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	<title>Inflation Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Sun, 27 Jun 2021 09:25:08 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Das war mein Dot!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jun 2021 09:21:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[PCE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was für ein Kontrast bildet die abgelaufene Handelswoche zu ihrer Vorgängerin! Ich habe noch den Nachhall in den Ohren, was die Kommentatoren im Gefolge der US-Notenbanksitzung vom vorvergangenen Mittwoch von sich gaben. Von einem bedeutenden Wendepunkt der Märkte war mancherorts die Rede, weil sich die Zinsprognosen des Offenmarktausschusses (FOMC) nach vorne verschoben hatten. Nun haben [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was für ein Kontrast bildet die abgelaufene Handelswoche zu ihrer Vorgängerin! Ich habe noch den Nachhall in den Ohren, was die Kommentatoren im Gefolge der US-Notenbanksitzung vom vorvergangenen Mittwoch von sich gaben. Von einem bedeutenden Wendepunkt der Märkte war mancherorts die Rede, weil sich die Zinsprognosen des Offenmarktausschusses (FOMC) nach vorne verschoben hatten. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13615" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/28062021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/28062021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/28062021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun haben sich glücklicherweise eine Reihe von Mitgliedern dieses Komitees während der vergangenen Tage zu Wort gemeldet, und manch einer von ihnen bekannte sich zu seiner Zinsprognose: „Das war mein Dot-Plot!“, andere wollten sich dazu wiederum nicht äußern. So etwa Eric Rosengren (Chef der Fed von Boston), der „seinen Dot“, seinen Zinsprognosepunkt, nicht nennen wollte, aber dennoch in einem Interview äußerte, es sei möglich, dass die Fed ihre Ziele bis Ende nächsten Jahres erreichen könne.  Kurzum: Es ist in der abgelaufenen Handelswoche deutlich ruhiger geworden. Und die meisten Märkte sind in ihren Normal-Modus zurückgefallen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Back to normal</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies gilt insbesondere für die US-Staatsanleihen, bei denen die Rendite der zehnjährigen Papiere mit einem Plus von 8 Basispunkten den stärksten Wochenzuwachs seit Mitte März produzierte. Eine ordentliche Erholung, die allerdings nur etwa die Hälfte der fünf Wochenverluste davor wettmacht, so dass der Schlusskurs von rd. 1,524 % fast genau in der Mitte der seit Mai etablierten Handelsbandbreite (1,35 bis 1,70 %) liegt. Angesichts dieser jüngsten Erholung fragten sich einige Akteure, ob die gestiegenen Renditen Spiegel neuer Reflations-Ängste seien, nachdem die überraschend niedrigen Renditen der vorvergangenen Woche mancherorts noch derart interpretiert wurden, dass die Fed im Zweifel die Inflation unter Kontrolle haben werde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine neuen Inflations-Impulse</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun haben die am Freitag publizierten Preisdaten keine Auskunft darüber gegeben, ob die Inflationsraten der Monate April und Mai nur vorübergehend oder der Beginn eines anhaltenden Trends sein würden. Denn das von der Fed hauptsächlich beachtete Inflationsmaß, der Index der privaten Konsumausgaben (PCE), blieb im Mai in der Kernrate mit einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat leicht hinter der Medianerwartung der Ökonomen (+0,6 Prozent) und dem Vormonatswert (+0,7 Prozent) zurück, aber die Jahresrate von +3,4 Prozent war allenthalben erwartet worden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks bedeutete diese Entwicklung grünes Licht für weitere Aufwärtsbewegungen, wobei die US-Indices teilweise mit neuen Allzeithochs glänzten. Nicht zuletzt, weil die globalen Aktienfonds während des letzten wöchentlichen Berichtszeitraum (per 23. Juni) Zuflüsse von weiteren 7 Mrd. USD und damit in diesem Jahr einen Gesamtzufluss von 575 Milliarden USD verbuchen konnten. Dennoch ist der Bull&amp;Bear-Indikator der Bank of America in der vergangenen Woche auf der Zehnerskala von 6,6 auf 6,4 gesunken – lediglich ein Wert oberhalb von 8,0 würde als bullish bzw. als Warnsignal gesehen werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch die Volatilität des US-Dollar hat sich in der vergangenen Handelswoche nach dem starken Auftrieb der Vorperiode wieder drastisch reduziert. Spiegelbildlich dazu konnte sich der Euro lediglich am vergangenen Montag etwas erholen und dümpelt nun seit vier Handelstagen auf Schlusskursbasis mehr oder weniger vor sich hin. Abgesehen davon, dass aus der Eurozone ohnehin keine Währungsimpulse zu erwarten waren, gilt dies nun auch für den US-Dollar-Bereich, so dass die Gemeinschaftswährung <strong>1,1895</strong> unterlaufen müsste, um den kurzfristigen Abwärtstrend erneut zu beleben. An der Oberseite sollten dagegen Erholungen durch <strong>1,2005</strong> begrenzt sein.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mehr als ein „Non-Event“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2021 04:52:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Dot Plots]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Sitzung]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun hat sich die gestrige Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC), was die Beschlusslage angeht, tatsächlich als das erwartete Non-Event erwiesen. Der Leitzins bleibt ebenso unverändert wie das Volumen der monatlichen Wertpapierkäufe von 120 Mrd. USD. Nicht unterschlagen möchte ich an dieser Stelle, dass der Zinssatz für Überschussreserven um 5 Basispunkte angehoben wurde. Zwar wurde [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat sich die gestrige Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC), was die Beschlusslage angeht, tatsächlich als das erwartete Non-Event erwiesen. Der Leitzins bleibt ebenso unverändert wie das Volumen der monatlichen Wertpapierkäufe von 120 Mrd. USD. Nicht unterschlagen möchte ich an dieser Stelle, dass der Zinssatz für Überschussreserven um 5 Basispunkte angehoben wurde. Zwar wurde im Statement erklärt, die Inflation sei gestiegen, aber die Fed bezeichnete diese Entwicklung nach wie vor als vorübergehend („transitory“). Aber dennoch hielt das Juni-Statement einige Überraschungen für die Finanzmarktteilnehmer bereit. Und zwar betraf das, wie zu befürchten war, die Prognosen der FOMC-Mitglieder. