichtigen Beitrag für eine Neuorientierung von Ökonomie und Politik leisten.</p>
<p>Doch beschäftigt sich dieses Werk nicht nur mit den Erkenntnissen aus Psychologie und Ökonomie. Vielmehr werden dem Leser auch Biologen, Hirnforscher und Philosophen begegnen. Genauso wie Fondsmanager, Kleinanleger, Hausfrauen, Paare, Nachbarn und Verbraucher. Überdies hat sich in den vergangenen Jahren der Wunsch der Menschen nach Glück, Wohlbefinden und Selbstoptimierung erheblich gesteigert, ohne dass man eigentlich weiß, woran man sich bei der Suche halten soll. Unser Buch, das <a href="http://www.amazon.de/dp/3898797961/ref=as_li_tf_til?tag=httpwwwjoac0d-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3898797961&amp;adid=1WEMGB3XXW5HX6739V4W&amp;&amp;ref-refURL=http%3A%2F%2Frcm-de.amazon.de%2Fe%2Fcm%3Flt1%3D_blank%26bc1%3D000000%26IS2%3D1%26npa%3D1%26bg1%3DFFFFFF%26fc1%3D000000%26lc1%3D0000FF%26t%3Dhttpwwwjoac0d-21%26o%3D3%26p%3D8%26l%3Das1%26m%3Damazon%26f%3Difr%26ref%3Dtf_til%26asins%3D3898797961" target="_blank">hier</a> bestellt werden kann, versucht auch darauf, eine Antwort zu geben.</p>
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		<title>Streitpunkt Wirtschaftswissenschaften</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2012 12:01:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Markteffizienzhypothese]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anfang Mai fand an der Uni Heidelberg das 24. Symposium unter dem Motto &#8222;Mut zur Moral&#8220;, eine mehrtägige Veranstaltung mit Vorträgen und Diskussionen zu Wirtschaft, Politik und Kultur, statt.  Ich selbst war zur Podiumsdiskussion &#8222;Streitpunkt Wirtschaftswissenschaften – Realitätsverlust oder Erfolgsgeschichte&#8220; eingeladen, um die Position der Behavioral Economics in der Diskussion um die Wirtschaftswissenschaften zu vertreten. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Mai fand an der Uni Heidelberg das 24. Symposium unter dem Motto &#8222;Mut zur Moral&#8220;, eine mehrtägige Veranstaltung mit Vorträgen und Diskussionen zu Wirtschaft, Politik und Kultur, statt.  Ich selbst war zur Podiumsdiskussion &#8222;Streitpunkt Wirtschaftswissenschaften – Realitätsverlust oder Erfolgsgeschichte&#8220; eingeladen, um die Position der Behavioral Economics in der Diskussion <span id="more-4721"></span>um die Wirtschaftswissenschaften zu vertreten. Die weiteren Diskutanten waren Prof. Dr. Silja Graupe (Juniorprofessorin für Philosophie und Wirtschaft, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft), Prof. Dr. Rüdiger Bachmann (Professor für Wirtschaftswissenschaften, RWTH Aachen) und Prof. Dr. Volker Caspari (Professor für Volkswirtschaftslehre (Wirtschaftstheorie), TU Darmstadt).</p>
<p>Dabei wurde einmal mehr klar, dass es trotz Finanzkrise erhebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen der klassischen Schule und anderen Ansätzen zu geben scheint. Vor allem dann, wenn es um den praktischen Einsatz der Ökonomie geht. Die Veranstalter des Symposiums haben freundlicherweise einen Mitschnitt der interessanten und stellenweise kontrovers geführten Podiumsdiskussion unter YouTube <a href="http://www.youtube.com/user/SymposiumHeidelberg">hier</a> (erste Reihe, mittleres Video) zusammengestellt. Meine eigenen Beiträge konzentrieren sich auf Teil eins des zweiteiligen Videos (etwa ab der 15. Minute) sowie auf die erste Viertelstunde im zweiten Teil.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Moderner Finanz-Kapitalismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jun 2012 05:55:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Ungleichheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der US-Ökonom Robert Shiller hat den Finanz-Kapitalismus – trotz aller Exzesse – als eine Erfindung bezeichnet, die sich immer noch in einer Entwicklung befände, die noch längst nicht abgeschlossen sei. Er fordert eine Demokratisierung und Humanisierung dieses Kapitalismus mit dem Ziel, allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu diesem System zu ermöglichen. Eine solche Gleichberechtigung sei [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der US-Ökonom Robert Shiller hat den Finanz-Kapitalismus – trotz aller Exzesse – als eine Erfindung bezeichnet, die sich immer noch in einer Entwicklung