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	<title>Hyperinflation Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Geiselnahme in der Kammer des Schreckens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 08:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vorgestern schrieb ich über Horrorszenarien, die derzeit vor allem im Internet die Runde machen. Und das in vielfältiger Form und oftmals nur kopiert. Doch viele Menschen tendieren nun einmal dazu, Kopien nicht als Kopie, sondern als Bestätigung einer anderen Meinung wahrzunehmen. Dies mag auch den gegenwärtigen Gold-Boom und die bizarre Situation erklären, dass sich manche [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern schrieb ich über <a href="http://www.blognition.de/markte/willkommen-in-der-kammer-des-schreckens" target="_blank">Horrorszenarien</a>, die derzeit vor allem im Internet die Runde machen. Und das in vielfältiger Form und oftmals nur kopiert. Doch viele Menschen tendieren <span id="more-2496"></span>nun einmal dazu, Kopien nicht als Kopie, sondern als Bestätigung einer anderen Meinung wahrzunehmen. Dies mag auch den gegenwärtigen Gold-Boom und die bizarre Situation erklären, dass sich manche Investoren fast schon eine Katastrophe herbeisehnen, nur damit sie mit ihrem Gold-Engagement richtig liegen. Wer aber ist der Gewinner, wenn es etwa zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen käme? Wer profitiert denn von solchen beängstigenden emotionalen Zuständen und von wirtschaftlicher Unsicherheit? Ganz zu schweigen von der möglichen Bedrohung für Leib und Leben in Zeiten derartiger Unruhe. Ist man ein Gewinner, wenn der Staat irgendwann Goldbesitz verbieten sollte?</p>
<p>Szenarien, seien sie nun positiv oder negativ, sind für die menschliche Psyche von großer Bedeutung: Sie verstärken das Selbstvertrauen in unsere vermeintliche Fähigkeit, die Zukunft vorhersagen zu können. Andererseits geben sie uns das Gefühl, eine unsichere Zukunft – auch wenn sie noch so schlecht sein sollte – kontrollieren zu können. Dummerweise ist dieses Vertrauen nicht immer angebracht. Man nehme nur einmal den Schweizer Franken, der neben Gold ebenfalls als sicherer Hafen für Geldanlagen gilt und zeitweise sogar eine bessere Performance hingelegt hatte als das gelbe Edelmetall. Bis die Schweizer Nationalbank (SNB) beschloss, der Aufwertung des Franken einen Riegel vorzuschieben, und verkündete, sie werde notfalls in unbegrenztem Umfang ausländische Devisen aufkaufen.</p>
<p>Doch dürfte diese Strategie nicht ohne negative Folgen für die Schweizer Wirtschaft und letztlich den Franken bleiben. Man denke nur an eine etwaige Hyperinflation samt deren Folgen. Am Ende hat die SNB damit die eigene Volkswirtschaft als Geisel genommen und den internationalen Investoren gedroht, sie würden die Geisel umbringen und damit auch den sicheren Hafen „Schweiz“ zerstören, wenn sie sich nicht zurückzögen. Ich frage mich, wie viele notorische Schwarzseher, die ja schon immer alles hatten kommen sehen, jemals auf ein derartiges Szenario gekommen wären.</p>
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		<title>Ein schwerer Sündenfall</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 09:31:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich hatte ich schon heute Vormittag ein mulmiges Gefühl im Magen, als ich hörte, die Währungsreserven der Schweizer Nationalbank (SNB) seien im August gegenüber dem Vormonat von 182 auf 253 Milliarden Schweizer Franken gestiegen. Und als die SNB soeben verkündete, sie werde ihre Währung an den Euro zu einer Untergrenze von 1,20 CHF pro Euro [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatte ich schon heute Vormittag ein mulmiges Gefühl im Magen, als ich hörte, die Währungsreserven der Schweizer Nationalbank (SNB) seien im August gegenüber dem Vormonat von 182 auf 253 Milliarden Schweizer Franken gestiegen. Und als die SNB soeben verkündete, sie werde ihre Währung an den Euro zu<span id="more-2423"></span> einer Untergrenze von 1,20 CHF pro Euro binden, war für mich der <a href="http://www.blognition.de/wirtschaft/free-lunch-fatal" target="_blank">Sündenfall perfekt</a>. Allein schon das Statement, die Zentralbank werde ausländische Valuten in unbegrenzter Höhe kaufen (= eskaliertes Commitment), hinterlässt unweigerlich den Eindruck, die Schweiz stünde gegen den Rest der Welt. Denn bislang hat sich niemand angeboten, die Nationalbank in ihrem Ansinnen zu unterstützen.</p>
<p>Das Problem des festen Schweizer Franken besteht in erster Linie darin, dass er sich nicht aufgrund von Handelsungleichgewichten, sondern aufgrund von Kapitalströmen in den so genannten sicheren Hafen, aber auch wegen massiver Schieflagen befestigt hat. Schieflagen, die in erster Linie von Ausländern verursacht wurden, die große Investitionen über Schweizer Franken finanzierten. In Zukunft wird dieser Kapitalstrom subventioniert. Und so dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch andere Marktteilnehmer die Interventionsbereitschaft der SNB testen werden. Mit der Folge, dass die Devisenreserven noch weiter aufgebläht und de facto Schweizer Franken gedruckt werden müssen. Wenn nötig in unbegrenzter Höhe. Mehr noch: Falls die SNB dem Druck auf der von ihr gesetzten Grenze wegen hoher Inflation und einem damit verbunden Politikwechsel eines Tages nachgeben müsste, bliebe ihr  ein Riesenverlust. Ein Verlust, der so hoch sein könnte, dass man vielleicht über einen Beitritt zur Eurozone nachdenken müsste.</p>
<p>Welche Konsequenzen ergeben sich für den nach Sicherheit suchenden Investor, wenn er zusehen muss, wie der harte Schweizer Franken im Prinzip weich gedruckt wird? Tatsächlich bleibt Gold nach dem Wegfall des Franken als einzige Alternativwährung für Geld übrig. Geld, das damit möglicherweise für lange Zeit festgegossen wird. Geld, das sinnvoller für Investitionen und auch Konsum verwendet werden sollte, wenn man noch den Glauben an irgendein Wirtschaftswachstum nicht völlig ad acta legen möchte.</p>
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