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13577" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/17062021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/17062021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/17062021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Falken im Aufwind </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gerade weil die Akteure vielerorts keine geldpolitische Neuausrichtung der Notenbanker erwarteten, konzentrierte sich ihr Interesse vor allem auf die Zinsprognosen der FOMC-Mitglieder, die sogenannten Dot-Plots. Und dort wurde ersichtlich, dass die Fed-Vertreter nun mehrheitlich zwei Zinserhöhungen bis zum Ende des Jahres 2023 vorhersehen. Noch im März war die Median-Prognose davon ausgegangen, dass die Leitzinsen mindestens bis zum Jahr 2024 nahe Null bleiben würden. 13 FOMC-Vertreter (im März waren es noch sieben) prognostizierten zumindest einen Zinsschritt, elf gehen von zwei Zinsschritten aus.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Darüber hinaus hat sich die Zahl derer, die bereits im Jahr 2022 einen ersten Zinsschritt ins Auge fassen, von vier auf sieben Ausschussmitglieder erhöht. Auch wenn Fed-Vertreter immer wieder betonen, dass die Dot-Plots nicht deren geldpolitische Absichten widerspiegelten, ist dennoch kaum anzunehmen, dass die Marktteilnehmer diese Prognosen nicht ernst nehmen. Gegenüber der März-Sitzung muss man die jüngsten Vorhersagen aus dem FOMC sicherlich nicht als schockierend interpretieren, aber der Tenor ist durchaus falkenhafter als zuvor</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Powell positiv zu Arbeitsmarkt </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Folgerichtig stiegen auch die Inflationsprognosen. Demnach wird erwartet, dass die Kerninflation (gemessen am PCE) in diesem Jahr im Mittel auf 3 Prozent (März 2,2 Prozent) anzieht, bevor sie im kommenden Jahr wieder auf 2,1 Prozent (März 2,0 Prozent) zurück gehen dürfte, um im Jahr 2023 auf diesem Niveau zu verharren. Auch für das Wachstum prognostizieren die FOMC-Mitglieder im Mittel nunmehr einen stärkeren Zuwachs von 7 Prozent in diesem, 3,3 Prozent im kommenden und 2,4 Prozent im Jahr 2023 – im März betrugen diese Werte noch 6,5; 3,3 und 2,2 Prozent.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In der Pressekonferenz zeigte sich dann Fed-Chef Jerome Powell vor allem in Hinblick auf den Arbeitsmarkt sehr zuversichtlich. Diesen sieht er nämlich in den kommenden ein bis zwei Jahren in einer „sehr, sehr starken Verfassung“. Auch räumte er ein, dass die Inflation in den kommenden Monaten über den Erwartungen liegen werde, aber auch dass die Preise, die die Inflation antrieben, auf die starke Nachfrage nach von der Wiedereröffnung betroffenen Artikeln zurückzuführen sei. Allerdings machte Powell abermals deutlich, dass die sogenannten Dot-Plots mit großer Vorsicht zu genießen seien. Gut möglich, dass die Marktteilnehmer gemessen am Referenzpunkt „Non-Event“ auf die gestrigen Prognosen etwas überreagierten. Interessant in diesem Zusammenhang: Das Tapering-Thema ist angesichts der überraschenden Dot-Plots bei den Kommentatoren in den Hintergrund gedrängt worden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Reaktion der Märkte war jedenfalls deutlich. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen touchierte vorübergehend beinahe die 1,6-Prozent-Marke, und der US-Dollar konnte sich im gleichen Zuge deutlich befestigen, so dass der ohnehin schon angeschlagene Euro weiter unter Druck geriet und unter 1,20 gedrückt wurde. An dieser ungünstigen Position für die Gemeinschaftswährung wird sich erst etwas ändern, wenn es gelingt, das Niveau von <strong>1,2165/70</strong> zurückzuerobern.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Zu viel Angst gehabt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jun 2021 09:14:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[US-Staatsanleihen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die vergangene Handelswoche mag sicherlich einige Akteure in einer gewissen Ratlosigkeit zurückgelassen haben. Zumindest dürfte es nicht ganz einfach sein, eine Erklärung dafür zu finden, warum etwa die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen mit einem Minus von fast 11 Basispunkten den größten Wochenverlust seit einem Jahr zeitigten. Und das, obwohl die Konsumentenpreisinflation im Mai weiter angezogen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die vergangene Handelswoche mag sicherlich einige Akteure in einer gewissen Ratlosigkeit zurückgelassen haben. Zumindest dürfte es nicht ganz einfach sein, eine Erklärung dafür zu finden, warum etwa die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen mit einem Minus von fast 11 Basispunkten den größten Wochenverlust seit einem Jahr zeitigten. Und das, obwohl die Konsumentenpreisinflation im Mai weiter angezogen hat und in der Kernrate mit einem Plus von 3,8 Prozent im Jahresvergleich den Konsens der Ökonomen um rund 0,4 Prozents übertraf. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13556" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/14062021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/14062021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/14062021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich könnte ich jetzt ketzerisch sagen, dass die Medianschätzung als Referenzpunkt womöglich für manchen Akteur nicht deutlich genug überschritten worden ist. Aber in einer Zeit, in der es erforderlich ist, in der Inflationsrate im Jahresvergleich einen Basiseffekt zu berücksichtigen und auch der Effekt von unterbrochenen Lieferketten nicht genau berechnet werden kann, spielen doch Referenzpunkte – auch wenn es nur Schätzungen sind – als Anker eine wesentliche Rolle.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hat die Fed doch recht?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Jetzt, da die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen etwas mehr als 30 Basispunkte (inflationsbereinigt -22 Bp.) von ihrem von Ende März resultierenden Jahreshoch gefallen sind, könnte man natürlich in der Nachbetrachtung behaupten, dass die Inflationserwartungen bzw. die Angst vor einem Tapering der US-Notenbank, die noch Ende des ersten Quartals zu spüren waren, womöglich übertrieben gewesen sein könnten. Ich kann mich noch an Kommentatoren im März erinnern, die seinerzeit die US-Notenbank von den Märkten geradezu in die Enge getrieben gesehen hatten. Als ob die Anleihehändler den Notenbankern diktieren wollten, dass eine etwaige spätere Inflation nicht vorübergehender („transitory“) Natur sein würde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Heute, rund drei Monate später, scheint sich zumindest ein Teil der Akteure an den Finanzmärkten nicht mehr ganz sicher zu sein, ob die Fed nicht doch noch recht bekommt. Zumindest zeigt die vergangene Woche, dass Händler, die zuletzt immer noch im großen Stil auf fallende Anleihekurse gesetzt hatten, offenbar doch nicht bis zum Herbst abwarten wollten, ob nun die hohe US-Inflation tatsächlich nur vorübergehend oder nachhaltiger Natur sein wird. Denn solange wird man warten müssen, bis man einen ersten greifbaren Anhaltspunkt zur Beantwortung dieser Frage erhalten wird. Und erst dann wird sich frühestens erweisen, ob die Fed (und auch andere Notenbanken) mit ihrer Ansicht recht gehabt haben wird. Kurzum: Es wurden wohl während der vergangenen Woche Short-Positionen im größerem Stile via Stop-Loss eingedeckt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gedämpfte Inflationserwartung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So gesehen hat es auch gepasst, dass die Inflationserwartung auf Basis vorläufiger Zahlen zum am Freitag publizierten Verbrauchervertrauen der Uni Michigan gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken ist. Während die US-Verbraucher im Mai noch von einer Inflation von 4,6 Prozent auf Sicht von einem Jahr ausgingen, hatte der Juni-Wert von 4,0 Prozent etwas Relativierendes. Wobei letzterer Wert immer noch hoch ist. Indes: Der Gesamtindex der Uni Michigan lag für Juni mit 86,4 oberhalb des Marktkonsenses.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der letzte Handelstag der vergangenen Woche zeigte einen Euro, der doch noch recht stark unter Druck geriet. Zumindest war der Dollar so gut nachgefragt, dass fast schon der Eindruck entstehen musste, dass es demnächst keine US-Staatsanleihen mehr zu einem vernünftigen Preis geben würde. Am Ende des Tages bleibt die Gemeinschaftswährung in angeschlagener Position, die sich erst oberhalb von <strong>1,2215/20</strong> wieder verbessern kann. Im gleichen Zuge ist der kurzfristige Aufwärtstrend in eine Seitwärtsbewegung umgeschwenkt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Mit Achselzucken</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/mit-achselzucken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jun 2021 04:55:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[EZB-Ratssitzung]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was war die Bedeutung der gestern publizierten US-Inflationsdaten von den Finanzmedien hochgespielt worden. Als ob seit Jahren kein wichtigeres Wirtschaftsdatum erwartet würde. Und selbst die eigentliche Veröffentlichung des US-Konsumentenpreis-Index wurde in einigen Überschriften so farbig dargestellt, dass man einen richtigen Schreck bekommen konnte. Natürlich war der Konsumentenpreis-Index im Mai mit +5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/mit-achselzucken/">Mit Achselzucken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was war die Bedeutung der gestern publizierten US-Inflationsdaten von den Finanzmedien hochgespielt worden. Als ob seit Jahren kein wichtigeres Wirtschaftsdatum erwartet würde. Und selbst die eigentliche Veröffentlichung des US-Konsumentenpreis-Index wurde in einigen Überschriften so farbig dargestellt, dass man einen richtigen Schreck bekommen konnte. Natürlich war der Konsumentenpreis-Index im Mai mit +5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr nicht nur stärker als erwartet gestiegen und markiert das höchste Niveau seit August 2008. Noch weiter muss man in den Geschichtsbüchern zurückgehen, um einen Wert für die Kernrate – sie lag im Jahresvergleich bei +3,8 Prozent – in dieser Höhe zu finden: Juni 1992. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13553" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/11062021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/11062021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/11062021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Schock blieb aus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Diejenigen, die also darauf setzten, dass die April-Inflation in den USA nicht nur ein Ausrutscher, sondern der Beginn eines Trends sein würde, mögen sich gestern mit den Mai-Werten bestätigt gesehen haben. Indes: Die Finanzmärkte steckten den &#8222;Inflations-Schocker&#8220; so weg, als ob es sich um ein Non-Event gehandelt hätte. Wo doch sowohl die Inflations- als auch die Kernrate von den Ökonomen im Konsens nur mit 4,7 bzw. 3,4 Prozent prognostiziert waren.