befände, die noch längst nicht abgeschlossen sei. <span id="more-4117"></span>Er fordert eine Demokratisierung und Humanisierung dieses Kapitalismus mit dem Ziel, allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu diesem System zu ermöglichen. Eine solche Gleichberechtigung sei jedoch nur möglich, wenn den Teilnehmern an den Finanzmärkten alle Informationen und Ressourcen zur Verfügung stünden<a title="" href="#_ftn1">[1]</a>. Mehr noch, so die Forderung Shillers, müssen bei der Weiterentwicklung finanzwirtschaftlicher Produkte und Erfindungen die neuesten Erkenntnisse der ökonomischen Theorie, aber auch die Erfahrungen der Verhaltensökonomik und der Behavioral Finance einfließen. Zumal sich Letztere – im Gegensatz zur reinen Ökonomie – mit der Erforschung der tatsächlichen Einschränkungen befasst, die rationalen menschlichen Entscheidungen immer wieder im Wege stehen.</p>
<p>Proteste gegen finanzielle Ungleichheit, Banken und Regierungen waren hierzulande vor noch nicht einmal zwei Wochen Gegenstand der so genannten Blockupy-Demonstration in Frankfurt am Main, die, entgegen der Befürchtung vieler, überraschend friedlich verlaufen war – ein Thema, dem sich auch der im Mai auf Platz drei stehende Beitrag unserer meistgelesenen Blogs mit dem Titel &#8222;<a href="http://www.blognition.de/blog/markte/der-besserwisser-konjunktiv/">Der Besserwisser-Konjunktiv</a>&#8220; gewidmet hatte. Ansonsten überrascht uns immer wieder, dass in unserem Behavioral Economics/Finance-Blog vor allem Problemstellungen aus dem Privatleben oder Verbraucherthemen von besonderem Interesse sind. Offensichtlich haben viele Menschen die Nase voll von Euro Zonen-Katastrophen und sonstigen Untergangsszenarien. Und so stand im Vormonat auf Platz zwei der meistgelesenen Beiträge das Problem, wie man seinem Chef eine Massenkündigung verkauft zur Debatte: <a href="http://www.blognition.de/blog/behavioral-livin/achtung-erdrutsch/">„Achtung Erdrutsch!“</a>, so der Titel.  <a href="http://www.blognition.de/blog/behavioral-livin/10-000-bei-erster-diagnose/">„10.000 (Euro) bei erster Diagnose“</a> hat die meisten Leser zumindest neugierig gemacht, obwohl hinter der möglicherweise reißerischen Überschrift ein sehr nachdenklich stimmender Blog über die Verkaufsmethoden eines renommierten Kreditkartenunternehmens stand.</p>
<div><br clear="all" /></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Shiller, Robert J.: <em>The state of Finance: An Interim Assessment, </em><a href="http://www.theglobalist.com">http://www.theglobalist.com</a>, 30. Mai 2012</p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/moderner-finanz-kapitalismus/">Moderner Finanz-Kapitalismus</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Krisengipfel unter der DAX-Tafel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 13:47:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Am vergangenen Donnerstag hat mich wieder einmal Frank Meyer (Bankhaus Rott &#38; Meyer) auf seine liebenswerte und persönliche Art zum Thema „Krisengipfel unter der DAX-Tafel“ zur derzeitigen ökonomisch/psychischen Verfassung der Notenbanker, Politiker und der Börse befragt. Und natürlich mit dem unvermeidbaren Schlenker zur jüngsten Versteigerung von Rotweinen und Kunst bei Christies  in Hongkong als Konjunkturmesser. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/krisengipfel-unter-der-dax-tafel/">Krisengipfel unter der DAX-Tafel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Donnerstag hat mich wieder einmal Frank Meyer (Bankhaus Rott &amp; Meyer) auf seine liebenswerte und persönliche Art zum Thema <span id="more-2934"></span>„Krisengipfel unter der DAX-Tafel“ zur derzeitigen ökonomisch/psychischen Verfassung der Notenbanker, Politiker und der Börse befragt. Und natürlich mit dem unvermeidbaren Schlenker zur jüngsten Versteigerung von Rotweinen und Kunst bei Christies  in Hongkong als Konjunkturmesser. Dabei kamen wir zu einem denkwürdigen Schluss… Hören Sie weiteres <a href="http://www.rottmeyer.de/krisengipfel-unter-der-dax-tafel/" target="_blank">dazu hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/krisengipfel-unter-der-dax-tafel/">Krisengipfel unter der DAX-Tafel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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