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die US-Anleihemärkte jedenfalls quittierten – gemessen an den US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit – die Inflationsdaten nur mit einem vorübergehenden Renditeanstieg von etwas mehr als 4 Basispunkten, um dann mit 1,435 Prozent auf das niedrigste Niveau seit dem 3. März zu fallen. Als ob die Akteure sagen wollten: „Was interessiert uns die Inflation, wenn die Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) sich derzeit ohnehin nicht äußern dürfen?“</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zwei Monate sind nicht genug</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber selbst, wenn Ausschussmitglieder gestern etwas hätten sagen dürfen, spricht einiges dafür, dass die meisten von ihnen wohl weiterhin glauben, dass der starke Anstieg der Inflation lediglich vorübergehender Natur („transitory“) sei. Ob dies tatsächlich der Fall ist, lässt sich eben nicht an den Datenpunkten zweier Monate (vom April und Mai) festmachen. Wie ich an dieser Stelle bereits mehrfach angemerkt habe: Möchte man so etwas wie Beweise dafür, ob die Inflation tatsächlich nachhaltig hoch ist, wird man mindestens bis zum Herbst warten müssen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Drei Falken im EZB-Rat?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die Aufmerksamkeit der Akteure bei den Inflationsdaten lag, fand gerade die Pressekonferenz der gestrigen Sitzung des EZB-Rates statt. Dabei bekräftigte die EZB, dass die Ankäufe von Wertpapieren im Rahmen ihres Pandemienotprogramms PEPP – exakt wie bereits in der März-Erklärung – im zweiten Quartal in einem deutlich höheren Tempo als in den ersten Monaten des Jahres durchgeführt würden. Kurzum: Die EZB hatte wie fast überall erwartet nichts Neues angekündigt. Indes: Einem Medienbericht zufolge gab es immerhin drei Falken im EZB-Rat, die sich für eine Verlangsamung des Tempos der Anleihekäufe ausgesprochen haben sollen. Drei von insgesamt 25 Entscheidern.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Diese Ratssitzung der „Nicht-Entscheidungen“ hat auch dazu geführt, dass der Euro am Ende des Tages wieder dort landete, wo er die Handelssitzung begonnen hatte. Gemessen an den vorab als großes Ereignisrisiko gehypten US-Inflationsdaten fiel die Handelsbandbreite gegenüber dem US-Dollar mit etwas mehr als 50 Punkten ausgesprochen bescheiden aus. Auch gestern gelang es der Gemeinschaftswährung dabei nicht, 1,2220 – jetzt <strong>1,2210</strong> – zu überwinden, um dem kurzfristigen Aufwärtstrend etwas mehr Dynamik zu verleihen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Inflation kommt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2021 04:42:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ganz große Musik spielt momentan bestimmt nicht im Duett von Euro und US-Dollar. Zumindest war die Handelsbandbreite bis zum europäischen Handelsschluss gestern sogar geringer als diejenige am US-Feiertag Memorial Day, der am vergangenen Montag begangen wurde. Dafür gab es umso mehr über den DAX zu berichten. Denn immerhin haben die Marktteilnehmer dem Börsenbarometer zum [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die ganz große Musik spielt momentan bestimmt nicht im Duett von Euro und US-Dollar. Zumindest war die Handelsbandbreite bis zum europäischen Handelsschluss gestern sogar geringer als diejenige am US-Feiertag Memorial Day, der am vergangenen Montag begangen wurde. Dafür gab es umso mehr über den DAX zu berichten. Denn immerhin haben die Marktteilnehmer dem Börsenbarometer zum Handelsstart am gestrigen Dienstag zu einer Kurslücke und einer sich anschließenden kleinen Squeeze samt neuem Allzeithoch bei rund 15.685 Zählern verholfen. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13514" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/02062021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/02062021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/02062021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>DAX-Sprung ohne fundamentalen Auslöser </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Einiges spricht dafür, dass bei diesem veritablen Sprung von in der Spitze bis zu 1,7 Prozent einige Short-Positionen eingedeckt werden mussten. Ein Indiz dafür mag zumindest die Positionierung der institutionellen Anleger vom vergangenen Mittwoch gewesen sein, die gemäß Sentiment-Umfrage der Börse Frankfurt mehrheitlich immer noch pessimistisch eingestellt waren. Zumindest gab es zur Markteröffnung noch keine ökonomischen Daten, die den Kurssprung des DAX hätten auslösen können. Und auch die Aktien-Futures aus den USA waren nicht signifikant vorgelaufen. Mit anderen Worten: Die ökonomischen Daten, etwa die Revision der Einkaufsmanagerindices aus der Eurozone (Markit, allesamt leicht nach oben), wurden erst publiziert, als beim DAX (und parallel beim EURO STOXX 50) das meiste schon gelaufen war.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wann Inflation gut ist</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch die Euroland-Inflation fiel, gemessen an den Erwartungen der Ökonomen, nicht aus dem Rahmen und liegt für Mai gegenüber dem Vorjahr vorläufig bei +2,0 Prozent und in der Kernrate bei +0,9 Prozent. Kommentatoren wiesen darauf hin, dass damit das von der EZB vorgegebene Ziel „unter, aber nahe zwei Prozent“ überschritten worden sei. Aber zum Glück gab es immerhin einen Börsenexperten, der diese Aussage gekonnt parierte: Inflation sei für den Aktienmarkt im Gegensatz zu früheren Zeiten sogar ein Stabilisator. Richtig: Sofern sie – und das ist derzeit der Fall – nicht von der Zentralbank bekämpft wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Vorbehaltloser Optimismus sieht anders aus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so notierten wir gestern den dritten Dienstag hintereinander, an dem der DAX ein neues Allzeithoch produzierte. Die ist nicht allein deshalb bemerkenswert, weil es an keinem anderen Wochentag seit Anfang Mai ein neues DAX-Allzeithoch gab. Vielmehr fällt auf, dass – wie an den beiden Dienstagen zuvor – das Börsenbarometer es wieder nicht geschafft hat, auch nur ansatzweise in der Nähe des jeweiligen Tageshöchststands zu schließen. Im Gegenteil. Selbst gestern musste der DAX fast die Hälfte seines Tagesgewinns im weiteren Verlauf wieder abgeben. Kurzum: vorbehaltloser Optimismus sieht anders aus.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen bleibt der Euro trotz der mäßigen Geschwindigkeit gegenüber den Greenback in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend, für dessen Momentum nach wie vor das Niveau von <strong>1,2130</strong> das Maß der Dinge ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 10pt;"><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Wegen des morgigen Fronleichnam-Tages machen wir noch einmal eine kurze Pause, so dass unser nächster Kommentar am Freitag, den 4. Juni erscheint.</span> </strong></span></p>
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		<title>Angst vor Dienstag?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2021 04:48:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Börsenregel]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Fantasie für ein neues Allzeithoch habe gefehlt, äußerte gestern ein Kommentator. Gemeint war nicht etwa der US-Aktienmarkt, sondern der hiesige DAX, der zumindest zu Beginn des Handelstages Anstalten machte, als sei es nur noch eine Formsache, ein neues Rekordhoch zu markieren. Nun hat das leider noch nicht geklappt. Vielleicht auch, weil in den Hinterköpfen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Fantasie für ein neues Allzeithoch habe gefehlt, äußerte gestern ein Kommentator. Gemeint war nicht etwa der US-Aktienmarkt, sondern der hiesige DAX, der zumindest zu Beginn des Handelstages Anstalten machte, als sei es nur noch eine Formsache, ein neues Rekordhoch zu markieren. Nun hat das leider noch nicht geklappt. Vielleicht auch, weil in den Hinterköpfen manches Akteurs unbewusst noch die vergangenen beiden Dienstage gesteckt haben mögen: Nach einem jeweils nicht überzeugenden Montag zuvor dies- und jenseits des Atlantiks kam es damals zu teils heftigen Abgaben und Kursrückgängen. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13458" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/18052021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/18052021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/18052021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn der heutige Dienstag deswegen mancherorts unter einem ähnlich ungünstigen Stern stehen sollte, dürfte es sich nicht um eine neue kalendarische Regelmäßigkeit oder gar profitable Börsenregel, sondern vielmehr um einen Zufall handeln. Außerdem wäre ein Rücksetzer beim DAX in überschaubarem Maße nach dem furiosen Finale zum Wochenende nichts Außergewöhnliches. Aber es kann ja auch ganz anders laufen. Egal, was kommt: Die ökonomischen Begründungen werden auf jeden Fall nachgeliefert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dauerthema Inflationsangst</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenig Neues gibt es indes zum Dollar zu berichten, der sich gestern noch einmal leicht abschwächte. Dabei bleibt das Inflationsthema beherrschend, wobei sich die Stimmen derer mehren, die die US-Notenbank spätestens am 28. Mai unter Zugzwang sehen, sofern das von der Fed vorzugsweise beachtete Inflationsmaß, der Index der privaten Konsumausgaben (PCE), in der Kernrate oberhalb von 2,5 Prozent liegen sollte. Auch wenn von Seiten der Fed immer wieder betont wird und wurde, dass ein Überschießen der Inflation von vorübergehender Natur („transitory“) sein werde, dürften die Inflationsdaten von zwei Monaten (April und Mai) ohnehin nicht geeignet sein, diese Annahme zu widerlegen. Dafür ist der Zeitraum schlichtweg zu kurz. Dieser Meinung ist auch der Chef der regionalen Fed von Atlanta, Raphael Bostic, der gestern in einem Interview äußerte, es werde wohl mindestens bis zum Frühherbst dauern, um diese Frage klären zu können.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mögen die Kommentatoren bereits nervös sein – die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen ist gestern zeitweise unter das Tief vom vergangenen Mittwoch gefallen (1,6050 Prozent), dem Tag, an dem die Veröffentlichung des US-Konsumentenpreisindex für einen Sprung über die Marke von 1,7 Prozent gesorgt hatte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen bleibt der Euro wenig bewegt in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend und zumindest oberhalb von <strong>1,2080/85</strong> mit positiven Momentum versehen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Viel Lärm um wenig</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/viel-laerm-um-wenig/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2021 04:47:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[BofA Fondsmanager-Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viel ist über die gestern publizierten US-Konsumentenpreisindices diskutiert und spekuliert worden. So haben die Konsumentenpreise in den USA im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 und in der Kernrate um 1,6 Prozent angezogen – aber nur geringfügig stärker als vom Mittel der Ökonomen erwartet. Dass es trotz dieser Zahlen nicht zu steigenden Renditen bei den US-Staatsanleihen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Viel ist über die gestern publizierten US-Konsumentenpreisindices diskutiert und spekuliert worden. So haben die Konsumentenpreise in den USA im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 und in der Kernrate um 1,6 Prozent angezogen – aber nur geringfügig stärker als vom Mittel der Ökonomen erwartet. Dass es trotz dieser Zahlen nicht zu steigenden Renditen bei den US-Staatsanleihen und damit verbunden zu einem Dollar-Anstieg gekommen ist, mag der Erwartungshaltung vieler Investoren geschuldet sein. Und die bestand bereits vor Veröffentlichung der besagten Zahlen aus einem hohen Grad an Angst, dass es – trotz der immer wieder zitierten Basiseffekte – zu mehr Inflation als gewünscht kommen könnte. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13316" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/14042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/14042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/14042021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Angst vor höheren Steuern</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie sehr diese Angst die Investoren umtreibt, zeigt die gestern publizierte Fondsmanagerumfrage der Bank of America (BofA), bei der die Inflation als zweithöchstes Extremrisiko nach einem sogenannten Taper Tantrum genannt wurde. Vor einem durch die Ankündigung einer strafferen Geldpolitik der Fed ausgelösten Sell-Off am Bondmarkt fürchten sich nämlich 32 Prozent der Befragten. Inflationsangst wurde von 27 Prozent als größtes Extremrisiko genannt. Auf Platz drei bei diesem Ranking liegt nun die Furcht vor höheren Steuern, die von 15 Prozent der Befragten angegeben wurde. Genauso viele Investoren sehen Risiken durch etwaige Probleme beim Impfen gegen Covid-19 entstehen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Asymmetrische Dollar-Reaktion</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende waren die Akteure an den Finanzmärkten also froh, dass es – wenn auch nach oben – bei der Konsumentenpreis-Entwicklung nur geringfügige Abweichungen von der Prognose der Ökonomen gab. Nach dem Motto: Zum Glück ist es nicht mehr gewesen. Und so verlor der Dollar gegenüber dem Euro dennoch recht deutlich an Boden, was insofern bemerkenswert ist, als er zuvor nicht von den gestiegenen Anleiherenditen profitieren konnte. So hatte sich etwa die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen vor Veröffentlichung der Inflationszahlen zeitweise auf 1,7 Prozent befestigt, ohne dass der Greenback davon angemessen profitiert hätte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Schließlich sorgte gestern auch noch starke Nachfrage bei der Versteigerung von 30-jährigen US-Staatsanleihen durch das US-Schatzamt dafür, dass die Renditen der Staatsanleihen weiter unter Druck gerieten. So verloren die vorgenannten zehnjährigen Treasuries am Ende des Tages rund 8 Basispunkte und zogen den Greenback soweit nach unten, dass der kurzfristige Abwärtstrend des Euro auf der anderen Seite in eine Seitwärtsentwicklung gezwungen wurde. Eine Entwicklung, die sich schon seit einigen Tagen angedeutet hatte, da sich der Euro ausgesprochen stabil präsentierte. Und diese Stabilität bleibt auch erhalten, solange <strong>1,1800/05</strong> nicht mehr unterschritten wird. Erste gute Nachfrage ist bereits zuvor bei <strong>1,1865</strong> zu erwarten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/viel-laerm-um-wenig/">Viel Lärm um wenig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<item>
		<title>Die Angst vor der Ruhe</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/die-angst-vor-der-ruhe/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2021 09:53:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[US-Aktienmärkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die vergangene Woche war insofern bemerkenswert, als der Euro gegenüber dem US-Dollar den stärksten Wochenanstieg seit gut vier Monaten produzierte. Und das, obwohl sich die Devisenhändler gerade erst daran gewöhnt hatten, dass sich die Gemeinschaftswährung womöglich in einer längeren Abwärtsphase befinden könnte. Zumindest wurden mancherorts vor Wochenfrist die einstigen Kursziele von 1,25 und ähnlich lautende [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/die-angst-vor-der-ruhe/">Die Angst vor der Ruhe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die vergangene Woche war insofern bemerkenswert, als der Euro gegenüber dem US-Dollar den stärksten Wochenanstieg seit gut vier Monaten produzierte. Und das, obwohl sich die Devisenhändler gerade erst daran gewöhnt hatten, dass sich die Gemeinschaftswährung womöglich in einer längeren Abwärtsphase befinden könnte. Zumindest wurden mancherorts vor Wochenfrist die einstigen Kursziele von 1,25 und ähnlich lautende bullishe Prognosen kassiert. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13309" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/12042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/12042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/12042021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ursachenforschung für Dollarschwäche</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun könnte man natürlich nach guten Gründen für diese Entwicklung suchen, für die eigentlich weniger eine intrinsische Euro-Stärke als eine zumindest vorübergehende Dollarschwäche ursächlich gewesen sein dürfte. Natürlich ist es mit den Renditen der US-Staatsanleihen seit Ende März, als der Greenback noch ein neues Jahreshoch markierte, eher nach unten als weiter nach oben gegangen. Und wenn man diesen Gedankengang am Freitag fortgesetzt hat, dürfte einem der US-Produzentenpreisindex sauer aufgestoßen sein. Dieser fiel mit einem Plus von 1,0 Prozent (Kernrate 0,7 Prozent) doppelt so stark (die Kernrate sogar mehr als dreimal so hoch) wie von den Ökonomen im Mittel erwartet aus. Im Jahresvergleich sprechen wir vom höchsten Anstieg seit September 2011 – das Plus von über 4 Prozent fühlt sich fast schon brutal an.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Konsumentenpreisinflation nicht zwingend</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber kam diese Entwicklung tatsächlich so überraschend? Die Einkaufsmanagerindices hatten doch hinsichtlich der Erzeugerpreise bereits seit einiger Zeit derartiges Ungemach erahnen lassen. Aber steigende Inflationsängste bei stagnierenden Anleiherenditen mögen vielleicht kein besonders überzeugendes Kaufargument für den Dollar sein. Indes: Es ist keineswegs ausgemacht, dass sich die gestiegenen Erzeugerpreise notwendigerweise in einer anhaltenden Konsumentenpreisinflation niederschlagen. Zumal man die Leute nicht zwingen kann, Produkte mit verteuerten Preisen auf den Etiketten tatsächlich auch zu kaufen. Vor allem wenn das Lohn- und Gehaltswachstum der Verbraucher nicht mit den Preissteigerungen mithalten kann. Vieles spricht indes dafür, dass der Dollar nicht deswegen unter Druck geraten ist. Am Freitag konnte er per Saldo gegenüber der Gemeinschaftswährung sogar etwas zulegen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Seltsame Ruhe am US-Aktienmarkt?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Sicherlich könnte man für den Anstieg der Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar die anhaltende Risikofreude der Akteure, insbesondere an den US-Aktienmärkten, als Begründung anführen. Zumindest wird dies von Händlern mangels anderer Narrative gerne angeführt. Indes: Nach Angaben von Bloomberg sank das Handelsvolumen der US-Börsen gemessen am 5-Tages-Durchschnitt über die US-Börsen verteilt zuletzt mit 9,5 Mrd. gehandelten Aktien auf den niedrigsten Stand seit Oktober vergangenen Jahres. Dabei hatte der S&amp;P 500-Index am Freitag ein neues Allzeithoch markiert. Gleichzeitig war es dem Vernehmen nach, gemessen an den gehandelten Aktien, so ruhig wie zuletzt an Heiligabend.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Positives bereits verarbeitet</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eine plötzlich eingetretene Stille, die bei manchem Akteur offenbar für Unruhe sorgt. Zumal mit dem Allzeithoch des Index von rund 4129 Zählern das durchschnittliche Jahres-Endziel von 4099 Punkten, das die von Bloomberg befragten Strategen angegeben hatten, bereits erreicht ist und damit alle Aktien-Fantasie an der Oberseite für dieses Jahr mental verbraucht scheint. Zwar sind die US-Börsianer – gemessen an der jüngsten Stimmungsumfrage der AAII – so bullish wie zuletzt Anfang Januar 2018, aber die wichtigsten Nachrichten in Sachen geld- und fiskalpolitischer Stimuli sind bereits bei den Akteuren an den Finanzmärkten angekommen und auch verarbeitet worden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurzum: Weitere positive Überraschungen aus dieser Ecke sind wenig wahrscheinlich, während die Erwartungen an die Berichtsaison für die Ergebnisse des ersten Quartals bei den Aktienunternehmen anspruchsvoll hoch gesteckt sein sollen. Mit anderen Worten: Positive Überraschungen können nur schwer gelingen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurz zurück zum Euro, der die zurückliegende Handelswoche positiv beendet hat und oberhalb von <strong>1,1780/85</strong> seine Stabilität im kurzfristigen Abwärtstrend aufrechterhalten wird. Dieser Trend bleibt immer noch schwach und wäre nach Überschreiten von <strong>1,1950/55</strong> überdies beendet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Noch keine Hyperinflation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 05:47:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktienmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer derzeit auf der Suche nach Indizien für eine Hyperinflation ist, dürfte gestern enttäuscht worden sein. Zumindest fiel der US-Konsumentenpreisindex mit einem Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr für den Februar so aus, wie es die Ökonomen im Mittel erwartet hatten. Und die Kernrate lag mit +1,3 Prozent sogar ein wenig unter den Schätzungen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wer derzeit auf der Suche nach Indizien für eine Hyperinflation ist, dürfte gestern enttäuscht worden sein. Zumindest fiel der US-Konsumentenpreisindex mit einem Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr für den Februar so aus, wie es die Ökonomen im Mittel erwartet hatten. Und die Kernrate lag mit +1,3 Prozent sogar ein wenig unter den Schätzungen und dazu auch auf dem niedrigsten Stand seit Juni 2020.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings sollten wir uns nichts vormachen, denn die Daten betreffen den vergangenen Monat, während sich die Sorgen um ein mögliches Anziehen der Inflationsraten jenseits dessen, was sich die US-Notenbank als Reflation vorstellt, auf die Zukunft richten. Ganz davon abgesehen, dass die Notenbanker sowieso vorzugsweise auf den Index der Privaten Konsumausgaben (PCE) als Inflationsmaß blicken. Kurzum: Die gestern publizierten Daten mögen bestenfalls kurzfristig für etwas Entspannung in Sachen Inflationsängste geführt haben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Anleiheauktion verläuft reibungslos<br />
</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vieles in den Finanzmärkten hängt unterdessen weiterhin von der Entwicklung der US-Anleiherenditen ab, die sich gestern vor der viel beachteten Auktion von Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit durch das US-Schatzamt leicht zurückgebildet hatten. „Viel beachtet“ ist vermutlich untertrieben. Beobachter sprachen nämlich davon, dass es sich um die am meisten beobachtete Versteigerung seit über zehn Jahren gehandelt haben könnte. Vor allem, weil noch knapp zwei Wochen zuvor eine Auktion von siebenjährigen Papieren enttäuschend verlaufen war und zu einem erstmaligen Überschreiten der 1,6 Prozent-Marke bei der Rendite der zehnjährigen Pendants in diesem Jahr führte. Indes: Die Auktion verlief reibungslos und ohne größere Marktreaktionen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Abwartende Aktien-Anleger</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Börsianer scheinen sich unterdessen ohnehin eine etwas andere Sichtweise hinsichtlich der Entwicklung bei den US-Anleiherenditen zu eigen gemacht zu haben. Zumindest hierzulande hält man es anscheinend mit der US-Notenbank, die deren Anstieg in erster Linie als Spiegel der gestiegenen Wachstumserwartungen interpretiert. Zumal gestern auch noch das US-Stimulus-Paket in der revidierten Form vom Repräsentantenhaus durchgewunken wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so zeigte sich in der Sentiment-Umfrage der Börse Frankfurt, die ich gestern <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/e1d55af0-d8e2-4546-80c6-7e5354b7b23f" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong> kommentiert habe, dass es trotz des DAX-Anstiegs von fast 4 Prozent auf Sicht von zwei Wochen (per Mittwoch) doch nur recht zögerliche Gewinnmitnahmen der überwiegend bullish orientierten Akteure gegeben hat. Allerdings ist der Optimismus der heimischen Investoren mit mittelfristigem Handelshorizont im Zuge des deutlichen Kursanstiegs vor allem am vergangenen Montag auch nicht gerade explodiert. Vieles spricht daher dafür, dass der Anstieg vor allen Dingen von langfristig orientierten Adressen ausgelöst wurde – die von der Börse Frankfurt Befragten dürften diesbezüglich nur wenig beigetragen haben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mit den leicht gesunkenen Anleiherenditen, gemessen an den zehnjährigen Treasuries, hat auch der Greenback etwas an Boden verloren. Im Gegenzug konnte sich der Euro zwar minimal befestigen, bleibt allerdings in seinem kurzfristigen Abwärtstrend gefangen, solange an der Oberseite nicht <strong>1,1990</strong> überwunden wird. Mit Spannung wird natürlich das Ergebnis der heutigen EZB-Ratssitzung erwartet. Vor allem interessiert die Beobachter, was die EZB-Entscheider tatsächlich gegen den Anstieg der Renditen auch hierzulande zu tun gedenken.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Stillstand beim Euro</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2021 05:39:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es bleibt bemerkenswert: Der Euro bewegte sich gegenüber dem US-Dollar kaum, während die Aktienmärkte in den USA und auch hierzulande, insbesondere die Tech-Werte, gestern zeitweise einen weiteren, teils deutlichen Korrekturtag hinlegten. Und ganz zu schweigen von Bitcoin, die gestern ebenfalls einen sogar noch heftigeren Rückschlag – seit dem Hoch vom vergangenen Sonntag sprechen wir von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es bleibt bemerkenswert: Der Euro bewegte sich gegenüber dem US-Dollar kaum, während die Aktienmärkte in den USA und auch hierzulande, insbesondere die Tech-Werte, gestern zeitweise einen weiteren, teils deutlichen Korrekturtag hinlegten. Und ganz zu schweigen von Bitcoin, die gestern ebenfalls einen sogar noch heftigeren Rückschlag – seit dem Hoch vom vergangenen Sonntag sprechen wir von einem Kurssturz von zeitweise mehr als 23 Prozent – hinnehmen mussten. Die Aktienkorrekturen waren jedenfalls dem Vernehmen nach Ängsten vor weiter steigenden Anleiherenditen geschuldet. Und das, obwohl die langfristigen Renditen der US-Staatsanleihen gestern eine Art Ruhetag einlegten. Sicherlich auch, weil die Anhörung von Fed-Chef Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des US-Senats anstand. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13145" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/24022021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/24022021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/24022021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Powell blieb seiner vorgegebenen Linie treu</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat Jerome Powell gestern eigentlich nichts gesagt, was die Finanzmärkte in die eine oder andere Richtung hätte stärker in Bewegung versetzen können. Der Fed-Chef blieb bei seiner vorgezeichneten Linie und vermerkte, dass der Anstieg bei den US-Treasuries vor allem der verbreiteten Zuversicht in eine kräftige Erholung der Wirtschaft geschuldet sei. Und was die Inflation angeht, scheint die Fed trotz der zu erwartenden starken privaten Nachfragewelle infolge der sich abschwächenden Covid-19-Pandemie nicht von einer größeren oder anhaltenden Inflation auszugehen. Tatsächlich bemerkte Powell in der Anhörung, dass die Inflationsrisiken immer noch abwärts gerichtet seien. Kurzum: Powell zeigte sich so taubenhaft, wie man es von ihm erwartet hatte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro kommt nicht aus den Startlöchern</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von alldem ist allerdings beim Wechselkurs des US-Dollar gegenüber dem Euro nichts angekommen. Und ich würde mich auch nicht weiter über eine Handelsbandbreite von nicht einmal 50 Stellen auslassen, wenn die Gemeinschaftswährung nicht an einem wichtigen Niveau stünde. Zumindest für technische Analysten. Wie ich bereits an den vergangenen Tagen erwähnte, wäre mit dem Überschreiten von 1,2165 gestern eine sogenannte umgedrehte Schulter-Kopf Schulter-Umkehrformation komplettiert worden. Eine Formation, die eigentlich steigende Kurse verspricht. Wobei sich die Gelehrten streiten, ob man für dieses Kaufsignal besser noch den Schlusskurs des Handelstages abwarten sollte, bevor man über den weiteren Verlauf des Euro eine klare Aussage machen kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Abgesehen von diesen kleinen Unschärfen, die im Zweifel den Praktiker Geld kosten, sehen natürlich andere, große und schwergewichtige Marktteilnehmer solche deutlichen Signale ebenfalls und würden womöglich einer technisch induzierten Nachfragewelle nach Euros mit eigenem Angebot entgegenstehen, so dass es genau zu dem Stillstand der Kurse käme, wie wir ihn gerade tatsächlich erleben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen bewegt sich der Euro ohnehin in einer seitwärts gerichteten, trendlosen Entwicklung, wobei er gegenüber dem US-Dollar so lange leicht im Vorteil bleibt, wie an der Unterseite <strong>1,2065</strong> nicht verletzt wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/stillstand-beim-euro/">Stillstand beim Euro</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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